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Engl. Akronym für Advanced Along Track Scanning
Radiometer; ein abbildendes multispektrales Strahlungsmessgerät
auf ENVISAT-1 zur Präzisionsmessung der
Temperaturen von Meeres-, Land- und Wolkenoberflächen, der Wolkenbedeckung,
von Aerosol, des atmosphärischen Gehalts an gasförmigem und flüssigem
Wasser sowie von Vegetation. Mit AATSR kann beispielsweise die Meeresoberflächentemperatur mit einer Genauigkeit von 0,1 Grad gemessen werden.Mit Hilfe des AATSR soll die Kontinuität der
Daten von ATSR-1/2 gewährleistet werden. Es sichert so einen einmaligen Datenbestand der Oberflächentemperatur des Meeres über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren.
Die Meeresoberflächentemperatur (SST) gilt als eine der stabilsten geographischen Schlüsselvariablen, die den Zustand des atmosphärischen Systems der Erde kennzeichnen, wenn sie auf globaler Ebene bestimmt werden. Die exakte Ermittlung geringfügiger Schwankungen der Meeresoberflächentemperatur liefert einen Hinweis auf recht bedeutende Änderungen des Wärmeaustauschs zwischen Ozean und Atmosphäre. Dies gilt besonders für die Tropen.
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Foundation sea surface temperature* captured by ENVISAT's AATSR instrument 2006
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Für die Messung von Landflächen und Wolken wird im sichtbaren Bereich zusätzlich ein FPA, eine spezielle Anordnung von Strahlungssensoren, eingesetzt. Dieser liefert Hinweise auf
Aus diesen Parametern lassen sich anhand von bekannten Verhältnissen, die unter Berücksichtigung der zusätzlichen Informationen durch den AATSR-Modus mit zwei Blickwinkeln abgeändert wurden, globale Vegetationsindizes ableiten. Die sichtbaren Kanäle dienen auch zur Bestimmung von Wolkenparametern wie etwa der Unterscheidung zwischen Wasser und Eis sowie der Verteilung der Partikelgröße.
Das Prinzip, Verzerrungen durch atmosphärische Einwirkungen bei der Messung der Wasseroberflächentemperatur zu kompensieren, indem das Meer aus zwei Blickwinkeln betrachtet wird, ist die Grundlage der Familie der (A)ATSR-Instrumente.
AATSR tastet in Flugrichtung einen 500 Kilometer breiten Streifen senkrecht
unter dem Satelliten mit einer geometrischen
Auflösung von 1 x 1 Kilometer ab.
Auftraggeber für dieses
Instrument, das unter Leitung von Astrium
gebaut wurde, ist das British National Space Centre (BNSC).
Weitere Informationen: ESA Missions Earth Observation - The AATSR Instrument
Engl. imaging spectrometer; Klasse abbildender Sensoren mit hohem spektralem
Informationsgehalt. Sie können in bis zu weit über hundert verschiedenen
Spektralbändern gleichzeitig aufnehmen.
Ein abbildendes Spektrometer verbindet die Aufnahme von Bilddaten mit der Messung der spektralen Zusammensetzung der Strahlung.
Abbildende Spektrometer arbeiten ohne mechanische Scaneinheit. Statt dessen
wird auf einem zweidimensionalen Detektorarray (meist CCD)
die Rauminformation in "Cross-Track"-Richtung auf einer Dimension
des Arrays und die spektrale Information auf der zweiten Dimension des Arrays
abgebildet; die Rauminformation in Flugrichtung entsteht durch die Bewegung
des Satelliten.
Bisher werden die meisten abbildenden Spektrometer von Flugzeugen aus eingesetzt.
Pionier im All war der seit 1996 betriebene Modulare Optoelektronische Scanner
(MOS) des DLR.
Es folgten SeaWIFS, MODIS
(beides eigentlich Radiometer mit mechanischem
Scanspiegel, im Amerikanischen aber meist als 'imaging spectrometer' bezeichnet)
und MERIS auf ENVISAT.
Typischer Aufbau eines abbildenden Spektrometers
Quelle: http://www.dfd.dlr.de/education/glossar/abb_sp.htm |
Engl. imaging laser scanner, aktiver Sensor, der als Höhenmessgerät (Altimeter) dient und gleichzeitig ein Geländebild erzeugt.
Unerwünschter Störeffekt bei der Ausbreitung elektromagnetischer Wellen. Abschattung entsteht durch Hindernisse im Freien (Berge, Gebäude, Wände, Bauwerke aller Art), die die freie Ausbreitung und den Empfang auf direktem Weg, insbesondere hochfrequenter Wellen, verhindern. Dies führt zu variierenden Signalpegeln über eine bestimmte Entfernung im Bereich des Schattens.
Engl. (atmospheric) absorption; in der Physik die Abschwächung einer Teilchen- oder Wellenstrahlung beim Eindringen
in Materie. Bei dieser Wechselwirkung zwischen Strahlung und Materie werden Photonen von Molekülen, Atomhüllen oder Kernen
abgefangen. Die Energie der absorbierten Strahlung
wird dabei in andere Formen, z.B. in Wärme, umgewandelt. Bei der Absorption
von Licht gehen die Moleküle der durchstrahlten Materie zum Teil in angeregte
Energiezustände über. Dabei werden, abhängig vom Material, stets nur bestimmte
Wellenlängen absorbiert. Flüssigkeiten und Festkörper absorbieren die Strahlung in großen Wellenlängenbereichen. Gase können im Gegensatz dazu nur in bestimmten, charakteristischen Wellenlängen absorbieren (Absorptionslinien und Absorptionsbanden).
Das absorbierende Medium kann seinerseits Strahlung
aussenden, aber erst nachdem eine Energieumwandlung stattgefunden hat und meist
in einer anderen Richtung. Durch diesen Prozess verliert die Strahlung an Intensität.
Absorption geschieht zum Beispiel in der Erdatmosphäre
(atmosphärische Extinktion),
in Hüllen um Sterne (bei Protosternen und bestimmten Typen von entwickelten
Sternen mit starker Staubproduktion) und durch Gas- und Molekülwolken im
interstellaren (interstellare Extinktion) oder intergalaktischen Raum (Entstehung
des Lyman-Alpha Waldes). Auch kältere, äussere Schichten von Sternen,
insbesondere der Sonne absorbieren Photonen aus tieferen und heisseren Schichten,
wodurch das charakteristische stellare Absorbtionslinienspektrum entsteht.
In der Fernerkundung bezieht sich
der Begriff Absorption auf das Aufnehmen von elektromagnetischer
Energie durch Material der Atmosphäre oder
der Oberfläche. Die atmosphärischen Gase absorbieren selektiv in Abhängigkeit von der Wellenlänge. Wegen der Absorption erreicht Strahlung die Erdoberfläche nicht oder nur
in erheblich reduziertem Maße. Die Spektralbereiche, die ungehindert die Atmosphäre durchdringen, werden atmosphärische Fenster genannt. Diese Wellenlängenbereiche werden in der Fernerkundung verwendet.
Die Absorption wirkt als Störgröße. Allerdings
sind bei der Auswertung von Fernerkundungsdaten
für atmosphärische Fragen gerade diese Absorptionsprozesse entscheidend.
Absorption der Sonnenstrahlung in der Atmosphäre
Quelle: http://earth.usc.edu/~geol150/weather/tempdistribution.html |
Der Strahlungsumsatz an der Erdoberfläche ist ebenfalls gekennzeichnet durch spezifische, stofflich bestimmte Absorptionsprozesse, die z.T. durch sehr schmalbandige Absorptionsbanden bestimmt sein können. Die Variation der Absorptionszusammenhänge/-muster hilft, zwischen verschiedenen Materialien zu unterscheiden.
Spezielle Wellenlängenbereiche des elektromagnetischen
Spektrums, in denen die Strahlungsenergie durch spezifische stofflich-substantielle
Eigenschaften von in der Atmosphäre enthaltenen
Gasen markant absorbiert wird. Im Bereich dieser Wellenlängenintervalle
ist daher die Atmosphäre für Strahlung
gar nicht oder nur schwach durchlässig. Außerhalb der Absorptionsbanden
kann die solare und die terrestrische Strahlung im Bereich der atmosphärischen
Fenster fast ungehindert die Erdatmosphäre passieren.
Wichtige Absorptionsbanden in der Atmosphäre sind vor allem die 6,3 µm-Wasserdampfbande,
die 15 µm- und 4,3 µm-Kohlendioxidbanden sowie die 9,6 µm-Ozonbande,
welche in Infrarotspektren deutlich hervortreten (Strahlungsabsorption). Die
Absorptionsbanden anderer Spurengase sind in der Atmosphäre deutlich schwächer
wegen deren geringerer Konzentration (z.B. Methan, Distickstoffoxid). Da die
Linien in Absorptionsbanden relativ nahe beieinander liegen, können diese
in Spektren nur bei entsprechend hoher spektraler Auflösung getrennt werden.
Insbesondere für die Detektierung von Gesteinen und Mineralen eignen sich sehr
schmalbandige Absorptionsbanden im Bereich des SWIR.
Engl. absorptance; wellenlängenabhängiges Verhältnis des von einem Medium absorbierten zum einfallenden Strahlungsfluss. Im Speziellen ist damit das wellenlängenabhängige Verhältnis des von einer Oberfläche absorbierten Strahlungsflusses zu dem eines Schwarzen Körpers mit derselben Temperatur gemeint.
Häufig syn. zu Absorptionskonstante verwendet; dimensionslose Größe für das Absorptionsvermögen eines Mediums. Je grösser der Absorptionskoeffizient, desto effektiver wird Strahlung vom Medium aufgenommen. Der Absorptionskoeffizient hängt stark von physikalischen Grössen wie der Wellenlänge der Strahlung, der Temperatur, Dichte, Aggregatszustand des Mediums usw. ab.
Anteil der Strahlungsenergie, den Materie aus der auf sie treffenden Strahlung aufnimmt. Das Absorptionsvermögen ist abhängig von der Beschaffenheit (Farbe, Material, Oberfläche etc.) des Stoffes und der Wellenlänge der auftreffenden Strahlung.
Geographische Länge, bei der ein Satellit den Äquator in N-S-Richtung quert.
s. Scanner
Engl. swath width; der Bereich, den ein Satellit mit einer Antenne oder einem abbildenden System auf dem Erdboden beim Überflug überstreicht.
Engl. Abkürzung für Accelerometer; Nutzlast auf Champ und künftig auf der SWARM-Mission. Dieser hochauflösende Beschleunigungsmesser misst alle nicht durch das Schwerefeld der Erde verursachten Kräfte (Beschleunigungen), hauptsächlich Atmosphärenreibung und Strahlungsdruck der Sonne. Sie gelten als Störkräfte bei der Messung des Gravitationsfeldes der Erde.
Engl. Akronym für Atmosphere and Climate Explorer;
Mission der ESA zur Messung von Schwankungen
und Änderungen der atmosphärischen Temperatur und Wasserdampfverteilung.
Die Mission leistet einen Beitrag zur Überwachung des Klimawandels und
zur Verbesserung von Wettervorhersagen. Es sind 4 Satelliten
vorgesehen, die in zwei Zweiergruppen auf der gleichen Bahnebene, aber in verschiedener
Höhe (650 km / 850 km) die Erde umkreisen. Jeder dieser Satelliten wird
einen L-Band-Empfänger für GPS/Galileo-Peilungen und einen X-K-Band-Mehrfrequenzsender
bzw. -empfänger für Messungen von Satellit-zu-Satellit-Verbindungen
mitführen.
Der geographische Erfassungsbereich der Mission muss gewährleisten, dass
die gemessenen Profile weltweit einheitlich verteilt sind. Die vorgeschlagene
Konstellation von vier Satelliten wird pro Monat rd. 7.000 Feuchtigkeits- und
Temperaturmessungen ermöglichen, eine Ausbeute, die für die Klimaüberwachung
geeignet ist. Außerdem sollen pro Tag rd. 5.000 Refraktionsmessungen durch
Okkultation der GPS/Galileo-Funksignale durchgeführt und in Wettervorhersagesysteme
integriert werden.
Quelle: http://www.esa.int/export/esaCP/ESAD0SG18/C_Austria_0.html |
Weitere Informationen: ACE+ - Atmosphere and Climate Explorer
Engl. Akronym für Active Cavity Radiometer
Irradiance Monitor III Satellite; 1999 gestarteter
Satellit der NASA
zur Untersuchung der Sonnenstrahlung
(Gesamtstrahlung und Solarkonstante) mit Hilfe des Instruments ACRIM III. ACRIMSAT
befindet sich auf einer 716 km hohen, sonnensynchronen
Umlaufbahn mit einer Neigung von 98,13°. Diese Art der Erdumlaufbahn hat den Vorteil, dass der Satellit nie in den Erdschatten eintritt und so rund um die Uhr die Sonne beobachten kann.
Von der Sonne, dem Zentrum unseres Sonnensystems, geht die Energie aus, die auf der Erde Winde entstehen lässt, für Strömungen in den Meeren sorgt, das Land erwärmt und somit für das globale Wetter verantwortlich ist. Wissenschaftler, die sich mit globalen Klimaveränderungen beschäftigen, sind der Auffassung, dass nur kleine Schwankungen während einiger Jahrzehnte in der Energiabstrahlung der Sonne, auch Total Solar Irradiance (TSI) genannt, eine Rolle in Klimawechseln spielten könnten. Durch das Messen dieser gesamten Menge an Energie, die von der Sonne her die Erde erreicht und in die Erdatmosphäre eintritt, sollen bessere Modelle des Klimasystems unserer Erde möglich werden. Um Klimamodelle entwickeln zu können, werden Messdaten zweier verschiedener Messungen benötigt:
Die erste Messung wird vom Instrument ACRIM-III an Bord von ACRIMSat durchgeführt, während für die zweite Messung andere Satelliten der NASA zuständig sind. Die Differenz zwischen der Energie, welche die Erde erreicht und jener, die wieder in den Weltraum reflektiert wird, resultiert in der Energiemenge, welche auf der Erde für die Prozesse in der Umwelt verantwortlich ist. Kombiniert mit Messungen der Ozeanströmungen, der Winde und Oberflächentemperaturen können Klimamodelle erstellt werden, die Aussagen über die Zukunft des irdischen Klimas machen können.
Daten
von ACRIMSAT werden korreliert mit Daten zur globalen Erwärmung,
mit Daten zum Schrumpfen der polaren Eisbedeckungen sowie mit Daten zum Rückgang
der Ozonschicht.
ACRIMSat ist Teil des Earth Observing System (EOS), einem ca. 20 Missionen umfassenden, längerfristigen Forschungsprogramm der NASA.
ACRIMSAT Quelle: http://acrim.jpl.nasa.gov |
ACRIM Composite Total Solar Irradiance (TSI) Time Series Quelle: http://www.acrim.com/RESULTS/Earth%20Observatory/earth_obs_fig26.pdfZum Vergrößern auf Grafik klicken |
Weitere Informationen:
Syn. Cross-Track Scanning, Whiskbroom Scanning; Fernerkundungssystem,
das ein zweidimensionales Image des darunterliegenden
Bodens aufbaut, indem von einer Seite zur anderen und in einer Richtung im rechten
Winkel zur Bewegungsrichtung des Flugzeugs oder des Satelliten
gescannt wird. Die gescannten Querstreifen werden in eine Abfolge von räumlichen
Elementen (ground resolution cell) untergliedert, welche durch ihre Größe
die räumliche Auflösung
eines Bildes repräsentieren. Die von jedem
Element ausgehende elektromagnetische
Strahlung wird nacheinander entlang des Querstreifens aufgenommen.
Dies wird erreicht durch die Verwendung eines oszillierenden Spiegels, der die
elektromagnetische Strahlung auf die Sensorgeräte richtet. Jedem Element
ist im Sensor ein mikroelektronischer Detektor
zugeordnet, der die Messung als Einzelwert für einen Bildpunkt ausdrückt.
Der Thematic Mapper Sensor an Bord
der Landsat-Satellitengruppe verwendet diese
Scanningmethode.
Across-Track Scanner
Quelle: http://www.fas.org/irp/imint/docs/rst/Intro/Part2_5a.html |
Rot, Grün und Blau (RGB) werden additive Farben genannt, da Weiß erzeugt wird, wenn alle drei Farben kombiniert werden. Wird farbiges Licht zusammengeführt, so erscheint das Ergebnis immer heller.
Additive Farben werden beispielsweise für Monitore und Scanner benutzt.
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Additive Farben Jede additive Farbe hat eine gewisse Anzahl von Farbpartikeln aus Rot, Grün und Blau. Die Zusammensetzung der verschiendenen Grundfarben erzeugt dann die additive Farbe. Die Farbtöne werden durch Zahlen zwischen 0 (00) und 255 (FF) bestimmt.
Java verwendet die Dezimaldarstellung. HTML Farben setzen sich aus den umgewandelten Zahlen des Hexadezimalcodes (00) bis (FF) zusammen. Da alle drei Grundfarben enthalten sind, benötigt man 6 Hexadezimalwerte. |
Ein optisches Modell (Lichtfarben), bei dem durch das Hinzufügen neuer Spektralbereiche Mischfarben entstehen, wodurch man die Strahlungssumme der einzelnen Primärfarben erhält. Durch additive Farbmischung kann die Veränderungen zwischen zwei Satelliten-bildaufnahmen des gleichen Raumes, z.B. vom Satelliten LANDSAT, veranschaulicht werden. Zunächst wird mittels einer Hauptkom-ponentenanalyse aus dem mehrkanaligen LANDSAT-Bild ein Grauwertbild berechnet, welches den maximalen Informationsgehalt aus allen sieben LANDSAT-Kanälen bündelt. Den beiden Grauwertbildern der entsprechenden Aufnahmezeitpunkte wird dann ein Farbkanal der drei Grundfarben Rot, Grün oder Blau zugeordnet. Einer der drei Farbkanäle bleibt unbelegt. Haben keine Veränderungen zwischen den beiden Aufnahmezeitpunkten stattgefunden, sind die Intensitäten der Hauptkomponenten identisch. Nach den Gesetzen der additiven Farbmischung entstehen aus den beiden Grundfarben hellere Mischfarben. So wird beispielsweise aus Grün und Rot Gelb. Alle gelben Flächen können somit mit keinen bzw. geringen Veränderungen assoziiert werden, während sich Veränderungen in unterschiedlichen Intensitäten der Hauptkomponenten und der ihnen zugeordneten Farbkanäle darstellen werden. Siehe auch Subtraktive Farbmischung
Engl. Akronym für Advanced Earth Observing Satellite,
syn. Midori-II, japanisch みどり-II; japanischer Satellit
mit 8 Sensoren zur Beobachtung von Ozeanfarben
und Temperaturen, Ozon, Landoberfläche als Nachfolger der vorzeitig beendeten
ADEOS-I-Mission. Der Satellit wurde mit einer H-IIA-Rakete vom Tanegashima Raumfahrtzentrum
in der Präfektur Kagoshima im Dezember 2002 in seine Umlaufbahn
geschossen. Die Höhe des Perigäums
beträgt 803 km, die des Apogäum 820
km, die Inklination 98,7°.
Die zwei Hauptsensoren sind ein Radiometer (AMSR)
und der Global Imager (GLI). Weitere Instrumente sind: Improved Limb Atmospheric
Spectrometer-II, SeaWinds, Polarization
and Direction of the Earth Reflectance, Data Collection System.
Ein Sonnensturm im Oktober 2003 zerstörte die Sonnenkollektoren und mit ihnen den 630 Mio $ teuren Satelliten.
ADEOS-II sollte Beiträge liefern zur Untersuchung
Praktischen Nutzen versprach man sich z.B. für die Meteorologie und das Fischereiwesen.
ADEOS-II bei der Trennung von der Trägerrakete
Quelle: NASDA |
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Atmospheric Dynamics Mission,
kombiniert mit dem Namen des griech. Windgottes; Bezeichnung für eine 2012 mit einer Rockot-Trägerrakete
startende und auf drei Jahre angelegte Satellitenmission der ESA (Earth Explorer Core Mission), die globale
Daten zur dreidimensionalen Darstellung von Windfeldern liefern soll. Die Messungen
dienen der genaueren Kenntnis der Windenergie und der atmosphärischen Zirkulationsmuster
einschließlich des weltweiten Transports von Energie, Wasser, Aerosol
und Chemikalien. Man erhofft sich weitere Erkenntnisse über Phänomene
wie El Niño/Southern
Oscillation. Daneben sollen die Daten helfen, Klimavariabilität
zu quantifizieren und zur Validierung und Verbesserung von Klimamodellen beitragen.
Der Satellit trägt als einziges Instrument
einen aktiven Doppler-Windlidar (ALADIN, Atmospheric Laser Doppler Lidar Instrument).
Es sendet kurze Lichtpulse im nahen UV (355 nm) aus, dessen Rückstreuung ein Spiegelteleskop von 1,5 m Durchmesser registriert. Aus den Laufzeiten der in der Atmosphäre reflektierten Strahlung und ihrer Dopplerverschiebung erhält man Hinweise auf die Feuchtigkeitsverteilung, Strömungs- und Windverhältnisse in der Atmosphäre in unterschiedlichen Höhen. Die horizontale Ortsauflösung ist besser als 50 km.
ADM-Aeolus wird sich in 408 km Höhe auf einer sonnensynchronen
Umlaufbahn mit 96,99° Neigung befinden. Der Wiederholzyklus
wird 7 Tage betragen.
Der ADM-Aeolus-Satellit
Quelle: http://www.esa.int/export/esaLP/ESAES62VMOC_aeolus_0.html |
Weitere Informationen:
Instrument an Bord des NASA-Satelliten Earth Observing-1 (EO-1). Es ist das erste Erdbeobachtungsinstrument, das im Rahmen des New Millennium Program (NMP) zum Einsatz kam. ALI setzt neuartige Weitwinkeloptiken ein und ein kombiniertes multipektral-panchromatisches Spektrometer. ALI wurde als Prototyp für die Landsat-Nachfolgemission konzipiert und befindet sich auf EO-1 im Formationsflug mit den Satelliten Landsat 7 und Terra.
Krakatau (Indonesien), beobachtet mit dem Instrument ALI auf EO-1![]() |
Because the satellite can think for itself, the system can accept a target request as late as five hours before the satellite flies over the target compared to 2-3 days required for most other sensors. The on-board scheduler prioritizes requests based on what they are for (ranked by theme) and the weather. The software uses predictions of cloudiness from the National Oceanic and Atmospheric Administration, so if a site is too cloudy, the next least-cloudy target will get priority. Sometimes the “customers” targeting EO-1 are other satellites. As part of SensorWeb, EO-1 automatically acquires images that are triggered by other satellites. For example, EO-1 monitors 100 volcanoes. When the Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) on NASA’s Terra or Aqua satellites detects a hot spot at any of them, EO-1 automatically acquires an image on its next overpass. Hyperion can then record the temperature and position of lava flows, while ALI tracks ash plumes. If the onboard software detects a hot spot in the Hyperion measurement, the on-board systems automatically re-schedule another acquisition of that target at the next opportunity. The images are distributed to local officials. The SensorWeb system is a pathfinder to help build international satellite collaborations, particularly for disaster response. |
Weitere Informationen:
s. ADM-Aeolus
Von giech.: άέριος (aerios) „in der Luft befindlich, hoch“ und -logie; diese "Höhenwetterkunde" erforscht als Teilgebiet der Meteorologie die freie Atmosphäre bis in 50 km Höhe mit physikalischen Methoden und technischen Hilfsmitteln. Beispielsweise tragen Wetterballone die Messinstrumente (Radiosonden) in die Atmosphäre, ein mitgeführter Sender überträgt laufend die Messdaten zur Erde. Aerologische Aufstiege mittels Radiosonden werden in der Regel zweimal täglich durchgeführt und messen Luftdruck, Temperatur, Feuchtigkeit und Wind bis in durchschnittlich 30 km Höhe. Meist werden noch zwei weitere Aufstiege ohne Messgeräte durchgeführt, die nur Winddaten (aus der Radarpeilung) liefern. Weltweit gibt es ca. 500 aerologische Aufstiegsstationen. Diese besonders für die Luftfahrt wichtigen Daten werden durch Flugzeugmessungen und durch Fernmessungen von Wettersatelliten aus ergänzt. Der Zustand der freien Atmosphäre kann auch vom Erdboden aus mittels Windprofilern gemessen werden.
Die Daten werden verschlüsselt und das weltumspannende Netz der WMO für die Verbreitung von Wetterdaten GTS (Global Telecommunication System) eingespeist. Da diese Daten in einem wichtigen Zusammenhang mit den Wettervorgängen auch am Boden stehen, stellen aerologische Daten eine wesentliche Grundlage für die Wettervorhersage dar. Ferner ergeben sich aus diesen Daten wesentliche Erkenntnisse für das Klima der freien Atmosphäre.
Eine Fläche konstanten Potentials, das heißt konstanter potentieller Energie in einem Potentialfeld. Diese Fläche steht stets senkrecht zu den Feldlinien.
Beim Schwerepotential ist die Äquipotentialfläche eine Fläche, deren Punkte alle dasselbe Schwerepotential haben. Die Schwerebe-schleunigung ist der Gradient (der Anstieg) des Schwerepotentials. Daher ist auf einer Äquipotentialfläche der Schwere die Schwerebeschleunigung nicht konstant. An den Polen ist die Schwerebeschleunigung größer als am Äquator. Manche Höhensysteme verwenden diese Potentialflächen der Erde zur Höhendefinition. Das Geoid ist eine Äquipotentialfläche des Schwerefelds der Erde (Geopotential).
Verfahren der Fernerkundung aus geringer Flughöhe für geophysikalische Zwecke. Der Begriff fasst alle geophysikalischen Methoden zusammen, die auf Flächenflugzeugen, Hubschraubern, Luftschiffen oder Ballonen eingesetzt werden. Dabei überstreicht das geophysikalische Anwendungsspektrum ein weites Feld. Zu den ersten Methoden, die auf Flugzeugen eingesetzt wurden, zählt die Aeromagnetometrie (oft verkürzt als Aeromagnetik bezeichnet). Damit lässt sich über verschiedene Reduktionen und Korrekturen zum Beispiel das magnetische Feld der Erdkruste bestimmen.
Artverwandt damit sind die Aeroelektromagnetik-Verfahren, die sowohl auf Flächenflugzeugen wie auf Hubschraubern eingesetzt werden können. Sie dienen dazu, Leitfähigkeitsstrukturen in den obersten Schichten der Erde zu kartieren. Daraus kann unter anderem abgeleitet werden, ob dort wasserführende Schichten, Kohleflöze, Salzstöcke und dergleichen vorhanden sind. Daneben wurden speziell verschiedene Aeroradar-Verfahren entwickelt, die zum Beispiel Eisdicken und die innere Schichtung des Eises vermessen oder die obersten Bodenschichtungen erkunden können.
In den letzten Jahren sind besonders große Entwicklungssprünge in der Aerogravimetrie zu verzeichnen. Mit dieser Methode können Schwerefeldanomalien in der Erdkruste ermittelt werden, die Aufschluss über ihren inneren Aufbau geben. Zusätzlich kann von Flugzeugen aus mittels der Aeroradiometrie in bodennahen Flügen das Spektrum und die Intensität der natürlichen Strahlung aus dem Boden erfasst werden.
Weitere Informationen: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Passive gravimetrische Erkundung aus der Luft mit hypersensitiven Federwaagen zur Entdeckung von Anomalien des Erdschwerefeldes, die auf Salzdome, Intrusionen, Erzlager usw. hinweisen können. Mit der Satellitengravimetrie lässt sich das Erdschwerefeld einheitlich, aber mit reduzierter Auflösung aufgrund der Höhe der Satellitenbahn erfassen. Mit gravimetrischen Messungen an der Erdoberfläche kann dagegen die Erdschwere mit hoher Auflösung, jedoch mit inhomogener Meßpunktverteilung verursacht durch Umgebungsbedingungen beobachtet werden.Die Aerogravimetrie vom Flugzeug aus schließt die Lücke zwischen terrestrischen und satellitengestützten Messungen .
Weitere Informationen: Geoforschungszentrum Potsdam
Passive magnetometrische Erkundung aus der Luft durch Interaktionen des geomagnetischen Feldes mit einer protonenreichen Flüssigkeit zur Exploration von Erzlagerstätten.
Bei der Aerophotogrammetrie werden - im Gegensatz zur terrestrischen Photogrammetrie - Luftbilder ausgewertet. Normalerweise ist es nicht möglich während des Bildfluges die Parameter der äußeren Orientierung mit ausreichender Genauigkeit zu bestimmen, d.h. sie müssen hinterher mithilfe von Passpunkten indirekt bestimmt werden.
Aerosole sind (meteorologisch gesehen) Bestandteile von Beimengungen der Atmosphäre als in ihr schwebende feste oder flüssige Teilchen im Grössenbereich zwischen 10-4 µm und 10 µm. Wolkentröpfchen,
Eiskristalle oder fallende Niederschläge zählen nicht zu den Aerosolen.Sichtbar werden Aerosole als Dunst, der die Atmosphäre trübt. In einer trüben Atmosphäre werden größere Strahlungsanteile absorbiert und reflektiert. Damit greifen Aerosole in den Energiehaushalt der Atmosphäre ein. Ihre Wirkung erstreckt sich sowohl auf den solaren Strahlungsanteil, was wir an der Trübung wahrnehmen können, wie auch auf die von der Erde ausgehenden Strahlungsströme. Insgesamt überwiegen die Einflüsse auf die solare Strahlung (Sonnenstrahlung).
Aerosole
können auf direktem Wege in die Atmosphäre gelangen (Industrielle Partikelemission, Winderosion, Vulkanausbrüche u.a.)
oder aus der Umwandlung von Gaspartikeln entstehen. Rauch und sehr feiner Staub
besteht aus festen in Luft suspendierten Teilchen. Vulkanausbrüche können besonders hohe Aerosolkonzentrationen verursachen, die für eine deutlich geringere solare Einstrahlung und damit für eine Abkühlung der Erdatmosphäre sorgen.
Aerosolgehalt nach TOMS-Messungen
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Aerosolgehalt nach AVHRR-Messungen
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Die TOMS-Daten links zeigen den Aerosolgehalt über Land und Ozeanen, die AVHRR-Daten den Aerosolgehalt über den Ozeanen. Gebiete mit hoher Konzentration erscheinen rot. Auffällig sind die Aerosolwolken westlich Afrikas, sowie jene über und südlich der Arabischen Halbinsel. Quelle: http://terra.nasa.gov/Brochure/Sect_2-1.html |
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Die Bedeutung von Aerosolen ergibt sich daraus, dass sie
Aerosole spielen eine wesentliche Rolle in der Strahlungsbilanz der Atmosphäre, da die optischen Eigenschaften Albedo und Durchlässigkeit beeinflusst werden. Aerosole können an ihrer Oberfläche aber auch durch sogenannte heterogene chemische Reaktionen die Chemie der Atmosphäre beeinflussen.
Weitere Informationen: Aerosols: More Than Meets the Eye (NASA)
Engl. Akronym für Aeronomy of Ice in the Mesosphere; NASA-Satellit zur Beobachtung der leuchtenden Nachtwolken. Dabei steht die Entstehung und Veränderung dieser höchsten Wolken im Mittelpunkt der Forschungen. AIM wurde am 25. April 2007 um 20:26 UTC mit einer Pegasus-XL gestartet und umkreist die Erde in einem polaren Orbit.
Nach dem Start erhielt der Satellit die zusätzliche Bezeichnung Explorer 90.
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AIM
Satellite
AIM has provided the most detailed picture of NH clouds ever collected:
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CIPS |
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SOFIE |
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CDE |
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Atmospheric Infrared Sounder; sondierender Sensor an Bord von Aqua zur Erstellung von Temperaturprofilen und zur Messung von flüssigem und gasförmigem Wasser in der Atmosphäre.
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3D-Struktur des Hurricane Isabel
Die 3D-Struktur von Isabel wurde mit Hilfe von AIRS-Daten visualisiert. Die thermische Struktur des Tropi-schen Wirbelsturms wird durch drei Flächen gleicher Temperatur (isotherme Flächen) veranschaulicht. Die Temperatur jeder Fläche wird durch ihre Farbe repräsentiert: Rot als wärmste Temperatur mit 17 °C, orange im Gefrierbereich mit 0 °C und gelb für die kältesten Temperaturen mit -23 °C. Die drei Ebenen weißen
als markanteste Erscheinung einen Buckel auf, der der aufsteigenden
Luft innerhalb der Gewitter von Isabel entspricht. |
Weitere Informationen:
Die umfassendste Zusammenstellung von Akronymen und Abkürzungen bietet Kramer (Earth Observation History of Technology Introduction) in englischer Sprache. Sie ist hier dem Anhang beigefügt. Für evtl. aktualisierte Versionen empfiehlt sich ein Blick in eoportal.org:
Künstlicher Satellit mit Sendevorrichtungen für Licht oder eine andere, für Zwecke der Satellitengeodäsie geeignete elektromagnetische Strahlung.
Ein Sensor, der seine eigene Quelle an elektromagnetischer Strahlung hat; er sendet eine Serie von Signalen zum Zielobjekt aus und registriert das Echo. Ein SAR-Instrument, ein Lidar, ein Radar-Altimeter usw. sind Beispiele für aktive Sensoren.
Ein Fernerkundungssystem, das seine eigene elektromagnetische Strahlung aussendet, um eine Objekt aufzuspüren, um ein Gebiet zu beobachten oder die Atmosphäre zu untersuchen. Das Signal wird am beobachteten Objekt bzw. in der Atmosphäre verändert, und das System empfängt die von dort reflektierte Strahlung. Aus dem Unterschied zwischen gesendetem und empfangenem Signal können geophysikalische Größen abgeleitet werden. Radar- und Lidarsysteme sind aktive Systeme.
Aktive Fernerkundungsverfahren unterscheiden sich in der Aufnahmetechnik sowie in der Geometrie und im Informationsgehalt des von ihnen gelieferten Bildes. Bei aktiven Fernerkundungsverfahren wird die Intensität der zurückgestreuten elektromagnetischen Strahlung zu deren Erkennung und Unterscheidung gemessen. Hierbei wird das zu erkundende Objekt oder die Oberfläche von einem Sender aus mit Mikrowellen oder Strahlung anderer Wellenlängenbereiche bestrahlt und deren Rückstreuung über eine Antenne empfangen. Die Strahlungsbedingungen sind gut definiert und reproduzierbar. Es können auch Wellenlängenbereiche genutzt werden, die in der Solarstrahlung nur geringe Intensitäten haben (z.B. Mikrowellenbereich). Aktive Fernerkundungsverfahren operieren im Gegensatz zu passiven (Fernerkundungs)Systemen unabhängig von den natürlichen Bestrahlungsverhältnissen und sind zum größten Teil wetterunabhängig und daher besonders für die Anwendung in tropischen Bereichen geeignet. Aktive Fernerkundungsverfahren können flugzeug- und satellitengetragen operieren. Häufige Anwendungsgebiete sind z.B. Ozeanographie (Wellenmuster, Meereisbedeckung, Ölverschmutzungen), Glaziologie, Geologie (Tektonik), Hydrologie (Bodenfeuchte, Hochwasser, Schneebedeckung) und die Meteorologie. Für Landnutzungs- und Vegetationsklassifikationen gewinnen sie vor allem in Gebieten mit hoher Bewölkung an Bedeutung. In jüngerer Zeit werden neben den Radarsystemen vor allem Lasersysteme zur Erzeugung hochauflösender digitaler Geländemodelle immer wichtiger.
Alternative Bezeichnung für Radarsystem.
Für Schallwellen empfindlicher Sensor, z.B. Sonar zur Ermittlung der Meeresbodengestalt oder akustische Impedanz-Messverfahren zum Aufspüren von Chemikalien am Meeresboden.
Engl. Akronym für Atmospheric Laser Doppler Lidar Instrument; Bezeichnung für das für direkte Windmessungen ausgelegte Lidar an Bord von ADM-Aeolus. Zusätzlich kann es Informationen über die Höhe von Wolkenobergrenzen, die vertikale Wolkenverteilung, Aerosoleigenschaften und Windvariabilität liefern.
Engl. albedo; generell die Bezeichnung für das Reflexionsvermögen (Rückstrahlvermögen) eines Körpers, bzw. einer Oberfläche. Sie beschreibt den prozentualen Anteil an diffus reflektierter Strahlung beim Auftreffen auf eine nicht selbst leuchtende und nicht spiegelnde Fläche. Häufig werden auch Werte zwischen 0 und 1 verwendet. Ein Wert von 0 bedeutet keine Rückstrahlung, 1 perfekte Rückstrahlung. Die Albedo kann sich auf das ganze Spektrum oder nur auf das sichtbare Licht beziehen.
Die Albedo eines Körpers bestimmt auch sein Temperaturverhalten. Körper mit hoher Albedo reflektieren gut, absorbieren aber schlecht. Temperaturänderungen sind dabei klein und langsam. Körper mit geringer Albedo sind schlechte Reflektoren und absorbieren gut, ihre Temperatur ändert sich schnell und stark, z.B. durch Bestrahlung mit Sonnenlicht.
Die durchschnittliche planetarische Albedo der Erde liegt bei ca. 0,31, was bedeutet, dass ungefähr 31 % des einkommenden Sonnenlichts in das Weltall zurückgestrahlt wird.
Die Albedo ist abhängig von der Art und Beschaffenheit der bestrahlten Fläche sowie vom Spektralbereich der eintreffenden Strahlung. Insbesondere unterscheidet sich die Albedo einer Oberfläche für kurz- und langwellige Strahlung erheblich.
| kurzwellige Albedo | langwellige Albedo | ||
|---|---|---|---|
| Neuschnee | 70-95 % | Sand | 10 % |
| tiefes Wasser bei tiefstehender Sonne | 80 % | Wolken | 10 % |
| Dünensand | 30-60 % | Ackerboden, brach | 8 % |
| Ackerboden, brach | 7-17 % | Wasser | 4 % |
| Tropischer Regenwald | 10-12 % | Rasen | 1,5 % |
| Laubwald | 15-20 % | Schnee | 0,5 % |
| landwirtschaftliche Kulturen | 15-25 % | ||
| tiefes Wasser bei hochstehender Sonne | 3-10 % | ||
Der Begriff Albedo wird i.a. für einen breiten Wellenlängenbereich verwendet,
während der Begriff Reflektivität für monochromatische Strahlung bevorzugt
wird. Albedo wird in verschiedenen Zusammenhängen mit unterschiedlichen Bedeutungen
verwendet:
In der Fernerkundung wird mit dem Begriff Albedo
meist das Reflexionsvermögen der Erdoberfläche bzw. einer bestimmten Oberfläche
beschrieben. In diesem Zusammenhang wird oft von spektraler Albedo gesprochen,
wenn Werte für unterschiedliche Wellenlängen bekannt sind. Albedo bezeichnet oft
aber auch das Reflexionsvermögen des Systems Erde/Atmosphäre (oder eines anderen
nicht selbst leuchtenden Himmelskörpers) als Ganzes.
Der MODIS-Sensor an Bord des Satelliten Terra sammelt die detailliertesten und genauesten Messungen, die jemals zu den weltweiten Albedowerten gemacht wurden. Der MODIS hilft den Wissenschaftlern beim Verständnis des Einflusses unterschiedlicher Oberflächen-beschaffenheit auf einerseits kurzfristige Wettermuster und andererseits auf langfristige Klimatrends.
Darstellung der globalen Albedo mit Hilfe des MODIS-Sensors
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Die Farben heben die Albedo über den Landflächen hervor. Auf einer Skala von 0 bis 0,4 stehen die roten Flächen für die reflexionsstärksten Gebiete; gelb und grün sind mittlere Werte; blau und violett symbolisieren relativ dunkle Oberflächen. Weiß repräsentiert Gebiete, für die keine Daten verfügbar sind. Für die Ozeanflächen wurden keine Albedowerte erhoben. Das Bild ist eine Kompositdarstellung mit den Werten einer 16-Tage-Periode (7.-22.4.2002) Quelle: http://visibleearth.nasa.gov/view_rec.php?vev1id=17910 |
Genau festgelegtes Ablaufschema für oft wiederkehrende Vorgänge, das nach einer endlichen Anzahl von Arbeitsschritten zu einem eindeutigen Ergebnis führt. Jeder Algorithmus zeichnet sich dadurch aus, dass er absolut reproduzierbar ist. Das bedeutet, unter immer gleichen Voraussetzungen bzw. Eingangsbedingungen muss ein bestimmter Algorithmus stets dasselbe Ergebnis liefern. In der Mathematik treten Algorithmen häufig als sehr leistungsfähige Hilfsmittel zur Lösung komplizierter Probleme auf.
Algorithmen sind grundlegende Elemente im Bereich der Computer. Jedes Computerprogramm enthält aufgrund der Definition des Begriffs Programm mindestens einen Algorithmus. Es lassen sich allerdings innerhalb eines Programms beliebig viele Algorithmen miteinander verknüpfen und ineinander verschachteln. Dabei kann zuletzt das Programm als funktionale Einheit durchaus als ein Algorithmus bezeichnet werden, selbst wenn mehrere einzelne Algorithmen als Untergruppen enthalten sind. Über Algorithmen bzw. Programme lassen sich Vorgänge, die häufig und in immer gleicher Form oder einer bekannten Anzahl von Abwandlungen auftreten, zur Vereinfachung der Handhabung für den Anwender und damit zu dessen Vorteil automatisieren.
In der Fernerkundung helfen Algorithmen z.B. bei der Erstellung von atmosphärischen Temperatur- und Feuchteprofilen aus Datensätzen über Strahlungsbeobachtung, die mit Hilfe von sondierenden Satellitensensoren ermittelt wurden. So werden aus den Quelldaten niedrigerer Stufe Datenprodukte auf höherer Stufe.
Siehe Advanced Land Imager
Treppenförmige Strukturen, die z.B. durch Diskretisierung gegenüber dem Bildschirm-Koordinatensystem geneigter Geraden entstehen.
Sensor, der auch bei der Anwesenheit von Wolken und Niederschlag operieren kann.
Fernerkundungssysteme, die
ein zweidimensionales Bild des Bodens aufbauen, indem sie rechtwinklig zur Bewegungsrichtung
des Flugzeuges oder Satelliten scannen.
Dies wird erreicht durch die Verwendung einer linearen Anordnung vieler Detektoren
(CCDs), die jede Scanlinie zur selben Zeit aufnimmt.
Es ist auch bekannt als Pushbroom scanning. Die Sensoren an Bord von
SPOT arbeiten auf diese Weise. Der Begriff
wird gleichermaßen für optische, als auch für Radarsysteme verwendet.
Along-track Scanner können hohe spektrale
Auflösungen besitzen, in Abhängigkeit von der Anzahl der CCDs.
Jedes CCD kann in einem anderen Spektralband
sehen, folglich lässt sich durch die Erhöhung der Anzahl der Sensorelemente
die spektrale Auflösung erhöhen. Probleme können sich ergeben,
wenn jedes CCD kalibriert werden muss. Die Vorteile von CCDs liegen in ihrem
geringen Gewicht, ihrer starren Position, ihrem geringen Stromverbrauch, ihrer
Verlässlichkeit und langen Lebensdauer.
Along-Track Scanning
A: Along Track- oder Azimut-Dimension Quelle: http://www.ccrs.nrcan.gc.ca/ccrs/learn/terms/glossary/glossary_e.html |
Engl. Akronym für Advanced Land Observing Satellite, japanischer Erdbeobachtungssatellit als Nachfolger für JERS-1 mit im Januar 2006 vom Tanegashima Space Center im Süden Japans erfolgtem Start. ALOS befindet sich auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn mit 98,16° Neigung in 692 km Höhe. Die Umlaufdauer beträgt knapp 99 Minuten, der Wiederholzyklus 3 Tage.
Instrumente auf ALOS:
Aufgaben von ALOS:
Weitere Informationen:
Syn. Höhenmesser, Gerät zur Messung der Höhe über einer bestimmten Oberfläche. Mit Aneroidbarometern, deren Luftdruckskala in Längeneinheiten umbeziffert ist, kann die Höhe über einer Fläche konstanten Luftdrucks gemessen und direkt angegeben werden.
In Flugzeugen und auf Satelliten werden Altimeter eingesetzt, die nach dem Laser-, Lidar- und Radarprinzip arbeiten, um die Höhe über der physikalischen Erdoberfläche (Land, Meer, Eis) zu bestimmen. Bei Lidar- und Laseraltimetern werden stark gebündelte Lichtimpulse ausgesandt und die Laufzeit bis zum Empfang des reflektierten Impulses gemessen. Die halbe Laufzeit wird dann in Längeneinheiten konvertiert. Radaraltimeter arbeiten in der gleichen Weise, nutzen jedoch Mikrowellenfrequenzen (Satellitenaltimetrie).
Syn. Altimetriemission; Altimetrieprogramm mit Hilfe von Satelliten, die mit einem Altimeter ausgerüstet sind. Nach ersten Experimenten vom Raumlabor Skylab aus wurde die Satellitenaltimetrie durch GEOS-3, Seasat und Geosat zu einem operationellen Fernerkundungsverfahren mit einer Messgenauigkeit bis in den Subdezimeterbereich entwickelt. Mit ERS-1, ERS-2 und Topex/Poseidon konnte die Messgenauigkeit schließlich auf wenige cm verbessert werden. Eine entsprechend genaue Bahnbestimmung der Satelliten erfolgt durch Dopplerverfahren, Laser-Entfernungsmessungen oder moderne Mikrowellensysteme wie DORIS oder GPS. Radiometer an Bord der Satelliten liefern Abschätzungen der troposphärischen Laufzeitkorrektur. Das Topex-Altimeter arbeitet erstmals mit zwei Frequenzen, um die ionosphärische Laufzeitkorrektur in situ abzuschätzen. Die räumliche Auflösung von Altimetermissionen wird durch den Abstand benachbarter Bahnspuren bestimmt. Die zeitliche Auflösung ergibt sich aus dem Wiederholzyklus, d.h. einer festgelegten Anzahl von Tagen, nach denen die Bahnspur erneut überflogen wird. Die Bahnmechanik eines Satelliten schließt hohe räumliche Auflösung und hohe zeitliche Auflösung gegenseitig aus.
Durch den simultanen Betrieb von ERS-1 (später ERS-2) und Topex/Poseidon konnten Synergien genutzt werden und der Meeresspiegel und seine Variabilität mit einer Genauigkeit von wenigen cm bei sehr hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung überwacht werden. Spezielle, sogenannte "geodätische" Missionsphasen von Geosat und ERS-1 mit sehr geringem Abstand der Bahnspuren erlaubten eine präzise Kartierung des mittleren Meerespiegels, die Ableitung von hochauflösenden Schwereanomalien und die Entdeckung bisher unbekannter Strukturen des Meeresbodens. Die Satellitenaltimetrie hat zu erheblichen Fortschritten in Geodäsie, Ozeanographie und Geophysik geführt. Nachfolgeemissionen, wie z.B. GFO (Geosat Follow-On), Envisat (Nachfolge von ERS-1/2) und Jason (Nachfolge von Topex/Poseidon), sichern eine Fernerkundung des Meeresspiegels durch Satellitenaltimetrie.
Technik zur Bestimmung von Höhen über einer bestimmten Oberfläche meist der physikalischen Erdoberfläche. Entsprechende Altimeter werden in Flugzeugen oder auf Satelliten eingesetzt. Bei kleinräumigen Anwendungen und stark wechselnder Topographie werden Höhenprofile vor allem mit flugzeuggestützten Laseraltimetern ermittelt. Großräumige bis globale Bestimmung der Höhen über dem Meeresspiegel setzt satellitengestützte Radaraltimetrie ein. Sie misst die Zeit, die ein Radarstrahl benötigt, um die Strecke von der Satellitenantenne zur Erdoberfläche und zurück zum Empfangsmodul des Satelliten zurückzulegen. Kombiniert mit genauen Positionsdaten liefert Altimetrie beispielsweise Angaben zur Höhe des Meeresspiegels, über die signifikante Wellenhöhe und den Betrag der Windgeschwindigkeit.
Prinzip der Radaraltimetrie
Zu vertiefender Erläuterung (engl.) hier klicken Quelle: http://www-aviso.cls.fr/images/alti/methode_uk.jpg |
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Active Microwave Instrument; aktiver C-Band-Radarsensor auf den Erderkundungssatelliten ERS-1 und ERS-2. AMI kann in mehreren Modi betrieben werden: als Scatterometer zur Messung von Windfeldern, im Wave-Mode zur Messung der Wellenhöhe auf der Meeresoberfläche und als abbildender SAR-Sensor mit einer räumlichen Auflösung von etwa 30 m.
| AMI Quicklook des Raums Bonn
Quelle: http://www.dfd.dlr.de/.../ami.htm |
Multitemporales ERS-1/ERS-2 Bild des Golf von Gaeta (Italien) Gut zu erkennen ist in der Bildmitte
Quelle: http://www.dfd.dlr.de/education/glossar/ami.htm |
Bandbreiten von Sensoren verschiedener Missionen
Quelle: http://www.dfd.dlr.de/education/glossar/ami.htm |
Zum Vergrößern Bilder anklicken! |
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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International macht sich die neueste Satellitentechnik zunutze, um gegen den Genozid in der sudanesischen Krisenregion Darfur vorzugehen. Auf die Internetseite "eyesondarfur.org" werden aktuelle Satellitenaufnahmen eingestellt. Internetnutzer werden aufgerufen, ein Auge auf die Vorgänge in der Konfliktregion zu haben. Ziel ist es, den Druck auf die Regierung in Khartum zu erhöhen, damit eine Blauhelmtruppe in der Unruheregion stationiert werden kann.
Das Projekt ist das erste überhaupt, in dem Menschenrechtsgruppen Satellitenbilder zum Schutz bedrohter Völker einsetzen. So werden die Bilder der zwölf besonders gefährdeten Dörfer ständig aktualisiert. Zudem zeigt die Internetseite auch Archivbilder aus den zurückliegenden Jahren, die die Zerstörung und Vertreibung der schwarzafrikanischen Bevölkerung dokumentieren.
Die Aufnahmen auf der Webseite stammen von kommerziellen Satelliten. Unterstützt wird das Projekt von Wissenschaftlern der American Association for the Advancement of Sciences (AAAS).
| Ligeidiba im April 2006 vor den Angriffen im Sommer 2006 | Ligeidiba im Januar 2007 nach den Angriffen im Sommer 2006 |
Für höhere Auflösung Bilder anklicken! |
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Weitere Informationen:
Maximale Auslenkung einer Welle aus der Ruhelage
Engl. Akronym für Advanced Microwave Scanning Radiometer; japanischer Sensor an Bord von ADEOS-II. Verschiedene geophysikalische Parameter, besonders solche mit Wasserbezug, können mit AMSR-Daten bestimmt werden. Zusätzlich zu bisher schon üblichen Parametern wie Wasserdampf, Niederschlag, Windgeschwindigkeit in Meeresoberflächennähe, treten Parameter, z.B. Meeresoberflächentemperatur, Bodenfeuchte, die man mit Hilfe neuer Frequenzkanäle ermitteln will.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Advanced Microwave Sounding Unit;
passive Mikrowellen-Sensoren in den Television Infrared Observation Satellites
(TIROS) der NOAA
und dem europäischen Meteorological Operational (MetOp)
Satellite, beides polarumlaufende Wettersatelliten.
AMSU-A misst die Strahlung einer Szene im Mikrowellenbereich. Die Daten
dieses Instruments werden in Kombination mit denen des High
Resolution Infrared Radiation Sounders verwendet, um globale Temperatur-
und Feuchtigkeitsprofile der Atmosphäre von der Erdoberfläche bis
zur oberen Stratosphäre (2 hP-Niveau, ca. 48 km) zu erstellen.
AMSU-B ist ausgelegt für die Erstellung von vertikalen Wasserdampfprofilen
von der Erdoberfläche bis in die Höhe des 200 hP-Niveau (ca. 12 km
Höhe).
Weitere Informationen:
Reliefartig erhabener, räumlicher Eindruck beim beidäugigen Betrachten eines Anaglyphenbildes. Der Begriff wird auch synonym zu Anaglyphenbild verwendet.
Engl. anaglyph image; ein Stereobild, das aus zwei Halbbildern besteht, die in verschiedenen, optisch trennbaren Farben auf den gleichen Bildträger überlagert projiziert, gezeichnet, kopiert oder gedruckt sind. Die rechte Komponente wird z.B. in roter Farbe dargestellt und über die linke Komponente gelegt, die in einer anderen Farbe (üblicherweise hellgrün) angezeigt wird. Beim Betrachten mit einer ebenfalls farblich gefilterten und separierten Brille verschmelzen die beiden Bilder und geben somit einen Stereoeindruck wider. Dies kann sowohl analog mittels Bildern als auch digital am Bildschirm geschehen.
| Rot-Grün- und Rot-Blau-Brillen zur Betrachtung von Anaglyphendarstellungen Abb.: Pinnacles am Crater Lake (Rot-Grün-Brille verwenden) ![]() ![]() Zum Vergrößern Grafik anklicken Quelle: http://www.swisseduc.ch/stromboli/perm/cl/pinnacles-de.html |
Anaglyphenbilder selbst herstellen:
Stereoskopie mit Hilfe eines Anaglyphenbildes und einer Farbfilterbrille (Anaglyphenbrille). Die Bildtrennung entsteht durch farbliche Ausfilterung spektraler Bereiche.
Sammelbegriff für alle photogrammetrischen Verfahren der optischen, geometrischen oder radiometrischen Umbildung, bei denen die Halbtöne des Bildes (meist) durchgehend erhalten bleiben, wie z.B. Kopie, Vergrößerung, Entzerrung, aber auch (bes. bei der Fernerkundung) zur Aufbereitung von Multispektralbild oder (additiven) Farbmischung mit Hilfe von Farbmischprojektoren.
Aufnahme- und Auswerteverfahren, welches durchweg die Bildinformation in photographischer Form enthält und mit analogen Mitteln (optisch, optisch-mechanisch, mechanisch) aus analogen Bildern eine Objektdarstellung, meist als graphisches Ergebnis, ermittelt.
Die photographische Aufnahme von Luft- und Satellitenbildern beruht auf dem Prinzip der Photographie:
Durch ein Objektiv wird das aufzunehmende Objekt für meist nur kurze Zeit auf eine lichtempfindliche photographische Schicht als Informationsträger projiziert, die dadurch so verändert wird, dass durch den photographischen Prozess ein dauerhaftes Bild entsteht.
Engl. analog image; Bild, bestehend aus einer orts- und wertkontinuierlichen, in physikalischen Größen definierten Bildfunktion (z.B. Grauwert im photographischen Bild). Ein farbiges analoges Bild ist durch drei Bildfunktionen (z.B. für die Grundfarben Rot, Grün, Blau) beschrieben. (nach DIN 18716-2)
Auf dem Bildschirm wird dem menschlichen Auge eine Sequenz von Bildern so rasch zugeführt, dass eine kontinuierliche Bewegung vorgetäuscht wird.
Anlage zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Wellen. Bei einem abbildenden Radar sendet sie die elektromagnetische Strahlung aus, die zur Abbildung dient, und empfängt die vom Gelände reflektierten Anteile.
Softwaregestütztes Randglättungsverfahren zur Vermeidung treppenstufenartiger Versetzungen bei Linien (Aliasing) infolge der graphischen Ausgabe auf raster- bzw. pixelbasierten Ausgabegeräten. In Abhängigkeit von der Auflösung des jeweiligen Gerätes werden die genannten Verzerrungen bei der Darstellung von Kurven oder Schrägen erzeugt, da diese nicht exakt durch die entsprechenden Pixel abgebildet werden können. Mit Hilfe verschiedener Routinen können die Verzerrungsbereiche hinsichtlich Farbe, Kontrast und Helligkeit ausgeglichen werden.
Engl. Akronym für Absorbed Photosynthetically Active Radiation; Sonnenenergie im Bereich von 400 - 700 nm, die von der grünen Pflanzendecke durch photosynthetische Prozesse verbraucht wird.
Der Punkt seiner elliptischen Umlaufbahn, an dem ein Planet am weitesten von der Sonne entfernt ist. (Ggs.: Perihel)
Engl. apogee; auf einer elliptischen Umlaufbahn der Punkt, an dem ein Satellit am weitesten von der Erde entfernt ist. Zieht man von dieser Entfernung den Erdradius ab, so erhält man die Maximalhöhe der Satellitenbahn über der Erdoberfläche. (Ggs. Perigäum)
Apogäum und Perigäum eines Satellitenorbit
Quelle: http://www.mercat.com/QUEST/images/kepler2.gif |
Punkt auf dem elliptischen Orbit eines Raumschiffes, an dem dieses am weitesten von dem Körper entfernt ist, den es umläuft. Ist dieser Körper die Erde, wird der Begriff Apogäum verwendet, im Falle der Sonne der Begriff Aphel. (Ggs. Perizentrum)
Die zwei Punkt einer elliptischen Bahn, die am nächsten und am fernsten vom Schwerpunkt liegen. Die Verbindungslinie heisst Apsidenlinie. Die Apsiden der Erdbahn heissen Perihel (am nächsten bei der Sonne) und Aphel (sonnenfernster Punkt).
Engl. Akronym für Automatic Picture Transmission; Verfahren zur Übertragung der analogen Bilder der NOAA-Wettersatelliten. Es wird bei künftigen Satelliten nicht mehr zum Einsatz kommen, da dann nur noch digitale Übertragungen erfolgen.
Im Rahmen von ESE und EOS
eingesetzter Satellit der NASA
zur Ermittlung von genauen ozeanographischen und atmosphärischen Messdaten mit
dem Ziel eines besseren Verständnisses des Erdklimas und seiner Änderungen.
Seine Sensoren messen während der auf 6 Jahre
angelegten Mission Bewölkung, Niederschlag, Lufttemperatur, Luftfeuchte, Schneebedeckung,
Meereseis und Meeresoberflächen-temperatur.
Auf einer niedrigen, sonnensynchronen
Umlaufbahn (705 km) mit 98,2 Grad Neigung
überquert Aqua den Äquator jeden Tag zur selben Zeit. Die Umlaufzeit beträgt
98,8 Minuten, der Wiederholzyklus 16 Tage.
Aqua ist Teil des A-Trains.
Aqua trägt folgende Sensoren:
| Aqua-Satellit
Quelle: http://earthobservatory.nasa.gov |
![]() |
Sea surface temperatures in the Gulf of Mexico rise due to natural summer warming. These warm surface temperatures are a contributing factor to favorable conditions that can lead to the formation of tropical storms and hurricanes in the Gulf of Mexico and off the East Coast of the United States. In general, hurricanes tend to form over warm ocean water whose temperature is 82 degrees Fahrenheit (approximately 27.7 degrees Celsius) or higher. These areas are depicted in yellow, orange, and red. This blended microwave- and infrared-wavelength data was taken by the AMSR-E and MODIS instruments aboard the Aqua satellite, and the TMI instrument aboard the TRMM satellite.
|
Weitere Informationen:
Syn. SAC-D (span. Satelite de Aplicaciones Cientificas-D, dt. Satellit für wissenschaftliche Anwendungen-D); eine am 10. Juni 2011 von Vandenberg Air Force Base mit einer Delta II 7320-10 gestartete argentinisch-amerikanische Satellitenmission zur Messung des Salzgehalts der Meeresoberfläche (Sea Surface
Salinity, SSS), dessen Variabilität für die Klimabeobachtung von großer Bedeutung ist. Der Name Aquarius für die Mission entstammt der Bezeichnung für das Hauptinstrument des Satelliten. Insgesamt trägt der Satellit 7 Instrumente zur Umweltbeobachtung sowie ein Technologie-Demonstrationspaket.
Quelle: http://essp.gsfc.nasa.gov/aquarius/index.htm |
AQUARIUS (Skizze)
Links: Artist's concept of the Aquarius/SAC-D spacecraft, a collaboration between NASA and Argentina's space agency, with participation from Brazil, Canada, France and Italy. Rechts: Scientists will set their sights on taking an unprecedented variety of measurements around one of the saltiest spots in the Atlantic Ocean as part of the Salinity Processes in the Upper Ocean Regional Study (SPURS) experiment, in concert with NASA's Aquarius mission. SPURS will use existing Argo floats and instruments on commercial cargo ships in addition to surface drifters, moored buoys, torpedo-like gliders, an autonomous submersible, and instruments based on a research ship to build a detailed, three-dimensional view of the ocean processes affecting salinity. |
Quelle: NASA - Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken |
Der Satellit wird für voraussichtlich 5 Jahre im Orbit verbleiben, wobei das Hauptinstrument nur drei Jahre arbeiten wird.
Die Kenntnis der SSS und ihrer
Dynamik ist wesentlich für das Verständnis der Meeresströmungen
und der Austauschprozesse der Ozeane mit der Atmosphäre, z.B. auch des globalen Wasserkreislaufs. Als Folge der
spärlichen in situ SSS-Beprobung der
Meere ist der wissenschaftliche Fortschritt eingeschränkt. Die globale
Sicht soll durch Aquarius ermöglicht werden. Aquarius wird die Prozesse
beobachten und modellieren, die Salinitätsschwankungen mit Veränderungen
der Ozeanzirkulation und des Klimas verbinden.
Für die hohen Breiten werden Informationen über mögliche Veränderungen
im Wärmetransport der Meeresströmungen erwartet, für die Tropen
Informationen über Vorgänge, die Monsune und El
Niño/Southern Oscillation beeinflussen können.
Aquarius trägt ein Radiometer und
ein Scatterometer. Die Bodenkalibrierung
erfolgt über in situ-Sensoren auf Bojen oder Schiffen.
Quelle: NASA |
AQUARIUS - First Map
The Aquarius instrument has produced its first global map of the salinity, or saltiness, of Earth's ocean surface, providing an early glimpse of the mission's anticipated discoveries. Its rich tapestry of global salinity patterns demonstrates Aquarius' ability to resolve large-scale salinity distribution features clearly and with sharp contrast. The map provides a much better picture of ocean surface salinity than the science team expected to have this early in the mission. |
Weitere Informationen:
Kostenloses Programm der Fa. ESRI zur Darstellung, Abfrage und Auswertung von Geodaten.
Weitere Informationen und Download: ArcExplorer (ESRI)
Engl. Akronym für Array for Realtime Geostrophic Oceanography; internationales Programm zur Erforschung der Ozeane mit Hilfe von autonomen, profilierenden Tiefendriftkörpern. Bis zum Jahr 2005 sollen 3.000 dieser sog. Floats eingesetzt werden. Der Name ARGO wurde gewählt, um die enge Beziehung des globalen Tauchssondennetzes mit der Altimetermission Jason zu betonen.
Die schlanken, gelb lackierten Messsonden aus Aluminium sind i.d.R. 1,80 m
hoch und wiegen ca. 35 kg; an ihrer Spitze sitzt eine 50 cm lange Funkantenne.
Daneben birgt ein 30 cm langer rüsselförmiger Behälter das wichtigste
Bauteil mit den hoch empfindlichen Messgeräten. Die Floats verfügen
über keinen eigenen Antrieb, sondern treiben bis zu fünf Jahre lang
mit den Meeresströmungen.
Die Tauchtiefe wird reguliert über die Volumenänderung einer externen
Gummiblase. Die meiste Zeit bleiben die Sonden 1.000 Meter unter dem Wasserspiegel.
Einmal alle zehn Tage sinken sie computergesteuert auf 2.000 Meter ab. Von dort
unten steigen sie anschließend langsam auf und messen etwa alle 20 m die
Wassertemperatur und den Salzgehalt. Ehe die Messsonde von der Wasseroberfläche
(Verweildauer 4-8 h) wieder auf ihre Position in 1.000 Meter absinkt, funkt
sie die Daten an einen Satelliten (ARGOS-System).
ARGO Float (Aufriss) Quelle: http://www.marinebuzz.com/2007/12/18/argo-floats-magical-free-floating-robots-at-sea |
ARGO Float (Tauch-/Messzyklus)
Quelle: http://www.noaa.gov/features/climate/index.html |
In Kombination mit Peilungen der Telemetriesatelliten kann aus diesen Daten
ein dreidimensionales Bild der Strömungen errechnet werden.
Kurzfristig lassen sich die Strömungsdaten zur Erstellung von Seewetterberichten
nutzen, der Vorhersagen für ein bis zwei Monate ermöglicht. Schiffsführer
könnten danach die Route auswählen, auf der die Strömung optimal
zu nutzen ist. Auch die Stärke eines Hurrikans oder Taifuns lässt
sich so frühzeitig abschätzen.
Daneben ermöglichen die Floats auch mittel- und längerfristige Vorhersagen.
Die Daten werden in Ozeanmodelle und in gekoppelte Vorhersagemodelle integriert,
sie dienen der Datenassimilation
und dem Austesten von dynamischen Modellen.
Mittelfristig kann man z.B. anhand der Strömungsdaten aus dem südlichen
Atlantik feststellen, ob in Südafrika für das nächste Halbjahr
mit trockenerem oder feuchterem Wetter zu rechnen ist. Farmer haben so die Möglichkeit,
rechtzeitig die an die Witterung angepassten Pflanzen auszuwählen. Langfristig
ermöglichen die Meeresdaten Aussagen über die globale Erwärmung
oder Abkühlung der Ozeane und damit verbundene weltweite Klimaveränderungen.
ARGO schließt eine Lücke der Ozeanbeobachtung: Während seit einiger Zeit die Meeresoberfläche mit Satellitensystemen wie TOPEX/POSEIDON (Altimetrie) global und synoptisch beobachtet wird, fehlen flächendeckende Informationen über die Tiefen. Bisherige Beobachtungen waren punktuell bzw. folgten den Schiffsrouten.
Die Aussetzung von ARGO Floats begann im Jahr 2000. Das ARGO-Netz ist Bestandteil folgender internationaler Programme:
Das ARGO-Messnetz - Stand vom 22. Januar 2012
Quelle: http://www-argo.ucsd.edu/index.html |
Weitere Informationen: ARGO - Startseite
Satellitengestütztes System, um Position und Messdaten nicht ortsfester Objekte abzufragen. Beispielsweise erhalten Zugvögel kleine Sender, um ihre Flugrouten zu verfolgen. Das Rettungssystem COSPAS-SARSAT ist eine Spezialanwendung von Argos.
Die Transmitter (engl. platform transmitter terminals, PTT), senden eine Trägerfrequenz von 401,65 MHz, auf der sie eine Nachricht von 32 Bytes aufmodulieren. Die Übertragungszeit beträgt 360-920 ms, die Pausen zwischen der Wiederholung des Signals 45-200 s. Die Positionsermittlung erfolgt nach dem Dopplerverfahren. Satelliten empfangen das Signal und leiten es an eine Bodenstation weiter. Aus der Doppler-Frequenzverschiebung ergibt sich die Entfernung von der Signalquelle zum Satelliten. Der Empfang durch mehrere Satelliten und den Vergleich mit Höhenprofilen des Erdbodens führt zu einer eindeutigen Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit besser als 150 m.
Zur Zeit empfangen sechs NOAA-Satelliten die Argos-Signale. Die Satelliten umkreisen die Erde auf einer polaren Flugbahn in 850 km Höhe. Ihr Footprint (dt. Fußabdruck, erfasster Bereich auf dem Boden) hat einen Durchmesser von ca. 5.000 km. Sie überfliegen den Äquator ca. 6–7 Mal am Tag, die Polarregion ca. 14 Mal, so dass eine Ortung spätestens nach vier Stunden erfolgt.
Die NOAA (USA), NASA (USA) und CNES nahmen Argos 1978 gemeinsam in Betrieb. Betreiber des Hauptkontrollzentrums in Toulouse ist CLS unter Beteiligung von CNES, das zweite Kontrollzentrum befindet sich in Largo, Maryland (USA). Neben den drei Hauptempfangsstationen – Wallops Island (Virginia, USA), Fairbanks (Alaska, USA) und Lannion (Frankreich) – unterhält Argos mehr als zehn regionale Zentren, verteilt auf allen Kontinenten.
EUMETSAT stattete den Satelliten Metop-A mit Argos-Transpondern der dritten Generation aus. Sie erhöhen die Signalempfindlichkeit um ca. 3dB, die Datenübertragungsrate auf 4,8 kbps, die Bandbreite von 80 kHz auf 110 kHz und erlauben, nicht nur Daten von den PTT zu empfangen, sondern auch dorthin zu übertragen. Bereits der japanische Satellit ADEOS-II verfügte über diese Möglichkeiten bis zu seinem Ausfall im Oktober 2003.
Während bei den GNSS-Systemen wie GPS der Empfänger auf der Erde seine Position aus der Beobachtung der Satelliten berechnet, ist der Weg bei der Dopplermethode umgekehrt. Ein kleiner Sender schickt ein Signal zu Satelliten, die daraus seine Position bestimmen und über ein Kommunikationsnetz (Telefon, Internet) an mögliche Empfänger weiterleitet. Die Methode erlaubt den Bau kleiner preiswerter Sender. Sie wiegen weniger als 20 g und haben eine Betriebsdauer von einem Jahr und mehr. Für viele Anwendungen ist die Ortsauflösung von weniger als 200 m ausreichend. Auch ist die Kapazität, anders als bei GNSS, begrenzt.
Die Wanderungen von Zugvögeln, Tierherden oder Wassertieren lassen sich verfolgen, genauso wie die Bewegungen von Schiffen oder auch einzelnen Containern. Bojen geben Auskunft über die Oberflächenströmungen der Meere und teilen ortsaufgelöst Wetterdaten wie Temperatur oder Windgeschwindigkeit mit.
PTT, deren Positionen auf der Erde exakt ausgemessen wurden, dienen als Referenzstationen zur Bahnbestimmung der Satelliten. Das System DORIS misst die Flughöhe des Satelliten mit einem Fehler von weniger als 1 cm.
Weitere Informationen: ARGOS System (CLS America)
Engl. Akronym für Remote Data Collection System (Argos: im griech. Mythos ein vieläugiger Riese); Telemetrie-Kommunikationspaket zur Weiterleitung der Daten von Messbojen und anderen weit verteilten automatischen Messeinrichtungen. Das ARGOS-DCS an Bord der polarumlaufenden NOAA-Satelliten kann zusätzlich die Position mobiler Messplattformen orten. Auch die geostationären Satelliten (METEOSAT, GOES) haben ein DCS an Bord, im Falle METEOSATs entfällt jedoch der Zusatz ARGOS.
Weitere Informationen: ARGOS (NOAA NESDIS)
Baureihe von Raketen der ESA, die im Rahmen der europäischen Raumfahrt zum Transport von Nutzlasten eingesetzt werden. Abschussbasis ist der Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana).
Ariane Entwicklungsreihe
Quelle: http://asimov.esrin.esa.it/export/esaCP/index.html |
Weitere Informationen:
Arianespace mit Hauptsitz in Courcouronnes (südl. Paris) wurde 1980 als erstes kommerzielles Raumtransportunternehmen gegründet und ist derzeit für Bau, Betrieb und Vermarktung der europäischen Trägerrakete Ariane 5 zuständig. Ihre Startbasis ist der europäische Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Künftig übernimmt Arianespace auch Betrieb und Vermarktung der von Kourou aus startenden Sojus- und Vega-Trägerraketen. Haupt-Anteilseigner von Arianespace ist der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, der etwa 28 % des Unternehmens hält.
| Länder | Anteilseigner | Kapitalanteil |
|---|---|---|
| Deutschland | EADS SPACE TRANSPORTATION Gmbh | 10,87 % |
| Deutschland | MAN TECHNOLOGIE AG | 7,75 % |
| Belgien | S.A.B.C.A. | 2,54 % |
| Belgien | ALCATEL ETCA SA | 0,31 % |
| Belgien | TECHSPACE AERO SA | 0,30 % |
| Dänemark | CHRISTIAN ROVSING A/S | nicht signifikant |
| Spanien | EADS CASA | 1,91 % |
| Spanien | SENER GRUPO DE INGENIERIA SA | nicht signifikant |
| Spanien | CRISA | 0,10 % |
| Frankreich | C.N.E.S. | 32,53 % |
| Frankreich | EADS SPACE TRANSPORTATION SA | 15,81 % |
| Frankreich | SNECMA | 9,91 % |
| Frankreich | L'AIR LIQUIDE | 1,77 % |
| Frankreich | CLEMESSY | 0,10 % |
| Frankreich | CIE DEUTSCH | nicht signifikant |
| Italien | AVIO SPA | 7,87 % |
| Italien | ALENIA SPAZIO SPA | 1,49 % |
| Norwegen | KONGSBERG GRUPPEN ASA | 0,10 % |
| Niederlande | DUTCH SPACE | 1,82 % |
| Schweden | VOLVO AERO CORPORATION | 1,53 % |
| Schweden | SAAB ERICSSON SPACE AB | 0,77 % |
| Schweiz | CONTRAVES SPACE AG | 2,41 % |
| Schweiz | RUAG AEROSPACE | 0,10 % |
| Quelle: http://www.arianespace.com/site/about/shareholders_sub_index.html | ||
Arianespace ist Marktführer für den Transport von Satelliten auf geostationäre Umlaufbahnen. Insgesamt transportierte die Gesellschaft mit Ariane-Raketen über 298 Satelliten ins All (Stand 1/2011).
Mit dem letzten Start der äußerst zuverlässigen Ariane 4 endete am 15. Februar 2003 vorerst der Siegeszug der europäischen Trägerraketen. Die Nachfolgerin Ariane 5 hat nach mehreren Fehlstarts Probleme, ähnliches Vertrauen bei den Kunden zu gewinnen, wie dies mit der Ariane 4 gelang.
Aus diesem Grund wird in näherer Zukunft das Angebot an Trägerraketen erweitert. Zum einen soll die Rakete Vega Nutzlasten bis 1,5 Tonnen in erdnahe Orbits transportieren können und damit den Satellitenmarkt der kleinen Satelliten abdecken. Zum anderen wird das Trägerangebot zusätzlich um die russische Sojus-Rakete erweitert die ca. 3,5 Tonnen von Kourou aus in den Geotransfer-Orbit transportieren kann. Diese soll damit primär den Markt der mittelgroßen Nutzlasten abdecken, der bis zum Jahr 2003 äußerst erfolgreich von der Ariane 4 mitbesetzt wurde. Die Sojus wird in einer neuen Version ab 2011 unbemannt von Kourou aus starten. Bisher startete die Sojus nur von russischen Weltraumbahnhöfen aus.
| Aktuelle und künftige Trägersysteme von Arianespace | ||
Ariane 5 - Flug 155 beim Start
Quelle: http://docs.arianespace.com/image_library/ images_sub_index.html |
Sojus - Start der Starsem
Quelle: http://66.33.199.225/image_library/ images_sub_index.html |
Vega - Grafische Darstellung vom Aufstieg der neuen Trägerrakete für kleinere Lasten
Quelle: http://66.33.199.225/image_library/ images_sub_index.html |
Weitere Informationen: Arianespace
Engl. Akronym für Advanced Synthetic Aperture Radar;
ASAR ist ein fortschrittlicher aktiver C-Band Radarsensor
(5.331 GHz) auf dem Satelliten ENVISAT.
ASAR setzt die mit AMI auf den ERS-Satelliten
begonnene Serie abbildender Radargeräte fort. Im Gegensatz zu AMI ermöglicht
ASAR durch seine aktive Antenne elektronische Strahlschwenkung und sehr grosse
beobachtbare Streifenbreiten von bis zu 400 km mit einer räumlichen Auflösung
von 30 bis 100 m. Damit ist ASAR sowohl für lokale als auch globale Beobachtung
geeignet. Zusätzlich kann (nahezu) simultan in vertikaler und horizontaler Polarisation
beobachtet werden. Hauptsächliche Beobachtungsziele sind u.a. Ozeanwellen (Charakteristika),
Meereseis und dessen Ausbreitung, Meeresverschmutzung durch Öl, Schnee- und
Eisbedeckung, Oberflächentopographie, Landbedeckung (Klassifikation)
und deren Entwicklung.
Hawaii - Hotspot im Pazifik![]() Quelle: http://earth.eo.esa.int/cgi-bin/satimgsql.pl?show_url=1900&startframe=0 |
This Envisat radar image features six of Hawaii’s eight major volcanic islands. Visible from right to left are the Big Island of Hawaii, Kahoolawe, Maui, Lanai, Molokai and Oahu. In addition to two other major islands, there are also 124 islets. |
Weitere Informationen: ESA Missions - Earth Observation: ENVISAT Instruments
Engl. Akronym für Advanced Scatterometer; Bezeichnung für das Windscatterometer (aktives Mikrowellengerät) auf dem europäischen polarumlaufenden Wettersatelliten MetOp. Es dient der Bestimmung der Meeresoberflächenrauhigkeit. Aus den gewonnenen Daten sind die Windfelder an der Meeresoberfläche ableitbar.
Engl. Akronym für Atmospheric Science Data Center; am Langley Research Center in Hampton, Virginia angesiedeltes Datenzentrum für Atmosphärenwissenschaften mit der Aufgabe, Daten von NASA-Satelliten zu verarbeiten, archivieren und zu verteilen. Die Daten beziehen sich auf Wolken, Aerosole, den Strahlungshaushalt und die Troposphärenchemie.
Weitere Informationen: Atmospheric Science Data Center (NASA)
Ital. Akronym für Agenzia Spaziale Italiana, italienische Raumfahrtagentur.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer; ASTER ist ein in Japan gebautes Instrument zur bildhaften Darstellung von Landoberflächentemperatur, Orographie, Emissionsvermögen und Reflektionsverhalten. ASTER ist auf dem amerikanischen Terra-Satelliten, als einem Teil des Erdbeobachtungssystems (EOS) der NASA installiert. Das Instrument zeichnet hochaufgelöste Bilddaten in 14 Kanälen auf, sowie schwarz-weiße Stereobilder. Die drei Subsysteme von ASTER arbeiten im Multispektralbereich mit Auflösungen von 15, 30 und 90 m.
Für höhere Auflösung Bilder anklicken! |
Diese nordgerichtete 3-D-Ansicht vom Tal des Todes (Kal.) wurde erzeugt, indem man eine Nachtaufnahme mit Aster-Daten aus dem thermischen Infrarot über topographische Grunddaten des US Geological Survey legte. Die Asterdaten wurden am 7. April 2000 mit den multispektralen Kanälen aufgenommen. Sie decken eine Fläche von 60 x 80 km ab. Die Bänder 13, 12 und 10 sind rot, bzw. grün und blau dargestellt.
Die Daten wurden digital bearbeitet, um die Unterschiede der Oberflächenmaterialien
stärker zu betonen. Salzablagerungen (Karbonate, Sulfate, Chloride)
im Talboden erscheinen in Variationen von gelb, grün, purpur und
rosa. |
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Diese Aster-Bilder stellen jeweils eine Fläche von 6 x 9 km in Railroad Valley, NV, dar. Sie wurden am 17. August 2001 aufgenommen. Das obere Bild zeigt Felder mit Karusellbewässerung und gesunder, in Rot dargestellter Vegetation. Das mittlere Bild beinhaltet den Normalized Difference Vegetation Index
(NDVI), ein Maß für die Intensität
der Vegetation. Das untere Bild wurde mit dem thermischen Infrarot-Kanal erzeugt, wobei die wärmeren Farben weiß, die kälteren schwarz erscheinen. Im Thermalbild erscheinen die nördlichsten und die westlichsten Felder deutlich kälter in ihren norwestlichen Bereichen, obwohl in den Bildern aus dem sichtbaren Bereich und des NDVI erkennbar sind. Dies kann auf das Vorhandensein von überschüssigem Wasser zurückzuführen sein, was Ernteschäden bedingen kann. Die Kombination von Informationen aus unterschiedlichen Bändern ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Erkennung von Bestandsschäden und für die eventuelle Einleitung von Pflegemaßnahmen. Quelle: http://asterweb.jpl.nasa.gov/gallery-detail.asp?name=RV |
Weitere Informationen:
Eine vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geplante Kompaktsatellitenmission. Ziel ist es, Asteroiden aufzuspüren, deren Bahnen sich vollständig innerhalb des Erdorbits befinden, so genannte "Inner Earth Objects" (IEOs). Dazu wird ein Satellitensystem konzipiert, das in einem niedrigen Erdorbit ausgesetzt wird und mit einer optischen Nutzlast ausgestattet ist.
Erdnahe Asteroiden stellen ein Kollisionsrisiko für unseren Planeten dar. Das DLR sieht sich mit einer solchen Mission als Teil internationaler Anstrengungen zur Gefahrenabwehr. Damit sollen gleichzeitig unser Wissen über Asteroiden, über ihre Anzahl und Größenverteilung verbessert sowie die Prozesse im inneren Sonnensystem besser verstanden werden. Ausgehend von aktuellen Modellrechnungen gibt es Grund zu der Annahme, dass sich mehr als 1000 Objekte mit einem Durchmesser größer als 100 Metern innerhalb der Erdbahn befinden. Sie können durch Gravitationsstörungen bei nahen Vorbeiflügen, vor allem an der Venus, zu Erdbahn-Kreuzern werden. Wegen der ungünstigen Beobachtungsbedingungen mit Teleskopen auf der Erde sind bis heute aber nur neun dieser IEOs gefunden worden. Solche Objekte zeigen sich ähnlich wie Merkur und Venus nur kurz vor Sonnenaufgang beziehungsweise kurz nach Sonnenuntergang am Himmel.
Vom Weltraum aus ist es hingegen möglich, in einem Winkelbereich bis nahe an die Sonne zu beobachten, da keine Störungen durch Streulicht in der Atmosphäre auftreten. Somit können auch lichtschwache Objekte durch den Einsatz von Satelliten entdeckt werden. Bei geeigneter Bahnwahl ist außerdem eine "rund um die Uhr"-Beobachtung möglich.
Die Nutzlast der AsteroidFinder-Mission besteht aus einem kleinen Teleskop, installiert auf einer BIRD-Plattform, die vom DLR in Berlin entwickelt wurde. Das Fernrohr sucht kontinuierlich ein ringförmiges Gebiet zwischen 30 und 60 Grad Elongation zur Sonne ab. Alle Asteroiden, die sich in diesem Feld befinden, werden durch ihre scheinbaren Bewegungen gegenüber den Hintergrundsternen in aufeinander folgenden Aufnahmen erkannt. Die Bahn der Objekte wird durch ihre Verfolgung über einen längeren Zeitraum ermittelt. Als Missionsdauer sind gegenwärtig zwei Jahre mit möglicher Verlängerung geplant.
Die AsteroidFinder-Mission soll einen entscheidenden Beitrag zur Entdeckung von IEOs leisten und damit auch den von der UNO koordinierten Zielen zur Gefahrenabwendung für die Erde Rechnung tragen. Damit ergänzt die Mission bestehende weltweite Monitoring-Programme.
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AsteroidFinder - Künstlerische Darstellung Vom DLR geplante Kompaktsatellitenmission. Ziel ist es, Asteroiden aufzuspüren, deren Bahnen sich vollständig innerhalb des Erdorbits befinden, sogenannte Inner Earth Objects (IEO). Diese Asteroiden könnten der Erde potentiell gefährlich werden, da sie auch die Erde treffen könnten. Der Kompaktsatellitenbus wird vom DLR in Bremen entwickelt, das Teleskop vom DLR in Berlin beigestellt. Der Betrieb wird vom Deutschen Raumfahrtkontrollzentrum (GSOC) in Oberpfaffenhofen erfolgen. Ein Start der Mission könnte ab 2013 erfolgen, als Missionsdauer ist gegenwärtig ungefähr 1 Jahr mit möglicher Missionsverlängerung geplant. |
s. EADS Astrium
Bezeichnung für den ab Januar 2011 zum Geschäftsbereich Geoinformation der Astrium Services zusammengeführten Astrium-Tochtergesellschaften Spot Image und Infoterra, Spezialisten für satellitengestützte Fernerkundung und Dienstleistungen. Der Geschäftsbereich Geoinformation unter der Marke Astrium deckt damit eine vollständig konsolidierte Produkt- und Dienstleistungspalette ab, die die gesamte Wertschöpfungskette der Geoinformation von Satellitendaten bis hin zu hochwertigen Geoinformationslösungen umfasst.
Die Geoinformationslösungen des integrierten Geschäftsbereiches umfassen:
Weitere Informationen: Astrium Geoinformationsdienste
Einer von drei Unternehmensbereichen von Astrium, das selbst eine hundertprozentige Tochter von EADS ist. Der zweite Unternehmensbereich ist Astrium Space Transportation (ST), der dritte Astrium Services.
Astrium Services (vormals EADS SPACE Services), Tochterunternehmen des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS, ist ein Komplettanbieter für jede Art von Satelliten-Dienstleistungen. Zu seinen Geschäftsbereichen gehören Telekommunikationsdienste, Geoinformationsdienste über seine Tochtergesellschaften Spot Image und Infoterra und Sichere Satellitenkommunikationssysteme für den militärischen Bereich.
Organisationseinheit der EADS und dabei europäischer Spezialist für den zivilen und militärischen Raumtransport sowie für die bemannte Raumfahrt. Space Transportation entwickelt und baut die Trägerrakete Ariane 5, das Weltraumlabor Columbus, das unbemannte Versorgungsfahrzeug ATV (Automated Transfer Vehicle) für die Internationale Raumstation ISS, Wiedereintrittssysteme, Antriebssysteme sowie Ausrüstung für raumfahrtspezifische Anwendungen.
Als Ergänzung des Ariane 5-Programms für den Transport schwerer Lasten ist Astrium Hauptanteilseigner von Starsem (Soyus-Trägerraketen) und Eurockot Launch Services (Rockot-Trägerraketen), deren Trägersysteme optimal für den Transport kleinerer Nutzlasten geeignet sind.
EADS Astrium ist auch Hauptauftragnehmer für die ballistischen Raketensysteme der französischen Nuklearstreitkräfte. Das Unternehmen ist aktuell für Entwicklung und Bau der U-Boot-gestützten Raketensysteme M45 und M51 sowie für deren Einsatzsysteme und Wartung verantwortlich.
Rund 4400 Mitarbeiter sind für Space Transportation in Frankreich (Les Mureaux bei Paris, Aquitaine bei Bordeaux) und in Deutschland (Ottobrunn bei München, Lampoldshausen bei Heilbronn, in Immenstaad bei Friedrichshafen und Bremen) tätig.
Weitere Informationen: EADS Space Transportation
Engl. Akronym für Atmospheric Lidar; ein Rückstreulidar für EarthCARE, einer in Entwicklung befindliche meteorologische Mission von ESA und NASDA mit Start um 2012. Der vom Lidar in die Atmosphäre gesandte Laserstrahl wird von den dort vorhandenen Molekülen und Partikeln rückgestreut. Das zurückkehrende Licht wird von einem opto-elektronischen Empfänger aufgenommen und in elektrische Signale umgewandelt, welche letzlich Informationen über Dichte und Verteilung der vorhandenen Atmosphärenbestandteile liefern.
Weitere Informationen: ATLID: The Technology Development Programme for ESA’s Satellite-borne Atmospheric Lidar (ESTEC)
Engl. Akronym für Atmospheric Trace Molecules Observed by Spectroscopy; im Infrarotbereich arbeitendes Spektrometer zur Erkundung der chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre. Das Instrument wurde in den neunziger Jahren viermal im Space Shuttle eingesetzt.
Die überwiegend gasförmige Hülle, von der die Erde sowie andere
Himmelskörper umgeben sind, und die durch die Schwerkraft (Gravitation)
dieser Körper festgehalten wird.
| The composition of the atmosphere
|
The composition of the atmosphere - its gases and particles - plays a critical role in connecting human welfare with global and regional changes because the atmosphere links all of the principal components of the Earth system. The atmosphere interacts with the oceans, land, terrestrial and marine plants and animals, and the frozen regions (see |
Existenz und Beschaffenheit der Erdatmosphäre haben wesentliche Auswirkungen auf die Fernerkundung. Die elektromagnetische Strahlung, die in der Fernerkundung als Informationsträger dient, muß auf ihrem Weg von der Strahlungsquelle zum Objekt und vom Objekt zum Sensor die Atmosphäre durchlaufen. Deshalb kommen für die Fernerkundung nur Wellenlängenbereiche in Betracht, in denen die Atmosphäre für die elektromagnetische Strahlung weitgehend durchlässig ist. Diese Spektralbereiche werden gemeinhin als atmosphärische Fenster bezeichnet.
Elektromagnetische Strahlung der Sonne unterliegt in der Atmosphäre teilweise einer Absorption und Streuung. Nur ein Teil erreicht die Geländeoberfläche als direkte Sonneneinstrahlung. Streuung hat großen Einfluss auf die räumliche Verteilung der Strahlung (ohne Energieverlust), Absorption verringert die verfügbare Energie und erwärmt die Atmosphäre. Beide Effekte sind wellenlängenabhängig.
Der atmosphärische Einfluss auf die kurzwellige Strahlung geht überwiegend auf die Streuung und Absorption von Luftmolekülen, Aerosolpartikeln, Wolkentröpfchen und Eiskristallen zurück. Hingegen wird die langwellige Strahlung durch Wasserdampf (H2O) und strahlungsaktive Gase(CO2), O3, N2O, CH4) verändert.
Die in der Atmosphäre gestreute Strahlung pflanzt sich teilweise nach unten fort und bestrahlt als Himmelsstrahlung die Geländeoberfläche. Direkte Sonneneinstrahlung und diffuse Himmelsstrahlung werden zusammen Globalstrahlung genannt. Ein Teil der von der Sonne einfallenden Strahlung wird aber auch von der Atmosphäre nach oben in Richtung zum Sensor hin gestreut und überlagert sich als Luftlicht der von der Geländeoberfläche reflektierten Strahlung und verringert dadurch den Kontrast der Fernerkundungsbilder. Zum Beispiel wird durch Dunst oft der Kontrast von Fernerkundungsdaten beeinträchtigt.
Die Phänomene Streuung und Absorption werden durch die Atmosphärenbestandteile verursacht. Die Dichte der Atmosphäre nimmt mit der Höhe ab. Der Einfluß der absorbierenden Moleküle in der Atmosphäre ist deshalb höhenabhängig.
Die Streumechanismen in der Atmosphäre sind untergliedert in:
In der Praxis kommt es zu einer kombinierten Wirkung aller Streumechanismen.
Weitere Informationen:
Beeinflussung des Fernerkundungssignals in der Atmosphäre durch Absorption und Streuung. Diese Prozesse wirken kontrastmindernd. Mit Hilfe der Atmosphärenkorrektur können diese Effekte reduziert werden.
Die Extinktion der Strahlung (Absorption und Streuung) von Sonne und Gestirnen beim Durchgang durch die Erdatmosphäre. Die abschwächende Wirkung der Extinktion ist um so stärker, je länger der Lichtweg durch die Atmosphäre ist, d.h. je tiefer das Objekt am Horizont steht. Die Streuung hängt von der Wellenlänge ab in der Weise, dass kurzwelligeres Licht stärker gebrochen wird. Darum erscheinen Objekte nahe am Horizont röter als hoch am Himmel (Sonnenunter- oder -aufgang, Mond dito).
Gezeiten der Atmosphäre, verursacht durch die primären gezeitenerzeugenden Massen von Sonne und Mond; bedeutsamer noch sind die von den Massenverlagerungen der Atmosphäre, z.B. durch thermische Ausdehnung, verursachten direkten und durch Auflasteffekte verursachten indirekten Gezeiteneffekte.
Engl. haze correction, atmospheric correction; die Entfernung von durch Streuung und Absorption in der Atmosphäre bedingten Einflüssen (atmospheric masking) aus dem gemessenen Fernerkundungssignal nach dessen Durchgang durch die Atmosphäre.
Durch den Atmosphäreneinfluss wird die Erdoberfläche nicht nur durch direktes Sonnenlicht bestrahlt, sondern auch durch Streulicht aus der Atmosphäre (Himmelslicht). Die reflektierte oder emittierte Strahlung vom Gelände wird dann erneut durch die Atmosphäre gestreut bevor sie am Sensor ankommt. Das dort empfangene Signal ist deshalb in komplexer Weise verfälscht.
Um genaue Informationen über die Erdoberfläche zu erhalten und optische Fernerkundungsdaten überhaupt erst räumlich und zeitlich vergleichbar zu machen, muss der Einfluss der Atmosphäre korrigiert werden. Die Anwendung einer Atmosphärenkorrektur ist elementar, wenn bio- und geophysikalische Parameter wie Blattflächenindex, Anteil der photosynthetisch aktiven Strahlung, Landnutzung, Emissionsgrad oder Landoberflächentemperatur für die Modellierung und Analyse des Systems Geosphäre-Biosphäre-Atmosphäre operationell abgeleitet werden.
Korrekturmodelle gliedern sich in eine radiometrische Korrektur und einen atmosphärische Einflüsse betreffenden Teil. Der Algorithmus zur atmosphärischen Korrektur der auf den Detektor auftreffenden spektralen Strahldichtewerte setzt die Kenntnis von meteorologischen Größen aus Radiosondenaufstiegen, von horizontaler Sichtweite und optischer Tiefe voraus. Im Zuge einer atmosphärischen Korrektur wird auf Pixelebene vom jeweiligen Grauwert (digital number) ausgegangen, in spektrale Strahldichtewerte und weiter in scheinbare Reflexionsgrade transformiert, um dann mit Hilfe geeigneter Aerosol- und Atmosphärenmodelle letztendlich atmosphärisch korrigierte Grauwerte bereitzustellen.
Wenn Bodeninformationen (ground data) vorliegen, kann die Korrektur verfeinert werden. Flächen, deren Reflexion bekannt ist oder zur Zeit der Datenaufnahme gemessen wurde, werden in den Bilddaten identifiziert. Dann kann man aus dem Vergleich zwischen den gegebenen Werten der Fläche und den Bilddaten eine lokal gültige Atmosphärenkorrektur ableiten.
Die Atmosphärenkorrektur ist vor allem für periodische Beobachtungen (Monitoring) gleicher Gebiete und für die Mosaikierung verschiedener Satellitenbilddaten von Bedeutung.
Weitere Informationen:
Engl. atmospheric absorption; der Verlust an elektromagnetische Energie beim Durchgang durch Partikel wie Ozon und Wasserdampf in der Atmosphäre infolge Speicherung in der Materie, Umwandlung in andere Energieformen z.B. in Wärme oder Streuung. Das Ausmaß des Verlustes wird von der Partikelgröße und der Wellenlänge der Energie kontrolliert.
Engl. atmospheric counter radiation; die gegen die Erdoberfläche gerichtete langwellige Strahlung der Atmosphäre (Wärmestrahlung im Spektralbereich 3,5 µm bis 100 µm). Sie entsteht durch die langwellige Ausstrahlung der Erde, die insbesondere von den klimawirksamen atmosphärischen Gasen Wasserdampf und Kohlendioxid absorbiert und in Wärme umgewandelt wird. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Energiebilanz an der Erdoberfläche und verursacht den natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt. Sie heißt Gegenstrahlung, da ihre Strahlrichtung entgegengesetzt zur Richtung der Wärmeabstrahlung der Erde verläuft.
Die im Laufe eines Jahres an einem typischen Standort in Mitteleuropa anzutreffende Variationsbreite der Gegenstrahlungsintensität reicht von unter 200 W/m² in klaren Winternächten bis deutlich über 400 W/m² an bedeckten Sommertagen. Über das Jahr und den ganzen Globus gemittelt beträgt die Intensität der Gegenstrahlung etwa 300 W/m². Im Vergleich dazu erreicht die langwellige Abstrahlung der Erdoberfläche im globalen Mittel (unter Annahme einer mittleren Temperatur von ca. 288 K) etwa 373 W/m², so dass der Erdboden im Mittel einem Verlust von etwa 70 W/m² infolge langwelliger Abstrahlung unterliegt.
![]() |
Globale Energieflüsse in W/m² Global annual mean energy balance for March 2000 to May 2004 (W/m²) |
Engl. boundary layer, syn. planetare Grenzschicht; der an
die Erdoberfläche grenzende, untere Teil der Atmosphäre.
Die vertikale Erstreckung beträgt, je nach Wind- und Temperaturverhältnissen,
zwischen 500 m und 2000 m. Die atmosphärische Grenzschicht ist gekennzeichnet
durch starke räumliche und zeitliche Änderungen der meteorologischen
Felder, ferner durch starke Vertikalgradienten in Wind-, Temperatur- und Feuchteprofilen
auf. Diese Änderungen sind am größten in der Nähe des Erdbodens
und an der Obergrenze der atmosphärischen Grenzschicht. Letztere wird durch
einen Temperatursprung (Inversion) und eine darüber liegenden stabilen
Temperaturschichtung gekennzeichnet.
In der atmosphärischen Grenzschicht finden alle Austauschvorgänge
zwischen der darüberliegenden freien Atmosphäre und der Erdoberfläche
statt. Dies betrifft z.B. den Energieaustausch zwischen solarer Einstrahlung,
langwelliger Ausstrahlung, fühlbarer Wärme und latenter Wärme
(Verdunstung) und den Impulsaustausch (Bodenreibung).
Engl. atmospheric scattering; Prozess, bei dem die Ausbreitungsrichtung von elektromagnetischer Strahlung verändert wird. Er wird durch atmosphärische Gase (z.B. Ozon) und Aerosole hervorgerufen und steht in Abhängigkeit zur Wellenlänge der elektromagnetischen Strahlung. Die einfallende solare Strahlung wird auf ihrem Weg durch die Atmosphäre durch Streuungs- und zusätzlich durch Absorptionsprozesse entsprechend der Länge des optischen Weges geschwächt. Die atmosphärische Streuung variiert in den verschiedenen Spektralbereichen und steigt mit abnehmender Wellenlänge. Die Mie-Streuung und die Rayleigh-Streuung sind Formen der atmosphärischen Streuung. Die Atmosphärenkorrektur von Fernerkundungsdaten versucht den Einfluß der atmosphärischen Streuung zu eliminieren.
Spezielles mehrkanaliges Radiometer im Infrarot- und Mikrowellenbereich, das zur passiven Vertikalsondierung, d. h. zur Ableitung von vertikalen Temperatur- und Feuchteprofilen der Atmosphäre dient (z.B. ATOVS). Vom Prinzip her wird die Bandbreite der einzelnen Kanäle auf Absorptionsbanden und vertikale Konzentrationsmaxima von atmosphärischen Gasen und Wasserdampf abgestimmt, wodurch das emittierte bzw. reflektierte Signal je einem eng umgrenzten Höhenbereich zugeordnet werden kann.
Begriff zur Beschreibung eines Abschnittes des elektromagnetischen Spektrums, in dem Strahlung von der Atmosphäre nur schwach absorbiert wird. Innerhalb dieser Frequenzbänder sind Fernerkundungssensoren fähig, Daten über die Erdoberfläche zu erhalten. Die größten dieser Fenster befinden sich im Bereich des sichtbaren Lichts, in dem nur geringe Absorption stattfindet (z.B. durch Ozon) und im Bereich des reflektierten (auch nahen) Infrarots. Strahlen mit kürzeren Wellenlängen, wie das Ultraviolett und der Bereich der sehr kurzwelligen Röntgenstrahlen, werden von der Atmosphäre absorbiert und sind daher für die Fernerkundung weitgehend ungeeignet.
Ist die Sonne die wichtigste Quelle einkommender elektromagnetischer Strahlung, so sendet andererseits auch die Erde elektromagnetische Strahlung aus. Diese ist allerdings viel geringer und anders zusammengesetzt als die der Sonne. Der Bereich maximaler Strahlungsenergie der Erde liegt bei 9,7 µm, also im thermischen Infrarot.
Strahlungsenergie und atmosphärische Durchlässigkeit
Quelle: http://www.uni-kiel.de/ewf/geographie/forum/unterric/material/einf_fe/ |
Wellenlängenbereiche (Spektralbereiche) innerhalb derer die Atmosphäre für
solare Ein- bzw. terrestrische Ausstrahlung durchlässig ist, treten dort auf,
wo die Strahlungsabsorption durch Wasserdampf, Kohlendioxid und Ozon besonders
gering ist. Von besonderer Bedeutung sind die beiden Infrarotfenster in den
Wellenlängenbereichen 3,4-4,1 µm und 8-13 µm. Häufig werden nur diese beiden
Spektralbereiche mit dem Begriff atmosphärische Fenster bezeichnet.
In bestimmten Bereichen des nahen Infrarotspektrums ist die Atmosphäre
fast zu 100% durchlässig, so dass die FE hier mit minimaler atmosphärischer
Verzerrung arbeiten kann. Das große Fenster im Infraroten wird durch die
Ozonbande bei 9,6 mm in zwei Bereiche aufgeteilt (elektromagnetisches Spektrum).
Dieses Fenster hat wesentliche Bedeutung für den Treibhauseffekt, denn
die Zunahme der Konzentration der klimarelevanten Spurengase verursacht eine
spektrale Verengung des Fensters. Damit wird die Abstrahlung des Erdbodens im
IR-Bereich behindert.
Der Wellenlängenbereich von 10,5-12,5 µm wird als Wasserdampffenster bezeichnet.
Besonders durch dieses Fenster kann die
langwellige Ausstrahlung der Erde von Satelliten
aus aufgenommen und mithilfe des Planck'schen
Strahlungsgesetzes in Oberflächentemperaturen der Erdoberfläche umgerechnet
werden.
Atmosphärische Durchlässigkeit
Quelle: http://www.uni-kiel.de/ewf/geographie/forum/unterric/material/einf_fe/ |
Längere Wellenlängen im Mikrowellenbereich werden atmosphärisch
kaum gestört. Außerdem können die Mikrowellen Wolken, Nebel,
Rauch, Dunst und Schnee durchdringen. Allerdings verursachen starke Regenschauer
bei kürzeren Wellenlängen deutliche Störungen.
Die atmosphärischen Fenster spielen in der Fernerkundung
eine wichtige Rolle, denn sie werden zur Bestimmung der globalen Verteilung
der Erdoberflächentemperatur von Satelliten aus benutzt. Weitere atmosphärische
Fenster gibt es außerhalb des solaren und terrestrischen Spektralbereichs,
z.B. im Mikrowellen- und im Radiowellenbereich.
Engl. atmospheric noise; Interferenzeffekte der Atmosphäre, sowohl beim Übertragungs- wie auch beim Empfangsweg.
Engl. Akronym für Advanced TIROS Operational Vertical Sounder; Instrumentengruppe mit Soundern im Mikrowellen- und Infrarotbereich auf den Wettersatelliten NOAA-15 und NOAA-16, die genaue vertikale atmosphärische Temperatur- und Feuchteprofile aus bewölkten Gebieten liefern. Von besonderem Interesse sind hier die Frontalzonen, in denen unterschiedliche Luftmassen aneinandergrenzen.
Weitere Informationen: ATOVS (NOAA)
Bezeichnung für den geplanten Formationsflug von 5 amerikanischen und 1 französischen Satelliten zur Erzielung von Synergieeffekten der dann nahezu gleichzeitigen Datenaufnahme. Alle sechs Satelliten werden den Äquator innerhalb weniger Minuten um 13h30 Ortszeit überqueren und werden daher auch als Nachmittags-Konstellation bezeichnet. Dies unterscheidet sie von der Vormittag-Konstellation der aktuellen Missionen Terra, Landsat-7, SAC-C, EO-1.
| A-Train - Schematische Darstellung The Afternoon or "A-Train" satellite constellation presently consists of five satellites flying in formation around the globe (NASA's Aqua and Aura satellites and CNES' PARASOL satellite). The CALIPSO and CloudSat satellite missions were inserted in orbit behind Aqua in April 2006. Two additional satellites, OCO and Glory, will join the constellation in the next few years. Each satellite within the A-Train has unique measurement capabilities that greatly complement each other. For the first time, near simultaneous measurements of aerosols, clouds, temperature, relative humidity, and radiative fluxes (the change of radiation in a layer) will be obtained over globe during all seasons. This ensemble of observations will allow one to understand how large scale aerosol and cloud properties change in response to changing environmental conditions. Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken.Quelle: http://www-calipso.larc.nasa.gov/about/atrain.php |
Der Begriff A-Train ist einer alten Jazzmelodie von Billy Strayhorn entlehnt, die durch Duke Ellingtons Band bekannt wurde. Der Bezug ergibt sich dadurch, dass Aqua den "Zug" anführt und Aura den Schluss bildet.
| Satellit | Position innerhalb des A-Trains | Aufgaben der Mission | Instrumente |
|---|---|---|---|
| Aqua | Führungssatellit innerhalb der Formation bis zum Start von OCO. | Auf Synergien angelegte Zusammenstellung der Sensoren zur Untersuchung des irdischen Klimas mit besonderer Beachtung des Wassers im System Erde/Atmosphäre in allen drei Zustandformen. | AIRS/AMSU-A/ HSB AMSR-E CERES MODIS |
| CloudSat | Folgt Aqua im Abstand von 30 sec bis 2 min. Der Abstand zu Aqua und CALIPSO ist zur Erzielung der Synergieeffekte besonders wichtig. | Profilierendes Wolkenradar, das eine sehr genaue Untersuchung der Wolkendecke und eine bessere Abschätzung der Wolken hinsichtlich ihrer Rolle für das irdische Klima erlaubt. | CPR |
| CALIPSO | Folgt CloudSat in nicht mehr als 15 Sekunden nach. Muss seine Position relativ zu Aqua halten um Synergieeffekte zu ermöglichen. | Beobachtungen des Lidar in Kombination mit passiven Bildaufnahmeverfahren werden das Verständnis für den Einfluss des Aerosols und der Wolkendecke für das irdische Klima verbessern. Insbesondere wird Aufschluss über die Interaktion der beiden Parameter erwartet. | CALIOP IIR WFC |
| PARASOL | Folgt auf CALIPSO nach ca. 1 min. | Messungen polarisierten Lichtes ermöglicht die genauere Bestimmung von Aerosol und Wolken in der irdischen Atmosphäre, insbesondere wird die Unterscheidung nach natürlichen und anthropogenen Aerosolen möglich. | POLDER |
| Aura | Folgt auf Aqua nach ca. 15 min., überquert aber wg. eines unterschiedlichen Orbits den Äquator 8 min. nach Aqua, um Synergieeffekte mit Aqua nutzen zu können. | Ausgestattet mit auf Synergieffekte zielender Nutzlast, die auf die Erkundung der horizontalen und vertikalen Verteilung der wichtigsten atmosphärischen Schmutzstoffe und Treibhausgase, sowie deren zeitliche Veränderungen ausgerichtet ist. | HIRDLS MLS OMI TES |
| OCO | Wird nach seinem Start Aqua um 15 min vorauseilen. | Erkundet die Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid | 3 gr. Infrarot-Spektrometer |
Weitere Informationen: A-Train Fact Sheet
Engl. Akronym für Along Track Scanning Radiometer; aus zwei Komponenten ( IRR und MWS) bestehendes, abbildendes Instrument auf den ESA-Erdbeobachtungsmissionen ERS-1, ERS-2und als Advanced ATSR (AATSR) auf ENVISAT. IRR ist ein Infrarot-Radiometer, MWS ein zweikanaliger passiver Mikrowellen-Sounder. MWS ist physisch mit dem IRR verbunden, und seine Daten werden vor der Übermittlung an die Bodenstation mit den IRR-Daten vermengt.
Das Radiometer misst Oberflächentemperaturen, insbesondere der Ozeane und der Wolkenoberseiten, mit einer Genauigkeit von 0,3 °C. Die Messungen erfolgen im infraroten und im sichtbaren Bereich und besitzen eine räumliche Auflösung von einem Kilometer. Seine Daten und Bilder sind wesentliche Beiträge zum Verständnis des Weltklimas und dessen Veränderungen.
ATSR-2 für ERS-2 wurde zum Vegetationsmonitoring mit zusätzlichen Kanälen im sichtbaren Bereich erweitert.
![]() |
El Niño-Beobachtung mit ATSR auf ERS-2 (1996-2003)
Animation zum Starten bitte anklicken Das Radiometer misst die oberflächennahen Temperaturen der Ozeane mit hoher Frequenz. Nebenstehende Animation mit den Anomalien der Meerestemperaturen
dokumentiert die Entwicklung des ENSO-Phänomens von 1996 bis
2003. Besonders eindrucksvoll ist das Einsetzen der Kelvinwelle im
Jahr 1997 (rotbraune Zunge im Pazifik vor Südamerika). |
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Automated Transfer Vehicle, automatischer Raumtransporter; europäischer Beitrag zur Internationalen Raumstation ISS. Das ATV dient der Versorgung der ISS und übernimmt auch die notwendigen Höhenkorrekturen der Station. Der Prototyp 'Jules Verne' des ATV startete im März 2008 an Bord einer speziellen Ariane 5 von Kourou aus. In den mehreren Monaten, in denen es an die ISS angekoppelt blieb, sorgte das ATV dafür, dass die Station mit so genannten ‘Reboost‘-Manövern wieder angehoben wurde. Am Ende seiner sechsmonatigen Mission nahm das ATV Abfälle auf und verglühte kontrolliert in der Atmosphäre.
Bis 2015 sollen fünf Missionen stattfinden.
| Der europäische Weltraumfrachter ATV beim Laser-geleiteten Andocken an die ISS
Quelle: http://www.esa.int/esaCP/SEMZR3K26DF_Germany_1.html |
Kontrollierter Wiedereintritt eines ATV in die Atmosphäre
|
After 6 months, the Automated Transfer Vehicle (ATV), loaded with 6.5 tonnes of waste, separates from ISS and fully burns up during a guided and controlled reentry high over the Pacific.
In combination with ESA's new Ariane 5, 8.5 m-long ATV will enable Europe to transport cargo to the International Space Station. The 45 m³ pressurized module of the ATV delivers up to 7.2 tonnes of equipment, fuel, food, water and air for the crew. |
Weitere Informationen: ESA-Special: Mit „Jules Verne“ zur Raumstation (esa)
Engl. resolution; in der Fernerkundung wird von
spektraler Auflösung,
räumlicher Auflösung,
radiometrischer Auflösung
und zeitlicher Auflösung gesprochen.
Spektrale Auflösung bezieht sich auf die Wellenlängenbereiche, die ein Sensor gleichzeitig aufnehmen kann, wichtig sind dabei die Anzahl der Spektralkanäle, ihre Breite und ihre Wellenlängenunterschiede.
Das räumliche oder geometrische Auflösungsvermögen bezeichnet die schmalste lineare oder winkelmäßige Trennung zweier Objekte durch einen Sensor, die es erlaubt, ein Objekt gerade noch zu erkennen. Je feiner die räumliche Auflösung, desto schärfer
die Bilder.
Die radiometrische Auflösung gibt an, wie gut Helligkeitsunterschiede
noch messtechnisch erfassbar sind. Bei einer gängigen
8 Bit-Darstellung ergeben sich insgesamt 256 Grauwerte.
Zudem ist für die Auswertung von Satellitenaufnahmen noch die zeitliche
Auflösung entscheidend, also in welchen Zeitabständen ein Sensor ein bestimmtes Gebiet aufnehmen kann. Ein Satellit überfliegt eine Region
nur in einem bestimmten wiederkehrenden Zeitintervall, im Falle von LANDSAT sind dies 16 Tage, d.h. alle 16 Tage wird dieselbe Fläche vom Sensor
aufgenommen.
Engl. limit of resolution; die Grenze des Auflösungsvermögens. Sie kann mit Hilfe von Testzeichen (Siemensstern, Foucault-Mire, ISO-Testzeichen, DIN-Testfeld usw.) bestimmt werden.
Engl. data aquisition; nach DIN 18716-3 ist "die Aufnahme der Vorgang, bei dem die von der Erdoberfläche ausgehenden und am Sensor ankommende elektromagnetische Strahlung durch den Sensor erfasst und gespeichert wird. Anmerkung: Das Ergebnis des Vorgangs sollte nicht Aufnahme sondern Bild genannt werden".
Breite des Streifens, der von einem Satelliten bei der Erdumkreisung beobachtet wird.
Ein polarumlaufender Satellit bewegt sich auf einer Seite der Erde nach Norden (aufsteigende Bahn) und auf der anderen Seite Richtung Südpol (absteigende Bahn). Wenn die Umlaufbahn sonnensynchron ist, ist die aufsteigende Bahn des Satelliten meist auf der sonnenabgewandten Seite der Erde und die absteigende auf der sonnenzugewandten.
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Auf- und absteigende Orbits polarumlaufender Satelliten
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Geographische Länge, bei der ein Satellit den Äquator in S-N-Richtung quert.
Engl. eye sensitivity; Eigenschaft des (insbes. menschlichen) Auges, elektromagnetische Strahlung bestimmter Wellenlängen (sichtbares Licht: 350-750 nm) wahrzunehmen und als Helligkeit zu empfinden. Als absolute Augenempfindlichkeit bezeichnet man die Empfindlichkeit, die die Anzahl der Lichtquanten angibt, die zur Reizerzeugung auf der Netzhaut auftreffen müssen. Dagegen ist die spektrale Augenempfindlichkeit V von der Wellenlänge der Strahlung und ihrer Intensität abhängig. Sie besitzt ihr Maximum bei 555 nm (d.h. gelbes Licht erscheint bei gleicher Intensität heller als rotes Licht) und nimmt zum kurzwelligen (blauen) Bereich hin etwas schneller ab als zum langwelligen (roten) Bereich. Wegen der Individualität der Augen ist die Lage des Maximums nicht eindeutig und unterliegt Schwankungen. Beim Übergang vom Tagessehen zum Dämmerungssehen ist das Maximum der Augenempfindlichkeit um ca. 40 nm auf ca. 515 nm aufgrund der unterschiedlichen spektralen Empfindlichkeit von Zapfen und Stäbchen im Auge verschoben. Als Folge erscheinen die Blautöne in der Dämmerung heller. Da die Rezeptoren zudem ungleich verteilt sind, ist die Farbwahrnehmung abhängig vom Lichtreiz und vom Einfallswinkel mit dem der Beobachter den Lichtreiz sieht.
Wegen der individuell unterschiedlichen Empfindlichkeitseindrücke hat man eine genormte, dem mittleren Empfinden angepasste Augenempfindlichkeitskurve gebildet, die als Referenz für visuelle Modelle dient.
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Die Empfindlichkeit des menschlichen Auges
Die Empfindlichkeit des menschlichen Auges ist nicht im gesamten Bereich des elektromagnetischen Spektrums gegeben. Es ist nur empfindlich für Wellenlängen im Bereich von 380 und 780nm. Man nennt dies den sichtbaren Bereich oder 'Licht'. Und auch im sichtbaren Bereich reagiert unser Auge unterschiedlich auf verschiedene Wellenlängen. Seine Empfindlichkeit liegt bei Null an beiden Enden des sichtbaren Spektrums und hat sein Maximum bei 555 nm beim Tagessehen (photopisch) und bei 507 nm beim Nachtsehen (skotopisch). |
Die Aura-Mission des Earth Observing Systems wurde im Juli 2004 mit einer Delta II-Rakete von Vandenberg, CA. gestartet. Der Satellit mit seinen vier Instrumenten (HIRDLS, MLS (EOS-Aura), OMI, TES) befindet sich auf einer polaren, sonnensynchronen Umlaufbahn. Diese verläuft in 705 km Höhe und besitzt eine Inklination von 98,2° sowie ein Wiederholzyklus von 16 Tagen. Aufgabe der Mission ist die Untersuchung der chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre und ihrer Dynamik mit besonderem Augenmerk auf die obere Troposphäre und die untere Stratosphäre (5-20 km). Es wird der Gehalt an Ozon, Aerosol und verschiedener Atmosphärenbestandteile mit Schlüsselcharakter gemessen, die alle eine wichtige Rolle für die Atmosphärenchemie, die Luftqualität und das Klima spielen. Das erhoffte bessere Verständnis vom Transport chemischer Substanzen und Luftverunreinigungen erlaubt eine angemessenere Umweltpolitik. Aura ist Teil des A-Trains.
EOS Common Spacecraft mit den Sensoren der Aura-Mission
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| Quellen: http://eos.gsfc.nasa.gov/proj-aura.html http://aura.gsfc.nasa.gov/mission/formation_flying.html |
Weitere Informationen:
Nutzlast auf den Satelliten von NPOESS zur Überwachung des Nordlichtes.
Die Strahlungsenergie eines Objekts verglichen mit der Energie eines Schwarzen Körpers (auch: Plankscher Strahler) mit derselben Temperatur; sie wird als Kennziffer angegeben. Nach dem kirchhoffschen Strahlungsgesetz ist für jeden Körper bei jeder Wellenlänge und in jeder Richtung das Emissionsvermögen für thermische Strahlung proportional zu seinem Absorptionsvermögen.
Wichtigste Methoden der Auswertung von Bilddaten sind: Bildverarbeitung, analoge, analytische bzw. digitale Auswertung, Bildtransformation und Bildinterpretation sowie Einschneide-Bildmessung und Stereophotogrammetrie.
Allgemein alle Maßnahmen, aus Bildern irgendwelche Werte zu entnehmen sowie diese bereitzustellen und weiter zu bearbeiten. Dazu gehören Bildinterpretation, Bildinterpretation, Bildtransformation, (geometrische) Bildmessung und die bildliche, graphische oder digitale Ausgabe der Ergebnisse (Auswerteergebnisse).
Prozess, bei dem Daten nach bestimmten Kriterien automatisch oder halbautomatisch gruppiert werden, im Gegensatz zu rein manuellen Methoden. Dabei wird jedes Pixel mit jeder klassenspezifischen Signatur verglichen. Der Vergleich läuft in einem Computer ab, der einen vorher festgelegten Algorithmus zur Klassifizierung verwendet. Wenn ein Pixel einer Klasse zugeordnet ist, erhält es den Wert in der entsprechenden Zelle des 'klassifizierten' Bildes. Die üblichsten Verfahren sind: Minimum Distance (to Means) Classifier, Parallelepiped Classifier, und (Gaussian) Maximum Likelihood Classifier.
Engl. Akronym für Advanced Very High Resolution
Radiometer; abbildender multispektraler
Sensor (6 Kanäle
im sichtbaren und infraroten Bereich) auf der Serie der polarumlaufenden Satelliten der
NOAA (POES).
Der erste AVHRR-Sensor wurde im Oktober 1978 mit dem TIROS-N-Satelliten (Satellitenserie der NOAA) ins All befördert und hatte 4 Kanäle. AVHRR/2 folgte im Juni 1981 auf der NOAA-7-Plattform und hatte bereits 5 Kanäle. Die dritte Version AVHRR/3 (mit nunmehr 6 Kanälen) startete im Mai 1998 mit NOAA-15. Ein weiteres Instrument wurde im Oktober 2006 mit dem Satelliten Metop A (EUMETSAT) in Orbit gebracht.
AVHRR hat im Subsatellitenpunkt eine
räumliche Auflösung von etwa 1 km und beobachtet als eine Art "Weitwinkel-Sensor"
die grosse Streifenbreite von etwa ±2500 km. AVHRR-Daten werden oft zum
großflächigen Monitoring von
Vegetation genutzt.
Bilder des AVHRR liefern u.a. Informationen über das Vorkommen, die Art und Höhe und den Aggregatzustand (Wasser/Eis) der Wolken, Schwebstoffe in der Atmosphäre, außerdem Meeresoberflächentemperaturen, zur Eisverteilung auf den Ozeanen und der Vegetation. AVHRR-Daten sind besonders für die Erforschung des Klimawandels wichtig, da mittlerweile eine lange Datenreihe dieses Sensors vorliegt.
AVHRR-Bilder können während des Satellitenüberfluges direkt mit APT- oder HRPT-Anlagen empfangen werden.
| AVHRR Farbkomposit vom 17.03.2004 09:59 UTC (NOAA 17) Rosa: Wasserwolken (u.a. Mittel- und Osteuropa). Das AVHRR/3 kann Bilddaten in sechs Spektralbereichen im sichtbaren, im nahen und im thermischen Infrarot erzeugen, doch können maximal nur die Daten von fünf Spektralkanälen gleichzeitig übertragen werden. Die Auswahl der zur übertragenden Kanäle trifft der jeweilige Satellitenbetreiber unter Berücksichtigung des Sonnenstandes über dem Überflugsgebiet. Die Breite des Bildes von AVHRR/3 beträgt etwa 3000 km. AVHRR-Bilder ergänzen konventionelle Beobachtungen, aber wegen ihrer höheren geometrischen Auflösung auch die Bilder der geostationären Wettersatelliten. Zu größerer Darstellung auf Bild klicken Quelle: DWD |
Weitere Informationen:
Erster deutscher Satellit mit Start im Jahre 1969. Er diente der Erforschung des Sonnenwindes und dessen Einwirken auf das Erdmagnetfeld.
Weitere Informationen: Astronews
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