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Engl. Akronym für Advanced Along Track Scanning Radiometer; ein abbildendes multispektrales Strahlungsmessgerät auf ENVISAT-1 zur Präzisionsmessung der Temperaturen von Meeres-, Land- und Wolkenoberflächen, der Wolkenbedeckung, von Aerosol, des atmosphärischen Gehalts an gasförmigem und flüssigem Wasser sowie von Vegetation. Mit Hilfe des AATSR soll die Kontinuität der Daten von ATSR-1/2 gewährleistet werden.
AATSR tastet in Flugrichtung einen 500 Kilometer breiten Streifen senkrecht
unter dem Satelliten mit einer geometrischen
Auflösung von 1 x 1 Kilometer ab.
Mit AATSR kann beispielsweise die Meeresoberflächentemperatur
mit einer Genauigkeit von 0,1 Grad gemessen werden. Auftraggeber für dieses
Instrument, das unter Leitung von Astrium
gebaut wurde, ist das British National Space Centre (BNSC).
Weitere Informationen: ESA Missions Earth Observation - The AATSR Instrument
Klasse abbildender Sensoren mit hohem spektralem
Informationsgehalt. Sie können in bis zu weit über hundert verschiedenen
Spektralbändern gleichzeitig aufnehmen.
Abbildende Spektrometer arbeiten ohne mechanische Scaneinheit. Statt dessen
wird auf einem zweidimensionalen Detektorarray (meist CCD)
die Rauminformation in "Cross-Track"-Richtung auf einer Dimension
des Arrays und die spektrale Information auf der zweiten Dimension des Arrays
abgebildet; die Rauminformation in Flugrichtung entsteht durch die Bewegung
des Satelliten.
Bisher werden die meisten abbildenden Spektrometer von Flugzeugen aus eingesetzt.
Pionier im All war der seit 1996 betriebene Modulare Optoelektronische Scanner
(MOS) des DLR.
Es folgten SeaWIFS, MODIS
(beides eigentlich Radiometer mit mechanischem
Scanspiegel, im Amerikanischen aber meist als 'imaging spectrometer' bezeichnet)
und MERIS auf ENVISAT.
Typischer Aufbau eines abbildenden Spektrometers
Quelle: http://www.dfd.dlr.de/education/glossar/abb_sp.htm |
Engl. imaging laser scanner, aktiver Sensor, der als Höhenmessgerät (Altimeter) dient und gleichzeitig ein Geländebild erzeugt.
Unerwünschter Störeffekt bei der Ausbreitung elektromagnetischer Wellen. Abschattung entsteht durch Hindernisse im Freien (Berge, Gebäude, Wände, Bauwerke aller Art), die die freie Ausbreitung und den Empfang auf direktem Weg, insbesondere hochfrequenter Wellen, verhindern. Dies führt zu variierenden Signalpegeln über eine bestimmte Entfernung im Bereich des Schattens.
In der Physik die Abschwächung einer Teilchen- oder Wellenstrahlung beim Eindringen in Materie, Photonen werden dabei von Molekülen, Atomhüllen oder Kernen abgefangen. Die Energie der absorbierten Strahlung wird dabei in andere Formen, z.B. in Wärme, umgewandelt. Bei der Absorption von Licht gehen die Moleküle der durchstrahlten Materie zum Teil in angeregte Energiezustände über. Dabei werden, abhängig vom Material, stets nur bestimmte Wellenlängen absorbiert. Das absorbierende Medium kann seinerseits Strahlung aussenden, aber erst nachdem eine Energieumwandlung stattgefunden hat und meist in einer anderen Richtung. Durch diesen Prozess verliert die Strahlung an Intensität.
Absorption passiert zum Beispiel in der Erdatmosphäre (atmosphärische Extinktion), in Hüllen um Sterne (bei Protosternen und bestimmten Typen von entwickelten Sternen mit starker Staubproduktion) und durch Gas- und Molekülwolken im interstellaren (interstellare Extinktion) oder intergalaktischen Raum (Entstehung des Lyman-Alpha Waldes). Auch kältere, äussere Schichten von Sternen, insbesondere der Sonne absorbieren Photonen aus tieferen und heisseren Schichten, wodurch das charakteristische stellare Absorbtionslinienspektrum entsteht.
In der Fernerkundung bezieht sich
der Begriff Absorption auf das Aufnehmen von elektromagnetischer
Energie durch Material der Atmosphäre oder
der Oberfläche. Strahlung erreicht die Erdoberfläche nicht oder nur
in erheblich reduziertem Maße. Die Spektral-bereiche, die ungehindert die Atmosphäre durchdringen, werden atmosphärische Fenster genannt. Diese Wellenlängenbereiche werden in der Fernerkundung verwendet.
Die Absorption wirkt als Störgröße. Allerdings
sind bei der Auswertung von Fernerkundungsdaten
für atmosphärische Fragen gerade diese Absorptionsprozesse entscheidend.
Absorption der Sonnenstrahlung in der Atmosphäre
Quelle: http://earth.usc.edu/~geol150/weather/tempdistribution.html |
Der Strahlungsumsatz an der Erdoberfläche ist ebenfalls gekennzeichnet durch spezifische, stofflich bestimmte Absorptionsprozesse, die z.T. durch sehr schmalbandige Absorptionsbanden bestimmt sein können. Die Variation der Absorptionszusammenhänge/-muster hilft, zwischen verschiedenen Materialien zu unterscheiden.
Spezielle Wellenlängenbereiche des elektromagnetischen
Spektrums, in denen die Strahlungsenergie durch spezifische stofflich-substantielle
Eigenschaften von in der Atmosphäre enthaltenen
Gasen markant absorbiert wird. Im Bereich dieser Wellenlängenintervalle
ist daher die Atmosphäre für Strahlung
gar nicht oder nur schwach durchlässig. Außerhalb der Absorptionsbanden
kann die solare und die terrestrische Strahlung im Bereich der atmosphärischen
Fenster fast ungehindert die Erdatmosphäre passieren.
Wichtige Absorptionsbanden in der Atmosphäre sind vor allem die 6,3 µm-Wasserdampfbande,
die 15 µm- und 4,3 µm-Kohlendioxidbanden sowie die 9,6 µm-Ozonbande,
welche in Infrarotspektren deutlich hervortreten (Strahlungsabsorption). Die
Absorptionsbanden anderer Spurengase sind in der Atmosphäre deutlich schwächer
wegen deren geringerer Konzentration (z.B. Methan, Distickstoffoxid). Da die
Linien in Absorptionsbanden relativ nahe beieinander liegen, können diese
in Spektren nur bei entsprechend hoher spektraler Auflösung getrennt werden.
Insbesondere für die Detektierung von Gesteinen und Mineralen eignen sich sehr
schmalbandige Absorptionsbanden im Bereich des SWIR
Wellenlängenabhängiges Verhältnis des von einem Medium absorbierten zum einfallenden Strahlungsfluß. Im Speziellen ist damit das wellenlängenabhängige Verhältnis des von einer Oberfläche absorbierten Strahlungsflusses zum dem eines Schwarzen Körpers mit derselben Temperatur gemeint.
Häufig syn. zu Absorptionskonstante verwendet; dimensionslose Größe für das Absorptionsvermögen eines Mediums. Je grösser der Absorptionskoeffizient, desto effektiver wird Strahlung vom Medium aufgenommen. Der Absorptionskoeffizient hängt stark von physikalischen Grössen wie der Wellenlänge der Strahlung, der Temperatur, Dichte, Aggregatszustand des Mediums usw. ab.
Anteil der Strahlungsenergie, den Materie aus der auf sie treffenden Strahlung aufnimmt. Das Absorptionsvermögen ist abhängig von der Beschaffenheit (Farbe, Material, Oberfläche etc.) des Stoffes und der Wellenlänge der auftreffenden Strahlung.
Geographische Länge, bei der ein Satellit den Äquator in N-S-Richtung quert.
s. Scanner
Engl. swath width; der Bereich, den ein Satellit mit einer Antenne oder einem abbildenden System auf dem Erdboden beim Überflug überstreicht.
Engl. Abkürzung für Accelerometer; Nutzlast auf Champ und künftig auf der SWARM-Mission. Dieser hochauflösende Beschleunigungsmesser misst alle nicht durch das Schwerefeld der Erde verursachten Kräfte (Beschleunigungen), hauptsächlich Atmosphärenreibung und Strahlungsdruck der Sonne. Sie gelten als Störkräfte bei der Messung des Gravitationsfeldes der Erde.
Engl. Akronym für Atmosphere and Climate Explorer;
Mission der ESA zur Messung von Schwankungen
und Änderungen der atmosphärischen Temperatur und Wasserdampfverteilung.
Die Mission leistet einen Beitrag zur Überwachung des Klimawandels und
zur Verbesserung von Wettervorhersagen. Es sind 4 Satelliten
vorgesehen, die in zwei Zweiergruppen auf der gleichen Bahnebene, aber in verschiedener
Höhe (650 km / 850 km) die Erde umkreisen. Jeder dieser Satelliten wird
einen L-Band-Empfänger für GPS/Galileo-Peilungen und einen X-K-Band-Mehrfrequenzsender
bzw. -empfänger für Messungen von Satellit-zu-Satellit-Verbindungen
mitführen.
Der geographische Erfassungsbereich der Mission muss gewährleisten, dass
die gemessenen Profile weltweit einheitlich verteilt sind. Die vorgeschlagene
Konstellation von vier Satelliten wird pro Monat rd. 7.000 Feuchtigkeits- und
Temperaturmessungen ermöglichen, eine Ausbeute, die für die Klimaüberwachung
geeignet ist. Außerdem sollen pro Tag rd. 5.000 Refraktionsmessungen durch
Okkultation der GPS/Galileo-Funksignale durchgeführt und in Wettervorhersagesysteme
integriert werden.
Quelle: http://www.esa.int/export/esaCP/ESAD0SG18/C_Austria_0.html |
Weitere Informationen: ACE+ - Atmosphere and Climate Explorer
Engl. Akronym für Active Cavity Radiometer Irradiance Monitor III Satellite; 1999 gestarteter Satellit der NASA zur Untersuchung der Sonnenstrahlung (Gesamtstrahlung und Solarkonstante) mit Hilfe des Instruments ACRIM III. ACRIMSAT befindet sich auf einer 716 km hohen, sonnensynchronen Umlaufbahn mit einer Neigung von 98,13°. Daten von ACRIMSAT sollen korreliert werden mit Daten zur globalen Erwärmung, mit Daten zum Schrumpfen der polaren Eisbedeckungen sowie zum Rückgang der Ozonschicht.
Quelle: http://acrim.jpl.nasa.gov |
Weitere Informationen:
Syn. Cross-Track Scanning, Whiskbroom Scanning; Fernerkundungssystem,
das ein zweidimensionales Image des darunterliegenden
Bodens aufbaut, indem von einer Seite zur anderen und in einer Richtung im rechten
Winkel zur Bewegungsrichtung des Flugzeugs oder des Satelliten
gescannt wird. Die gescannten Querstreifen werden in eine Abfolge von räumlichen
Elementen (ground resolution cell) untergliedert, welche durch ihre Größe
die räumliche Auflösung
eines Bildes repräsentieren. Die von jedem
Element ausgehende elektromagnetische
Strahlung wird nacheinander entlang des Querstreifens aufgenommen.
Dies wird erreicht durch die Verwendung eines oszillierenden Spiegels, der die
elektromagnetische Strahlung auf die Sensorgeräte richtet. Jedem Element
ist im Sensor ein mikroelektronischer Detektor
zugeordnet, der die Messung als Einzelwert für einen Bildpunkt ausdrückt.
Der Thematic Mapper Sensor an Bord
der Landsat-Satellitengruppe verwendet diese
Scanningmethode.
Across-Track Scanner
Quelle: http://www.fas.org/irp/imint/docs/rst/Intro/Part2_5a.html |
Ein optisches Modell (Lichtfarben), bei dem durch das Hinzufügen neuer Spektralbereiche Mischfarben entstehen, wodurch man die Strahlungssumme der einzelnen Primärfarben erhält. Durch additive Farbmischung kann die Veränderungen zwischen zwei Satellitenbildaufnahmen des gleichen Raumes, z.B. vom Satelliten LANDSAT, veranschaulicht werden. Zunächst wird mittels einer Hauptkompontenanalyse aus dem mehrkanaligen LANDSAT-Bild ein Grauwertbild berechnet, welches den maximalen Informationsgehalt aus allen sieben LANDSAT-Kanälen bündelt. Den beiden Grauwertbildern der entsprechenden Aufnahmezeitpunkte wird dann ein Farbkanal der drei Grundfarben Rot, Grün oder Blau zugeordnet. Einer der drei Farbkanäle bleibt unbelegt. Haben keine Veränderungen zwischen den beiden Aufnahmezeitpunkten stattgefunden, sind die Intensitäten der Hauptkomponenten identisch. Nach den Gesetzen der additiven Farbmischung entstehen aus den beiden Grundfarben hellere Mischfarben. So wird beispielsweise aus Grün und Rot Gelb. Alle gelben Flächen können somit mit keinen bzw. geringen Veränderungen assoziiert werden, während sich Veränderungen in unterschiedlichen Intensitäten der Hauptkomponenten und der ihnen zugeordneten Farbkanäle darstellen werden. Siehe auch Subtraktive Farbmischung
Engl. Akronym für Advanced Earth Observing Satellite,
syn. Midori-II; japanischer Satellit
mit 8 Sensoren zur Beobachtung von Ozeanfarben
und Temperaturen, Ozon, Landoberfläche als Nachfolger der vorzeitig beendeten
ADEOS-Mission. Der Satellit wurde mit einer H-IIA-Rakete vom Tanegashima Raumfahrtzentrum
in der Präfektur Kagoshima im Dezember 2002 in seine Umlaufbahn
geschossen. Die Höhe des Perigäums
beträgt 803 km, die des Apogäum 820
km, die Inklination 98,7°.
Die zwei Hauptsensoren sind ein Radiometer (AMSR)
und der Global Imager (GLI). Weitere Instrumente sind: Improved Limb Atmospheric
Spectrometer-II, SeaWinds, Polarization
and Direction of the Earth Reflectance, Data Collection System.
Ein Sonnensturm im Oktober 2003 zerstörte die Sonnenkollektoren und mit ihnen den 630 Mio $ teuren Satelliten.
ADEOS-II soll Beiträge liefern zur Untersuchung
Praktischen Nutzen verspricht man sich z.B. für die Meteorologie und das Fischereiwesen.
ADEOS-II bei der Trennung von der Trägerrakete
Quelle: NASDA |
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Atmospheric Dynamics Mission,
kombiniert mit dem Namen des griech. Windgottes; Bezeichnung für eine 2008
startende Satellitenmission der ESA, die globale
Daten zur dreidimensionalen Darstellung von Windfeldern liefern soll. Die Messungen
dienen der genaueren Kenntnis der Windenergie und der atmosphärischen Zirkulationsmuster
einschließlich des weltweiten Transports von Energie, Wasser, Aerosol
und Chemikalien. Man erhofft sich weitere Erkenntnisse über Phänomene
wie El Niño/Southern
Oscillation. Daneben sollen die Daten helfen, Klimavariabilität
zu quantifizieren und zur Validierung und Verbesserung von Klimamodellen beitragen.
Der Satellit trägt als einziges Instrument
einen aktiven Doppler-Windlidar (ALADIN).
ADM-Aeolus wird sich in 408 km Höhe auf einer sonnensynchronen
Umlaufbahn mit 96,99° Neigung befinden. Der Wiederholzyklus
wird 7 Tage betragen.
Der ADM-Aeolus-Satellit
Quelle: http://www.esa.int/export/esaLP/ESAES62VMOC_aeolus_0.html |
Weitere Informationen:
s. ADM-Aeolus
Syn. Höhenwetterkunde; sie erforscht die freie Atmosphäre
mit physikalischen Methoden und technischen Hilfsmitteln. Wetterballone
mit Radiosonden tragen die Messinstrumente
in die Atmosphäre, ein mitgeführter Sender überträgt laufend
die Messdaten zur Erde. Aerologische Aufstiege mittels Radiosonden werden in
der Regel zweimal täglich durchgeführt und messen Luftdruck, Temperatur,
Feuchtigkeit und Wind bis in durchschnittlich 30 km Höhe. Meist werden
noch zwei weitere Aufstiege ohne Messgeräte durchgeführt, die nur
Winddaten (aus der Radarpeilung) liefern. Weltweit gibt es ca. 500 aerologische
Aufstiegsstationen.
Diese besonders für die Luftfahrt wichtigen Daten werden durch Fernmessungen
von Wettersatelliten aus ergänzt.
Der Zustand der freien Atmosphäre kann auch vom Erdboden aus mittels Windprofilern
gemessen werden.
Eine Fläche konstanten Potentials, das heißt konstanter potentieller Energie in einem Potentialfeld. Diese Fläche steht stets senkrecht zu den Feldlinien.
Beim Schwerepotential ist die Äquipotentialfläche eine Fläche, deren Punkte alle dasselbe Schwerepotential haben. Die Schwerebeschleunigung ist der Gradient (der Anstieg) des Schwerepotentials. Daher ist auf einer Äquipotentialfläche der Schwere die Schwerebeschleunigung nicht konstant. An den Polen ist die Schwerebeschleunigung größer als am Äquator. Manche Höhensysteme verwenden diese Potentialflächen der Erde zur Höhendefinition. Das Geoid ist eine Äquipotentialfläche des Schwerefelds der Erde (Geopotential).
Verfahren der Fernerkundung aus geringer Flughöhe für geophysikalische Zwecke. Der Begriff fasst alle geophysikalischen Methoden zusammen, die auf Flächenflugzeugen, Hubschraubern, Luftschiffen oder Ballonen eingesetzt werden. Dabei überstreicht das geophysikalische Anwendungsspektrum ein weites Feld. Zu den ersten Methoden, die auf Flugzeugen eingesetzt wurden, zählt die Aeromagnetometrie (oft verkürzt als Aeromagnetik bezeichnet). Damit lässt sich über verschiedene Reduktionen und Korrekturen zum Beispiel das magnetische Feld der Erdkruste bestimmen.
Artverwandt damit sind die Aeroelektromagnetik-Verfahren, die sowohl auf Flächenflugzeugen wie auf Hubschraubern eingesetzt werden können. Sie dienen dazu, Leitfähigkeitsstrukturen in den obersten Schichten der Erde zu kartieren. Daraus kann unter anderem abgeleitet werden, ob dort wasserführende Schichten, Kohleflöze, Salzstöcke und dergleichen vorhanden sind. Daneben wurden speziell verschiedene Aeroradar-Verfahren entwickelt, die zum Beispiel Eisdicken und die innere Schichtung des Eises vermessen oder die obersten Bodenschichtungen erkunden können.
In den letzten Jahren sind besonders große Entwicklungssprünge in der Aerogravimetrie zu verzeichnen. Mit dieser Methode können Schwerefeldanomalien in der Erdkruste ermittelt werden, die Aufschluss über ihren inneren Aufbau geben. Zusätzlich kann von Flugzeugen aus mittels der Aeroradiometrie in bodennahen Flügen das Spektrum und die Intensität der natürlichen Strahlung aus dem Boden erfasst werden.
Weitere Informationen: Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Passive gravimetrische Erkundung aus der Luft mit hypersensitiven Federwaagen zur Entdeckung von Anomalien des Erdschwerefeldes, die auf Salzdome, Intrusionen, Erzlager usw. hinweisen können.
Weitere Informationen: Geoforschungszentrum Potsdam, Projektbereich 1.3
Passive magnetometrische Erkundung aus der Luft durch Interaktionen des geomagnetischen Feldes mit einer protonenreichen Flüssigkeit zur Exploration von Erzlagerstätten.
Bei der Aerophotogrammetrie werden - im Gegensatz zur terrestrischen Photogrammetrie - Luftbilder ausgewertet. Normalerweise ist es nicht möglich während des Bildfluges die Parameter der äußeren Orientierung mit ausreichender Genauigkeit zu bestimmen, d.h. sie müssen hinterher mithilfe von Passpunkten indirekt bestimmt werden.
Eine Suspension aus einem Gas (üblicherweise Luft) und festen oder flüssigen Teilchen im Grössenbereich zwischen 10-4 µm und 10 µm. Wolkentröpfchen, Eiskristalle oder fallende Niederschläge zählen nicht zu den Aerosolen. Aerosole können auf direktem Wege in die Atmosphäre gelangen (Industrielle Partikelemission, Winderosion, Vulkanausbrüche u.a.) oder aus der Umwandlung von Gaspartikeln entstehen. Rauch und sehr feiner Staub besteht aus festen in Luft suspendierten Teilchen.
Aerosolgehalt nach TOMS-Messungen
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Aerosolgehalt nach AVHRR-Messungen
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Die TOMS-Daten links zeigen den Aerosolgehalt über Land und Ozeanen, die AVHRR-Daten den Aerosolgehalt über den Ozeanen. Gebiete mit hoher Konzentration erscheinen rot. Auffällig sind die Aerosolwolken westlich Afrikas, sowie jene über und südlich der Arabischen Halbinsel. Quelle: http://terra.nasa.gov/Brochure/Sect_2-1.html |
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Die Bedeutung von Aerosolen ergibt sich daraus, dass sie
Aerosole spielen eine wesentliche Rolle in der Strahlungsbilanz der Atmosphäre, da die optischen Eigenschaften Albedo und Durchlässigkeit beeinflusst werden. Aerosole können an ihrer Oberfläche aber auch durch sogenannte heterogene chemische Reaktionen die Chemie der Atmosphäre beeinflussen.
Weitere Informationen: Aerosols: More Than Meets the Eye (NASA)
Engl. Akronym für Atmospheric Infrared Sounder; sondierender Sensor an Bord von Aqua zur Erstellung von Temperaturprofilen und zur Messung von flüssigem und gasförmigem Wasser in der Atmosphäre.
3D-Struktur des Hurricane Isabel
Quelle: http://earthobservatory.nasa.gov/Newsroom/NewImages/images.php3?img_id=16323 |
Die 3D-Struktur von Isabel wurde mit Hilfe von AIRS-Daten visualisiert. Die thermische Struktur des Tropi-schen Wirbelsturms wird durch drei Flächen gleicher Temperatur (isotherme Flächen) veranschaulicht. Die Temperatur jeder Fläche wird durch ihre Farbe repräsentiert: Rot als wärmste Temperatur mit 17 °C, orange im Gefrierbereich mit 0 °C und gelb für die kältesten Temperaturen mit -23 °C. Die drei Ebenen weißen als markanteste Erscheinung einen Buckel auf, der der aufsteigenden Luft innerhalb der Gewitter von Isabel entspricht. |
Weitere Informationen:
Künstlicher Satellit mit Sendevorrichtungen für Licht oder eine andere, für Zwecke der Satellitengeodäsie geeignete elektromagnetische Strahlung.
Ein Fernerkundungssystem, das seine eigene elektromagnetische Strahlung aussendet, um eine Objekt aufzuspüren, um ein Gebiet zu beobachten oder die Atmosphäre zu untersuchen. Das Signal wird am beobachteten Objekt bzw. in der Atmosphäre verändert, und das System empfängt die von dort reflektierte Strahlung. Aus dem Unterschied zwischen gesendetem und empfangenem Signal können geophysikalische Größen abgeleitet werden. Radar- und Lidarsysteme sind aktive Systeme.
Aktive Fernerkundungsverfahren unterscheiden sich in der Aufnahmetechnik sowie in der Geometrie und im Informationsgehalt des von ihnen gelieferten Bildes . Bei aktiven Fernerkundungsverfahren wird die Intensität der zurückgestreuten elektromagnetischen Strahlung zu deren Erkennung und Unterscheidung gemessen. Hierbei wird das zu erkundende Objekt oder die Oberfläche von einem Sender aus mit Mikrowellen oder Strahlung anderer Wellenlängenbereiche bestrahlt und deren Rückstreuung über eine Antenne empfangen. Die Strahlungsbedingungen sind gut definiert und reproduzierbar. Es können auch Wellenlängenbereiche genutzt werden, die in der Solarstrahlung nur geringe Intensitäten haben (z.B. Mikrowellenbereich). Aktive Fernerkundungsverfahren operieren im Gegensatz zu passiven (Fernerkundungs)Systemen unabhängig von den natürlichen Bestrahlungsverhältnissen und sind zum größten Teil wetterunabhängig und daher besonders für die Anwendung in tropischen Bereichen geeignet. Aktive Fernerkundungsverfahren können flugzeug- und satellitengetragen operieren. Häufige Anwendungsgebiete sind z.B. Ozeanographie (Wellenmuster, Meereisbedeckung, Ölverschmutzungen), Glaziologie, Geologie (Tektonik), Hydrologie (Bodenfeuchte, Hochwasser, Schneebedeckung) und die Meteorologie. Für Landnutzungs- und Vegetationsklassifikationen gewinnen sie vor allem in Gebieten mit hoher Bewölkung an Bedeutung. In jüngerer Zeit werden neben den Radarsystemen vor allem Lasersysteme zur Erzeugung hochauflösender digitaler Geländemodelle immer wichtiger.
Alternative Bezeichnung für Radarsystem.
Für Schallwellen empfindlicher Sensor, z.B. Sonar zur Ermittlung der Meeresbodengestalt oder akustische Impedanz-Messverfahren zum Aufspüren von Chemikalien am Meeresboden.
Engl. Akronym für Atmospheric Laser Doppler Lidar Instrument; Bezeichnung für das für direkte Windmessungen ausgelegte Lidar an Bord von ADM-Aeolus . Zusätzlich kann es Informationen über die Höhe von Wolkenobergrenzen, die vertikale Wolkenverteilung, Aerosoleigen-schaften und Windvariabilität liefern.
Generell die Bezeichnung für das Reflexionsvermögen eines Körpers. Sie beschreibt den prozentualen Anteil an diffus reflektierter Strahlung beim Auftreffen auf eine nicht selbst leuchtende und nicht spiegelnde Fläche. Häufig werden auch Werte zwischen 0 und 1 verwendet. Ein Wert von 0 bedeutet keine Rückstrahlung, 1 perfekte Rückstrahlung.
Die durchschnittliche planetarische Albedo der Erde liegt bei ca. 0,31, was bedeutet, dass ungefähr 31 % des einkommenden Sonnenlichts in das Weltall zurückgestrahlt wird.
Die Albedo ist abhängig von der Art und Beschaffenheit der bestrahlten Fläche sowie vom Spektralbereich der eintreffenden Strahlung. Insbesondere unterscheidet sich die Albedo einer Oberfläche für kurz- und langwellige Strahlung erheblich.
| kurzwellige Albedo | langwellige Albedo | ||
|---|---|---|---|
| Neuschnee | 70-95 % | Sand | 10 % |
| tiefes Wasser bei tiefstehender Sonne | 80 % | Wolken | 10 % |
| Dünensand | 30-60 % | Ackerboden, brach | 8 % |
| Ackerboden, brach | 7-17 % | Wasser | 4 % |
| Tropischer Regenwald | 10-12 % | Rasen | 1,5 % |
| Laubwald | 15-20 % | Schnee | 0,5 % |
| landwirtschaftliche Kulturen | 15-25 % | ||
| tiefes Wasser bei hochstehender Sonne | 3-10 % | ||
Der Begriff Albedo wird i.a. für einen breiten Wellenlängenbereich verwendet,
während der Begriff Reflektivität für monochromatische Strahlung bevorzugt
wird. Albedo wird in verschiedenen Zusammenhängen mit unterschiedlichen Bedeutungen
verwendet:
In der Fernerkundung wird mit dem Begriff Albedo
meist das Reflexionsvermögen der Erdoberfläche bzw. einer bestimmten Oberfläche
beschrieben. In diesem Zusammenhang wird oft von spektraler Albedo gesprochen,
wenn Werte für unterschiedliche Wellenlängen bekannt sind. Albedo bezeichnet oft
aber auch das Reflexionsvermögen des Systems Erde/Atmosphäre (oder eines anderen
nicht selbst leuchtenden Himmelskörpers) als Ganzes.
Der neue MODIS-Sensor an Bord des Satelliten Terra sammelt die detailliertesten und genauesten Messungen, die jemals zu den weltweiten Albedowerten gemacht wurden. Der MODIS hilft den Wissenschaftlern beim Verständnis des Einflusses unterschiedlicher Oberflächen-beschaffenheit auf einerseits kurzfristige Wettermuster und andererseits auf langfristige Klimatrends.
Darstellung der globalen Albedo mit Hilfe des MODIS-Sensors
Die Farben heben die Albedo über den Landflächen hervor. Auf einer Skala von 0 bis 0,4 stehen die roten Flächen für die reflexionsstärksten Gebiete; gelb und grün sind mittlere Werte; blau und violett symbolisieren relativ dunkle Oberflächen. Weiß repräsentiert Gebiete, für die keine Daten verfügbar sind. Für die Ozeanflächen wurden keine Albedowerte erhoben. Das Bild ist eine Kompositdarstellung mit den Werten einer 16-Tage-Periode (7.-22.4.2002) Quelle: http://visibleearth.nasa.gov/view_rec.php?vev1id=17910 |
Genau festgelegtes Ablaufschema für oft wiederkehrende Vorgänge, das nach einer endlichen Anzahl von Arbeitsschritten zu einem eindeutigen Ergebnis führt. Jeder Algorithmus zeichnet sich dadurch aus, dass er absolut reproduzierbar ist. Das bedeutet, unter immer gleichen Voraussetzungen bzw. Eingangsbedingungen muss ein bestimmter Algorithmus stets dasselbe Ergebnis liefern. In der Mathematik treten Algorithmen häufig als sehr leistungsfähige Hilfsmittel zur Lösung komplizierter Probleme auf.
Algorithmen sind grundlegende Elemente im Bereich der Computer. Jedes Computerprogramm enthält aufgrund der Definition des Begriffs Programm mindestens einen Algorithmus. Es lassen sich allerdings innerhalb eines Programms beliebig viele Algorithmen miteinander verknüpfen und ineinander verschachteln. Dabei kann zuletzt das Programm als funktionale Einheit durchaus als ein Algorithmus bezeichnet werden, selbst wenn mehrere einzelne Algorithmen als Untergruppen enthalten sind. Über Algorithmen bzw. Programme lassen sich Vorgänge, die häufig und in immer gleicher Form oder einer bekannten Anzahl von Abwandlungen auftreten, zur Vereinfachung der Handhabung für den Anwender und damit zu dessen Vorteil automatisieren.
In der Fernerkundung helfen Algorithmen z.B. bei der Erstellung von atmosphärischen Temperatur- und Feuchteprofilen aus Datensätzen über Strahlungsbeobachtung, die mit Hilfe von sondierenden Satellitensensoren ermittelt wurden. So werden aus den Quelldaten niedrigerer Stufe Datenprodukte auf höherer Stufe.
Treppenförmige Strukturen, die z.B. durch Diskretisierung gegenüber dem Bildschirm-Koordinatensystem geneigter Geraden entstehen.
Sensor, der auch bei der Anwesenheit von Wolken und Niederschlag operieren kann.
Fernerkundungssysteme, die
ein zweidimensionales Bild des Bodens aufbauen, indem sie rechtwinklig zur Bewegungsrichtung
des Flugzeuges oder Satelliten scannen.
Dies wird erreicht durch die Verwendung einer linearen Anordnung vieler Detektoren
(CCDs), die jede Scanlinie zur selben Zeit aufnimmt.
Es ist auch bekannt als Pushbroom scanning. Die Sensoren an Bord von
SPOT arbeiten auf diese Weise. Der Begriff
wird gleichermaßen für optische, als auch für Radarsysteme verwendet.
Along-track Scanner können hohe spektrale
Auflösungen besitzen, in Abhängigkeit von der Anzahl der CCDs.
Jedes CCD kann in einem anderen Spektralband
sehen, folglich lässt sich durch die Erhöhung der Anzahl der Sensorelemente
die spektrale Auflösung erhöhen. Probleme können sich ergeben,
wenn jedes CCD kalibriert werden muss. Die Vorteile von CCDs liegen in ihrem
geringen Gewicht, ihrer starren Position, ihrem geringen Stromverbrauch, ihrer
Verlässlichkeit und langen Lebensdauer.
Along-Track Scanning
A: Along Track- oder Azimut-Dimension Quelle: http://www.ccrs.nrcan.gc.ca/ccrs/learn/terms/glossary/glossary_e.html |
Engl. Akronym für Advanced Land Observing Satellite, japanischer Erdbeobachtungssatellit als Nachfolger für JERS-1 mit im Januar 2006 vom Tanegashima Space Center im Süden Japans erfolgtem Start. ALOS befindet sich auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn mit 98,16° Neigung in 692 km Höhe. Die Umlaufdauer beträgt knapp 99 Minuten, der Wiederholzyklus 3 Tage.
Instrumente auf ALOS:
Aufgaben von ALOS:
Weitere Informationen:
Syn. Höhenmesser, Gerät zur Messung der Höhe über einer bestimmten Oberfläche. Mit Aneroidbarometern, deren Luftdruckskala in Längeneinheiten umbeziffert ist, kann die Höhe über einer Fläche konstanten Luftdrucks gemessen und direkt angegeben werden.
In Flugzeugen und auf Satelliten werden Altimeter eingesetzt, die nach dem Laser-, Lidar- und Radarprinzip arbeiten, um die Höhe über der physikalischen Erdoberfläche (Land, Meer, Eis) zu bestimmen. Bei Lidar- und Laseraltimetern werden stark gebündelte Lichtimpulse ausgesandt und die Laufzeit bis zum Empfang des reflektierten Impulses gemessen. Die halbe Laufzeit wird dann in Längeneinheiten konvertiert. Radaraltimeter arbeiten in der gleichen Weise, nutzen jedoch Mikrowellenfrequenzen (Satellitenaltimetrie).
Syn. Altimetriemission; Altimetrieprogramm mit Hilfe von Satelliten, die mit einem Altimeter ausgerüstet sind. Nach ersten Experimenten vom Raumlabor Skylab aus wurde die Satellitenaltimetrie durch GEOS-3, Seasat und Geosat zu einem operationellen Fernerkundungsverfahren mit einer Messgenauigkeit bis in den Subdezimeterbereich entwickelt. Mit ERS-1, ERS-2 und Topex/Poseidon konnte die Messgenauigkeit schließlich auf wenige cm verbessert werden. Eine entsprechend genaue Bahnbestimmung der Satelliten erfolgt durch Dopplerverfahren, Laser-Entfernungsmessungen oder moderne Mikrowellensysteme wie DORIS oder GPS. Radiometer an Bord der Satelliten liefern Abschätzungen der troposphärischen Laufzeitkorrektur. Das Topex-Altimeter arbeitet erstmals mit zwei Frequenzen, um die ionosphärische Laufzeitkorrektur in situ abzuschätzen. Die räumliche Auflösung von Altimetermissionen wird durch den Abstand benachbarter Bahnspuren bestimmt. Die zeitliche Auflösung ergibt sich aus dem Wiederholzyklus, d.h. einer festgelegten Anzahl von Tagen, nach denen die Bahnspur erneut überflogen wird. Die Bahnmechanik eines Satelliten schließt hohe räumliche Auflösung und hohe zeitliche Auflösung gegenseitig aus.
Durch den simultanen Betrieb von ERS-1 (später ERS-2) und Topex/Poseidon konnten Synergien genutzt werden und der Meeresspiegel und seine Variabilität mit einer Genauigkeit von wenigen cm bei sehr hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung überwacht werden. Spezielle, sogenannte "geodätische" Missionsphasen von Geosat und ERS-1 mit sehr geringem Abstand der Bahnspuren erlaubten eine präzise Kartierung des mittleren Meerespiegels, die Ableitung von hochauflösenden Schwereanomalien und die Entdeckung bisher unbekannter Strukturen des Meeresbodens. Die Satellitenaltimetrie hat zu erheblichen Fortschritten in Geodäsie, Ozeanographie und Geophysik geführt. Nachfolgeemissionen, wie z.B. GFO (Geosat Follow-On), Envisat (Nachfolge von ERS-1/2) und Jason (Nachfolge von Topex/Poseidon), sichern eine Fernerkundung des Meeresspiegels durch Satellitenaltimetrie.
Technik zur Bestimmung von Höhen über einer bestimmten Oberfläche meist der physikalischen Erdoberfläche. Entsprechende Altimeter werden in Flugzeugen oder auf Satelliten eingesetzt. Bei kleinräumigen Anwendungen und stark wechselnder Topographie werden Höhenprofile vor allem mit flugzeuggestützten Laseraltimetern ermittelt. Großräumige bis globale Bestimmung der Höhen über dem Meeresspiegel setzt satellitengestützte Radaraltimetrie ein. Sie misst die Zeit, die ein Radarstrahl benötigt, um die Strecke von der Satellitenantenne zur Erdoberfläche und zurück zum Empfangsmodul des Satelliten zurückzulegen. Kombiniert mit genauen Positionsdaten liefert Altimetrie beispielsweise Angaben zur Höhe des Meeresspiegels, über die signifikante Wellenhöhe und den Betrag der Windgeschwindigkeit.
Prinzip der Radaraltimetrie
Zu vertiefender Erläuterung (engl.) hier klicken Quelle: http://www-aviso.cls.fr/images/alti/methode_uk.jpg |
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Active Microwave Instrument; aktiver C-Band-Radarsensor auf den Erderkundungssatelliten ERS-1 und ERS-2. AMI kann in mehreren Modi betrieben werden: als Scatterometer zur Messung von Windfeldern, im Wave-Mode zur Messung der Wellenhöhe auf der Meeresoberfläche und als abbildender SAR-Sensor mit einer räumlichen Auflösung von etwa 30 m.
| AMI Quicklook des Raums Bonn
Quelle: http://www.dfd.dlr.de/.../ami.htm |
Multitemporales ERS-1/ERS-2 Bild des Golf von Gaeta (Italien) Gut zu erkennen ist in der Bildmitte
Quelle: http://www.dfd.dlr.de/education/glossar/ami.htm |
Bandbreiten von Sensoren verschiedener Missionen
Quelle: http://www.dfd.dlr.de/education/glossar/ami.htm |
Zum Vergrößern Bilder anklicken! |
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Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International macht sich die neueste Satellitentechnik zunutze, um gegen den Genozid in der sudanesischen Krisenregion Darfur vorzugehen. Auf die Internetseite "eyesondarfur.org" werden aktuelle Satellitenaufnahmen eingestellt. Internetnutzer werden aufgerufen, ein Auge auf die Vorgänge in der Konfliktregion zu haben. Ziel ist es, den Druck auf die Regierung in Khartum zu erhöhen, damit eine Blauhelmtruppe in der Unruheregion stationiert werden kann.
Das Projekt ist das erste überhaupt, in dem Menschenrechtsgruppen Satellitenbilder zum Schutz bedrohter Völker einsetzen. So werden die Bilder der zwölf besonders gefährdeten Dörfer ständig aktualisiert. Zudem zeigt die Internetseite auch Archivbilder aus den zurückliegenden Jahren, die die Zerstörung und Vertreibung der schwarzafrikanischen Bevölkerung dokumentieren.
Die Aufnahmen auf der Webseite stammen von kommerziellen Satelliten. Unterstützt wird das Projekt von Wissenschaftlern der American Association for the Advancement of Sciences (AAAS).
| Ligeidiba im April 2006 vor den Angriffen im Sommer 2006 | Ligeidiba im Januar 2007 nach den Angriffen im Sommer 2006 |
Für höhere Auflösung Bilder anklicken! |
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Weitere Informationen:
Maximale Auslenkung einer Welle aus der Ruhelage
Engl. Akronym für Advanced Microwave Scanning Radiometer; japanischer Sensor an Bord von ADEOS-II. Verschiedene geophysikalische Parameter, besonders solche mit Wasserbezug, können mit AMSR-Daten bestimmt werden. Zusätzlich zu bisher schon üblichen Parametern wie Wasserdampf, Niederschlag, Windgeschwindigkeit in Meeresoberflächennähe, treten Parameter, z.B. Meeresoberflächentemperatur, Bodenfeuchte, die man mit Hilfe neuer Frequenzkanäle ermitteln will.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Advanced Microwave Sounding Unit;
passive Mikrowellen-Sensoren in den Television Infrared Observation Satellites
(TIROS) der NOAA
und dem europäischen Meteorological Operational (MetOp)
Satellite.
AMSU-A misst die Strahlung einer Szene im Mikrowellenbereich. Die Daten
dieses Instruments werden in Kombination mit denen des High
Resolution Infrared Radiation Sounders verwendet, um globale Temperatur-
und Feuchtigkeitsprofile der Atmosphäre von der Erdoberfläche bis
zur oberen Stratosphäre (2 hP-Niveau, ca. 48 km) zu erstellen.
AMSU-B ist ausgelegt für die Erstellung von vertikalen Wasserdampfprofilen
von der Erdoberfläche bis in die Höhe des 200 hP-Niveau (ca. 12 km
Höhe).
Weitere Informationen:
Reliefartig erhabener, räumlicher Eindruck beim beidäugigenBetrachten eines Anaglyphenbildes.
Ein Stereobild, das aus zwei Halbbildern besteht, die in verschiedenen, optisch trennbaren Farben auf den gleichen Bildträger überlagert projiziert, gezeichnet, kopiert oder gedruckt sind. Die rechte Komponente wird z.B. in roter Farbe dargestellt und über die linke Komponente gelegt, die in einer anderen Farbe (üblicherweise hellgrün) angezeigt wird. Beim Betrachten mit einer ebenfalls farblich gefilterten und separierten Brille verschmelzen die beiden Bilder und geben somit einen Stereoeindruck wider. Dies kann sowohl analog mittels Bildern als auch digital am Bildschirm geschehen.
| Rot-Grün- und Rot-Blau-Brillen zur Betrachtung von Anaglyphendarstellungen ![]() ![]() |
| Pinnacles am Crater Lake (Rot-Grün-Brille verwenden)
Quelle:
http://www.swisseduc.ch/stromboli/perm/cl/pinnacles-de.html |
Anaglyphenbilder selbst herstellen:
Stereoskopie mit Hilfe eines Anaglyphenbildes und einer Farbfilterbrille (Anaglyphenbrille). Die Bildtrennung entsteht durch farbliche Ausfilterung spektraler Bereiche.
Sammelbegriff für alle photogrammetrischen Verfahren der optischen, geometrischen oder radiometrischen Umbildung, bei denen die Halbtöne des Bildes (meist) durchgehend erhalten bleiben, wie z.B. Kopie, Vergrößerung, Entzerrung, aber auch (bes. bei der Fernerkundung) zur Aufbereitung von Multispektralbild oder (additiven) Farbmischung mit Hilfe von Farbmischprojektoren.
Aufnahme- und Auswerteverfahren, welches durchweg die Bildinformation in photographischer Form enthält und mit analogen Mitteln (optisch, optisch-mechanisch, mechanisch) aus analogen Bildern eine Objektdarstellung, meist als graphisches Ergebnis, ermittelt.
Bild, bestehend aus einer orts- und wertkontinuierlichen, in physikalischen Größen definierten Bildfunktion (z.B. Grauwert im photographischen Bild). Ein farbiges, analoges Bild ist durch drei Bildfunktionen (z.B. für die Grundfarben Rot, Grün, Blau) beschrieben.
Auf dem Bildschirm wird dem menschlichen Auge eine Sequenz von Bildern so rasch zugeführt, dass eine kontinuierliche Bewegung vorgetäuscht wird.
Anlage zum Senden und Empfangen elektromagnetischer Wellen. Bei einem abbildenden Radar sendet sie die elektromagnetische Strahlung aus, die zur Abbildung dient, und empfängt die vom Gelände reflektierten Anteile.
Randglättungsverfahren zur Vermeidung treppenstufenartiger Versetzungen bei Linien (Aliasing) infolge der graphischen Ausgabe auf raster- bzw. pixelbasierten Ausgabegeräten. In Abhängigkeit von der Auflösung des jeweiligen Gerätes werden die genannten Verzerrungen bei der Darstellung von Kurven oder Schrägen erzeugt, da diese nicht exakt durch die entsprechenden Pixel abgebildet werden können. Mit Hilfe verschiedener Routinen können die Verzerrungsbereiche hinsichtlich Farbe, Kontrast und Helligkeit ausgeglichen werden.
Engl. Akronym für Absorbed Photosynthetically Active Radiation; Sonnenenergie im Bereich von 400 - 700 nm, die von der grünen Pflanzendecke durch photosynthetische Prozesse verbraucht wird.
Der Punkt seiner elliptischen Umlaufbahn, an dem ein Planet am weitesten von der Sonne entfernt ist. (Ggs.: Perihel)
Engl. apogee; auf einer elliptischen Umlaufbahn der Punkt, an dem ein Satellit am weitesten von der Erde entfernt ist. Zieht man von dieser Entfernung den Erdradius ab, so erhält man die Maximalhöhe der Satellitenbahn über der Erdoberfläche. (Ggs. Perigäum)
Apogäum und Perigäum eines Satellitenorbit
Quelle: http://www.mercat.com/QUEST/images/kepler2.gif |
Punkt auf dem elliptischen Orbit eines Raumschiffes, an dem dieses am weitesten von dem Körper entfernt ist, den es umläuft. Ist dieser Körper die Erde, wird der Begriff Apogäum verwendet, im Falle der Sonne der Begriff Aphel. (Ggs. Perizentrum)
Die zwei Punkt einer elliptischen Bahn, die am nächsten und am fernsten vom Schwerpunkt liegen. Die Verbindungslinie heisst Apsidenlinie. Die Apsiden der Erdbahn heissen Perihel (am nächsten bei der Sonne) und Aphel (sonnenfernster Punkt).
Im Rahmen von ESE und EOS
eingesetzter Satellit der NASA
zur Ermittlung von genauen ozeanographischen und atmosphärischen Messdaten mit
dem Ziel eines besseren Verständnisses des Erdklimas und seiner Änderungen.
Seine Sensoren messen während der auf 6 Jahre
angelegten Mission Bewölkung, Niederschlag, Lufttemperatur, Luftfeuchte, Schneebedeckung,
Meereseis und Meeresoberflächentemperatur.
Auf einer niedrigen, sonnensynchronen
Umlaufbahn (705 km) mit 98,2 Grad Neigung
überquert Aqua den Äquator jeden Tag zur selben Zeit. Die Umlaufzeit beträgt
98,8 Minuten, der Wiederholzyklus 16 Tage.
Aqua ist Teil des A-Trains.
Aqua trägt folgende Sensoren:
Aqua-Satellit
Quelle: http://eos-pm.gsfc.nasa.gov |
Weitere Informationen:
Speziell auf die Messung des oberflächennahen Salzgehaltes (Sea Surface
Salinity, SSS) der Weltmeere konzipierte Satellitenmission im
Rahmen von ESSP. Die Kenntnis der SSS und ihrer
Dynamik ist wesentlich für das Verständnis der Meeresströmungen
und der Austauschprozesse der Ozeane mit der Atmosphäre. Als Folge der
spärlichen in situ SSS-Beprobung der
Meere ist der wissenschaftliche Fortschritt eingeschränkt. Die globale
Sicht soll durch Aquarius ermöglicht werden. Aquarius wird die Prozesse
beobachten und modellieren, die Salinitätsschwankungen mit Veränderungen
der Ozeanzirkulation und des Klimas verbinden.
Für die hohen Breiten werden Informationen über mögliche Veränderungen
im Wärmetransport der Meeresströmungen erwartet, für die Tropen
Informationen über Vorgänge, die Monsune und El
Niño/Southern Oscillation beeinflussen können.
Aquarius trägt ein Radiometer und
ein Scatterometer. Die Bodenkalibrierung
erfolgt über in situ-Sensoren auf Bojen oder Schiffen.
Aquarius startet 2007 und wird für mindestens 3 Jahre im Orbit
verbleiben.
AQUARIUS (Skizze)
Quelle: http://essp.gsfc.nasa.gov/aquarius/index.htm |
Weitere Informationen: Aquarius - Startseite (NASA GSFC)
Kostenloses Programm der Fa. ESRI zur Darstellung, Abfrage und Auswertung von Geodaten.
Weitere Informationen und Download: ArcExplorer (ESRI)
Engl. Akronym für Array for Realtime Geostrophic Oceanography; internationales Programm zur Erforschung der Ozeane mit Hilfe von autonomen, profilierenden Tiefendriftkörpern. Bis zum Jahr 2005 sollen 3.000 dieser sog. Floats eingesetzt werden. Der Name ARGO wurde gewählt, um die enge Beziehung des globalen Tauchssondennetzes mit der Altimetermission Jason zu betonen.
Die schlanken, gelb lackierten Messsonden aus Aluminium sind i.d.R. 1,80 m
hoch und wiegen ca. 35 kg; an ihrer Spitze sitzt eine 50 cm lange Funkantenne.
Daneben birgt ein 30 cm langer rüsselförmiger Behälter das wichtigste
Bauteil mit den hoch empfindlichen Messgeräten. Die Floats verfügen
über keinen eigenen Antrieb, sondern treiben bis zu fünf Jahre lang
mit den Meeresströmungen.
Die Tauchtiefe wird reguliert über die Volumenänderung einer externen
Gummiblase. Die meiste Zeit bleiben die Sonden 1.000 Meter unter dem Wasserspiegel.
Einmal alle zehn Tage sinken sie computergesteuert auf 2.000 Meter ab. Von dort
unten steigen sie anschließend langsam auf und messen etwa alle 20 m die
Wassertemperatur und den Salzgehalt. Ehe die Messsonde von der Wasseroberfläche
(Verweildauer 4-8 h) wieder auf ihre Position in 1.000 Meter absinkt, funkt
sie die Daten an einen Satelliten (ARGOS-System).
ARGO Float (Aufriss)
![]() |
ARGO Float (Tauch-/Messzyklus)
Quelle (beide Grafiken): http://marweb.metri.re.kr/argo/survey.html |
In Kombination mit Peilungen der Telemetriesatelliten kann aus diesen Daten
ein dreidimensionales Bild der Strömungen errechnet werden.
Kurzfristig lassen sich die Strömungsdaten zur Erstellung von Seewetterberichten
nutzen, der Vorhersagen für ein bis zwei Monate ermöglicht. Schiffsführer
könnten danach die Route auswählen, auf der die Strömung optimal
zu nutzen ist. Auch die Stärke eines Hurrikans oder Taifuns lässt
sich so frühzeitig abschätzen.
Daneben ermöglichen die Floats auch mittel- und längerfristige Vorhersagen.
Die Daten werden in Ozeanmodelle und in gekoppelte Vorhersagemodelle integriert,
sie dienen der Datenassimilation
und dem Austesten von dynamischen Modellen.
Mittelfristig kann man z.B. anhand der Strömungsdaten aus dem südlichen
Atlantik feststellen, ob in Südafrika für das nächste Halbjahr
mit trockenerem oder feuchterem Wetter zu rechnen ist. Farmer haben so die Möglichkeit,
rechtzeitig die an die Witterung angepassten Pflanzen auszuwählen. Langfristig
ermöglichen die Meeresdaten Aussagen über die globale Erwärmung
oder Abkühlung der Ozeane und damit verbundene weltweite Klimaveränderungen.
ARGO schließt eine Lücke der Ozeanbeobachtung: Während seit einiger Zeit die Meeresoberfläche mit Satellitensystemen wie TOPEX/POSEIDON (Altimetrie) global und synoptisch beobachtet wird, fehlen flächendeckende Informationen über die Tiefen. Bisherige Beobachtungen waren punktuell bzw. folgten den Schiffsrouten.
Die Aussetzung von ARGO Floats begann im Jahr 2000. Das ARGO-Netz ist Bestandteil folgender internationaler Programme:
Das ARGO-Messnetz - Stand vom 7. September 2007
Quelle: http://www-argo.ucsd.edu/index.html |
Weitere Informationen: ARGO - Startseite
Satellitengestütztes System, um Position und Messdaten nicht ortsfester Objekte abzufragen. Beispielsweise erhalten Zugvögel kleine Sender, um ihre Flugrouten zu verfolgen. Das Rettungssystem COSPAS-SARSAT ist eine Spezialanwendung von Argos.
Die Transmitter (engl. platform transmitter terminals, PTT), senden eine Trägerfrequenz von 401,65 MHz, auf der sie eine Nachricht von 32 Bytes aufmodulieren. Die Übertragungszeit beträgt 360-920 ms, die Pausen zwischen der Wiederholung des Signals 45-200 s. Die Positionsermittlung erfolgt nach dem Dopplerverfahren. Satelliten empfangen das Signal und leiten es an eine Bodenstation weiter. Aus der Doppler-Frequenzverschiebung ergibt sich die Entfernung von der Signalquelle zum Satelliten. Der Empfang durch mehrere Satelliten und den Vergleich mit Höhenprofilen des Erdbodens führt zu einer eindeutigen Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit besser als 150 m.
Zur Zeit empfangen sechs NOAA-Satelliten die Argos-Signale. Die Satelliten umkreisen die Erde auf einer polaren Flugbahn in 850 km Höhe. Ihr Footprint (dt. Fußabdruck, erfasster Bereich auf dem Boden) hat einen Durchmesser von ca. 5.000 km. Sie überfliegen den Äquator ca. 6–7 Mal am Tag, die Polarregion ca. 14 Mal, so dass eine Ortung spätestens nach vier Stunden erfolgt.
Die NOAA (USA), NASA (USA) und CNES nahmen Argos 1978 gemeinsam in Betrieb. Betreiber des Hauptkontrollzentrums in Toulouse ist CLS unter Beteiligung von CNES, das zweite Kontrollzentrum befindet sich in Largo, Maryland (USA). Neben den drei Hauptempfangsstationen – Wallops Island (Virginia, USA), Fairbanks (Alaska, USA) und Lannion (Frankreich) – unterhält Argos mehr als zehn regionale Zentren, verteilt auf allen Kontinenten.
EUMETSAT stattete den Satelliten Metop-A mit Argos-Transpondern der dritten Generation aus. Sie erhöhen die Signalempfindlichkeit um ca. 3dB, die Datenübertragungsrate auf 4,8 kbps, die Bandbreite von 80 kHz auf 110 kHz und erlauben, nicht nur Daten von den PTT zu empfangen, sondern auch dorthin zu übertragen. Bereits der japanische Satellit ADEOS-II verfügte über diese Möglichkeiten bis zu seinem Ausfall im Oktober 2003.
Während bei den GNSS-Systemen wie GPS der Empfänger auf der Erde seine Position aus der Beobachtung der Satelliten berechnet, ist der Weg bei der Dopplermethode umgekehrt. Ein kleiner Sender schickt ein Signal zu Satelliten, die daraus seine Position bestimmen und über ein Kommunikationsnetz (Telefon, Internet) an mögliche Empfänger weiterleitet. Die Methode erlaubt den Bau kleiner preiswerter Sender. Sie wiegen weniger als 20 g und haben eine Betriebsdauer von einem Jahr und mehr. Für viele Anwendungen ist die Ortsauflösung von weniger als 200 m ausreichend. Auch ist die Kapazität, anders als bei GNSS, begrenzt.
Die Wanderungen von Zugvögeln, Tierherden oder Wassertieren lassen sich verfolgen, genauso wie die Bewegungen von Schiffen oder auch einzelnen Containern. Bojen geben Auskunft über die Oberflächenströmungen der Meere und teilen ortsaufgelöst Wetterdaten wie Temperatur oder Windgeschwindigkeit mit.
PTT, deren Positionen auf der Erde exakt ausgemessen wurden, dienen als Referenzstationen zur Bahnbestimmung der Satelliten. Das System DORIS misst die Flughöhe des Satelliten mit einem Fehler von weniger als 1 cm.
Weitere Informationen: ARGOS System (CLS America)
Engl. Akronym für Remote Data Collection System (Argos: im griech. Mythos ein vieläugiger Riese); Telemetrie-Kommunikationspaket zur Weiterleitung der Daten von Messbojen und anderen weit verteilten automatischen Messeinrichtungen. Das ARGOS-DCS an Bord der polarumlaufenden NOAA-Satelliten kann zusätzlich die Position mobiler Messplattformen orten. Auch die geostationären Satelliten (METEOSAT, GOES) haben ein DCS an Bord, im Falle METEOSATs entfällt jedoch der Zusatz ARGOS.
Weitere Informationen: ARGOS (NOAA NESDIS)
Baureihe von Raketen der ESA, die im Rahmen der europäischen Raumfahrt zum Transport von Nutzlasten eingesetzt werden. Abschussbasis ist der Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana).
Ariane Entwicklungsreihe
Quelle: http://asimov.esrin.esa.it/export/esaCP/index.html |
Weitere Informationen:
Arianespace mit Hauptsitz in Courcouronnes (südl. Paris) wurde 1980 als erstes kommerzielles Raumtransportunternehmen gegründet und ist derzeit für Bau, Betrieb und Vermarktung der europäischen Trägerrakete Ariane 5 zuständig. Ihre Startbasis ist der europäische Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana. Künftig übernimmt Arianespace auch Betrieb und Vermarktung der von Kourou aus startenden Sojus- und Vega-Trägerraketen. Haupt-Anteilseigner von Arianespace ist der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS, der etwa 28 % des Unternehmens hält.
| Länder | Anteilseigner | Kapitalanteil |
|---|---|---|
| Deutschland | EADS SPACE TRANSPORTATION Gmbh | 10,87 % |
| Deutschland | MAN TECHNOLOGIE AG | 7,75 % |
| Belgien | S.A.B.C.A. | 2,54 % |
| Belgien | ALCATEL ETCA SA | 0,31 % |
| Belgien | TECHSPACE AERO SA | 0,30 % |
| Dänemark | CHRISTIAN ROVSING A/S | nicht signifikant |
| Spanien | EADS CASA | 1,91 % |
| Spanien | SENER GRUPO DE INGENIERIA SA | nicht signifikant |
| Spanien | CRISA | 0,10 % |
| Frankreich | C.N.E.S. | 32,53 % |
| Frankreich | EADS SPACE TRANSPORTATION SA | 15,81 % |
| Frankreich | SNECMA | 9,91 % |
| Frankreich | L'AIR LIQUIDE | 1,77 % |
| Frankreich | CLEMESSY | 0,10 % |
| Frankreich | CIE DEUTSCH | nicht signifikant |
| Italien | AVIO SPA | 7,87 % |
| Italien | ALENIA SPAZIO SPA | 1,49 % |
| Norwegen | KONGSBERG GRUPPEN ASA | 0,10 % |
| Niederlande | DUTCH SPACE | 1,82 % |
| Schweden | VOLVO AERO CORPORATION | 1,53 % |
| Schweden | SAAB ERICSSON SPACE AB | 0,77 % |
| Schweiz | CONTRAVES SPACE AG | 2,41 % |
| Schweiz | RUAG AEROSPACE | 0,10 % |
| Quelle: http://www.arianespace.com/site/about/shareholders_sub_index.html | ||
Arianespace ist Marktführer für den Transport von Satelliten auf geostationäre Umlaufbahnen. Insgesamt transportierte die Gesellschaft über 260 Satelliten ins All (Stand 1/2006).
Mit dem letzten Start der äußerst zuverlässigen Ariane 4 endete am 15. Februar 2003 vorerst der Siegeszug der europäischen Trägerraketen. Die Nachfolgerin Ariane 5 hat nach mehreren Fehlstarts Probleme, ähnliches Vertrauen bei den Kunden zu gewinnen, wie dies mit der Ariane 4 gelang.
Aus diesem Grund wird in näherer Zukunft das Angebot an Trägerraketen erweitert. Zum einen soll die Rakete Vega Nutzlasten bis 1,5 Tonnen in erdnahe Orbits transportieren können und damit den Satellitenmarkt der kleinen Satelliten abdecken. Zum anderen wird das Trägerangebot zusätzlich um die russische Sojus-Rakete erweitert die ca. 3,5 Tonnen von Kourou aus in den Geotransfer-Orbit transportieren kann. Diese soll damit primär den Markt der mittelgroßen Nutzlasten abdecken, der bis zum Jahr 2003 äußerst erfolgreich von der Ariane 4 mitbesetzt wurde. Die Sojus wird in einer neuen Version ab 2008 unbemannt von Kourou aus starten. Bisher startete die Sojus nur von russischen Weltraumbahnhöfen aus.
| Aktuelle und künftige Trägersysteme von Arianespace | ||
Ariane 5 - Flug 155 beim Start
Quelle: http://docs.arianespace.com/image_library/ images_sub_index.html |
Sojus - Start der Starsem
Quelle: http://66.33.199.225/image_library/ images_sub_index.html |
Vega - Grafische Darstellung vom Aufstieg der neuen Trägerrakete für kleinere Lasten
Quelle: http://66.33.199.225/image_library/ images_sub_index.html |
Weitere Informationen: Arianespace
Engl. Akronym für Advanced Synthetic Aperture Radar; ASAR ist ein fortschrittlicher aktiver C-Band Radarsensor (5.331 GHz) auf dem Satelliten ENVISAT. ASAR setzt die mit AMI auf den ERS-Satelliten begonnene Serie abbildender Radargeräte fort. Im Gegensatz zu AMI ermöglicht ASAR durch seine aktive Antenne elektronische Strahlschwenkung und sehr grosse beobachtbare Streifenbreiten von bis zu 400 km mit einer räumlichen Auflösung von 30 bis 100 m. Damit ist ASAR sowohl für lokale als auch globale Beobachtung geeignet. Zusätzlich kann (nahezu) simultan in vertikaler und horizontaler Polarisation beobachtet werden. Hauptsächliche Beobachtungsziele sind u.a. Ozeanwellen (Charakteristika), Meereseis und dessen Ausbreitung, Meeresverschmutzung durch Öl, Schnee- und Eisbedeckung, Oberflächentopographie, Landbedeckung (Klassifikation) und deren Entwicklung.
Weitere Informationen: ESA Missions - Earth Observation: ENVISAT Instruments
Engl. Akronym für Advanced Scatterometer; Bezeichnung für das Windscatterometer auf METOP. Es dient der Vermessung der Windfelder an der Meeresoberfläche.
Engl. Akronym für Atmospheric Science Data Center; am Langley Research Center in Hampton, Virginia angesiedeltes Datenzentrum für Atmosphärenwissenschaften mit der Aufgabe, Daten von NASA-Satelliten zu verarbeiten, archivieren und zu verteilen. Die Daten beziehen sich auf Wolken, Aerosole, den Strahlungshaushalt und die Troposphärenchemie.
Weitere Informationen: Atmospheric Science Data Center (NASA)
Ital. Akronym für Agenzia Spaziale Italiana, italienische Raumfahrtagentur; z.Z. (10/2005) keine englische Version.
Weitere Informationen: ASI - Homepage
Engl. Akronym für Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer; ASTER ist ein in Japan gebautes Instrument zur bildhaften Darstellung von Landoberflächentemperatur, Orographie, Emissionsvermögen und Reflektionsverhalten. ASTER ist auf dem amerikanischen Terra-Satelliten, als einem Teil des Erdbeobachtungssystems (EOS) der NASA installiert. Das Instrument zeichnet hochaufgelöste Bilddaten in 14 Kanälen auf, sowie schwarz-weiße Stereobilder. Die drei Subsysteme von ASTER arbeiten im Multispektralbereich mit Auflösungen von 15, 30 und 90 m.
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Diese nordgerichtete 3-D-Ansicht vom Tal des Todes (Kal.) wurde erzeugt, indem man eine Nachtaufnahme mit Aster-Daten aus dem thermischen Infrarot über topographische Grunddaten des US Geological Survey legte. Die Asterdaten wurden am 7. April 2000 mit den multispektralen Kanälen aufgenommen. Sie decken eine Fläche von 60 x 80 km ab. Die Bänder 13, 12 und 10 sind rot, bzw. grün und blau dargestellt.
Die Daten wurden digital bearbeitet, um die Unterschiede der Oberflächenmaterialien
stärker zu betonen. Salzablagerungen (Karbonate, Sulfate, Chloride)
im Talboden erscheinen in Variationen von gelb, grün, purpur und
rosa. |
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Diese Aster-Bilder stellen jeweils eine Fläche von 6 x 9 km in Railroad Valley, NV, dar. Sie wurden am 17. August 2001 aufgenommen. Das obere Bild zeigt Felder mit Karusellbewässerung und gesunder, in Rot dargestellter Vegetation. Das mittlere Bild beinhaltet den Normalized Difference Vegetation Index
(NDVI), ein Maß für die Intensität
der Vegetation. Das untere Bild wurde mit dem thermischen Infrarot-Kanal erzeugt, wobei die wärmeren Farben weiß, die kälteren schwarz erscheinen. Im Thermalbild erscheinen die nördlichsten und die westlichsten Felder deutlich kälter in ihren norwestlichen Bereichen, obwohl in den Bildern aus dem sichtbaren Bereich und des NDVI erkennbar sind. Dies kann auf das Vorhandensein von überschüssigem Wasser zurückzuführen sein, was Ernteschäden bedingen kann. Die Kombination von Informationen aus unterschiedlichen Bändern ist ein wichtiges Hilfsmittel zur Erkennung von Bestandsschäden und für die eventuelle Einleitung von Pflegemaßnahmen. Quelle: http://asterweb.jpl.nasa.gov/gallery-detail.asp?name=RV |
Weitere Informationen:
s. EADS Astrium
Engl. Akronym für Atmospheric Lidar; ein Rückstreulidar für EarthCARE, eine in Entwicklung befindliche meteorologische Mission von ESA und NASDA. Der vom Lidar in die Atmosphäre gesandte Laserstrahl wird von den dort vorhandenen Molekülen und Partikeln rückgestreut. Das zurückkehrende Licht wird von einem opto-elektronischen Empfänger aufgenommen und in elektrische Signale umgewandelt, welche letzlich Informationen über Dichte und Verteilung der vorhandenen Atmosphärenbestandteile liefern.
Weitere Informationen:
ATLID: The Technology Development Programme for ESA’s Satellite-borne Atmospheric Lidar (ESTEC)
Engl. Akronym für Atmospheric Trace Molecules Observed by Spectroscopy; im Infrarotbereich arbeitendes Spektrometer zur Erkundung der chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre. Das Instrument wurde in den neunziger Jahren viermal im Space Shuttle eingesetzt.
Weitere Informationen: ATMOS (NASA JPL)
Die überwiegend gasförmige Hülle, von der die Erde sowie andere
Himmelskörper umgeben sind und die durch die Schwerkraft (Gravitation)
dieser Körper festgehalten wird.
Existenz und Beschaffenheit der Erdatmosphäre haben wesentliche Auswirkungen
auf die Fernerkundung. Die elektromagnetische
Strahlung, die in der Fernerkundung als Informationsträger dient, muß
auf ihrem Weg von der Strahlungsquelle zum Objekt
und vom Objekt zum Sensor die Atmosphäre
durchlaufen. Deshalb kommen für die Fernerkundung nur Wellenlängenbereiche
in Betracht, in denen die Atmosphäre für die elektromagnetische Strahlung
weitgehend durchlässig ist. Diese Spektralbereiche
werden gemeinhin als atmosphärische
Fenster bezeichnet.
Elektromagnetische Strahlung der Sonne unterliegt in der Atmosphäre teilweise einer Absorption und Streuung. Nur ein Teil erreicht die Geländeoberfläche als direkte Sonneneinstrahlung. Die in der Atmosphäre gestreute Strahlung pflanzt sich teilweise nach unten fort und bestrahlt als Himmelsstrahlung die Geländeoberfläche. Direkte Sonneneinstrahlung und Himmelsstrahlung werden zusammen Globalstrahlung genannt. Ein Teil der von der Sonne einfallenden Strahlung wird aber auch von der Atmosphäre nach oben in Richtung zum Sensor hin gestreut und überlagert sich als Luftlicht der von der Geländeoberfläche reflektierten Strahlung und verringert dadurch den Kontrast der Fernerkundungsbilder. Zum Beispiel wird durch Dunst oft der Kontrast von Fernerkundungsdaten beeinträchtigt.
Die Phänomene Streuung und Absorption werden durch die Atmosphärenbestandteile verursacht. Die Dichte der Atmosphäre nimmt mit der Höhe ab. Der Einfluß der absorbierenden Moleküle in der Atmosphäre ist deshalb höhenabhängig.
Die Streumechanismen in der Atmosphäre sind untergliedert in:
In der Praxis kommt es zu einer kombinierten Wirkung aller Streumechanismen.
Weitere Informationen:
Beeinflussung des Fernerkundungssignals in der Atmosphäre durch Absorption und Streuung. Diese Prozesse wirken kontrastmindernd. Mit Hilfe der Atmosphärenkorrektur können diese Effekte reduziert werden.
Die Extinktion der Strahlung (Absorption und Streuung) von Sonne und Gestirnen beim Durchgang durch die Erdatmosphäre. Die abschwächende Wirkung der Extinktion ist um so stärker, je länger der Lichtweg durch die Atmosphäre ist, d.h. je tiefer das Objekt am Horizont steht. Die Streuung hängt von der Wellenlänge ab in der Weise, dass kurzwelligeres Licht stärker gebrochen wird. Darum erscheinen Objekte nahe am Horizont röter als hoch am Himmel (Sonnenunter- oder -aufgang, Mond dito).
Gezeiten der Atmosphäre, verursacht durch die primären gezeitenerzeugenden Massen von Sonne und Mond; bedeutsamer noch sind die von den Massenverlagerungen der Atmosphäre, z.B. durch thermische Ausdehnung, verursachten direkten und durch Auflasteffekte verursachten indirekten Gezeiteneffekte.
Engl. haze correction; die Entfernung von durch Streuung und Absorption in der Atmosphäre bedingten Einflüssen (atmospheric masking) aus dem gemessenen Fernerkundungssignal nach dessen Durchgang durch die Atmosphäre.
Um genaue Informationen über die Erdoberfläche zu erhalten und optische Fernerkundungsdaten überhaupt erst räumlich und zeitlich vergleichbar zu machen, muss der Einfluss der Atmosphäre korrigiert werden. Die Anwendung einer Atmosphärenkorrektur ist elementar, wenn bio- und geophysikalische Parameter wie Blattflächenindex, Anteil der photosynthetisch aktiven Strahlung, Landnutzung, Emissionsgrad oder Landoberflächentemperatur für die Modellierung und Analyse des Systems Geosphäre-Biosphäre-Atmosphäre operationell abgeleitet werden.
Korrekturmodelle gliedern sich in eine radiometrische Korrektur und einen atmosphärische
Einflüsse betreffenden Teil. Der Algorithmus zur atmosphärischen Korrektur
der auf den Detektor auftreffenden spektralen
Strahldichtewerte setzt die Kenntnis von meteorologischen Größen
aus Radiosondenaufstiegen, von horizontaler Sichtweite und optischer Tiefe voraus.
Im Zuge einer atmosphärischen Korrektur wird auf Pixelebene vom jeweiligen
Grauwert (digital number) ausgegangen,
in spektrale Strahldichtewerte und weiter in scheinbare Reflexionsgrade transformiert,
um dann mit Hilfe geeigneter Aerosol- und Atmosphärenmodelle letztendlich
atmosphärisch korrigierte Grauwerte bereitzustellen.
Vor allem für periodische Beobachtungen (Monitoring)
gleicher Gebiete und für die Mosaikierung verschiedener Satellitenbilddaten ist die Atmosphärenkorrektur von Bedeutung.
Weitere Informationen:
Der Verlust an elektromagnetische Energie beim Durchgang durch Partikel wie Ozon und Wasserdampf in der Atmosphäre infolge Speicherung in der Materie, Umwandlung in andere Energieformen z.B. in Wärme oder Streuung. Das Ausmaß des Verlustes wird von der Partikelgröße und der Wellenlänge der Energie kontrolliert.
Syn. planetare Grenzschicht, engl. boundary layer; der an
die Erdoberfläche grenzende, untere Teil der Atmosphäre.
Die vertikale Erstreckung beträgt, je nach Wind- und Temperaturverhältnissen,
zwischen 500 m und 2000 m. Die atmosphärische Grenzschicht ist gekennzeichnet
durch starke räumliche und zeitliche Änderungen der meteorologischen
Felder, ferner durch starke Vertikalgradienten in Wind-, Temperatur- und Feuchteprofilen
auf. Diese Änderungen sind am größten in der Nähe des Erdbodens
und an der Obergrenze der atmosphärischen Grenzschicht. Letztere wird durch
einen Temperatursprung (Inversion) und eine darüber liegenden stabilen
Temperaturschichtung gekennzeichnet.
In der atmosphärischen Grenzschicht finden alle Austauschvorgänge
zwischen der darüberliegenden freien Atmosphäre und der Erdoberfläche
statt. Dies betrifft z.B. den Energieaustausch zwischen solarer Einstrahlung,
langwelliger Ausstrahlung, fühlbarer Wärme und latenter Wärme
(Verdunstung) und den Impulsaustausch (Bodenreibung).
Prozess, bei dem die Ausbreitungsrichtung von elektromagnetischer Strahlung verändert wird. Er wird durch atmosphärische Gase (z.B. Ozon) und Aerosole hervorgerufen und steht in Abhängigkeit zur Wellenlänge der elektromagnetischen Strahlung. Die einfallende solare Strahlung wird auf ihrem Weg durch die Atmosphäre durch Streuungs- und zusätzlich durch Absorptionsprozesse entsprechend der Länge des optischen Weges geschwächt. Die atmosphärische Streuung variiert in den verschiedenen Spektralbereichen und steigt mit abnehmender Wellenlänge. Die Mie-Streuung und die Rayleigh-Streuung sind Formen der atmosphärischen Streuung. Die Atmosphärenkorrektur von Fernerkundungsdaten versucht den Einfluß der atmosphärischen Streuung zu eliminieren.
Spezielles mehrkanaliges Radiometer im Infrarot- und Mikrowellenbereich, das zur passiven Vertikalsondierung, d. h. zur Ableitung von vertikalen Temperatur- und Feuchteprofilen der Atmosphäre dient (z.B. ATOVS). Vom Prinzip her wird die Bandbreite der einzelnen Kanäle auf Absorptionsbanden und vertikale Konzentrationsmaxima von atmosphärischen Gasen und Wasserdampf abgestimmt, wodurch das emittierte bzw. reflektierte Signal je einem eng umgrenzten Höhenbereich zugeordnet werden kann.
Begriff zur Beschreibung eines Abschnittes des elektromagnetischen Spektrums, in dem Strahlung von der Atmosphäre nur schwach absorbiert wird. Innerhalb dieser Frequenzbänder sind Fernerkundungssensoren fähig, Daten über die Erdoberfläche zu erhalten. Die größten dieser Fenster befinden sich im Bereich des sichtbaren Lichts, in dem nur geringe Absorption stattfindet (z.B. durch Ozon) und im Bereich des reflektierten (auch nahen) Infrarots. Strahlen mit kürzeren Wellenlängen, wie das Ultraviolett und der Bereich der sehr kurzwelligen Röntgenstrahlen, werden von der Atmosphäre absorbiert und sind daher für die Fernerkundung weitgehend ungeeignet.
Ist die Sonne die wichtigste Quelle einkommender elektromagnetischer Strahlung, so sendet anderers