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Ein Frequenzbereich von 12,5 bis 8 GHz (2,4 bis 3,75 cm Wellenlänge) innerhalb des Mikrowellenanteils (Radar) des elektromagnetischen Spektrums. Das X-Band ist eine geeignete Frequenz für einige hochauflösenden Radaranwendungen. Im militärischen Bereich wird es zu Aufklärungs- und Überwachungsaufgaben eingesetzt. Mit X-Band ausgerüstete abbildende Radare werden gewöhnlich nicht durch atmosphärische Einflüsse beeinträchtigt und vermögen durch Wolken und leichte Schauer hindurchzusehen. Die Durchdringungsfähigkeit im Hinblick auf Vegetationsbedeckung und Böden ist gering und auf die oberste Schicht beschränkt. Navigation ist ein weiteres Einsatzfeld.
Engl. Akronym für X-ray MultiMirror; im Dezember 1999 gestarteter europäischer Satellit zur Analyse zahlreicher Röntgenstrahlenquellen hoher Intensität und die Entdeckung weniger intensiver Quellen im All. Dabei soll unser Wissen über sehr heiße Objekte, die in der Frühphase unseres Universums entstanden verbessert werden. Man erhofft sich Beiträge zur Lösung vieler Rätsel, angefangen von schwarzen Löchern bis zur Bildung von Galaxien. Die Mission ehrt auch den englischen Physiker und Mathematiker Isaac Newton. Sein Nachweis, dass Licht mit einem Prisma in seine verschiedenen Farben aufgespalten werden kann, stellt die Basis der Wissenschaft dar, die XMM-Newton einsetzt.
XMM-Newton ist der größte, jemals in Europa gebaute Wissenschaftssatellit. Er befördert an Bord drei Teleskope, die jeweils aus 58 Präzisionsspiegeln bestehen und eine bedeutende Sammel-Kapazität für Photone und eine präzise Fokussierung haben. Diese Teleskopspiegel (200 m² hochfein poliertes Gold) sind die empfindlichsten, die je entwickelt wurden, und mit seinen empfindlichen Detektoren sieht er mehr als irgendein zuvor gebauter Röntgensatellit.
| Isaac Newton (1642-1727) ![]() |
XMM-Newton beim Lösen von der Trägerrakete Ariane-5 ![]() |
XMM-Newton im All
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Ultraviolett-Aufnahme der Galaxie M81 ![]() |
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Zu höherer Auflösung jeweils auf die Bilder klicken! Quelle: http://www.esa.int/esaSC/120385_index_0_m.html#subhead7 |
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Der Satellit umrundet die Erde auf einer sehr elliptischen Bahn mit einem Apogäum von 114.000 km (geringe Geschwindigkeit) und einem Perigäum von 7.000 km (hohe Geschwindigkeit). Dabei erreicht XMM-Newton fast ein Drittel der Strecke zum Mond, sodass die Astronomen die benötigt langen und ununterbrochenen Beobachtungsphasen auf Objekte im All haben. Auch erlaubt der exzentrische Orbit den XMM-Instrumenten ausserhalb der irdischen Strahlungsgürtel zu arbeiten.
Weitere Informationen:
Bedingung, die eingehalten werden muß, damit die Scan-Zeilen in Streifenmitte lückenlos aneinander passen. Dabei muss folgende Beziehung erfüllt sein:
V/h=Da·n
wobei V die Fluggeschwindigkeit, h die Flughöhe, Da der Öffnungswinkel und n die Scanfrequenz ist.
Zeitlicher Abstand, der zwischen zwei Aufnahmen desselben Gebietes mit einem Sensor liegt; bei Satellitensystemen ist er durch die Parameter der Umlaufbahn vorgegeben. Daten mit hoher Wiederholrate eignen sich vor allem für die Dokumentation dynamischer Vorgänge, insbesondere beim Umwelt-Monitoring (Desertifikation, Entwaldungsvorgänge, Klimazonenverschiebung, Rückgang von Eisflächen).
Syn. Scheitelpunkt; der genau senkrecht über dem Beobachtungsort liegende Punkt am Himmel. Er liegt genau 90 Grad über dem theoretischen Horizont. Der gegenüberliegende Punkt heißt Nadir oder Fußpunkt.
Akronym für Zentrum für satellitengestützte KrisenInformation; ein Dienst des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) des DLR. Seine Aufgabe ist die schnelle Beschaffung, Aufbereitung, Analyse und Bereitstellung von Satellitendaten bei Natur- und Umweltkatastrophen, für humanitäre Hilfsaktivitäten und für die zivile Sicherheit. Die Auswertungen werden nach den spezifischen Bedürfnissen für nationale und internationale politische Bedarfsträger sowie Hilfsorganisationen durchgeführt.
Mit der weltweiten Zunahme von Naturkatastrophen, humanitären Notsituationen und zivilen Gefahrenlagen steigt der Bedarf an zeitnaher Lageinformation. Wie die Erfahrung aus den vergangenen Jahren gezeigt hat, besteht eine zunehmende Nachfrage nach aktueller, umfassender und flächendeckender Erdbeobachtungsinformation in den verschiedensten zivilen Krisensituationen. Neben der reinen Krisenreaktion und -beurteilung steht besonders die Ableitung von Geoinformation für den Wiederaufbau und die Krisenprävention im Fokus der Arbeiten und Analysen des ZKI.
Das ZKI operiert im nationalen, europäischen und internationalen Kontext und ist eng vernetzt mit verschiedenen behördlichen Partnern auf Bundes- und Landesebene (Krisenreaktionszentren, Zivil- und Umweltschutz), Nicht-Regierungsorganisationen (humanitäre Hilfsorganisationen) sowie Satellitenbetreibern und Weltraumorganisationen.
Das ZKI koordiniert im Auftrag des DLR Aktivitäten der "International Charter on Space and Major Disasters", die eine wichtige Initiative von Raumfahrtagenturen im Kontext von Naturkatastrophen und technischen Unfällen darstellt. In Deutschland, aber auch auf Anfrage weltweit, übernimmt das ZKI die koordinierte Beschaffung und Auswertung von Satellitenbilddaten mit der Bereitstellung eines Projektmanagers im Rahmen dieser Charter.
Satellitenbildkarte von Guinsaugon/Philippinen (1:10.000)
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Topo-Karte von Guinsaugon/Philippinen (1:50.000)
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Für hohe Auflösung auf Bilder klicken! Quelle: http://www.zki.caf.dlr.de/applications/2006/philippines/philippines_2006_de.html |
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