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Transformationsprozess von Pixelkoordinaten in eine beliebige Kartenprojektion.
Im Juni 2003 gestartete Marsmission der ESA. Mars Express trägt sieben Instrumente und bis zum Erreichen des Mars das Landemodul Beagle 2. Zu den Zielen der Mission gehören die Suche nach Wasser, Verständnis für den Verlust an Wasser und Atmosphäre, Erkenntnisse über die innere Struktur des Planeten und seine geologische Geschichte, Suche nach Zeichen vergangenen oder aktuellen Lebens, Kartierung des Planeten in 3D mit großer Auflösung.
| Der Name der Mission | Mars Express erhielt sein Namen, weil er schneller
gebaut werden sollte als irgendeine andere vergleichbare Planetenmission. Das Landemodul Beagle 2 wurde nach dem Schiff benannt, auf dem Charles Darwin fuhr, als er seine Gedanken zur Evolution formulierte. |
|---|---|
| Hauptauftragnehmer | Astrium, Toulouse (France) an der Spitze eines Konsortiums von 24 Firmen aus 15 europäischen Ländern und der USA |
| Startdatum | 2. Juni 2003 |
| Startrakete | Sojuz/Fregat, gebaut von Starsem, dem europäisch-russischen Raketenkonsortium |
| Masse beim Start | 1120 kg (einschließlich 113 kg der Nutzlast des Orbiters und 60 kg des Landemoduls) |
| Ursprünglich vorgesehene Aufgaben
des Landemoduls Beagle 2 |
|
| Instrumente auf dem Orbiter | High Resolution Stereo Camera (HRSC); Energetic Neutral Atoms Analyser (ASPERA); Planetary Fourier Spectrometer (PFS); Visible and Infra Red Mineralogical Mapping Spectrometer (OMEGA); Sub-Surface Sounding Radar Altimeter (MARSIS); Mars Radio Science Experiment (MaRS); Ultraviolet and Infrared Atmospheric Spectrometer (SPICAM) |
| Aufgaben des Orbiters |
|
| Operationelle Leitung | European Space Operations Centre (ESOC), Darmstadt, Germany |
| Bodenstationen | ESA Bodenstation in New Norcia, bei Perth, Australia. Vorgesehene Operationsdauer: vorhandene Geldmittel für ein Marsjahr (687 Erdtage). Das Raumfahrzeug ist ausgelegt für ein weiteres Marsjahr in Betrieb. |
| Ankunft am Mars | Dezember 2003 |
| Management des Landemoduls | University of Leicester, UK |
Mars Express führt nach Erreichen des Mars im Dezember 2003 als Orbiter seine Fernerkundungsaufgaben durch. Das Landemodul Beagle2, kurz vor Erreichen des Mars von Mars Express zur eigenständigen Landung abgestoßen, wurde im Februar 2004 offiziell als verloren erklärt, nachdem bis dahin jegliche Kontaktaufnahme fehlgeschlagen war.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Millimeter-Wave Atmospheric Sounder; ein passives, die Erdatmosphäre horizont-sondierendes Mikrowellenspektrometer. Er misst die thermische Millimeterwellen-Strahlung bei 61, 62, 63, 183, 184 und 204 GHz im Höhenbereich zwischen 10 und 100 km. MAS ist Teil der ATLAS-Nutzlasten des Space Shuttles und wurde im Rahmen der Missionen ATLAS-1 (1992), ATLAS-2 (1993) und ATLAS-3 (1994) eingesetzt.
Digitale Fernerkundungsdaten bestehen aus solchen zweidimensionalen Anordnungen von Zahlenwerten (Digital Numbers, DN). Abhängig von der Wahl des Datentyps können die DN einer Matrix Werte aus einem unterschiedlichen Bereich annehmen. Zur Visualisierung einer Matrix als Bild werden die DN in Grauwert-Abstufungen umgewandelt. Im Fall von 8-bit-Daten wird ein Pixel mit DN = 0 schwarz dargestellt. DN = 255 entspricht weiß, DN = 128 entspricht 50% Grau.
In der Fernerkundung eine überwachte
Klassifizierung nach der Methode
der größten Wahrscheinlichkeit. Dabei prüft eine statistische Entscheidungsregel
die Wahrscheinlichkeitsdichte, mit der ein Pixel
zu den Klassen mit der vorgegebenen A-priori-Wahrscheinlichkeit gehört
und weist es der Klasse mit dem höchsten Wert zu.
Im Gegensatz zur Minimaldistanz-Klassifikation
wird hier nicht mit mehrdimensional isotroper Distanz operiert, sondern es geht
auch die multivariate Streuungsinformation als Richtungsdifferenzierung im Merkmalsraum
mit ein.
Während der Rechenaufwand dieser Technik hoch ist, sind auch die Klassifikationsergebnisse
in der Regel denen alternativer Ansätze überlegen. Zusätzlich
besteht auch noch die Möglichkeit statistischer Qualitätsaussage hinsichtlich
der Klassifikation jedes einzelnen Pixels
aufgrund der bekannten Verteilungseigenschaften, die aus der mehrdimensionalen
Stichprobe der Trainingsgebiete
geschätzt werden.
Somit können bewußt Qualitätsentscheidungen getroffen werden,
wie etwa Pixel mit weniger als 95% Sicherheit als "nicht klassifiziert"
zu identifizieren. Ebenso können auch a-priori Wahrscheinlichkeiten etwa
auf Grund des vorab bekannten Anteiles einzelner Klassen innerhalb des Untersuchungsgebietes
festgelegt werden.
EU-Projekt zur Erforschung von ozeanischen Riesenwellen.
Weitere Informationen: MaxWave - Startseite (GKSS)
Engl. median; der Wert in einer Verteilung, für den genausoviele Mitglieder der Verteilung unterhalb wie oberhalb dieses Wertes liegen, z.B. für die Verteilung der Grauwerte eines Bildes.
s. Ozeanfarbe
Objektgerichtetes, auf Meeresgebiete der Erde bezogenes Aufgabenfeld der Geodäsie.
Ihre Ziele sind die Vermessung und Abbildung von Meeresoberfläche
und Parametern des Erdschwerefeldes (Äquipotentialflächen) sowie deren
zeitlichen, z.B. gezeitenbedingten, Änderungen. Höhenunterschiede
zwischen Meeresoberfläche und einer mittleren Äquipotentialfläche
sind das Oberflächenrelief, oft ungenau als Meerestopographie
(Topographie: Ortsbeschreibung) bezeichnet. Die Messungen erfolgen heute fast
ausschließlich mittels künstlicher Erdsatelliten
(Altimetrie). Es bestehen enge Verbindungen
zur Ozeanographie.
Ortung und Führung von Fahrzeugen auf den Meeren gehören nicht zur
Meeresgeodäsie, sondern zur Navigation und Nautik; Seekarten dafür
schafft das Seevermessungswesen.
Gezeitenwirkungen auf die Wassermassen der Ozeane. Ähnlich wie bei Erdgezeiten
dargestellt, wird die Meeresoberfläche vom Gezeitenpotential durch Sonne
und Mond angeregt; die beobachtbaren Meeresgezeiten sind jedoch entscheidend
durch die Kontinente und Küsten beeinflußt, die den die Erde umrundenden
Flutberg aufstauen. Dies kann in Buchten zu einem Gezeitenhub bis zu 17 m führen
und daher für Gezeitenkraftwerke ausgenutzt werden. Andererseits gibt es
im Ozean singuläre Punkte ohne Gezeitenhub. Stehen Sonne, Mond und Erde
während der Zeit von Vollmond und Neumond auf einer Geraden, so führt
dies zur (verstärkten) Springtide, stehen sie bei Halbmond im rechten Winkel
zueinander, so führt dies zur (verminderten) Nipptide. Die Meeresgezeitenhöhen
werden seit langem durch Pegel registriert. Sie werden u.a. auch zur Reduktion
von Satellitenaltimetermessungen
benötigt. Die Gezeitenwassermassen verursachen selbst ein sekundäres
Gezeitenpotential und tragen durch ihre Auflast zur Deformation der Erdkruste
bei (Erdgezeiten). Wegen der Bedeutung für die
Schifffahrt werden die Meeresgezeiten nach dafür angepaßten Gezeitenmodellen
in Deutschland vom Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie vorausberechnet.
Engl. sea surface temperature (SST); vereinfacht die Temperatur,
die über die von der Meeresoberfläche
emittierte Strahlung gemessen wird. Der
Begriff ist häufig noch vage verwendet, z.T. widersprüchlich definiert.
Die Temperatur bewegt sich von ungefähr -2 °C in den Polarregionen
bis zu 32 °C in den Tropen.
Da Meeresströmungen charakteristische Temperaturen besitzen, sind die SST
der bevorzugte Datentyp für die Beobachtung der Meereszirkulation. Die
Meeresoberflächentemperatur hat einen großen Einfluss auf den Austausch
von Wärme, Feuchtigkeit, Impuls und Gasen zwischen Atmosphäre
und Ozean. Satellitensensoren sind gut geeignet,
die SST zu messen, da sie aus einer synoptischen Perspektive regelmäßig
Daten liefern, die eine hohe räumliche
und radiometrische Auflösung
besitzen.
Die thermische Vertikalstruktur der obersten 10 m der Ozeane kann sehr komplex
und höchst variabel sein. Der SST-Wert kann deutlich variieren, und zwar
in Abhängigkeit von der vertikalen Position der Messung, des eingesetzten
Sensortyps (unterschiedliche Eindringtiefen),
der Tageszeit vor Ort und der lokalen Verhältnisse an der Schnittfläche
Ozean/Atmosphäre. Solche Faktoren machen die Vermengung von verschiedenen
Satellitendatensätzen und in situ-Datensätzen schwierig.
SST des europäischen Nordmeers in °C
Die Animation ist mit Daten der amerikanischen Zeitraum: Januar 2003 - Juni 2004 Zum Starten bitte anklicken! Quelle: http://www.bsh.de |
Innerhalb der oberen Wasserschicht unterscheidet man folgende Partien:
Zu den Sensoren, die satellitengestützt die Meeresoberflächentemperatur
messen, gehören AATSR, AMSR,
ATSR, AVHRR,
SEVIRI, TMI.
Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer geometrischen
und temporalen Auflösung,
sowie ihrer Allwetterfähigkeit.
Infrarotsensoren wie AVHRR besitzen nicht
die Fähigkeit durch Wolken zu 'sehen'. Der TMI auf NASAs
Tropical Rainfall Measuring Mission Satellit,
war das erste gut kalibrierte Mikrowellenradiometer, das durch die Wolkendecke
hindurch genaue SST-Messergebnisse erzielte. NASDAs
AMSR-E auf dem NASA-Satelliten AQUA war dann
das erste Mikrowellenradiometer, das diese Fähigkeit weltweit einsetzte.
Zwischen der Meeresoberflächentemperatur und der Meeresoberflächentopographie besteht keine direkte Beziehung, die es erlauben würde, den einen Wert in den anderen zu konvertieren. Obwohl eine Änderung der Meeresoberflächentemperatur eine Änderung der Meeresoberflächentopographie verursacht und dies nährungsweise berechnet werden kann, so kann doch die effektive Topographie nicht aus der Temperatur alleine abgeleitet werden. Die Meeresoberflächentemperatur repräsentiert die Temperatur in den oberen Zentimetern der Wassersäule, und die Temperatur kann sich mit zunehmender Tiefe dramatisch ändern. Hingegen bezieht die über die Altimetrie ermittelte Meeresoberflächenhöhe indirekt die Temperaturen aller Tiefen ein und zusätzlich andere Parameter wie Salinität und Meeresströmungen.
Weitere Informationen:
Syn. Meeresoberfläche; Grenzfläche zwischen Atmosphäre und Hydrosphäre. Der aktuelle Meeresspiegel unterliegt zahlreichen, räumlich und zeitlich stark variierenden Einflüssen. Oberflächenwellen werden durch Schwankungen des Wind- und Luftdruckfeldes angeregt. Der Meerespiegel steigt und fällt vor allem an den Küsten durch die Anziehungskräfte von Sonne und Mond im etwa halb- und ganztägigen Rhythmus. Der Meeresspiegel tendiert dazu, Luftdruckschwankungen auszugleichen (inverser Barometereffekt). Schließlich ergeben sich Wasserstandsänderungen durch Verlagerung von Meeresströmungen und Dichteunterschiede des Wassers, die durch Veränderungen von Temperatur- und Salzgehalt verursacht werden. Sekundärkräfte wie die Corioliskraft, Reibung und Reflexion beeinflussen ebenfalls den Meerespiegel.
Jason-1 Measurement System
Quelle: http://sealevel.jpl.nasa.gov/mission/jason-1.html |
Der mittlere Meeresspiegel ist die über längere Zeiträume gemittelte Meeresoberfläche. Sie richtet sich in erster Näherung nach dem Erdschwerefeld, d.h. senkrecht zur Lotrichtung aus, fällt jedoch nicht völlig mit einer Äquipotentialfläche des Erdschwerefeldes, bzw. dem Geoid zusammen. Durch stationäre Strömungssysteme bildet sich zusätzlich eine permanente Meerestopographie von 1-2 m aus. Schließlich unterliegt der mittlere Meerespiegel einer ständigen Deformation von ca. 0,1 - 0,2 m durch die permanente Tide von Sonne und Mond. Der mittlere Meeresspiegel wird beschrieben durch Meereshöhen (sea heights), die als Abweichungen von einem mittlerem Erdellipsoid ähnliche Beträge besitzen wie die Geoidundulationen. Die genaue Kartierung des Mittleren Meeresspiegels ist durch Satellitenaltimetrie möglich. Durch den dominanten Einfluß des Erdschwerefeldes und die unregelmäßige Verteilung der Erdmassen bilden sich im mittleren Meeresspiegel tektonische Strukturen wie Tiefseegräben, Bruchzonen und unterseeische Berge ab.
Die Schwerkraft ist mit Abstand der wichtigste Einflussfaktor auf die Meereshöhe, er kann bis zu 150 m betragen. Alle anderen Faktoren tragen zusammen genommen weniger als 5 m bei.
Differenz zwischen dem aktuellen Meeresspiegel und dem Geoid. Sie beträgt ca. 1 - 2 m und bildet sich durch nichtgravitative Kräfte wie hydrostatische und hydrodynamische Vorgänge aus. Die Meerestopographie läßt deshalb grundsätzlich Rückschlüsse auf Meeresströmungen zu, ist aber mit ausreichender Genauigkeit schwierig zu bestimmen. Eine geometrische Bestimmung durch Differenzbildung von Meeresspiegel und Geoid ist nur für langwellige Strukturen sinnvoll, solange das Geoid für kurze Wellenlängen keine cm-Genauigkeit aufweist. Mit Hilfe der Bahnverfolgung von Satelliten und den Messungen der Altimetrie werden Meerestopographie und Schwerefeld gemeinsam geschätzt. Das Fehlerbudget erzwingt dabei jedoch auch eine Beschränkung der Meerestopographie auf großskalige Strukturen. Die dynamische Topographie liefert nur relative Höhen und beruht nur auf hydrostatischen Annahmen. Sie kann deshalb nur einen Teil der Meerestopographie und diesen nur relativ approximieren.
Engl. Akronym für Medium Earth Orbit, syn. ICO (Intermediate Circular Orbit); mittelhohe, kreisförmige Umlaufbahn in 6.000-20.000 km Höhe. Auf MEO-Orbits befinden sich z.B. Satelliten, die für Mobilfunkdienste eingesetzt werden oder die Teil eines GPS sind und entsprechende Signale aussenden.
Im Aufbau befindliches französisches System zur operationellen Ozeanbeobachtung bei gleichzeitigem Einsatz von Satellitenfernerkundung und in situ-Messungen. Altimeterdaten werden von Jason-1 und von ENVISAT bereitgestellt, die in situ-Daten vom System CORIOLIS mit seinen Treibbojen. MERCATOR ist der französische Beitrag zum weltweiten GODAE-Projekt.
Schema des Mercator-Systems
Quelle: http://www.mercator-ocean.fr/en/ |
Weitere Informationen: Mercator-Ocean - Startseite
Engl. Akronym für Medium Resolution Imaging Spectrometer; Nutzlast auf Envisat, hauptsächlich für die Ozean- und Vegetationsüberwachung. Seine Bodenauflösung beträgt ca. 300 m. Das abbildende Spektrometer misst die von der Erde reflektierte Sonnenstrahlung in 15 Spektralbändern aus dem sichtbaren Spektralbereich und dem nahen Infrarot. Der Sensor ermöglicht eine weltweite Beobachtung alle 3 Tage. MERIS soll vorrangig die Ozeanfarbe auf hoher See und in Küstenregionen dokumentieren. Aus der Kenntnis der Meeresfarbe kann man auf die Chlorophyllpigment-Konzentration, die Schwebstoff-Konzentration und die Aerosolfracht über dem Meer schließen. Daneben liefert MERIS Informationen über die Höhe der Wolkenobergrenzen, die vertikale Wasserdampfverteilung der Atmosphäre und die Aerosolfracht über Land.
MERIS setzt die Forschung von MOS mit erweiterten Fähigkeiten fort. MERIS ist bezüglich seiner Spektralcharakteristiken dem MOS sehr ähnlich, jedoch zur operativen Nutzung mit einer wesentlich größeren Streifenbreite für globale Überdeckung ausgelegt.
MERIS wurde im Auftrag der ESA von Alcatel Frankreich gebaut.
Von MERIS beobachteter Teil des Spektrums
Quelle: http://envisat.esa.int/instruments/meris/ |
| Bangladesh (aufgenommen von MERIS am 8.11.2003) | |
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In dieser MERIS-Aufnahme ist das Gebiet von Bangladesh und Teile Indiens und Myanmars wiedergegeben. Der größte Teil von Bangladesh liegt innerhalb des großen, verästelten Deltabereiches der Flüsse Ganges und Brahmaputra. Der Ganges, wichtigster Fluss des indischen Subkontinents, fließt durch Bangladesh in den Golf von Bengalen. Da die Mündungsarme große Mengen von Sedimenten mitführen, dehnt sich das Delta immer weiter meerwärts aus. Die bräunliche Farbe macht den Sedimenteintrag deutlich. Das flache und tief gelegene Land des Deltas ist jährlichen Überflutungen ausgesetzt. Die Bergländer Indiens im rechten Teil des Bildes reichen bis über 2.000 m NN. Ihre Hänge sind mit dichtem, immergrünem Regenwald bestockt. Schmale Flüsse entwässern über Schluchten das Gebiet. Zum Anzeigen in höherer Auflösung hier klicken! Quelle: http://earth.esa.int/showcase/env/(Version mit 13 MB dort downloadbar) |
Weitere Informationen:
Engl. feature, in der digitalen Bildverarbeitung die in den jeweiligen Spektralbändern eines Sensors aufgezeichneten Grauwerte, aber auch ihr Zusammenwirken als Texturen . Sie dienen zur Kennzeichnung der zu klassifizierenden Bildelemente.
Engl. feature extraction; Ermitteln von Eigenschaften von Objekten, wie z.B. Umfang, Fläche, Durchmesser, die zur Klassifizierung geeignet sind.
Engl. feature space; analog zu bekannten zwei- oder dreidimensionalen geometrischen Räumen durch Koordinatenachsen gebildeter Raum. Im Falle digitaler Fernerkundungsdaten entsprechen meist die Spektralbänder diesen Achsen. Die vom Sensor aufgezeichneten Signale, die auch als Grauwerte bezeichnet werden, stellen dabei die Messdimension dar. Die Darstellung erfolgt vielfach mittels Streuungsdiagrammen. Der Merkmalsraum kann eine beliebige Dimensionalität annehmen, die von der Anzahl der verwendeten Spektralbänder bestimmt wird (s. Abb. unten). Jedes Bildelement kann mit Hilfe seiner Grauwerte, die mit dem Achsenursprung einen Merkmalsvektor bilden, in diesem Raum eindeutig eingeordnet werden.
Zweidimensionaler Merkmalsraum Quelle: Lexikon der Geowissenschaften |
Dreidimensionaler Merkmalsraum Quelle: Lexikon der Geowissenschaften |
Engl. Akronym für Mercury Surface, Space Environment, Geochemistry and Ranging; am 3. August 2004 zum Merkur gestartete NASA-Sonde im Rahmen des Discovery-Programms. Als Trägerrakete wurde eine Delta II verwendet.
Messenger soll eine umfangreiche Untersuchung des nächsten Nachbarn der
Sonne und des am wenigsten erkundeten der terrestrischen Planeten, zu denen
auch Erde, Mars und Venus gehören, durchführen. Der Reiseplan der
Sonde sieht drei Vorbeiflüge am Merkur in den Jahren 2008 und 2009 vor,
eine einjährige Phase in der Merkurumlaufbahn soll im März 2011 beginnen.
Aufgaben der Mission sind die Untersuchung der geologischen und tektonischen
Geschichte des Merkur sowie seiner Zusammensetzung, die Untersuchung des Magnetfelds
und die Erforschung der Atmosphäre und Polarkappen des Merkur. Das Ende
der Mission ist für 2012 vorgesehen.
Zu den bislang noch offenen Fragen, auf die sich die Wissenschaftler des Messenger-Teams eine Antwort erhoffen, gehören: Warum besteht der Merkur, der dichteste Planet, fast nur aus Eisen? Und warum ist er neben der Erde der einzige innere Planet mit einem aktiven Magnetfeld? Wie kann der sonnennächste Planet, auf dem Tagestemperaturen von bis zu 450 °C herrschen, trotzdem in seinen polaren Krater so etwas wie Eis besitzen?
Weitere Informationen:
In der Fernerkundung die Blickrichtung eines
Sensors.
Darstellung der verschiedenen, in der Fernerkundung benutzten Messgeometrien:
Limb-Messung
Quelle: unbekannt
|
Nadir-Messung
|
Okkultations-Messung
|
2001 gestartete russische Satellitenmission zu Hydrometeorologie, Klimatologie, Landoberfläche, physischer Ozeanographie, Landwirtschaft, Heliogeophysik, Weltraumumgebung und Atmosphärensondierung. Der Satellit bewegt sich in 1.018 km Höhe auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn (Inklination 99,6°). Die Umlaufzeit beträgt 105,3 min.
Weitere Informationen: Sputnik-Server
In Meteorologie und Klimatologie
nehmen Methoden der Fernerkundung
eine herausragende Stellung ein. Das Ausmaß an Operationalisierung und
Automatisierung in der Auswertung von Fernerkundungsdaten
in diesen Feldern ist von keiner anderen Disziplin erreicht.
Wettersysteme sind großräumige Erscheinungen. Aus diesem Grund ist
das Weltall ideal für ihre Beobachtung. Aus großer Höhe über
der Erde liefern Wettersatelliten
Bilder und andere Meßdaten, die relevante
Informationen über das aktuelle Wettergeschehen und Daten
für die Wettervorhersage liefern. Mit ihrem Fokus auf den dynamischen Veränderungen
der Atmosphäre und auf den kurzfristigen
Veränderungen von Wolken und Niederschlag, Wasserdampf, Temperatur und
auch von Spurengasen und Ozon komplettieren Weltraum-basierte Fernerkundungsverfahren
zusammen mit Boden- und Flugzeug-gebundenen Verfahren in idealer Weise die konventionellen
in situ-Messungen der Wetterbeobachtung.
Fernerkundungsverfahren zeichnen sich durch eine hohe zeitliche Verfügbarkeit
und gute räumliche Auflösung
aus. Teilweise sind sie aber ohne Kalibrierung
mit den direkten Verfahren nicht befriedigend verwendbar.
Satelliten-basierte Wetterbeobachtung
Das Potential von Satelliten zur direkten und indirekten Wetterbeobachtung ist beachtlich und umfasst eine Vielfalt geophysikalischer Parameter. Im Hinblick auf die Atmosphäre messen Satelliten Temperatur- und Feuchtigkeitsprofile von der Oberfläche bis in über 40 km Höhe, ferner Windparameter, Niederschlag, Aerosol sowie die Konzentration von Ozon und anderen Gasen. Neben der Vertikalsondierung dienen sie auch der Bestimmung großräumiger und mesoskaliger horizontaler Feldverteilungen von interessierenden Parametern. Beispielsweise können die Verteilungen von Temperatur (Thermalbild) und Wasserdampf sowie Größen des Strahlungs- und Wärmehaushaltes (Earth Radiation Budget Experiment, ERBE) bestimmt werden.
Über den Ozeanen messen Satelliten die Oberflächentemperaturen und oberflächennahen Winde, Meereshöhe, Wellen, Eisbedeckung und Ozeanfarbe. Über den Landflächen messen bzw. detektieren sie die Oberflächentemperatur, Bodenfeuchte, Vegetations- und Schneebedeckung, Hochwasser, Waldbrände und andere Parameter.
Die meisten der Satellitenprodukte liefern eine bessere Flächenabdeckung als alternative Verfahren (vgl. Abb. unten). Insbesondere über den Ozeanen, die ca. 70 % der Erdoberfläche ausmachen, gibt es nur wenige oberflächenbasierte Beobachtungsmöglichkeiten. Über Land sind insbesondere Niederschlagsmessungen hinsichtlich ihrer Qualität häufig sehr heterogen, was ihre Vergleichbarkeit erschwert. Daneben wird in den regenreichsten tropischen Gebieten der Erde wie Südamerika und Indien kaum konventionelle Niederschlagserfassung betrieben.
Satellitenmessungen können dagegen auf großer räumlicher Skala eine kontinuierliche und flächendeckende Beobachtung liefern. Nicht nur über den Ozeangebieten sondern auch über Landgebieten können dadurch große Beobachtungslücken geschlossen werden.
| Niederschlagsmessstationen des Global Historical Climatology Network (GHCN) 1992
|
Temperaturmessstationen des Global Historical Climatology Network (GHCN) 1992
|
| Quelle: http://cdiac.esd.ornl.gov/epubs/ndp/ndp041/ndp041.html | |
Zudem werden für viele Anwendungen globale Datensätze benötigt, und diese werden über Satellitenmessungen verfügbar. Ferner ist für den operationellen Betrieb Schnelligkeit und Häufigkeit der Datenübermittlung geboten. So ist das zeitliche Auflösungsvermögen (Wiederholrate) wichtiger als das räumliche. Der moderne Meteosat-8 (MSG-1) z.B. liefert seine Multispektralbilder im 15 min-Rhythmus.
Die zeitliche und räumliche Abdeckung durch die verschiedenen Satelliten ist dabei sehr unterschiedlich. So liefern die geostationären Satelliten Messungen von 50° N bis 50° S in kurzem zeitlichen Abstand (z.B. MSG). Die polarumlaufenden Satelliten der DMSP- und NOAA-Serien sowie der TRMM-Satellit umkreisen den Globus hingegen fortlaufend mit einer Umlaufzeit von etwa eineinhalb Stunden. Daraus resultiert pro Satellit für bestimmte Gebiete maximal eine zweimalige Messung am Tag.
Insofern hat sich die Kombination von Satelliten auf geostationären und polumlaufenden Umlaufbahnen bewährt.
Die bekanntesten und seit Jahrzehnten praktizierten Messungen aus dem Weltraum
sind die im optischen Bereich. Die zu Wettersatellitenbildern
aufbereiteten Messergebnisse dienten ursprünglich im sichtbaren
Spektralbereich als einfache Informationen über Wolkenverteilung und
-arten sowie daraus ableitbare Prozesse. Heute sind solche Bilder, insbesondere
von geostationären Satelliten, in verschiedenen Spektralbereichen
ein integraler Bestandteil der synoptischen Meteorologie und der öffentlichen
Wetterinformation.
Zu den ältesten Anwendungen der Fernerkundung gehört auch die flugzeug-
und satellitenbasierte Messung der Temperatur von Erd- und Meeresoberfläche.
Gemessen wird die der Temperatur proportionale langwellige Ausstrahlung der
Oberfläche in den Spektralabschnitten, in denen die Atmosphäre durchlässig
ist (atmosphärische Fenster).
Dabei sind nicht nur Punktmessungen möglich, sondern auch flächenmäßige
Scans (Abtastungen), die zu Thermalbildern
führen.
Spurengasbestimmungen der Atmosphäre werden im optischen Bereich mit Hilfe sehr hoch auflösender Fourierspektrometer (FTIR) sowohl vom Boden, von Ballons als auch von Satelliten (z.B. MIPAS auf ENVISAT) aus vorgenommen.
Sehr bedeutsam sind die von Satelliten aus vorgenommenen Messungen der solaren und terrestrischen Strahlungsflüsse (Globalstrahlung, reflektierte Strahlung, langwellige Ausstrahlung, Gegenstrahlung, Strahlungsbilanz) in verschiedenen Spektralbereichen. Daraus wird die planetare Energiebilanz berechnet. Außerdem werden aus den gemessenen Strahlungsflussdichten und aus der ebenfalls möglichen Berechnung von thermodynamischen Feldgrößen Vertikalprofile von Temperatur und Feuchte vorwiegend in der Atmosphäre oberhalb der Tropopause bestimmt.
Boden-basierte Fernerkundungsverfahren bei der Wetterbeobachtung
Bodenbasierte Wetterbeobachtung ist nicht nur in
situ-Messung, sondern umfasst auch Fernerkundungsverfahren. Dazu gehören
Wetterradar, sowie LIDAR-
und SODAR-Fernmessverfahren u.a.
Insbesondere für die Fernerkundung der atmosphärische
Grenzschicht werden Sondierungssysteme (SODAR) verwendet, die auf der Ausbreitung
von Schallwellen in der Atmosphäre beruhen. Im Prinzip handelt es sich
dabei um ein akustisches Radar. SODAR-Geräte gelten gegenüber direkten
Verfahren als vergleichbar genau und zusätzlich als kostensparend.
Verbindet man ein akustisches System mit einem Radargerät, so erhält man ein Radio Acoustic Sounding System (RASS), das die Bestimmung vertikaler Temperatur- und Windprofile ermöglicht.
Ein Spezialgebiet der Nutzung des optischen Spektralbereiches ist LIDAR, das - neben anderen Einsatzgebieten - verschiedene Fernmessverfahren für atmosphärische Gase und Aerosolverteilungen auf der Grundlage der Lasertechnik bezeichnet.
Flugzeug-basierte Fernerkundungsverfahren bei der Wetterbeobachtung
Auch bei Flugzeug-getragener Wetterbeobachtung stehen Fernerkundungsverfahren neben in situ-Verfahren. Das DLR befasst sich z.B. über das OZON-Lidar Experiment (OLEX) mit der Fernerkundung des stratosphärischen Ozons. Das Instrument dient im Übrigen auch der Validierung von SCIAMACHY-Daten. Messungen des atmosphärischen Wasserdampfes können mit Hilfe von Flugzeug-getragenen, aber auch vom Boden aus einsetzbaren Wasserdampf-Differential-Absorptions-Lidarsystemen (DIAL) des DLR erfolgen. LIDAR-Systeme werden eingesetzt um z.B. die starken Strahlströme in großer Höhe zu erfassen.
Weitere Informationen:
Als Beitrag zur Welt-Wetterwacht (World Weather Watch, WWW) und zum Klimaforschungsprogramm (World Climate Research Programme, WCRP) von der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) initiiertes Satellitensystem. Als solches ist es die weltraumgestützte Komponente des Globalen Klimabeobachtungssystems (Global Climate Observing System, GCOS) der WMO.
Es besteht aus zwei Teilsystemen, nämlich fünf geostationären und mindestens zwei polarumlaufenden Wettersatelliten und wird seit 1972 von der Koordinierungsgruppe für Wettersatelliten (Coordination Group for Meteorological Satellites, CGMS) abgestimmt. Die CGMS ist ein Zusammenschluss der einzelnen Betreiberorganisationen und der WMO. Das System ist derart ausgelegt, dass eine kontinuierliche und global lückenlose Erdbeobachtung gewährleistet ist.
Bis 1960 wurden Wetterbeobachtungen weltweit nur von Boden-, Flugzeug- und Ballon-basierten Systemen durchgeführt. Dies änderte sich mit dem Start des ersten amerikanischen Wettersatelliten TIROS am 1.4.1960. TIROS war ein experimenteller Satellit auf polarer Umlaufbahn, der erstmals in regelmäßigen Abständen großräumige Bilder von den irdischen Wolken- und Wettersystemen lieferte. Europas erster Beitrag zu den Weltraum-basierten Wetterbeobachtungssystemen begann mit dem Start von Meteosat-1 am 23. November 1977. Dieser Satellit war der erste auf einem geostationären Orbit, der einen Sensor im 6,3 µm-Band zur Messung des Wasserdampfes trug. Einer Einschätzung des European Centre for Medium Weather Forecasts (ECMWF) nach, gelten heutzutage die Informationen der Satellitenbeobachtungen als wesentlichster Teil des globalen Beobachtungssystems für moderne numerische Wettervorhersage. Wie o.g. setzt die operationelle Meteorologie typischerweise zwei Typen von Satelliten zur Beschaffung der nötigen Informationen ein. Sie unterscheiden sich vor allem in Bezug auf ihre Umlaufbahncharakteristik:
Die geostationären Satelliten (z.B. METEOSAT,
GOES ) sind scheinbar ortsfest in etwa 35.800
km über dem Äquator angeordnet, sodass mit einem System von 5 Satelliten
die ganze Erde bis etwa 70° N/S alle 15-30 Minuten abgetastet werden kann.
In Animationsmodi liefern die aus den Daten erzeugten Bilder Eindrücke
von andauernden Veränderungen atmosphärischer Prozesse.
Aufgrund der Erdkrümmung ist allerdings nur ein Teil der Erdkugel bis etwa
60° N/S mit ausreichender Genauigkeit abbildbar. Die große Höhe
bedingt eine relativ geringe räumliche Auflösung,
und sie schließt den Einsatz von aktiven
Instrumenten wie z.B. Radar aus.
Da die für das Wettergeschehen wichtigen Polargebiete somit aus dem geostationären Orbit nicht eingesehen werden können, wird das System durch polarumlaufende Satelliten z.B. TIROS-N/NOAA ergänzt. Jeder dieser sonnensynchronen, polarumlaufenden Satelliten (Höhe ca. 850 km) erfasst dagegen zweimal pro Tag die gesamte Erde in einzelnen, zeitlich versetzten Beobachtungsstreifen, die im Falle der NOAA-Satelliten eine Breite von ca. 3.000 km haben. Diese in relativ geringer Höhe fliegenden Satelliten liefern Bilder in hoher räumlicher Auflösung.
Schema des weltraumbasierten Teils des Global Observing System der WMO
Dargestellt sind die typischen Umlaufbahnen von operationellen Wettersatelliten,
insbesondere die mit geostatioärem Orbit und |
Beide Satellitensysteme liefern räumlich hoch aufgelöste Daten in verschiedenen Banden des sichtbaren und infraroten Spektrums und verfügen teilweise über atmosphärische Sounder, z.B. TOVS (TIROS), mit denen Vertikalprofile von Lufttemperatur und Luftfeuchte abgeleitet werden können. Die Wettersatelliten des globalen Beobachtungsnetzes dienen primär zur Verbesserung der Kurzfrist-Wettervorhersage (nowcasting). Regelmäßig abgeleitete Produkte sind u.a. Meeresoberflächentemperaturen (SST, Sea Surface Temperatures), die aus Wolkenbewegungen extrahierten Windfelder (CMW, Cloud Motion Winds,) sowie der Bedeckungsgrad und die Wolkenart. Daneben bestehen weitere Systeme, die mit passiven oder aktiven Mikrowellenradiometern vor allem zur Erfassung von Niederschlagsfeldern eingesetzt werden. Beispiele dafür sind das DMSP (Defense Meteorological Satellite Program) mit dem passiven SSM/I Sensor (Special Sensor Microwave/Imager) und TRMM (Radar-Niederschlagsmessung).
| GOES | METEOSAT |
|---|---|
| Interactive Weather Information | EUMETSAT |
| NOAA/NESDIS | ZAMG, Austria |
| US Navy Research Laboratory, Monterey | KMI, Belgium |
| University of Wisconsin | METEO France |
| Florida State University | INM, Spain |
| RAMSDIS Image Display Station | Nottingham University |
| Global Hydrology and Climate Center | NOAA |
| GOMS | FY-2 (FENGYUN) |
| SRC Planeta | National Satellite Meteorological Center |
| INSAT | GMS-5 |
| Indian Meteorological Department | Himawari GMS |
| Forschungssatelliten | |
| TRMM | ENVISAT |
Die operationellen geostationären Satelliten sind: Meteosat, GOES, GMS sowie GOMS; die polarumlaufenden Satelliten sind stets zwei Satelliten der NOAA sowie METEOR oder FENGYUN.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Meteorological Satellite; Serie von
europäischen geostationären Wettersatelliten,
die von der ESA ins All gebracht wurden und
von der EUMETSAT betrieben werden. Meteosat
ist über dem Golf von Guinea (0°/0°) in 35.800 km Höhe positioniert. Von dort
nimmt er alle 30 Minuten einen Ausschnitt von der Erdoberfläche mit einer N-S
und W-E-Erstreckung von 70° auf und übermittelt die Informationen zur Bodenstation.
Als Teil des globalen meteorologischen
Satellitensystems teilt sich METEOSAT die geostationäre Wetterbeobachtung
mit vier weiteren Satellitensystemen, dem japanischen GMS,
dem indischen INSAT und den US-amerikanischen
GOES E und GOES W.
Sein wichtigster Sensor ist ein Radiometer,
das in drei Spektralkanälen aufnimmt: im VIS (sichtbares Licht, 0,5-0,9 µm),
im WV (Bereich hoher Wasserdampfabsorption, 5,7-7,1 µm) und im IR (thermisches
Infrarot, 10,5-12,5 µm).
Jeder Meteosat ist für eine Arbeitsphase im All von wenigstens fünf Jahren vorgesehen. Gegenwärtig hält man zwei arbeitsfähige Satelliten im Orbit und startet einen neuen Satelliten kurz vor dem Ende des Treibstoffvorrats auf dem älteren Satelliten.
Meteosatbild vom 2.11.2003
Quelle: http://www.eumetsat.de/mdrs/img/jpg/DTOT_M_20031102_150000.jpg |
Koloriertes Bild von Meteosat-7-Daten
Quelle: http://www.eumetsat.de/en/area5/images/colour/m7_colour_small.jpg |
Meteosat 1-7 gehören zur ersten Generation. Als Ersatz für die bisherige Reihe baut die ESA vier Satelliten MSG (METEOSAT Second Generation). MSG-1 wurde am 29. August 2002 gestartet und mit dem Beginn des Arbeitsbetriebes im Januar 2004 in Meteosat-8 umbenannt. Der Start von MSG-2 erfolgte am 21. Dezember 2005. Die neue Serie liefert schärfere Multispektralbilder in doppelter Häufigkeit (alle 15 statt alle 30 Minuten) und dies mit zwölf Kanälen gegenüber den bisherigen drei Kanälen.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Meteorological Operational Polar Satellite; in drei Exemplaren geplanter polarumlaufender Wettersatellit der EUMETSAT. Der erste Satellit startete am 19.10.2006 von Baikonur aus, an Bord eines russischen Sojus-2/Fregat-Trägers, der von dem europäisch-russischen Unternehmen Starsem betrieben wird. Die Sojus-2, der jüngste Spross der bereits seit fast 50 Jahren bestehenden Semjorka-Trägerfamilie, soll ab 2008 von Französisch-Guayana aus gestartet werden.
MetOp repräsentiert den europäischen Beitrag
zu einer Kooperation mit den USA zur Klimabeobachtung und Wettervorhersage.
MetOp-1 mit einem Gewicht von 4,7 Tonnen wird an Bord zehn Instrumente mitführen.
Beispielsweise vermag er mit seinem ASCAT
Scatterometer die Oberflächenwinde
über den Meeren zu messen. Die IR-Atmosphären-Sonde (IASI) benutzt die
Techniken der Interferenzmessverfahren. Die Meteorologen erhalten von der Sonde
Spektren der Emissionen aus der Atmosphäre,
mittels der Temperatur- und Feuchtigkeitsprofile mit einer vertikalen Auflösung
von 1 km und einer Präzision von 1 K (Kelvin) erstellt werden können.
MetOp-Satelliten werden die Erde auf einer sonnensynchronen
polaren Umlaufbahn in 840 km Höhe
(Inklination 98,7°) umrunden. Damit kann praktisch jeder Punkt der Erdoberfläche bei ähnlichen Sonneneinstrahlungsbedingungen überflogen werden. Die
Umlaufzeit beträgt 101,7 min, der
Wiederholzyklus 5 Tage.
| METOP | |||
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MetOp-A mit ausgefahrenem Sonnensegel in einer künstlerischen Darstellung. MetOp ist der europäische Beitrag zu dem europäisch-amerikanischen Polarsatelliten-System. Innerhalb dieser Kooperation übernimmt MetOp die Morgen-Beobachtung, während die NOAA-Satelliten die Nachmittags-situation abdecken. |
In der Zeit, die MetOp für eine Erdumrundung benötigt, hat sich die Erde um 25° weitergedreht. Dies bedeutet, daß er seine Beobachtungen bei jedem Orbit auf einem jeweils unterschiedlichen Beobachtungsstreifen macht. Zudem haben seine Instrumente unterschiedliche Schwadbreiten und brauchen daher verschieden lang um die gesamte Erde abzudecken. Alle Instrumente erzielen aber spätestens nach 5 Tagen eine globale Abdeckung. |
MetOp wird überwacht und kontrolliert über die EUMETSAT Polar System Command and Data Acquisition station in Svalbard, Norway. Die Daten werden bei jedem Orbit einmal nach Svalbard heruntergeschickt und dann zu EUMETSAT in Darmstadt übermittelt. Von dort besteht ein Datenaustausch mit der NOAA in den USA. Nach der anschließenden Aufbereitung werden die Daten innerhalb von 2h15min nach der Datenaufnahme an die Nutzer weitergeleitet. Die Datenaufbereitung erfolgt durch EUMETSAT und NOAA. |
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| Quelle: ESA | |||
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Microwave Humidity Sounder; Mikrowellensensor auf den NOAA-N/N'- und MetOp-Satelliten zur Erstellung von atmosphärischen Feuchtigkeitsprofilen und zur Messung von Wolken- und Niederschlagsparametern.
1882 vom polnisch-amerikanischen Physiker A.A. Michelson entwickeltes, ursprünglich zum Nachweis der Erdbewegung relativ zu einem hypothetischen Äther entwickeltes Interferometer.
Im Aufbau des Michelson-Interferometers wird das einfallende Lichtbündel an einer halbdurchlässig verspiegelten Platte in zwei Teilstrahlen aufgespalten und an je einem Spiegel reflektiert. Die gespiegelten Strahlen überlagern sich nach Reflexion an der Platte wieder. Je nach der Orientierung des virtuellen Bildes des einen Spiegels zum anderen entstehen dabei Interferenzen (Überlagerung der Lichtwellen) gleicher Neigung oder gleicher Dicke, die z.B. mit einem Mikroskop oder durch einen Schirm beobachtet werden können. Zum Ausgleich von Gangunterschieden durch unterschiedliche Lichtwege wird eine Kompensationsplatte in den einen Strahlengang gebracht. Durch Verschieben eines Spiegels kann der Gangunterschied und damit das Interferenzbild gezielt veränder werden.
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Schema eines Michelson-Interferometers
Das einfallende Licht wird an der teildurchlässigen Trennplatte in zwei kohärente Anteile gespalten, von denen einer in Richtung des Spiegels 1 reflektiert wird, der andere durch die Trennplatte in Richtung Spiegel 2 hindurchtritt. Quelle (verändert): http://www.physics.utoledo.edu/~ljc/michel04.jpg |
Bezeichnung für eine Niedrigpreis-Familie von europäischen SAR-Satelliten.
Franz. Akronym für Microsatellite à Traînée Compensée pour l'Observation du Principe d'Equivalence; für 2010 vorgesehene Mission zur Erforschung des Äquivalenzprinzips. Microscope ist der dritte aus der Mikrosatelliten-Serie 'Myriade' der CNES.
Nach Gustav Mie (1868-1957) benannte Streuung
von elektromagnetischer
Strahlung an kugelförmigen Teilchen, deren Radius von gleicher Größenordnung
wie die Wellenlänge der auftreffenden
Strahlung ist. In der Atmosphäre
bedeutet dies in erster Linie die Streuung von Lichtstrahlen an den Aerosolpartikeln.
Die Streuung erfolgt mit zunehmender Teilchengröße immer mehr nur
nach vorne. Aufgrund der starken Vorwärtsstreuung erscheint der dunstige
Himmel in der Richtung der Sonne wesentlich heller als in der entgegengesetzten
Richtung
Nach der Mie-Theorie ist der Streukoeffizient
umgekehrt proportional zu la, wobei der
Exponent a bei durchschnittlichen Verhältnissen in der Atmosphäre
den Wert 1,3 annimmt. Im Gegensatz zur Rayleigh-Streuung
ergibt sich bei der Mie-Streuung demnach nur eine schwache Wellenlängenabhängigkeit.
Als Folge davon verursacht die Mie-Streuung auch keine charakeristische Streufarbe
des Himmels, sondern führt zu einem weißlich aufgehellten Himmel.
Elektromagnetische Strahlung
mit Wellenlängen zwischen ca. 1 mm
und einem Meter, das entspricht Frequenzen zwischen 0,3 GHz und 300 GHz. Mikrowellen
kommen in der Radartechnik, im Mikrowellenherd sowie in vielen technischen Anwendungen
wie Plasmaanlagen, drahtlosen Kommunikationssystemen (Mobilfunk, Bluetooth,
Satelliten-Fernsehen, WLan) oder Sensorsystemen zum Einsatz.
Strahlung dieser Art wird von den Materialien
an der Erdoberfläche aufgrund ihrer Temperatur abgegeben. Diese Signale, die
mit Mikrowellenradiometern empfangen
werden können, vermögen Informationen über Schneebedeckung, Bodenfeuchte, Ölverschmutzung
u.ä. zu vermitteln.
Mikrowellen unterscheiden sich in ihrem Verhalten grundlegend von der emS im
optischen und thermalen Spektralbereich.
Sie werden von der Atmosphäre kaum
beeinflusst und vermögen auch Wolken, Dunst, Rauch, Schnee und leichten Regen
fast ungestört zu durchdringen. Deshalb ist ihre Anwendung in der Fernerkundung
praktisch unabhängig vom Wetter. Da die Signale von geringer Intensität sind,
lassen sie sich nur in grober geometrischer Auflösung erfassen. Als Folge können
durch passive Mikrowellen-FE keine
zur Interpretation geeigneten Bilder erzeugt
werden.
Hingegen lassen sich detaillierte Bilderwiedergaben durch aktive
Systeme gewinnen, welche Mikrowellen-Strahlung einer bestimmten Wellenlänge
selbst erzeugen, vom Systemträger aus schräg auf die Erdoberfläche abstrahlen
und die reflektierten Signale in Bilddaten umsetzen.
Fernerkundung mit Hilfe von Sensoren, die im cm-Wellenbereich empfindlich für die von der Erde oder der Atmosphäre reflektierte Strahlung sind. Es kommen passive Systeme, wie auch aktive Systeme zum Einsatz. Zu letzteren zählt die Radar-Fernerkundung, die im Vergleich zum Monitoring im Bereich des sichtbaren Lichtes und des Infrarots andere Möglichkeiten erschließt. Dazu gehören die erhöhte Eindringtiefe der Strahlung in die Erdoberfläche (X-Band, 3 cm-Wellen), die Unabhängigkeit von der Tageszeit sowie die Unabhängigkeit von Witterungsbedingungen, da die Moleküle in der Atmosphäre im Mikrowellenbereich nicht stören. Nachteilig ist der hohe instrumentelle Aufwand und die zahlreichen Fremdeinflüsse auf die Messergebnisse.
Weitere Informationen: Satellitenfernerkundung des Emissionsvermögens von Landoberflächen im Mikrowellenbereich (Diss. C. Wunram)
Radiometermessungen im Bereich der Mikrowellen.
Die Mikrowellenradiometrie gewinnt besonders beim Satelliteneinsatz für
die Meteorologie an Bedeutung, da die aktuellen Geräte eine gute räumliche
Auflösung besitzen (z.B. <50 km für den 22 GHz-Kanal). Vorrangiges
Ziel ist die Bestimmung der Parameter Luftfeuchte, Wolkenwassergehalt und Niederschlag.
Mikrowellenhygrometer messen neben der Strahlungstemperatur den Dampfdruck und
das gesamte flüssige Wasser in der Atmosphäre unter Nutzung des Frequenzbereiches
24 GHz - 31 GHz. Klimatologisch von Bedeutung ist die Bestimmung der Bodenfeuchte
der obersten Millimeter und der Schneegebiete.
Besonders wichtig ist die passive Mikrowellenerkundung für die Ozeane,
da Parameter wie Meereis, Wassertemperatur sowie Wasserinhaltsstoffe mit teilweise
ausreichender Genauigkeit gemessen werden können. Mit aktiven Methoden
kann die Meeresoberfläche abgetastet und aus der Art der Rückstreuung
der Mikrowellen auf Seegangseigenschaften und damit auf den Bodenwind geschlossen
werden.
Syn. Methode der kürzesten Entfernung, Methode des minimalen Abstands, Minimalabstandsverfahren, überwachte Klassifikationstechnik, bei der zunächst die Mittelwerte aller durch Trainingsgebiete vertretenen Objektklassen bzw. Spektralbereiche im Merkmalsraum berechnet werden. Der euklidische Abstand der zu klassifizierenden Pixel zu diesen Klassenmittelwerten ist das wesentliche Entscheidungskriterium dieses Verfahrens. Die Zuweisung erfolgt zu jener Objektklasse, zu deren Mittelwert der geringste euklidische Abstand festzustellen ist:
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Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass die Zuordnung meist eindeutig ist und grundsätzlich sämtliche Pixel auch klassifiziert werden (wenn nicht bewußt ein Maximalwert der Distanz festgelegt wird). Häufig stellt die Minimaldistanz-Klassifikation einen günstigen Kompromiß zwischen rechentechnischem Aufwand und Klassifikationsqualität dar.
Engl./dt. Akronym für Michelson Interferometer for Passive
Atmospheric Sounding/Michelson Interferometer für Passive Atmosphären-sondierung; Horizont-sondierendes (Limb Sounding)
IR-Interferometer auf ENVISAT. Es wurde
bereits auf Flugzeugen und Ballons eingesetzt.
MIPAS dient der globalen Beobachtung von Spurengasen und ihrer photochemischen
Wechselwirkungen in der mittleren Atmosphäre (zwischen 5 und 150 km Höhe).
Mit MIPAS lassen sich Konzentrationsprofile der verschiedenen Bestandteile der
Erdatmosphäre erstellen. Das Instrument erlaubt die gleichzeitige Messung
von mehr als zwanzig relevanten Spurengasen einschließlich der gesamten
Stickoxid-Familie und verschiedener FCKWs (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) sowie
die Temperatur in der Atmosphäre und die Verteilung von Aerosolteilchen.
Weitere Beobachtungsfelder sind: troposphärische Zirruswolken und polare
stratosphärische Eiswolken, die sich aus Wasserdampf, Salpetersäure
und Schwefelsäure zusammensetzen. Sie spielen eine wichtige Rolle beim
Ozonabbau. Da MIPAS im infraroten Wellenbereich arbeitet, kann es seine Messungen
global, zu jeder Jahreszeit und unabhängig vom Tageslicht durchführen.
Das erlaubt die Beobachtung der täglichen Änderungen in der Spurengaskonzentration.
Wissenschaftler wollen die Daten von MIPAS nutzen, um vermehrt Erkenntnisse
über die Austauschprozesse zwischen Stratosphäre und Troposphäre
sowie über die Chemie der Stratosphäre zu sammeln. Zudem werden sie
damit Studien der oberen Atmosphäre, Mesosphäre und unteren Thermosphäre
betreiben. Die Ergebnisse sollen die Vorhersage von Klimaänderungen verbessern.
Im Auftrag der ESA wurde MIPAS unter Führung
der Astrium GmbH unter Mitarbeit von über 20 weiteren Firmen und Institutionen
entwickelt und gebaut.
MIPAS - Geometrie und allgemeine Prinzipien
Das Instrument kann Beobachtungen in zwei Richtungen vornehmen Quelle: http://envisat.esa.int/instruments/mipas/descr/charact/geo-princip.html |
Spectral Ranges of ATMOS Instruments
Quelle: http://www.dfd.dlr.de/education/glossar/mipas.htm
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Weitere Informationen:
Kernstück der Station war ein zylinderförmiges Modul von 13,5 Metern
Länge mit einem Durchmesser von 4,2 Metern. An der Stirnseite dieses Moduls
befand sich ein Hauptankoppelungsstück mit fünf Anlegestutzen. Eine
sechste Ankoppelungsmöglichkeit bot sich am Heck des zentralen Moduls.
Damit war die Station durch Versorgungs- und Forschungsmodule erweiterbar.
Die Forschungsmodule dienen astrophysikalischen, biomedizinischen, geowissenschaftlichen
und materialwissenschaftlichen Untersuchungen sowie Aufgaben der Fernerkundung.
1995 gelang erstmals die Ankoppelung der Mir an ein amerikanisches Space
Shuttle, bis 1998 folgten sechs weitere amerikanische Raumfähren.
Die Besatzungen der Mir, jeweils zwei oder drei Kosmonauten, arbeiten meist
mehrere Monate auf der Station; einige blieben auch länger, 1987/88 verbrachte
eine Besatzung ein ganzes Jahr auf der Station. Die Mir war in den 15 Jahren
ihres Bestehens von 106 Kosmonauten besucht worden.
Mir über den südamerikanischen
Anden und der
Quelle: http://spaceflight.nasa.gov/history/shuttle-mir/
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Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Microwave Imaging Radiometer with Aperture Synthesis; im L-Band arbeitendes, abbildendes Radiometer als Hauptnutzlast auf dem Satelliten SMOS der ESA. Ziel ist die Erkundung der Bodenfeuchte und des Ozeansalzgehaltes.
Weitere Informationen:
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N-S-Bildstreifen von Schwäbischer Alb bis Lago Maggiore
12. September 2006
Für größere Darstellung auf Bild klicken! Quelle: ESA |
Engl. Akronym für MERIS Images Rapid Visualisation, dt. 'Schnellansicht der MERIS-Bilder'; Service der ESA zum Abruf von Satellitenbildern in Quasi-Echtzeit für die breite Öffentlichkeit. MIRAVI folgt der Bahn des Satelliten ENVISAT um die Erde, erzeugt aus den von ENVISATs optischem Instrument MERIS gesammelten Rohdaten Bilder und stellt diese innerhalb von zwei Stunden ins Internet. Die Nutzung von MIRAVI ist kostenlos und erfordert keine Registrierung. Envisat umkreist die Erde in 800 km Höhe in der polaren Umlaufbahn, wodurch MERIS im Dreitagesrhythmus die gesamte Erdoberfläche beobachten kann. MERIS misst die von der Erde reflektierte Sonnenstrahlung, was bedeutet, dass das Sonnenlicht für die Erstellung der Bilder notwendig ist.
Obwohl diese Bilder faszinierend sind und dem Nutzer das Gefühl geben, die Erde von einem Satelliten aus zu betrachten, sind sie nicht für wissenschaftliche Zwecke einsetzbar. Die Wissenschaftler nutzen Daten, die mit Hilfe der 15 Spektralbänder von MERIS und komplizierten Algorithmen erzeugt werden. Die Bilder von MIRAVI werden nur über ein paar Spektralbänder erstellt und bieten eine Ansicht, die einer Wahrnehmung mit bloßem Auge entspricht.
Weitere Informationen: http://miravi.eo.esa.int/en/
Bei Abtastbildern durch bestimmte geometrische Bedingungen entstandene, nicht objektspezifische, d.h. aus verschiedenen objektspezifischen Strahlungswerten zusammengesetzte, spektrale Signatur. Es entstehen Pixel mit gemischtem spektralem Signal, sogenannte Mixel. Unter der Voraussetzung linearer Funktionen der betreffenden Ortsfrequenzen untereinander wird für das Mischpixel zumeist das arithmetische Mittel der betroffenen Pixel berechnet. Bei thermalen Aufnahmen ist das in dieser vereinfachten Form nicht anwendbar.
Pixel, deren spektraler Wert sich aus unterschiedlichen Reflexionswerten zusammensetzt und daher nur einen "Mittelwert" mit großer Streuung darstellt. Dieses Problem wird entweder durch eine entsprechende Klassendefinition angegangen oder im universalen Sinne mit Hilfe der Fuzzy Logic. Siehe auch Mischsignatur, Mixel
Engl. Akronym für Multi-angle Imaging SpectroRadiometer, ein Sensor an Bord von Terra. Auf einer polaren Umlaufbahn in 705 km Höhe beobachtet MISR die sonnenbeschienene Erdoberfläche zwischen 82° N und 82° S kontinuierlich mit 9 Kameras (Bild links, gelbe Zylinder) in unterschiedlichen Winkeln (Bild rechts) und mit hoher räumlicher Auflösung. Die Breite der Bodenspur beträgt 360 km.
MISR (Schnittdarstellung)
Quelle: http://www-misr.jpl.nasa.gov
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MISR im Orbit auf Terra
Quelle: http://www-misr.jpl.nasa.gov |
MISR liefert Klimatologen eine neue Art von Informationen, wie über die Verteilung von Energie und Kohlenstoff in den Bereichen Landoberfläche und Atmosphäre, sowie über die regionalen und globalen Auswirkungen verschiedener Arten von Aerosolen und Wolken auf das Klima. Die durch die verschiedenen Beobachtungswinkel ermittelten unterschiedlichen Reflexionen von Aerosolen, Wolkentypen und Landbedeckungen ermöglicht deren differenzierte Erkennung. In Kombination mit stereoskopischen Verfahren können 3-D-Modelle erstellt werden und die Gesamtmenge des Sonnenlichts abgeschätzt werden, das von den unterschiedlichen Bereichen der Erde reflektiert wird.
Die tiefsten Canyons der Anden (Peru)
Quelle: http://photojournal.dlr.de/cgi-bin/PIAGenCatalogPage.pl?PIA03423
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Bildlegende: Die spektakulären Cañons der zentralen Anden im peruanischen Bezirk Arequipa, bieten ein beeindruckendes Beispiel für die Kraft von Wassererosion. Das vorliegende Bildpaar wurde am 17. Juli 2000 mit dem MISR-Sensor an Bord des Terra-Satelliten aufgenommen. Das linke Bild ist eine Ansicht in natürlichen Farben, aufgenommen mit einer Kamera in Nadir-Richtung. Rechts ist ein Anaglyphenbild, das aus Daten von der Nadir-Kamera und einer Kamera erzeugt wurde, die in Bewegungsrichtung mit einer Abweichung von 26° von der Vertikalen blickt. Um das räumliche Sehen zu erleichtern wurden die Bilder so ausgerichtet, dass sich N auf der linken und W auf der unteren Seite befindet. Um beim Stereobild einen 3-D-Effekt zu erzielen, ist nach Angaben der NASA eine Rot-Blau-Brille vonnöten, wobei der rote Filter vor dem linken Auge sein muss. Allerdings stellt sich der Effekt auch mit einer Rot-Grün-Brille ein. Als Bezugsquelle für die Brillen wird folgende URL angegeben: http://photojournal.jpl.nasa.gov/HELP/VendorList.html In den Bildern sind zwei Haupterosionsformationen zu erkennen. Die eine, etwas oberhalb des Bildzentrums ist vom Rio Camana und die zweite darunter vom Rio Ocona verursacht. Beide Flüsse fliessen dem Pazifik zu, welcher sich auf der rechten Seite der Bilder befindet, aber durch Schichtwolken verdeckt ist. Zwischen den Cañonsystemen befindet sich im Bildmittelpunkt der schneebedeckte Gipfel des Nudo Coropuna, der mit 6.613 Metern höchste Gipfel in der Cordillera Occidental. Westlich davon befindet sich der kleinere Nevado Solimana (6117 m), von einem ein Teil durch einen Nebenfluss des Rio Ocona wegerodiert ist. Beide Berge sind inaktive Stratovulkane. Der wichtigste Nebenfluss des Rio Ocona, der Rio Cotahuasi schuf einen Cañon von 3.354 Metern Tiefe, gemessen vom Rand der von ihm durchschnittenen Hochebene bis zu seinem Talboden. Damit ist er der tiefste kontinentale Cañon der Erde und gleichzeitig zweimal so tief wie der Grand Cañon in Arizona. |
Weitere Informationen:
Sonnensynchroner Satellit, der einen bestimmten Punkt auf der Erdoberfläche um die Mittagszeit überfliegt und danach wieder 12 Stunden später um Mitternacht. Ein solcher Orbit ist z.B. nützlich für das Monitoring von konvektiven Wolken über den Ozeanen.
Elektromagnetische Strahlung zwischen dem nahen Infrarot und dem thermischen Infrarot mit Wellenlängen von ca. 2-5 Mikrometern. Die Grenzangaben sind nicht einheitlich, die Bereiche z.T. stärker differenziert oder überlappend. Für diesen Spektralbereich findet sich auch die Bezeichnung short wavelength infrared radiation (SWIR).
Spektralbereiche
Quelle: http://ifgivor.uni-muenster.de/vorlesungen/Geoinformatik/kap/kap10/k10_01.htm
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Von engl. mixed pixel, Mischpixel; radiometrische Bildelemente mit spektraler Mischsignatur, bei denen die spektralen Eigenschaften benachbarter Oberflächentypen in die Bildwerte miteinbezogen werden. Mixel treten äußerst häufig an Rändern von homogenen Flächen auf. Sie dienen der Kantenfindung in Fernerkundungsbildern.
Photogrammetrisches Kamerasystem, eingesetzt bei Cosmos/Resource-F-Missionen in Russland.
Engl. Akronym für Microwave Limb Sounder; Instrument zur Erfassung von atmosphärischen Spurengasen durch horizontales "Hineinschauen".
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer;
das Hauptinstrument an Bord der Satelliten
Terra und Aqua.
Auf beiden Satelliten bestreicht MODIS die komplette Erde alle 1 bis 2 Tage.
MODIS zeichnet in 21 nach Anwendungsbereichen ausgewählten Bändern
im Spektralbereich von 3,0 µm und in 15 ebenso ausgewählten Bändern im Spektralbereich
von 3,0 µm bis 14,5 µm Daten mit einer Bodenauflösung von 250 m, 500 m
oder 1 km in Nadirrichtung auf.
Diese Daten werden unser Verständnis der globalen Dynamik und Prozesse auf dem
Land, in den Ozeanen und in der unteren Atmosphäre
verbessern. Aufgrund seiner Kanalsetzung erlaubt MODIS die Ableitung des atmosphärischen
Wasserdampfgehaltes. MODIS liefert umfassende Messungen des ozeanischen Lebens
(Phytoplankton), von der Landvegetation, des Meereises, der Wolkenbedeckung
und von Bränden.
Zu höherer Auflösung hier klicken |
MODIS: Island
In dieser Aufnahme vom 9.9.2002 neigt sich der Sommer seinem Ende zu. Aber sogar Island zeigt noch sommerliches Grün, während gleichzeitig seine großen permanenten Eiskappen das Vulkangestein mit hellem Weiß überragen. Die mit 8.400 km2 größte Eiskappe liegt über drei aktiven Vulkanen. Die Hitze dieser Vulkane läßt die Unterseite der Eismassen schmelzen, das Wasser füllt dann langsam die Calderas. Von Zeit zu Zeit läuft das Wasser in gewaltigen Schmelzwasserfluten aus. Die vulkanische Aktivität rührt von einer tektonischen Grenze her, die grob in NW-SO-Richtung durch die Insel verläuft, wobei die zwei Platten sich auseinander bewegen und so das Aufströmen von Magma aus dem Erd-inneren verursachen. Bei den hellen Trübefahnen an der Südküste handelt es sich um Gletschertrübe, die mit dem Schmelzwasser ins Meer gelangt. Quelle: http://modis.gsfc.nasa.gov/gallery/index.php# |
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Modular Optoelectronic Multispectral Stereo Scanner; modulares optoelektronisches multispektrales Abtastsystem aus Deutschland, das an Bord von Space Shuttle (MOMS-01 und -02) und MIR (MOMS Priroda) Daten der Erde erfasst hat.
MOMS-01 kam 1983 und 1984 zum Einsatz, wobei das Sensorkonzept verifiziert sowie geowissenschaftliche und anwendungsorientierte Experimente demonstriert wurden. MOMS-01 lieferte Bilder mit einer Bodenauflösung von 20 x 20m bei einer Flughöhe von 300 km. Er war der erste weltraumgestützte Scanner auf der Basis der CCD-Technologie, das erste im Weltraum getestete modulare System, das hochauflösendste im All fliegende System und das erste deutsche Fernerkundungssystem im Weltraum.
MOMS-02 war eine Weiterentwicklung von MOMS-01 und wurde im Rahmen der zweiten deutschen Spacelab Mission D2 eingesetzt. Der Aufbau von MOMS-02 vereinigt zwei wesentliche Gruppen, eine "Along-Track"-Stereo-Kamera und eine Vier-Kanal Multispektral-Kamera. Die wissenschaftlichen Ziele des Einsatzes lagen im Bereich der Photogrammetrie und der Geowissenschaften.
Quelle: http://www.nz.dlr.de/moms2p/best_of97/begin.htm
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Weitere Informationen: Institut für Optoelektronik: MOMS-02 (DLR)
Ein Monitoring setzt den Vergleich von mindestens zwei Zeitschnitten voraus, zumeist werden jedoch Daten mehrerer Zeitschnitte (multitemporale Datensätze) ausgewertet. Ausgehend von einem Ist-Zustand werden sowohl retrospektive als auch perspektivische Entwicklungen untersucht. Fernerkundungsdaten stellen eine ausgezeichnete Datengrundlage für die unterschiedlichsten Monitoringaufgaben dar, da sie aktuell, flächendeckend, zeitsynchron und in regelmäßigen Abständen verfügbar sind und zu einem einheitlichen Zeitpunkt eine synoptische Übersicht über die interessierenden Regionen ermöglichen. In Abhängigkeit von der spezifischen Thematik finden Flugzeug- oder Satellitendaten Verwendung. Luftbilder sind in Deutschland regelmäßig seit den 1950er Jahren verfügbar, regional unterschiedlich unregelmäßig jedoch auch schon seit den 1920er Jahren. Dieser Zeitraum ist mit wesentlichen und zum Teil einschneidenden wirtschaftlichen und in Folge auch landschaftsökologischen Veränderungen verbunden. Mit dem Landsat MSS steht seit 1972 erstmals kommerziell ein regelmäßig operierender Fernerkundungssensor zur Verfügung. Damit existiert ein Sensor, dessen Daten geeignet sind, auch großräumig oder in wenig erforschten bzw. schwer zugänglichen Gebieten regelmäßig Daten zu erhalten.
Die Erfassung einer Vielzahl raum-zeitlicher Veränderungen ist häufig nur mit Fernerkundungsdaten möglich, da zumeist keine adäquaten thematischen Karten existieren. Voraussetzung für ein erfolgreiches Monitoring ist ein an die verfügbaren Daten angepasstes Auswertekonzept nach einheitlichen Parametern und einheitlichen Regeln der Bildverarbeitung. Zumeist erfolgt die Auswertung der Fernerkundungsdaten im Kontext mit anderen Sach- und Raumdaten, die wiederum häufig in einem Geographischen Informationssystem verwaltet werden. Die integrierte Raster- und Vektordatenverarbeitung trägt wesentlich zur Verbesserung der Ergebnisse des Monitorings bei und eignet sich besonders auch zur Entwicklung von Szenarien für mögliche künftige Entwicklungen. Die ständige Verbesserung der geometrischen und spektralen Auflösung von Fernerkundungsdaten erweitern die Anwendungsmöglichkeiten auch für kleinräumig strukturierte Gebiete, wie z.B. Stadtregionen oder naturschutzrelevante Prozesse.
Weitere Informationen:
Einfarbiges Bild, welches nur zu einer einzigen Spektrallinie (Wellenlänge) gehörende Strahlung aufzeichnet.
Engl. Akronym für Meteosat Operational Programme.
Engl. Akronym für Measurements Of Pollution In The Troposphere; Gaskorrelationsspektrometer an Bord von Terra zur Messung des Gehaltes an Kohlenmonoxid und Methan in der Troposphäre.
Der Sensor misst von der Erde emittierte
und reflektierte Strahlung in drei Spektralbändern
. Wenn dieses Licht in den Sensor eintritt, passiert es auf zwei verschiedenen
Wegen bordeigene Behältnisse mit Methan und Kohlenmonoxid. In den zwei
Passagen werden unterschiedliche Mengen Energie absorbiert, was zu kleinen Unterschieden
in den resultierenden Signalen führ. Die Signale sind mit dem Vorhandensein
dieser Gase in der Atmosphäre korreliert.
MOPITTs räumliche Auflösung beträgt 22 km in Nadirrichtung und
es 'sieht' die Erde in 640 km breiten Streifen. Die CO-Konzentrationen können
in einer 5 km mächtigen Säule gemessen werden, was es den Wissenschaftlern
erlaubt, das Gas bis zu seinen Quellen zurückzuverfolgen.
CO-Messungen mit MOPITT über Sumatra
Kohlenstoffmonoxidkonzentration (ppm) 0 105 210 Quelle: http://earthobservatory.nasa.gov/NaturalHazards/ shownh.php3?img_id=10735 |
Vegetationsbrände in Indonesien
Quelle: http://earthobservatory.nasa.gov/NaturalHazards/ natural_hazards_v2.php3?img_id=10707 |
CO-Belastung in 3 km über Grund, die sich von den Zentren der Biomasseverbrennung in Sumatra nach N in Richtung asiatisches Festland ausbreitet. Die Darstellung korreliert gut mit dem Echtfarbenbild von MODIS (rechts). Die grauen Flächen stehen für Datenlücken, die sich aufgrund von dichten Wolken ergeben oder weil Lücken in den Beobachtungs-streifen bestanden. |
Von zahlreichen, am 8. Juni 2003 bestehenden Vegetationsbränden treibt Rauch über die Straße von Malacca nach Norden und auch in Richtung Indischer Ozean. Die Brandherde sind durch rote Punkte hervorgehoben. |
Weitere Informationen:
Ein sonnensynchroner Satellit, der einen bestimmten Punkt auf der Erdoberfläche gegen Sonnenaufgang überfliegt, und dann wieder 12 Stunden später bei Sonnenuntergang. Solche Orbits sind z.B. nützlich für die Beobachtung konvektiver Wolken über Land.
Akronym für Modularer Optischer Scanner;
vom DLR entwickeltes und in zwei Exemplaren
gebautes abbildendes Spektrometer.
Es vermag geometrisch identische Bilder in 18 schmalen Spektralkanälen
und mit einer räumlichen
Auflösung von 500 m zu erzeugen. Die zwei Sensoren
wurden 1996 mit dem internationalen FE-Modul PRIRODA
an die russische Raumstation MIR (zwischenzeitlich
gezielt verglüht) angedockt, bzw. an Bord des indischen FE-Satelliten IRS-P3
ins All gebracht. Zusammen mit einem indischen Instrument dient MOS der Beobachtung
des Zustandes der Umwelt, speziell der Ozeane, Küstengewässer und
Küstenzonen. Zusätzlich werden Atmosphärenmessungen vorgenommen.
MOS gilt als Experimentalmission sowohl hinsichtlich der Konzeption der Geräte,
als auch der Methoden und Algorithmen.
Diese Arbeiten kamen der Entwicklung von MERIS
auf ENVISAT zugute. Gleichfalls erfolgten
Vergleichsmessungen mit der NASA-Mission SeaWiFS.
Der Einsatz von MOS hatte eine 10-jährige Phase beendet, in der nach dem
Abschalten von CZCS keine Daten über die
Ozeanfarbe zur Verfügung standen.
Die deutsch-indische Mission ist seit April 2004 aufgrund der aufgebrauchten
Treibstoffvorräte des Satelliten zu
Ende. Mit den MOS-Daten war es über 8 Jahre hinweg möglich, Aussagen
über den Gehalt an Phytoplankton, anorganischen Schwebstoffen sowie organischen
Abbauprodukten abzuleiten. Diese Ergebnisse sind für die Zustandsbeurteilung
und das Management der Ökosysteme von wesentlicher Bedeutung. Erstmals
konnten mit der Mission eine Reihe spezieller Orbit-Manöver für Kalibrationsmessungen
zur Sonne und zum Mond mit einem Kleinsatelliten durchgeführt werden.
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Adria (letzte Aufnahme des MOS)
Das letzte Bild des DLR-Umwelt-Sensors MOS zeigt ein Echtfarben-Komposit des Überflugs über die Nordadria und Mittelitalien am 19. Mai 2004.
Zu höherer Auflösung auf Abbildung klicken! Quelle: http://www.dlr.de/dlr/News/pi_010604.html |
Weitere Informationen:
Engl. Mosaicking; das Zusammenstellen von mehreren einzelnen Luft- oder Satellitenbildern zu einem gemeinsamen Mosaik eines Erdoberflächenausschnitts. Mosaikbildung ist z.B. Bestandteil bei der Orthophotokartenerstellung für große Gebiete. Dies kann z.B. mittels digitaler Bildverarbeitung geschehen, mit deren Hilfe man Rasterbilder oder Ausschnitte davon blattschnittfrei zu einem größeren Bild (Thematik) zusammensetzt. Um ein homogenes Gesamtbild zu erhalten, ist es erforderlich, die einzelnen Ausschnitte (Mosaike) sowohl geometrisch als auch radiometrisch zu korrigieren. Dabei müssen z.B. Randprobleme eliminiert und unterschiedliche Farb- und Helligkeitsdarstellungen in den einzelnen Bildern in der Überlappungszone angepasst werden. Die Mosaikbildung ist der Vorgang, durch den Teilbilder zu einem Gesamtbild vereinigt werden. Dabei sind zu unterscheiden:
Weitere Informationen: Rechnergestützte Bilddatenanalyse im Umweltmonitoring: Zum Einsatz wissensbasierter Klassifikationen und Veränderungsanalysen mit handelsüblicher Fernerkundungssoftware; Dissertation an der Fakultät für Geowissenschaften der Ruhr-Universität (Chr. Lechtenbörger)
Engl. Akronym für Meteosat Second Generation;
Nachfolgemission des existierenden Systems von METEOSAT-Satelliten.
MSG wird aus einem Bodensegment und drei Satelliten
bestehen, deren erster am 28. August 2002 von Kourou aus gestartet wurde (Meteosat-8). Das zweite Exemplar (MSG-2) wurde am 21. Dezember 2005 gestartet.
MSG-1 wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)
im Auftrag von EUMETSAT, der Europäischen
Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, entwickelt und
von der Firma Alcatel Space Industries unter Mitwirkung eines aus über
50 europäischen Unternehmen bestehenden Konsortiums gebaut. Mit der Aufnahme des operationellen Betriebes wurde er in Meteosat-8 umbenannt.
Er ist wie Meteosat 1 - 7 ein zylindrischer Satellit, mit 3,22 m Durchmesser
und 3,74 m Höhe aber zweieinhalb Mal so groß. Seine Masse beim Start
betrug rund 2 t, wovon fast die Hälfte auf den für die Bahn- und Lageregelung
während seines siebenjährigen Betriebs notwendigen Treibstoff entfiel.
MSG liefert Bilder in höherer Auflösung und in einem größeren
Spektralbereich als seine Vorgänger und dies mit größerer Geschwindigkeit.
Meteosat Second Generation
Quelle: http://www.esrin.esa.it/msg/icons/Msg_m.JPG
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Spur des Hurricanes Isabel
Zu höherer Auflösung hier klicken Quelle: http://www.eumetsat.de |
Die links stehende Komposit-Abbildung des Hurricanes Isabel wurde von Meteosat-8 aufgenommen. |
Die MSG-Satelliten bewegen sich auf einem geostationären Orbit
in 36.000 km Höhe. Sie bewegen sich mit einer solchen Geschwindigkeit,
die es erlaubt, immer den gleichen Bereich der Erdoberfläche zu "sehen".
Die Position der MSG-Satelliten befindet sich wie der seiner Meteosat-Vorgänger
über dem Schnittpunkt von Äquator und Nullmeridian. Dies gestattet
die dauerhafte Beobachtung von Europa, Afrika und des Atlantik, wobei lediglich
die nördlichsten und südlichsten Partien des Globus ausgeschlossen
sind.
Wie die früheren Meteosat-Generationen stabilisieren die MSG-Satelliten
ihre Position mit Hilfe ihrer eigenen Drehbewegung. Sie drehen sich 100mal pro
Minute entgegen dem Uhrzeigersinn um ihre Längsachse, die parallel zur
Erdachse ausgerichtet ist.
Die Nutzlast der MSG-Satelliten umfasst folgende Positionen:
MSG-System
Quelle: http://www.eumetsat.de/en/area4/msg/system/images/MSG_sys.jpg
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Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Multi-Spectral Imager; abbildender Multispektral-Sensor für den europäisch-japanischen Satelliten EarthCARE.
Engl. Akronym für Multispectral Scanner.
Engl. Akronym für Multi-functional Transport Satellite;
im Februar 2005 gestartete japanische Satellitenmission mit Aufgaben im Bereich
der Meteorologie und des Transportwesens (Luftverkehrskontrolle, Navigation).
MTSAT-1R wird 2006 mit MTSAT-2 ergänzt werden.
Der Satellit befindet sich auf einer geostationären
Umlaufbahn in 36.000 km Höhe auf
einer Länge von -140.
Weitere Informationen: MTSAT - Technical Information (BOM)
Monokonzepte bei Fernerkundungssystemen liefern häufig nicht genügend aussagekräftige Ergebnisse. Der Einsatz von Multikonzepten schafft Optimierung: