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Transformationsprozess von Pixelkoordinaten in eine beliebige Kartenprojektion.
Im Juni 2003 gestartete Marsmission der ESA. Mars Express trägt sieben Instrumente und bis zum Erreichen des Mars das Landemodul Beagle 2. Zu den Zielen der Mission gehören die Suche nach Wasser, Verständnis für den Verlust an Wasser und Atmosphäre, Erkenntnisse über die innere Struktur des Planeten und seine geologische Geschichte, Suche nach Zeichen vergangenen oder aktuellen Lebens, Kartierung des Planeten in 3D mit großer Auflösung.
| Der Name der Mission | Mars Express erhielt sein Namen, weil er schneller
gebaut werden sollte als irgendeine andere vergleichbare Planetenmission. Das Landemodul Beagle 2 wurde nach dem Schiff benannt, auf dem Charles Darwin fuhr, als er seine Gedanken zur Evolution formulierte. |
|---|---|
| Hauptauftragnehmer | Astrium, Toulouse (France) an der Spitze eines Konsortiums von 24 Firmen aus 15 europäischen Ländern und der USA |
| Startdatum | 2. Juni 2003 |
| Startrakete | Sojuz/Fregat, gebaut von Starsem, dem europäisch-russischen Raketenkonsortium |
| Masse beim Start | 1120 kg (einschließlich 113 kg der Nutzlast des Orbiters und 60 kg des Landemoduls) |
| Ursprünglich vorgesehene Aufgaben
des Landemoduls Beagle 2 |
|
| Instrumente auf dem Orbiter | High Resolution Stereo Camera (HRSC); Energetic Neutral Atoms
Analyser (ASPERA); Planetary Fourier Spectrometer (PFS); Visible and Infra
Red Mineralogical Mapping Spectrometer (OMEGA); Sub-Surface Sounding Radar
Altimeter (MARSIS); Mars Radio Science Experiment (MaRS); Ultraviolet
and Infrared Atmospheric Spectrometer (SPICAM) Die HRSC wurde im Berliner Institut für Planetenforschung des DLR unter FU-Professor Gerhard Neukum entwickelt und bei ASTRIUM in Friedrichshafen gebaut. |
| Aufgaben des Orbiters |
|
| Operationelle Leitung | European Space Operations Centre (ESOC), Darmstadt, Germany |
| Bodenstationen | ESA Bodenstation in New Norcia, bei Perth, Australia. Vorgesehene Operationsdauer: vorhandene Geldmittel für ein Marsjahr (687 Erdtage). Das Raumfahrzeug ist ausgelegt für ein weiteres Marsjahr in Betrieb. |
| Ankunft am Mars | Dezember 2003 |
| Management des Landemoduls | University of Leicester, UK |
Mars Express führt nach Erreichen des Mars im Dezember 2003 als Orbiter
seine Fernerkundungsaufgaben durch. Das Landemodul Beagle2, kurz vor Erreichen
des Mars von Mars Express zur eigenständigen Landung abgestoßen,
wurde im Februar 2004 offiziell als verloren erklärt, nachdem bis dahin
jegliche Kontaktaufnahme fehlgeschlagen war.
Die Primärmission des Orbiters war beginnend mit Juni 2004 auf ein Marsjahr (etwa 23 Erdmonate) ausgelegt. Sie wurde zwischenzeitlich bereits mehrfach verlängert, zuletzt bis 2014.
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Der Mars Express Orbiter an der Spitze der letzten Stufe (Fregat) der Sojuz-Startrakete. Fregat lieferte den Hauptteil der Geschwindigkeit, die nötig war, Mars Express auf seine Reise zu schicken. Für Orbitkorrekturen nach dem Abstoßen von Fregat hat der Orbiter einen bordeigenen Antrieb. |
Mars Express im Marsorbit mit den 20 m langen Antennen des MARSIS-Radars. Das MARSIS-Radar wurde speziell dafür konstruiert, nach Wasser und Eis im Marsboden zu suchen. Eine zweite Aufgabe ist die Sondierung der Ionosphäre. |
Dieses Bild eines brüchigen Kraters in der Nähe von Valles Marineris auf dem Mars wurde von der High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord von Mars Express aufgenommen. Zu größerer Darstellung auf Grafiken klicken |
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Millimeter-Wave Atmospheric Sounder; ein passives, die Erdatmosphäre horizont-sondierendes Mikrowellenspektrometer. Er misst die thermische Millimeterwellen-Strahlung bei 61, 62, 63, 183, 184 und 204 GHz im Höhenbereich zwischen 10 und 100 km. MAS ist Teil der ATLAS-Nutzlasten des Space Shuttles und wurde im Rahmen der Missionen ATLAS-1 (1992), ATLAS-2 (1993) und ATLAS-3 (1994) eingesetzt.
Engl. computer vision; die rechnerische Analyse von einem oder mehreren Bildern oder einer Bildfolge. Über die Analyse erkennt man wichtige abgebildete Objekte und bestimmt deren Position und Raumlage in unserer dreidimensionalen Umgebung. Sie liefert eine ausrei-chend detaillierte symbolische Beschreibung der Objekte. Maschinelles Sehen umfasst folgende Verfahren:
Digitale Fernerkundungsdaten bestehen aus solchen zweidimensionalen Anordnungen
von Zahlenwerten (Digital Numbers,
DN). Abhängig von der Wahl des Datentyps können die DN einer Matrix
Werte aus einem unterschiedlichen Bereich annehmen. Zur Visualisierung einer
Matrix als Bild werden die DN in Grauwert-Abstufungen umgewandelt. Im Fall von
8-bit-Daten wird ein Pixel mit DN = 0 schwarz dargestellt. DN = 255 entspricht
weiß, DN = 128 entspricht 50% grau.
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Grauwerte-Matrix Digitale Fernerkundungsdaten bestehen aus einer 2-dimensionalen Anordnung von Zahlenwerten (Digital Numbers, Abk. DN). Diese 2-D Anordnungen von Zahlen werden als Matrizen (Sg. Matrix) bezeichnet. Zu größerer Darstellung bitte anklicken! |
Engl. maximum likelihood classifier; in der Fernerkundung eine überwachte
Klassifizierung nach der Methode
der größten Wahrscheinlichkeit. Dabei prüft eine statistische Entscheidungsregel
die Wahrscheinlichkeitsdichte, mit der ein Pixel
zu den Klassen mit der vorgegebenen A-priori-Wahrscheinlichkeit gehört
und weist es der Klasse mit dem höchsten Wert zu.
Im Gegensatz zur Minimaldistanz-Klassifikation
wird hier nicht mit mehrdimensional isotroper Distanz operiert, sondern es geht
auch die multivariate Streuungsinformation als Richtungsdifferenzierung im Merkmalsraum
mit ein.
Während der Rechenaufwand dieser Technik hoch ist, sind auch die Klassifikationsergebnisse
in der Regel denen alternativer Ansätze überlegen. Zusätzlich
besteht auch noch die Möglichkeit statistischer Qualitätsaussage hinsichtlich
der Klassifikation jedes einzelnen Pixels
aufgrund der bekannten Verteilungseigenschaften, die aus der mehrdimensionalen
Stichprobe der Trainingsgebiete
geschätzt werden.
Somit können bewußt Qualitätsentscheidungen getroffen werden,
wie etwa Pixel mit weniger als 95% Sicherheit als "nicht klassifiziert"
zu identifizieren. Ebenso können auch a-priori Wahrscheinlichkeiten etwa
auf Grund des vorab bekannten Anteiles einzelner Klassen innerhalb des Untersuchungsgebietes
festgelegt werden.
Die Maximum-Likelihood-Methode ist die genaueste Klassifizierung, da sie die meisten Variablen berücksichtigt.
EU-Projekt zur Erforschung von ozeanischen Riesenwellen.
Weitere Informationen:
Engl. median; der Wert in einer Verteilung, für den genausoviele Mitglieder der Verteilung unterhalb wie oberhalb dieses Wertes liegen, z.B. für die Verteilung der Grauwerte eines Bildes.
Das Medspiration Projekt ist eine europäische Initiative zur Zusammenführung von Daten über die Meeresoberflächentemperatur (SST, Sea Surface Temperature), die unabhängig voneinander mit verschiedenen Satellitensystemen mehrerer Raumfahrtagenturen gewonnen werden. Die auf diese Weise neu geschaffenen Datenprodukte repräsentieren die bestmögliche Wiedergabe der SST in Echtzeit und können beispielsweise in Ozeanvorhersagemodelle eingegeben werden. Gebietsmäßig decken die Daten den Atlantik mit benachbarten Meeresgebieten und das Mittelmeer ab. Medspiration ist ein Beitrag zum weltweiten GODAE/GHRSST-PP-Projekt.
Perspektivisch ist Medspiration als Vorläuferprojekt für meeresbezogene Dienste innerhalb von GMES zu sehen.
Weitere Informationen:
s. Ozeanfarbe
Objektgerichtetes, auf Meeresgebiete der Erde bezogenes Aufgabenfeld der Geodäsie.
Ihre Ziele sind die Vermessung und Abbildung von Meeresoberfläche
und Parametern des Erdschwerefeldes (Äquipotentialflächen) sowie deren
zeitlichen, z.B. gezeitenbedingten, Änderungen. Höhenunterschiede
zwischen Meeresoberfläche und einer mittleren Äquipotentialfläche
sind das Oberflächenrelief, oft ungenau als Meerestopographie
(Topographie: Ortsbeschreibung) bezeichnet. Die Messungen erfolgen heute fast
ausschließlich mittels künstlicher Erdsatelliten
(Altimetrie). Es bestehen enge Verbindungen
zur Ozeanographie.
Ortung und Führung von Fahrzeugen auf den Meeren gehören nicht zur
Meeresgeodäsie, sondern zur Navigation und Nautik; Seekarten dafür
schafft das Seevermessungswesen.
Weitere Informationen: Der Meeresspiegel – ansteigend und fast im Lot (Wolfgang Bosch, Deutsches Geodätisches Forschungsinstitut 2008)
Gezeitenwirkungen auf die Wassermassen der Ozeane. Ähnlich wie bei Erdgezeiten
dargestellt, wird die Meeresoberfläche vom Gezeitenpo-tential durch Sonne
und Mond angeregt; die beobachtbaren Meeresgezeiten sind jedoch entscheidend
durch die Kontinente und Küsten beeinflußt, die den die Erde umrundenden
Flutberg aufstauen. Dies kann in Buchten zu einem Gezeitenhub bis zu 17 m führen
und daher für Gezeitenkraftwerke ausgenutzt werden. Andererseits gibt es
im Ozean singuläre Punkte ohne Gezeitenhub. Stehen Sonne, Mond und Erde
während der Zeit von Vollmond und Neumond auf einer Geraden, so führt
dies zur (verstärkten) Springtide, stehen sie bei Halbmond im rechten Winkel
zueinander, so führt dies zur (verminderten) Nipptide. Die Meeresgezeitenhöhen
werden seit langem durch Pegel registriert. Sie werden u.a. auch zur Reduktion
von Satellitenaltimetermessungen
benötigt. Die Gezeitenwassermassen verursachen selbst ein sekundäres
Gezeitenpotential und tragen durch ihre Auflast zur Deformation der Erdkruste
bei (Erdgezeiten). Wegen der Bedeutung für die
Schifffahrt werden die Meeresgezeiten nach dafür angepaßten Gezeitenmodellen
in Deutschland vom Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie vorausberechnet.
Engl. sea surface temperature (SST); vereinfacht die Temperatur,
die über die von der Meeresoberfläche
emittierte Strahlung gemessen wird. Der
Begriff ist häufig noch vage verwendet, z.T. widersprüchlich definiert.
Die Temperatur bewegt sich von ungefähr -2 °C in den Polarregionen
bis zu 32 °C in den Tropen.
Da Meeresströmungen charakteristische Temperaturen besitzen, sind die SST
der bevorzugte Datentyp für die Beobachtung der Meereszirkulation. Die
Meeresoberflächentemperatur hat einen großen Einfluss auf den Austausch
von Wärme, Feuchtigkeit, Impuls und Gasen zwischen Atmosphäre
und Ozean. Satellitensensoren sind gut geeignet,
die SST zu messen, da sie aus einer synoptischen Perspektive regelmäßig
Daten liefern, die eine hohe räumliche
und radiometrische Auflösung
besitzen.
Die thermische Vertikalstruktur der obersten 10 m der Ozeane kann sehr komplex
und höchst variabel sein. Der SST-Wert kann deutlich variieren, und zwar
in Abhängigkeit von der vertikalen Position der Messung, des eingesetzten
Sensortyps (unterschiedliche Eindringtiefen),
der Tageszeit vor Ort und der lokalen Verhältnisse an der Schnittfläche
Ozean/Atmosphäre. Solche Faktoren machen die Vermengung von verschiedenen
Satellitendatensätzen und in situ-Datensätzen schwierig.
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SST des europäischen Nordmeers in °C Die Animation ist mit Daten der amerikanischen Zeitraum: Januar 2003 - Juni 2004 Zum Starten bitte anklicken! |
Innerhalb der oberen Wasserschicht unterscheidet man folgende Partien:
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The hypothetical vertical profiles of temperature for the upper 10m of the ocean surface in high wind speed conditions or during the night (red) and for low wind speed during the day (black).
Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken |
Zu den Sensoren, die satellitengestützt die Meeresoberflächentemperatur
messen, gehören AATSR, AMSR,
ATSR, AVHRR,
SEVIRI, TMI.
Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer geometrischen
und temporalen Auflösung,
sowie ihrer Allwetterfähigkeit.
Infrarotsensoren wie AVHRR besitzen nicht
die Fähigkeit durch Wolken zu 'sehen'. Der TMI auf NASAs
Tropical Rainfall Measuring Mission Satellit,
war das erste gut kalibrierte Mikrowellenradiometer, das durch die Wolkendecke
hindurch genaue SST-Messergebnisse erzielte. NASDAs
AMSR-E auf dem NASA-Satelliten AQUA war dann
das erste Mikrowellenradiometer, das diese Fähigkeit weltweit einsetzte.
Zwischen der Meeresoberflächentemperatur und der Meeresoberflächentopographie besteht keine direkte Beziehung, die es erlauben würde, den einen Wert in den anderen zu konvertieren. Obwohl eine Änderung der Meeresoberflächentemperatur eine Änderung der Meeresoberflächentopographie verursacht und dies nährungsweise berechnet werden kann, so kann doch die effektive Topographie nicht aus der Temperatur alleine abgeleitet werden. Die Meeresoberflächentemperatur repräsentiert die Temperatur in den oberen Zentimetern der Wassersäule, und die Temperatur kann sich mit zunehmender Tiefe dramatisch ändern. Hingegen bezieht die über die Altimetrie ermittelte Meeresoberflächenhöhe indirekt die Temperaturen aller Tiefen ein und zusätzlich andere Parameter wie Salinität und Meeresströmungen.
Weitere Informationen:
Syn. Meeresoberfläche; Grenzfläche zwischen Atmosphäre und Hydrosphäre. Der aktuelle Meeresspiegel unterliegt zahlreichen, räumlich und zeitlich stark variierenden Einflüssen. Oberflächenwellen werden durch Schwankungen des Wind- und Luftdruckfeldes angeregt. Der Meeresspiegel steigt und fällt vor allem an den Küsten durch die Anziehungskräfte von Sonne und Mond im etwa halb- und ganztägigen Rhythmus. Der Meeresspiegel tendiert dazu, Luftdruckschwankungen auszugleichen (inverser Barometereffekt). Schließlich ergeben sich Wasserstandsänderungen durch Verlagerung von Meeresströmungen und Dichteunterschiede des Wassers, die durch Veränderungen von Temperatur- und Salzgehalt verursacht werden. Sekundärkräfte wie die Corioliskraft, Reibung und Reflexion beeinflussen ebenfalls den Meeresspiegel.
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Jason-1 Measurement System
Quelle: http://sealevel.jpl.nasa.gov/gallery/posters/?ImageID=10 |
Der mittlere Meeresspiegel ist die über längere Zeiträume
gemittelte Meeresoberfläche. Sie richtet sich in erster Näherung nach
dem Erdschwerefeld, d.h. senkrecht zur Lotrichtung aus, fällt jedoch nicht
völlig mit einer Äquipotentialfläche des Erdschwerefeldes, bzw.
dem Geoid zusammen. Durch stationäre
Strömungssysteme bildet sich zusätzlich eine permanente Meerestopographie
von 1-2 m aus. Schließlich unterliegt der mittlere Meeresspiegel einer
ständigen Deformation von ca. 0,1 - 0,2 m durch die permanente Tide von
Sonne und Mond. Der mittlere Meeresspiegel wird beschrieben durch Meereshöhen
(sea heights), die als Abweichungen von einem mittleren Erdellipsoid ähnliche
Beträge besitzen wie die Geoidundulationen. Die genaue Kartierung des Mittleren
Meeresspiegels ist durch Satellitenaltimetrie
möglich. Durch den dominanten Einfluss des Erdschwerefeldes und die
unregelmäßige Verteilung der Erdmassen bilden sich im mittleren Meeresspiegel
tektonisch-morphologische Strukturen wie Tiefseerinnen, Bruchzonen und unterseeische
Berge ab.
Die Schwerkraft ist mit Abstand der wichtigste Einflussfaktor auf die Meereshöhe,
er kann bis zu 150 m betragen. Alle anderen Faktoren tragen zusammen genommen
weniger als 5 m bei.
Während die globale Mitteltemperatur in den letzten Dekaden in einer Geschwindigkeit zugenommen hat, die gut mit den Projektionen des Weltklimarats (IPCC) übereinstimmt, ist der Meeresspiegel schneller angestiegen als vorhergesagt. Wie eine neue Studie zeigt, steigen die Ozeane 60 Prozent schneller als nach der mittleren Prognose des Weltklimarats in seinen beiden letzten Sachstandsberichten. Die Forscher verglichen diese früheren Vorhersagen mit Satellitenmessungen des Meeresspiegelanstiegs. Satelliten haben global eine deutlich bessere Abdeckung als Pegelstationen und können durch die Nutzung von Radarwellen und ihrer Reflektion von der Meeresoberfläche den Anstieg exakt messen. Während der IPCC einen Meeresspiegelanstieg mit 2 mm pro Jahr ab dem Jahr 1990 prognostizierte, zeichneten Satellitendaten einen Anstieg von 3,2 mm pro Jahr auf. Dass nur ein vorübergehender Eisverlust von den Eisschilden Grönlands oder der Antarktis oder andere interne Schwankungen im Klimasystem für die erhöhte Geschwindigkeit des Meeresspiegelanstiegs verantwortlich sind, ist der Studie zufolge unwahrscheinlich. Die Anstiegsrate des Meeresspiegels korreliert eng mit der Zunahme der globalen Mitteltemperatur.
Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken |
Global Sea Level
This figure shows changes in global mean sea level as measured by satellite altimetry (NASA/CNES Topex/Poseidon and Jason-1; and NASA/CNES/NOAA/EUMETSAT Jason-2) between 1992 to 2012. The data have been averaged to account for long time scale variations in sea level. The average annual increase in sea level over this timeframe, depicted by the blue line, is 3.2 millimeters per year. The inset shows changes in Earth's water mass from the beginning of 2010 to mid 2011. Blue colors indicate an increase in water mass over the continents. A new NASA study shows that most of the sea level drop in 2010-11 [red circle] was related to the mass transport of water from the ocean to the continents (primarily Australia, northern South America and Southeast Asia [blue arrows]). While the ocean "lost" water, the continents experienced a gain because of increased rainfalls brought on by the 2010/11 La Nina. By mid-2012, global mean sea level had recovered by more than the 5 millimeters it dropped in 2010/11. OSTM/Jason 2 is an international endeavor with responsibility for satellite development and launch shared between NASA and CNES. The U.S. National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) is responsible for satellite operations, and JPL is managing the mission for NASA. Data processing is being carried out by CNES, the European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites (EUMETSAT) and NOAA. |
Weitere Informationen:
Differenz zwischen dem aktuellen Meeresspiegel und dem Geoid. Sie beträgt ca. 1 - 2 m und bildet sich durch nichtgravitative Kräfte wie hydrostatische und hydrodynamische Vorgänge aus. Die Meerestopographie läßt deshalb grundsätzlich Rückschlüsse auf Meeresströmungen zu, ist aber mit ausreichender Genauigkeit schwierig zu bestimmen. Eine geometrische Bestimmung durch Differenzbildung von Meeresspiegel und Geoid ist nur für langwellige Strukturen sinnvoll, solange das Geoid für kurze Wellenlängen keine cm-Genauigkeit aufweist. Mit Hilfe der Bahnverfolgung von Satelliten und den Messungen der Altimetrie werden Meerestopographie und Schwerefeld gemeinsam geschätzt. Das Fehlerbudget erzwingt dabei jedoch auch eine Beschränkung der Meerestopographie auf großskalige Strukturen. Die dynamische Topographie liefert nur relative Höhen und beruht nur auf hydrostatischen Annahmen. Sie kann deshalb nur einen Teil der Meerestopographie und diesen nur relativ approximieren.
Erdbeobachtungssatellit der indischen ISRO und der französischen CNES. Der im Oktober 2011 gestartete Satellit mit einer Bahnhöhe von 867 km und einer Bahnneigung von 20 Grad zum Äquator dient der Beobachtung des Wetters in den Tropenregionen. Dabei stehen insbesondere der Wasserkreislauf, der Strahlungshaushalt, das Reflexionsverhalten der Wolkenbedeckung und die Energieverteilung im tropischen Konvektionssystem im Fokus.
Der dreiachsenstabilisierte Satellit ist mit einem abbildenden Neunkanal-Mikrowellenradiometer MADRAS (Microwave Analysis and Detection of Rain and Atmosphere Systems, CNES und ISRO), dem Multispektral-Radiometer ScaRaB (Scanner for Radiation Budget, CNES), dem Radio Occultation Sounder for the Atmosphere (ROSA, Italien) und dem Sechskanal-Mikrowellenmessgerät SAPHIR (Sondeur Atmosphérique du Profil d'Humidité Intertropicale par Radiometrie, CNES) ausgerüstet. Er wurde auf Basis des indischen Satellitenbus IRS gebaut und besitzt eine geplante Lebensdauer von drei Jahren.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Medium Earth Orbit, syn. ICO (Intermediate Circular Orbit); mittelhohe, kreisförmige Umlaufbahn in 6.000-20.000 km Höhe. Auf MEO-Orbits befinden sich z.B. Satelliten, die für Mobilfunkdienste eingesetzt werden oder die Teil eines GPS sind und entsprechende Signale aussenden.
Im Aufbau befindliches französisches System zur operationellen Beobachtung
der physikalischen Eigenschaften der Ozeane bei gleichzeitigem Einsatz von Satellitenfernerkundung
und in situ-Messungen. Altimeterdaten werden
von Jason-1/2, früher auch von ENVISAT
bereitgestellt, die in situ-Daten vom System CORIOLIS
mit seinen Treibbojen. MERCATOR ist der französische Beitrag zum weltweiten
GODAE-Projekt. Initiativmitglieder des Projekts unter dem gemeinsamen Namen Mercator Ocean sind CNES, CNRS, Ifremer, IRD, Météo-France, Shom. Diese öffentlich-rechtliche Gruppierung (GIP) führt die gewonnenen Daten in ein numerisches Ozeanmodell ein und legt jeden Mittwoch Analysen und zweiwöchige Prognosen zu wichtigen ozeanographischen Parametern (Temperatur, Salinität, Strömungen) von der Meeresoberfläche bis zum Meeresboden vor.
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Schema des Mercator-Systems Quelle: http://www.mercator-ocean.fr/en/ |
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Medium Resolution Imaging Spectrometer; Nutzlast auf Envisat, hauptsächlich für die Ozean- und Vegetationsüber-wachung. Seine Bodenauflösung beträgt ca. 300 m. Das abbildende Spektrometer misst die von der Erde reflektierte Sonnenstrahlung in 15 Spektralbändern aus dem sichtbaren Spektralbereich und dem nahen Infrarot. Der Sensor ermöglicht eine weltweite Beobachtung alle 3 Tage. MERIS soll vorrangig die Ozeanfarbe auf hoher See und in Küstenregionen dokumentieren. Aus der Kenntnis der Meeresfarbe kann man auf die Chlorophyllpigment-Konzentration, die Schwebstoff-Konzentration und die Aerosolfracht über dem Meer schließen. Daneben liefert MERIS Informationen über die Höhe der Wolkenobergrenzen, die vertikale Wasserdampfverteilung der Atmosphäre und die Aerosolfracht über Land.
MERIS setzt die Forschung von MOS mit erweiterten Fähigkeiten fort. MERIS ist bezüglich seiner Spektralcharakteristiken dem MOS sehr ähnlich, jedoch zur operativen Nutzung mit einer wesentlich größeren Streifenbreite für globale Überdeckung ausgelegt.
MERIS wurde im Auftrag der ESA von Alcatel Frankreich gebaut.
Von MERIS beobachteter Teil des Spektrums
Quelle: http://envisat.esa.int/instruments/meris/ |
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Bangladesh (aufgenommen von MERIS am 8.11.2003)
In dieser MERIS-Aufnahme ist das Gebiet von Bangladesh und Teile Indiens und Myanmars wiedergegeben. Der größte Teil von Bangladesh liegt innerhalb des großen, verästelten Deltabereiches der Flüsse Ganges und Brahmaputra. Der Ganges, wichtigster Fluss des indischen Subkontinents, fließt durch Bangladesh in den Golf von Bengalen. Da die Mündungsarme große Mengen von Sedimenten mitführen, dehnt sich das Delta immer weiter meerwärts aus. Die bräunliche Farbe macht den Sedimenteintrag deutlich. Das flache und tief gelegene Land des Deltas ist jährlichen Überflutungen ausgesetzt. Die Bergländer Indiens im rechten Teil des Bildes reichen bis über 2.000 m NN. Ihre Hänge sind mit dichtem, immergrünem Regenwald bestockt. Schmale Flüsse entwässern über Schluchten das Gebiet. Zum Anzeigen in höherer Auflösung hier klicken! Quelle: http://earth.esa.int/showcase/env/ (Version mit 13 MB dort downloadbar) |
Weitere Informationen:
Engl. feature, franz. caractère; die Eigenschaften bzw. Ausprägungen der Objekte. Dabei wird zwischen Merkmalen des Objektes in der realen Landschaft und Merkmalen des Objektes im Produkt (Bild) unterschieden.
Nach DIN 18716 eine "gemessene oder aus Messwerten abgeleitete Größe, die zur Unterscheidung der Objekte einer Klasse von Objekten anderer Klassen herangezogen werden kann".
In der digitalen Bildverarbeitung
sind Merkmale die in den jeweiligen Spektralbändern
eines Sensors aufgezeichneten Grauwerte, aber auch ihr Zusammenwirken als Texturen. Sie dienen zur Kennzeichnung der zu klassifizierenden Bildelemente. Die Merkmale in einem Bild variieren in Abhängigkeit von der im Bild (Produkt) enthaltenen Information (unterschiedliche spektrale und räumliche Auflösung der Sensoren).
Engl. feature extraction, franz. identification de structures; Ermitteln von Eigenschaften von Objekten in einem Bild, die zur Klassifizierung geeignet sind, wie z.B. Umfang, Fläche, Durchmesser.
Engl. feature space, franz. espace de structures; analog zu bekannten zwei- oder dreidimensionalen geometrischen Räumen durch Koordinatenachsen gebildeter Raum. Im Falle digitaler Fernerkundungsdaten entsprechen meist die Spektralbänder diesen Achsen. Die vom Sensor aufgezeichneten Signale, die auch als Grauwerte bezeichnet werden, stellen dabei die Messdimension dar. Die Darstellung erfolgt vielfach mittels Streuungsdiagrammen. Der Merkmalsraum kann eine beliebige Dimensionalität annehmen, die von der Anzahl der verwendeten Spektralbänder bestimmt wird (s. Abb. unten). Jedes Bildelement kann mit Hilfe seiner Grauwerte, die mit dem Achsenursprung einen Merkmalsvektor bilden, in diesem Raum eindeutig eingeordnet werden.
Definition des Begriffs nach DIN 18716: "n-dimensionaler Raum, der aufgespannt werden kann, wenn zu einer Klassifizierung n Merkmale herangezogen werden".
Zweidimensionaler MerkmalsraumQuelle: Lexikon der Geowissenschaften |
Dreidimensionaler Merkmalsraum |
Engl. Akronym für Methane Remote Sensing LIDAR Mission; projektierte Klimamission mit einem deutsch-französischen Kleinsatelliten, die das Treibhausgas Methan in der Erdatmosphäre beobachten soll. Mit Hilfe eines LIDAR-Instruments wird MERLIN ab dem Jahr 2016 aus einer Höhe von 500 bis 650 km das Gas in der Erdatmosphäre aufspüren und überwachen. Ziel der dreijährigen Mission ist unter anderem die Erstellung einer globalen Weltkarte der Methankonzentrationen.
Methan als Klimaproblem
Methan ist nach Kohlendioxid (CO2) der zweitgrößte Beitrag zur anthropogenen Klimaerwärmung. Das von den Vereinten Nationen eingesetzte Wissenschaftlergremium Intergovernmental Panel for Climate Change (IPCC) bescheinigte Methan ein 25-fach höheres Potenzial zur globalen Erwärmung als CO2. Der weltweite Methangehalt stieg seit Beginn der Industrialisierung aufgrund anthropogener Emissionen auf die doppelte atmosphärische Konzentration an - der Gehalt von Kohlendioxid "lediglich" um 30 Prozent.
Methan-Emissionen, die von Menschen etwa - durch Lecks in Gaspipelines - verursacht werden, sind jedoch nicht so bekannt wie beispielsweise anthropogene CO2-Emissionen aus Kraftwerken und Fahrzeugabgasen. Zusätzlich droht eine weitere, in seinem Ausmaß nicht abschätzbare Gefahr: In den Dauerfrostböden Russlands und Kanadas sind zurzeit die größten natürlichen Vorkommen von Methan gebunden. Tauen diese Böden bei einer weiter voranschreitenden globalen Erwärmung auf, könnte jenes Methan zusätzlich in die Atmosphäre entweichen und die Klimasituation weiter verschlimmern - dies stellt eine der größten Unsicherheiten in den Modellen für die zukünftige Entwicklung des Weltklimas dar.
Die Daten aus der jüngsten Vergangenheit sind beunruhigend: 2007 und 2008 stieg die atmosphärische Methankonzentration wieder deutlich an, nachdem sie mehr als zehn Jahre in etwa konstant war. Anthropogene Quellen, brennende Vegetation (etwa Wald- und Buschbrände), natürliche Emissionen von Feuchtgebieten oder explosionsartig vom Meeresboden zur Wasseroberfläche aufsteigende große Methanblasen kommen hier als mögliche Ursachen in Frage. Die tatsächlichen Ursachen für dieses Phänomen sind indes noch unbekannt. Hier soll die Mission Licht ins Dunkel bringen.
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MERLIN
Statt lediglich acht Kilometer Leitungen am Tag zur Kontrolle abzulaufen, können so pro Stunde 50 Kilometer mit dem CHARM-System (CH4 Airborne Remote Monitoring) überprüft werden. "Das Messprinzip ist also bereits erprobt", betont Peter Schaadt vom DLR-Raumfahrtmanagement. Das Messinstrument im Weltall hat allerdings keine Erdgasleitungen im Blick, sondern sucht pro Stunde 25.000 km nach natürlichen und vom Menschen verursachten Methanquellen ab. 50 Mal pro Sekunde wird es den Laserstrahl zur Erde senden und empfangen. Mit den Messwerten erhält man dann eine Art Weltkarte mit den atmosphärischen Methankonzentrationen und sieht auch regionale Unterschiede. Links: MERLIN im All (künstlerische Darstellung) Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken.
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Die Vorteile von LIDAR
Die bisher zur Methanbeobachtung eingesetzten Instrumente SCIAMACHY auf dem inzwischen inaktiven europäischen Umweltsatelliten ENVISAT und der japanische Satellit GOSAT arbeiten mit so genannten passiven Instrumenten. Das heißt, sie nutzen das vom Erdboden zurück gestreute Sonnenlicht, um den Spurengasgehalt (beispielsweise CO2) in der Atmosphäre zu messen. Sie sind somit auf Tageslicht angewiesen und liefern nur bei klarem Himmel optimale Messwerte.
Ein LIDAR hingegen verfügt als aktives Instrument über eine eigene "Beleuchtung" (den Laser) und kann somit auch bei Nacht oder selbst durch dünne Zirruswolken hindurch messen. Zur Messung der Konzentration eines bestimmten Spurengases werden Lichtpulse in zwei nah beieinander liegenden Wellenlängen ausgesandt. Die eine Wellenlänge wird von dem gesuchten Spurengas absorbiert (Lambda-on), die andere nicht (Lambda-off). Aus der Differenz der beiden zurückgesandten Signale kann die Methankonzentration sehr genau bestimmt werden.
Die Messwerte, die der Satellit aufzeichnet, können von Wissenschaftlern mit Hilfe von Daten über Windgeschwindigkeiten und -richtungen in globale Methanverteilungskarten umgerechnet werden. Diese Methode der so genannten inversen Modellierung führt zu Darstellungen, aus denen die tatsächlichen regionalen Methanflüsse abgeleitet werden können.
Zwischen CNES und DLR wurde die Durchführung einer gemeinsamen wissenschaftlichen Vorstudie und einer Machbarkeitsstudie in den Jahren 2010 und 2011 vereinbart. Frankreich wird mit dem Gesamtsystem und dem Satellitenbus - einer sogenannten MYRIADE-Plattform - sowie dem Betrieb des Satelliten und mit der Startrakete betraut. Deutschland soll das LIDAR-Instrument an Bord des Satelliten entwickeln. Beide Nationen kümmern sich gemeinsam um das Nutzlastbodensegment und die wissenschaftliche Auswertung der Methandaten.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Mercury Surface, Space Environment, Geochemistry and Ranging; am 3. August 2004 zum Merkur gestartete NASA-Sonde im Rahmen des Discovery-Programms. Als Trägerrakete wurde eine Delta II verwendet.
Messenger soll eine umfangreiche Untersuchung des nächsten Nachbarn der
Sonne und des am wenigsten erkundeten der terrestrischen Planeten, zu denen
auch Erde, Mars und Venus gehören, durchführen. Dies liegt vor allem an den für Raumsonden sehr unwirtlichen Bedingungen in der Nähe der Sonne, wie der hohen Temperatur und intensiven Strahlung, sowie an zahlreichen technischen Schwierigkeiten, die bei einem Flug zum Merkur in Kauf genommen werden müssen. Selbst von der Erdumlaufbahn aus sind die Beobachtungsbedingungen zu ungünstig, um ihn mit Teleskopen beobachten zu können. Zum Beispiel würde der Spiegel des Hubble-Weltraumteleskops durch die Teilchen des Sonnenwindes großen Schaden nehmen, wenn man ihn auf einen dermaßen sonnennahen Bereich ausrichten würde.
Aus Gründen der Treibstoffersparnis mussten mehrere Swing-by-Manöver an Erde, Venus und Merkur durchgeführt werden. Dabei verlor die Sonde durch unsymmetrische Annäherung an die Planeten einen Teil ihrer Bahnenergie und wurde so abgebremst.
Das erste von drei Swing-by-Manövern am Merkur fand am 14. Januar 2008 statt, das zweite am 6. Oktober 2008 und das letzte am 29. September 2009. Bei diesen Manövern flog MESSENGER jeweils in rund 200 km Höhe über die Planetenoberfläche, führte Messungen durch und kartographierte Regionen, die während der Vorbeiflüge der Raumsonde Mariner 10 nicht erfasst werden konnten.
Am 18. März 2011 soll Messenger für ein Jahr in einen Orbit um den Planeten einschwenken. Messenger ist nach Mariner 10 die zweite Raumsonde, die den Merkur besucht und wäre die erste, die ihn als Orbiter umkreist.
Aufgaben der Mission sind die Untersuchung der geologischen und tektonischen
Geschichte des Merkur sowie seiner Zusammensetzung, die Untersuchung des Magnetfelds
und die Erforschung der Atmosphäre und Polarkappen des Merkur. Messenger wird dabei erstmals den Planeten vollständig kartieren können. Das Ende
der Mission ist für 2012 vorgesehen. Zu den bislang noch offenen Fragen, auf die sich die Wissenschaftler des Messenger-Teams
eine Antwort erhoffen, gehören: Warum besteht der Merkur, der dichteste
Planet, fast nur aus Eisen? Und warum ist er neben der Erde der einzige innere
Planet mit einem aktiven Magnetfeld? Wie kann der sonnennächste Planet,
auf dem Tagestemperaturen von bis zu 450 °C herrschen, trotzdem in seinen
polaren Krater so etwas wie Eis besitzen?
Weitere Informationen:
In der Fernerkundung die Blickrichtung eines
Sensors. Messungen in Okkultations- (unteres Bild) oder Limb-Beobachtungsgeometrie (oberes Bild) erlauben die Bestimmung der Zusammensetzung der Stratosphäre. Bodennahe Spurenstoffverteilungen lassen sich nur in Nadir-Beobachtungsgeometrie (mittleres Bild) bestimmen. In Okkultations-Beobachtungsgeometrie wird das Direktlicht der Sonne, des Mondes oder von Sternen gemessen. In Limb- und Nadir-Beobachtungsgeometrie besteht das Messsignal im von der Erdoberfläche reflektierten und von der Atmosphäre gestreuten Sonnenlicht (im IR- und Mikrowellenbereich wird die thermische Emission der Erde gemessen).
Darstellung der verschiedenen, in der Fernerkundung benutzten Messgeometrien:
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Limb-Messung Quelle: unbekannt (Hinweis auf Urheber willkommen) Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken. |
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Nadir-Messung Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken. |
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Okkultations-Messung Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken. |
2001 gestartete russische Satellitenmission zu Hydrometeorologie, Klimatologie, Landoberfläche, physischer Ozeanographie, Landwirtschaft, Heliogeophysik, Weltraumumgebung und Atmosphärensondierung. Der Satellit bewegt sich in 1.018 km Höhe auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn (Inklination 99,6°). Die Umlaufzeit beträgt 105,3 min.
Weitere Informationen: Sputnik-Server
In Meteorologie und Klimatologie
nehmen Methoden der Fernerkundung
eine herausragende Stellung ein. Das Ausmaß an Operationalisierung und
Automatisierung in der Auswertung von Fernerkundungsdaten
in diesen Feldern ist von keiner anderen Disziplin erreicht.
Wettersysteme sind großräumige Erscheinungen. Aus diesem Grund ist
das Weltall ideal für ihre Beobachtung. Aus großer Höhe über
der Erde liefern Wettersatelliten
Bilder und andere Meßdaten, die relevante
Informationen über das aktuelle Wettergeschehen und Daten
für die Wettervorhersage liefern. Mit ihrem Fokus auf den dynamischen Veränderungen
der Atmosphäre und auf den kurzfristigen
Veränderungen von Wolken und Niederschlag, Wasserdampf, Temperatur und
auch von Spurengasen und Ozon komplettieren Weltraum-basierte Fernerkundungsverfahren
zusammen mit Boden- und Flugzeug-gebundenen Verfahren in idealer Weise die konventionellen
in situ-Messungen der Wetterbeobachtung.
Fernerkundungsverfahren zeichnen sich durch eine hohe zeitliche Verfügbarkeit
und gute räumliche Auflösung
aus. Teilweise sind sie aber ohne Kalibrierung
mit den direkten Verfahren nicht befriedigend verwendbar.
Satelliten-basierte Wetterbeobachtung
Das Potential von Satelliten zur direkten und indirekten Wetterbeobachtung ist beachtlich und umfasst eine Vielfalt geophysikalischer Parameter. Im Hinblick auf die Atmosphäre messen Satelliten Temperatur- und Feuchtigkeitsprofile von der Oberfläche bis in über 40 km Höhe, ferner Windparameter, Niederschlag, Aerosol sowie die Konzentration von Ozon und anderen Gasen. Neben der Vertikalsondierung dienen sie auch der Bestimmung großräumiger und mesoskaliger horizontaler Feldverteilungen von interessierenden Parametern. Beispielsweise können die Verteilungen von Temperatur (Thermalbild) und Wasserdampf sowie Größen des Strahlungs- und Wärmehaushaltes (Earth Radiation Budget Experiment, ERBE) bestimmt werden.
Über den Ozeanen messen Satelliten die Oberflächentemperaturen und oberflächennahen Winde, Meereshöhe, Wellen, Eisbedeckung und Ozeanfarbe. Über den Landflächen messen bzw. detektieren sie die Oberflächentemperatur, Bodenfeuchte, Vegetations- und Schneebedeckung, Hochwasser, Waldbrände und andere Parameter.
Die meisten der Satellitenprodukte liefern eine bessere Flächenabdeckung als alternative Verfahren (vgl. Abb. unten). Insbesondere über den Ozeanen, die ca. 70 % der Erdoberfläche ausmachen, gibt es nur wenige oberflächenbasierte Beobachtungsmöglichkeiten. Über Land sind insbesondere Niederschlagsmessungen hinsichtlich ihrer Qualität häufig sehr heterogen, was ihre Vergleichbarkeit erschwert. Daneben wird in den regenreichsten tropischen Gebieten der Erde wie Südamerika und Indien kaum konventionelle Niederschlagserfassung betrieben.
Satellitenmessungen können dagegen auf großer räumlicher Skala eine kontinuierliche und flächendeckende Beobachtung liefern. Nicht nur über den Ozeangebieten sondern auch über Landgebieten können dadurch große Beobachtungslücken geschlossen werden.
| Niederschlagsmessstationen des Global Historical Climatology Network (GHCN) 1992 ![]() |
Temperaturmessstationen des Global Historical Climatology Network (GHCN) 1992 ![]() |
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| Quelle: http://cdiac.esd.ornl.gov/epubs/ndp/ndp041/ndp041.html | ||
Zudem werden für viele Anwendungen globale Datensätze benötigt,
und diese werden über Satellitenmessungen verfügbar. Ferner ist für
den operationellen Betrieb Schnelligkeit und Häufigkeit der Datenübermittlung
geboten. So ist das zeitliche
Auflösungsvermögen (Wiederholrate) wichtiger als das räumliche.
Der moderne Meteosat-8 (MSG-1) z.B. liefert
seine Multispektralbilder im 15
min-Rhythmus.
Die zeitliche und räumliche Abdeckung durch die verschiedenen Satelliten ist dabei sehr unterschiedlich. So liefern die geostationären Satelliten Messungen von 50° N bis 50° S in kurzem zeitlichen Abstand (z.B. MSG). Die polarumlaufenden Satelliten der DMSP- und NOAA-Serien sowie der TRMM-Satellit umkreisen den Globus hingegen fortlaufend mit einer Umlaufzeit von etwa eineinhalb Stunden. Daraus resultiert pro Satellit für bestimmte Gebiete maximal eine zweimalige Messung am Tag.
Insofern hat sich die Kombination von Satelliten auf geostationären und polumlaufenden Umlaufbahnen bewährt.
Die bekanntesten und seit Jahrzehnten praktizierten Messungen aus dem Weltraum
sind die im optischen Bereich. Die zu Wettersatellitenbildern
aufbereiteten Messergebnisse dienten ursprünglich im sichtbaren
Spektralbereich als einfache Informationen über Wolkenverteilung und
-arten sowie daraus ableitbare Prozesse. Heute sind solche Bilder, insbesondere
von geostationären Satelliten, in verschiedenen Spektralbereichen
ein integraler Bestandteil der synoptischen Meteorologie und der öffentlichen
Wetterinformation.
Zu den ältesten Anwendungen der Fernerkundung gehört auch die flugzeug-
und satellitenbasierte Messung der Temperatur von Erd- und Meeresoberfläche.
Gemessen wird die der Temperatur proportionale langwellige Ausstrahlung der
Oberfläche in den Spektralabschnitten, in denen die Atmosphäre durchlässig
ist (atmosphärische Fenster).
Dabei sind nicht nur Punktmessungen möglich, sondern auch flächenmäßige
Scans (Abtastungen), die zu Thermalbildern
führen.
Spurengasbestimmungen der Atmosphäre werden im optischen Bereich mit Hilfe
sehr hoch auflösender Fourierspektrometer (FTIR)
sowohl vom Boden, von Ballons als auch von
Satelliten (z.B. MIPAS auf ENVISAT)
aus vorgenommen.
Sehr bedeutsam sind die von Satelliten aus vorgenommenen Messungen der solaren
und terrestrischen Strahlungsflüsse (Globalstrahlung, reflektierte Strahlung,
langwellige Ausstrahlung, Gegenstrahlung, Strahlungsbilanz)
in verschiedenen Spektralbereichen. Daraus wird die planetare Energiebilanz
berechnet. Außerdem werden aus den gemessenen Strahlungsflussdichten und
aus der ebenfalls möglichen Berechnung von thermodynamischen Feldgrößen
Vertikalprofile von Temperatur und Feuchte vorwiegend in der Atmosphäre
oberhalb der Tropopause bestimmt.
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Meteorologisch-klimatische Beobachtungssysteme
Zu höherer Auflösung auf Abbildung klicken! Quelle: http://www.earthobservations.org/documents/the_full_picture.pdf |
Boden-basierte Fernerkundungsverfahren bei der Wetterbeobachtung
Bodenbasierte Wetterbeobachtung ist nicht nur in
situ-Messung, sondern umfasst auch Fernerkundungsverfahren. Dazu gehören
Wetterradar, sowie LIDAR-
und SODAR-Fernmessverfahren u.a.
Insbesondere für die Fernerkundung der atmosphärische
Grenzschicht werden Sondierungssysteme (SODAR) verwendet, die auf der Ausbreitung
von Schallwellen in der Atmosphäre beruhen. Im Prinzip handelt es sich
dabei um ein akustisches Radar. SODAR-Geräte gelten gegenüber direkten
Verfahren als vergleichbar genau und zusätzlich als kostensparend.
Verbindet man ein akustisches System mit einem Radargerät, so erhält
man ein Radio Acoustic Sounding System (RASS),
das die Bestimmung vertikaler Temperatur- und Windprofile ermöglicht.
Ein Spezialgebiet der Nutzung des optischen Spektralbereiches ist LIDAR,
das - neben anderen Einsatzgebieten - verschiedene Fernmessverfahren für
atmosphärische Gase und Aerosolverteilungen auf der Grundlage der Lasertechnik
bezeichnet.
Flugzeug-basierte Fernerkundungsverfahren bei der Wetterbeobachtung
Auch bei Flugzeug-getragener Wetterbeobachtung stehen Fernerkundungsverfahren neben in situ-Verfahren. Das DLR befasst sich z.B. über das OZON-Lidar Experiment (OLEX) mit der Fernerkundung des stratosphärischen Ozons. Das Instrument dient im Übrigen auch der Validierung von SCIAMACHY-Daten. Messungen des atmosphärischen Wasserdampfes können mit Hilfe von Flugzeug-getragenen, aber auch vom Boden aus einsetzbaren Wasserdampf-Differential-Absorptions-Lidarsystemen (DIAL) des DLR erfolgen. LIDAR-Systeme werden eingesetzt um z.B. die starken Strahlströme in großer Höhe zu erfassen.
Weitere Informationen:
Als Beitrag zur Welt-Wetterwacht (World Weather Watch, WWW) und zum Klimaforschungsprogramm (World Climate Research Programme, WCRP) von der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) initiiertes Satellitensystem. Als solches ist es die weltraumgestützte Komponente des Globalen Klimabeobachtungssystems (Global Climate Observing System, GCOS) der WMO.
Wetterstationen sind nicht gleichmäßig über die Erde verteilt und liefern nicht immer Daten in kurzen Zeitabständen. Insbesondere über Meeresgebieten und Wüstenregionen werden wenig bis gar keine Messwerte von meteorologischen Größen erfasst. Diese Beobachtungslücken lassen sich mit Hilfe von Satellitendaten verkleinern oder sogar schließen.
Eine weitere Qualitätssteigerung in der NWV wird durch die Beobachtungen des in 800-900 km Höhe polnah umlaufenden Satelliten METOP (EUMETSAT) erzielt. Dieser liefert unter anderem Daten (Strahldichten oder abgeleitete Vertikalprofile von Temperatur und Feuchte) für die NWV. Aber auch zur Überwachung von Ozon und anderen Spurengasen, für das Klimamonitoring und weitere Bereiche stellt METOP wertvolle Informationen zur Verfügung.
Die weltraumgestützte Komponente des GCOS besteht aus zwei Teilsystemen, nämlich fünf geostationären und mindestens zwei polarumlaufenden Wettersatelliten und wird seit 1972 von der Koordinierungsgruppe für Wettersatelliten (Coordination Group for Meteorological Satellites, CGMS) abgestimmt. Die CGMS ist ein Zusammenschluss der einzelnen Betreiberorganisationen und der WMO. Das System ist derart ausgelegt, dass eine kontinuierliche und global lückenlose Erdbeobachtung gewährleistet ist.
Bis 1960 wurden Wetterbeobachtungen weltweit nur von Boden-, Flugzeug- und Ballon-basierten Systemen durchgeführt. Dies änderte sich mit dem Start des ersten amerikanischen Wettersatelliten TIROS am 1.4.1960. TIROS war ein experimenteller Satellit auf polarer Umlaufbahn, der erstmals in regelmäßigen Abständen großräumige Bilder von den irdischen Wolken- und Wettersystemen lieferte. Europas erster Beitrag zu den Weltraum-basierten Wetterbeobachtungssystemen begann mit dem Start von Meteosat-1 am 23. November 1977. Dieser Satellit war der erste auf einem geostationären Orbit, der einen Sensor im 6,3 µm-Band zur Messung des Wasserdampfes trug. Einer Einschätzung des European Centre for Medium Weather Forecasts (ECMWF) nach, gelten heutzutage die Informationen der Satellitenbeobachtungen als wesentlichster Teil des globalen Beobachtungssystems für moderne numerische Wettervorhersage. Wie o.g. setzt die operationelle Meteorologie typischerweise zwei Typen von Satelliten zur Beschaffung der nötigen Informationen ein. Sie unterscheiden sich vor allem in Bezug auf ihre Umlaufbahncharakteristik:
Die geostationären Satelliten (z.B. METEOSAT, GOES ) sind scheinbar ortsfest in etwa 35.800 km über dem Äquator angeordnet, sodass mit einem System von 5 Satelliten die ganze Erde bis etwa 70° N/S alle 15-30 Minuten abgetastet werden kann. In Animationsmodi liefern die aus den Daten erzeugten Bilder Eindrücke von andauernden Veränderungen atmosphärischer Prozesse. Der über dem Schnittpunkt von Nullmeridian und Äquator befindliche METEOSAT 10 der EUMETSAT beispielsweise tastet alle 15 Minuten die Erdscheibe in elf Spektralbereichen und im sichtbaren Bereich ab.
Die Messungen, flächendeckend und mit hoher zeitlicher Wiederholrate, haben großen Nutzen für Wetterüberwachung und -vorhersage. Die Kombination mehrerer Kanäle erlaubt die Herleitung verschiedenster Parameter zur Analyse der Wettersituationen. Zu den Parametern gehören unter anderen Wolkenbedeckung und Wolkenart, Temperaturen von Erd- und Wolkenoberflächen sowie Feuchteparameter. Gerade in Verbindung mit anderen Daten wie Synop-, Radiosonden-, Niederschlagsradarbeobachtungen oder Blitzortungsdaten und der Betrachtung von Bildfolgen lassen sich Aussagen über die kurzfristige Wetterentwicklung der nächsten 1-2 Stunden machen. Aus der Verlagerung von Wolken- und Feuchtestrukturen zwischen aufeinander folgenden Bildern können Windvektoren abgeleitet werden, die neben anderen Parametern Eingang in die numerische Wettervorhersage (NWV) finden und dort zu einer Qualitätssteigerung führen.
Aufgrund der Erdkrümmung ist allerdings nur ein Teil der Erdkugel bis etwa
60° N/S mit ausreichender Genauigkeit abbildbar. Die große Höhe
bedingt eine relativ geringe räumliche Auflösung,
und sie schließt den Einsatz von aktiven
Instrumenten wie z.B. Radar aus.
Da die für das Wettergeschehen wichtigen Polargebiete somit aus dem geostationären
Orbit nicht eingesehen werden können, wird das System durch polarumlaufende
Satelliten z.B. TIROS-N/NOAA ergänzt.
Jeder dieser sonnensynchronen, polarumlaufenden
Satelliten (Höhe ca. 850 km) erfasst dagegen zweimal pro Tag die gesamte
Erde in einzelnen, zeitlich versetzten Beobachtungsstreifen, die im Falle der
NOAA-Satelliten eine Breite von ca. 3.000 km
haben. Diese in relativ geringer Höhe fliegenden Satelliten liefern Bilder
in hoher räumlicher Auflösung.
Eine weitere Qualitätssteigerung in der NWV wird durch die Beobachtungen des in 800-900 km Höhe polnah umlaufenden Satelliten METOP (EUMETSAT) erzielt. Dieser liefert unter anderem Daten (Strahldichten oder abgeleitete Vertikalprofile von Temperatur und Feuchte) für die NWV. Aber auch zur Überwachung von Ozon und anderen Spurengasen, für das Klimamonitoring und weitere Bereiche stellt METOP wertvolle Informationen zur Verfügung.
| Schema des weltraumbasierten Teils des Global Observing System der WMO
http://www.eohandbook.com/eohb2008/climate_satellites.html |
Beide Satellitensysteme liefern räumlich hoch aufgelöste Daten in verschiedenen Banden des sichtbaren und infraroten Spektrums und verfügen teilweise über atmosphärische Sounder, z.B. TOVS (TIROS), mit denen Vertikalprofile von Lufttemperatur und Luftfeuchte abgeleitet werden können. Die Wettersatelliten des globalen Beobachtungsnetzes dienen primär zur Verbesserung der Kurzfrist-Wettervorhersage (nowcasting). Regelmäßig abgeleitete Produkte sind u.a. Meeresoberflächentemperaturen (SST, Sea Surface Temperatures), die aus Wolkenbewegungen extrahierten Windfelder (CMW, Cloud Motion Winds,) sowie der Bedeckungsgrad und die Wolkenart. Daneben bestehen weitere Systeme, die mit passiven oder aktiven Mikrowellenradiometern vor allem zur Erfassung von Niederschlagsfeldern eingesetzt werden. Beispiele dafür sind das DMSP (Defense Meteorological Satellite Program) mit dem passiven SSM/I Sensor (Special Sensor Microwave/Imager) und TRMM (Radar-Niederschlagsmessung).
| GOES | METEOSAT |
|---|---|
| Interactive Weather Information | EUMETSAT |
| NOAA/NESDIS | ZAMG, Austria |
| US Navy Research Laboratory, Monterey | KMI, Belgium |
| University of Wisconsin | FU Berlin |
| Florida State University | NOAA |
| RAMSDIS Online | MetOp |
| Global Hydrology and Climate Center | EUMETSAT |
| GOMS | FY-2 (FENGYUN) |
| SRC Planeta | National Satellite Meteorological Center |
| INSAT | MTSAT |
| India Meteorological Department | BOM |
| Forschungssatelliten | |
| TRMM | ENVISAT |
Die operationellen geostationären Satelliten sind: Meteosat, GOES, GMS sowie GOMS; die polarumlaufenden Satelliten sind stets zwei Satelliten der NOAA, Metop der ESA sowie METEOR oder FENGYUN.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Meteorological Satellite; Serie von europäischen geostationären Wettersatelliten, die von EUMETSAT und ESA entwickelt, von der ESA ins All gebracht und von der EUMETSAT betrieben werden. Es sind bislang drei Generationen von Meteosat realisiert bzw. in der Entwicklung. Meteosat-1 startete 1977, Meteosat-10 (MSG-3) im Jahr 2012. Entsprechend liefern die Meteosat-Satelliten seit 1977 Wetterinformationen.
Der jeweils operationelle Meteosat ist über dem Golf von Guinea (0°/0°) in 35.800 km Höhe positioniert. Von dort nimmt er einen Ausschnitt von der Erdoberfläche mit einer N-S und W-E-Erstreckung von 70° auf und übermittelt die Informationen zur Bodenstation. Die Position ist für die Wetterbeobachtung über Afrika, dem östlichen Atlantik und Südeuropa optimal. Als Teil des globalen meteorologischen Satellitensystems teilt sich METEOSAT die geostationäre Wetterbeobachtung mit vier weiteren Satellitensystemen, dem japanischen GMS, dem indischen INSAT und den US-amerikanischen GOES E und GOES W.
Sein wichtigster Sensor ist ein Radiometer, das in drei Spektralkanälen aufnimmt: im VIS (sichtbares Licht, 0,5-0,9 µm), im WV (Bereich hoher Wasserdampfabsorption, 5,7-7,1 µm) und im IR (thermisches Infrarot, 10,5-12,5 µm).
Jeder Meteosat ist für eine Arbeitsphase im All von wenigstens fünf Jahren vorgesehen. Gegenwärtig hält man zumindest zwei arbeitsfähige Satelliten im Orbit und startet einen neuen Satelliten kurz vor dem Ende des Treibstoffvorrats auf dem älteren Satelliten.
Meteosatbild vom 2.11.2003
Quelle: Eumetsat |
Koloriertes Bild von Meteosat-7-Daten
Quelle: Eumetsat |
Die Satelliten Meteosat 1-7 gehören zur ersten Generation. Der letzte aktive Satellit der 1. Meteosatgeneration, Meteosat-7, steht über dem Indischen Ozean steht auf 57,5° Ost und liefert Bilder über die Regionen um den 63. östlichen Längengrad (Ostafrika, westlicher Indischer Ozean, Mittelasien) als Ersatz für einen dort ursprünglich positionierten INSAT-Satelliten. Zusätzlich empfängt er Meldungen des Tsunami-Warnsystems und leitet sie weiter. Seine Einsatzdauer reicht von 1997-2016.
Meteosat Second Generation
Als Ersatz für die bisherige Reihe baut die ESA vier Satelliten MSG
(METEOSAT Second Generation). Die neue Serie liefert
schärfere Multispektralbilder in doppelter Häufigkeit (alle 15 statt alle 30
Minuten) und dies mit zwölf Kanälen gegenüber den bisherigen drei Kanälen. Die MSG-Satelliten wurden im französischen Cannes von einem europäischen Konsortium unter der Leitung von Thales Alenia Space France gebaut. Insgesamt sind mehr als 50 Unterauftragnehmer aus 13 europäischen Ländern beteiligt. MSG-1 wurde am 29. August 2002 gestartet und mit
dem Beginn des Arbeitsbetriebes im Januar 2004 in Meteosat-8 umbenannt. Der
Start von MSG-2 erfolgte am 21. Dezember 2005.
MSG-3 wurde am 5. Juli 2012 mit einer Ariane 5 von Kourou in den Weltraum gebracht. Nach der Einsatzerprobung hat MSG-3 als Meteosat 10 seinen Platz bei 0° Länge über dem Golf von Guinea und dem Äquator in der geostationären Umlaufbahn eingenommen, in der seine Geschwindigkeit genau der der Erdrotation entspricht. Er befindet sich seit dem 21.1.2013 im operationellen Betrieb und liefert alle 15 Minuten ein Multispektralbild des gleichen Ausschnitts der Erde. In dieser Position ersetzt Meteosat 10 den Meteosat-9. Im April 2013 übernahm Meteosat 9 den Rapid Scanning-Betrieb (RSS) von Meteosat-8. Meteosat-10 wird dann alle 15 Minuten Bilder der gesamten Halbkugel (full disc imagery) liefern, Meteosat-9 hingegen im 5-Minuten-Takt Bilder von Europa und Nordafrika.
Die Größe der MSG-Bilder beträgt im HRV-Kanal (SW/panchromatisch) 11136×11136 Pixel mit einer Ortsauflösung von bis zu 1×1 km² im Bereich des Bildzentrums (0° nördliche Breite, 0° östliche Länge). Die Bildauflösung würde damit einer 124-Megapixel-Digitalkamera entsprechen. Die restlichen der zwölf Kanäle erzeugen Bilder einer Größe von 3712×3712 Pixeln bei einer Auflösung von ungefähr 3×3 km² im Bildzentrum. Aufgrund der geostationären Aufnahmegeometrie nimmt die Auflösung zu den Rändern hin ab, bzw. die von einem Pixel abgebildete Fläche der Erde nimmt zu den Rändern hin zu.
Der Start des letzten Satelliten der Reihe, MSG 4, ist für 2015 vorgesehen.
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Meteosat Second Generation Wie die erste Version des Meteosat ist MSG spin-stabilisiert (drallstabilisiert). Auf seinem geostationären Orbit dreht sich der Satellit entgegen dem Uhrzeigersinn mit 100 Umdrehungen pro Minute um seine Längsachse, die parallel zur Erdachse ausgerichtet ist. Die MSG-Satelliten sind wie die ersten Meteosats auf 0 ° Länge positioniert, aber sie können bei Bedarf bis zu 50 Grad nach Osten oder Westen verlagert werden. |
Vier der zwölf Beobachtungskanäle erfassen den sichtbaren Bereich des Lichts, acht den Infrarotbereich. Zwei davon liegen in Bereichen, in denen die Absorption von Strahlung durch Wasserdampf in der Atmosphäre stark ist. Damit kann das Wettergeschehen inklusive einer Abschätzung des Wasserdampfgehaltes in verschiedenen Höhenschichten der Atmosphäre erfasst werden. Alle Kanäle zusammen schicken 20 mal mehr Daten zur Erde als die Vorgängersatelliten. Die hohe Bildwiederholfrequenz ermöglicht eine genaue Vorhersage von Windrichtung und -geschwindigkeit durch den Vergleich von zwei aufeinanderfolgenden Aufnahmen in 15 Minuten Abstand. Durch die Kombination mehrerer Kanäle können unterschiedliche Wolkenarten (z. B. Eiswolken) erkannt werden. Auch Schneeflächen lassen sich damit eindeutig von Eiswolken unterscheiden.
Die Aufgaben der zweiten Generation METEOSAT in der Übersicht:
Insgesamt ist der Start und Betrieb von 4 MSG-Satelliten vorgesehen, womit eine kontinuierliche und zuverlässige Verfügbarkeit von MSG-Daten bis ca. 2020 erreicht werden soll.
Beim Satellitenkontroll- und Betriebszentrum von EUMETSAT in Darmstadt werden die vom Satelliten empfangen Rohdaten aufbereitet. Dazu gehört die korrekte geographische Zuordnung der einzelnen Bildpunkte und die Kalibrierung. Aus den Daten werden zudem auch geophysikalische Zustandsparameter abgeleitet, wie z.B. Windvektoren aus der Verlagerung von Wolken- oder Wasserdampfstrukturen, Meeresoberflächentemperaturen, Wolkenart, -verteilung und höhe, Wasserdampfverteilung in der oberen Troposphäre, Niederschlagsabschätzung, sowie Datensätze für klimatologische Zwecke. Alle Datensätze werden archiviert.
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MSG-Bilder
Links: MSG-10 Bild, Erdscheibe Afrika /Europa vom 25.3.2013, 18h Rechts: Das Komposit vom 25.3.2013 15h, setzt sich aus den Infrarot-Daten der geostationären Satelliten MET-10, MET-9, MTSAT1R, GOES11 und GOES13 zusammen. Die Bilder werden erstmals erstellt, sobald die Daten von mindestens vier der Satelliten vorliegen. Daher kann bei dem aktuellen Termin noch jeweils ein Satellit fehlen. Sobald diese Daten vorliegen, wird das aktuelle Bild entsprechend ergänzt. In den etwa 6 Wochen rund um die Tag- und Nachtgleiche fehlen die Termine zur lokalen Mitternacht (Eklipse). Alle hier angebotenen Bilder sind Infrarotbilder, die transparent über ein topographisches Hintergrundbild gelegt wurden. Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken.
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Meteosat Third Generation
Die Satelliten, die ab 2015 die zweite Generation MSG ablösen sollen, tragen die Bezeichnung Meteosat Third Generation (MTG). Die neue Reihe wird aus insgesamt sechs Satelliten bestehen, vier für die abbildende Mission (MTG Imager) und, neu für einen geostationären Orbit, zwei Satelliten für eine sondierende Mission (MTG Sounder). Der Start des ersten MTG-Satelliten ist für 2018 geplant. Die Laufzeit des MTG-Programms beträgt etwa 20 Jahre und hat einen Kostenumfang von 2,37 Mrd € (Basis 2008).
Die Satelliten werden mit folgenden Instrumenten ausgestattet werden:
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Meteosat Third Generation
Meteosat Third Generation imager and sounder (künstlerische Darstellung). The first MTG-I satellite is expected in late 2017, with the first MTG-S following in early 2019. Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken. |
Im Unterschied zu den bisherigen METEOSAT-Baureihen werden die MTG-Satelliten nicht mehr spin-stabilisiert sein, d.h sich mit 100 Umdrehungen pro Minuten um die eigene Achse drehen, sondern „drei-Achsen-stablisiert“ die Erde aus rund 36.000 km beobachten. Nur so lassen sich die vielen Daten mit dieser neuen Satellitengeneration gewinnen. Die Masse der Satelliten beträgt 2,8 (MTG-I) bzw 3,1 Tonnen (MTG-S). Mit MTG stehen, gegenüber dem derzeitigen METEOSAT-System, Daten in höherer Qualität bereit, sowie solche, wie die Daten der Sondierungs-Instrumente, die es bisher aus einem geostationären Orbit noch nicht gab und helfen so die numerische Wettervorhersage weiter zu verbessern. Wetterüberwachung und Nowcasting profitieren von höher aufgelösten Bildern, die in kürzen zeitlichen Abständen bereit gestellt werden und so die Erkennung z.B. von potentiellen Gewitterwolken oder kleinräumigen Nebelgebieten erleichtern. Ebenfalls profitieren werden durch die verbesserten Daten klimatologische und ozeanographische Anwendungen. Zudem werden wertvolle Daten zur Überwachung der Luftqualität gewonnen.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Meteorological Operational Polar Satellite; in drei Exemplaren geplanter polarumlaufender Wettersatellit der EUMETSAT. Der erste Satellit (MetOp-A) startete am 19.10.2006 von Baikonur aus, an Bord eines russischen Sojus-2/Fregat-Trägers, der von dem europäisch-russischen Unternehmen Starsem betrieben wird. MetOp-B folgte am 18. September 2012 und ist seit Januar im operationellen Betrieb. Im April 2013 übernahm MetOp-B die Aufgaben seines Vorgängers als EUMETSATs primärer Datenlieferant auf polarer Umlaufbahn. Der Start von MetOp-C ist für 2017 vorgesehen.
MetOp ist der europäische Beitrag zu dem europäisch-amerikanischen Polarsatelliten-System. Innerhalb dieser Kooperation übernimmt MetOp die Morgen-Beobachtung, während die NOAA-Satelliten die Nachmittagssituation abdecken.
MetOp wurde vom europäischen Wettersatelliten-Betreiber EUMETSAT und der europäischen Weltraumagentur ESA in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen EADS, der französischen Weltraumagentur CNES und der US-Wetterbehörde NOAA für das EUMETSAT Polar System (EPS) entwickelt. Das EPS dient der operationellen Meteorologie und der Klimabeobachtung. Die Satellitenkonstruktion basiert auf einer Version der von Astrium gebauten 'Polaren Plattform' des Envisat Satelliten.
Jeder Satellit der MetOp-Reihe hat eine nominelle Lebenszeit im Orbit von 5 Jahren, einschließlich einer sechsmonatigen Zeitüberlappung von aufeinanderfolgenden Satelliten (d.h. zwischen MetOp-A und MetOp-B, und zwischen MetOp-B und MetOp-C) was zusammen eine Dienstzeit von über 14 Jahren ergibt. Die europäischen und amerikanischen Satelliten tragen jeweils einen Satz identischer Sensoren: AVHRR/3 und die ATOVS-Instrumentengruppe, bestehend aus AMSU-A, HIRS/4 und MHS. NOAA liefert die meisten der gemeinsamen Instrumente, und EUMETSAT beliefert NOAA mit dem Microwave Humidity Sounder (MHS). Zusätzlich tragen die MetOp-Satelliten eine Reihe europäischer Sensoren, wie IASI, ASCAT, GOME-2 and GRAS, welche die Atmosphärensondierungen verbessern, sowie das atmosphärische Ozon und die oberflächennahen Windvektoren über den Ozeanen messen sollen.
| METOP | |||
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MetOp-A mit ausgefahrenem Sonnensegel in einer künstlerischen Darstellung. MetOp ist der europäische Beitrag zu dem europäisch-amerikanischen Polarsatelliten-System. |
In der Zeit, die MetOp für eine Erdumrundung benötigt, hat sich die Erde um 25° weitergedreht. Dies bedeutet, daß er seine Beobachtungen bei jedem Orbit auf einem jeweils unterschiedlichen Beobachtungsstreifen macht. Zu größerer Darstellung auf Grafiken klicken - Quelle: ESA |
MetOp wird überwacht und kontrolliert über die EUMETSAT Polar System Command and Data Acquisition Station in Svalbard, Norway. Die Daten werden bei jedem Orbit einmal nach Svalbard heruntergeschickt und dann zu EUMETSAT übermittelt. |
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MetOp-A mit einem Gewicht von 4,7 Tonnen führt an Bord zehn Instrumente mit. Beispielsweise vermag er mit seinem ASCAT Scatterometer die Oberflächenwinde über den Meeren zu messen. Die IR-Atmosphären-Sonde (IASI) benutzt die Techniken der Interferenzmessverfahren. Die Meteorologen erhalten von der Sonde Spektren der Emissionen aus der Atmosphäre, mittels der Temperatur- und Feuchtigkeitsprofile mit einer vertikalen Auflösung von 1 km und einer Präzision von 1 K (Kelvin) erstellt werden können.
Darüber hinaus stellt dieser neue Wettersatellit Bilddaten von Land- und Wasserflächen her und fungiert als Hilfsmittel bei der Suche und Rettung von Schiffen und Flugzeugen in Not. Auch ein Datenübertragungssystem befindet sich an Bord, das mit Messstationen und anderen Datenerfassungseinrichtungen verbunden ist.
MetOp-Satelliten umrunden die Erde auf einer sonnensynchronen polaren Umlaufbahn in 817 km Höhe (Inklination 98,7°). Damit kann praktisch jeder Punkt der Erdoberfläche bei ähnlichen Sonneneinstrahlungsbedingungen überflogen werden. Die Umlaufzeit beträgt 101,7 min, der Wiederholzyklus 5 Tage.
In der Zeit, die MetOp für eine Erdumrundung benötigt, hat sich die Erde um 25° weitergedreht. Dies bedeutet, daß er seine Beobachtungen bei jedem Orbit auf einem jeweils unterschiedlichen Beobachtungsstreifen macht. Zudem haben seine Instrumente unterschiedliche Schwadbreiten und brauchen daher verschieden lang um die gesamte Erde abzudecken. Alle Instrumente erzielen aber spätestens nach 5 Tagen eine globale Abdeckung.
| Erste weltweite Darstellung des atmosphärischen NH3 |
Zu größerer Darstellung auf Grafiken klicken. Informationen zur Wirkung von NH3: |
Basierend auf Messungen mit dem Sensor IASI auf dem MetOp Satellliten konnten erstmals globale Konzentrationen von Ammoniak (NH3) in der Atmosphäre gemessen werden. Ammoniak spielt eine Schlüsselrolle für die Umwelt (Versauerung, Reduktion der Biodiversität, atmosphärisch wirksam). Die Karte - basierend auf Satellitendaten aus 2008 - zeigt deutlich auf, dass regionale Konzentrationen vorkommen (hot spots). Diese Hot Spots treten erwartungsgemäß vor allem über landwirtschaftlich genutzten Flächen in Europa, N-Amerika und Asien auf. |
MetOp wird überwacht und kontrolliert über die EUMETSAT Polar System Command and Data Acquisition station in Svalbard, Norway. Die Daten werden bei jedem Orbit einmal nach Svalbard heruntergeschickt und dann zu EUMETSAT in Darmstadt übermittelt. Von dort besteht ein Datenaustausch mit der NOAA in den USA. Nach der anschließenden Aufbereitung werden die Daten innerhalb von 2h15min nach der Datenaufnahme an die Nutzer weitergeleitet. Die Datenaufbereitung erfolgt durch EUMETSAT und NOAA.
Die drei Plattformen der MetOp-Reihe sollen qualitativ hochwertige Daten bis mindestens 2020 sicherstellen. Dazu trägt auch die Ausstattung der MetOp-Serie mit weitgehend identischen Instrumenten bei. Zusammen mit dem in einem Nachmittagsorbit - die lokale Zeit beim Überflug im absteigenden Knoten beträgt 14 Uhr - die Erde umkreisenden polaren Satelliten NOAA-18 ermöglicht MetOp-A eine umfassende Überwachung des globalen Wettergeschehens aus der Erdumlaufbahn.
MetOp-A wird vorläufig die Mission von von MetOp-B unterstützen, solange wie sein Beitrag Nutzen bringt.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Microwave Humidity Sounder; Mikrowellensensor auf den NOAA-N/N'- und MetOp-Satelliten zur Erstellung von atmosphärischen Feuchtigkeitsprofilen und zur Messung von Wolken- und Niederschlagsparametern.
Weitere Informationen: MHS (CEOS EO Handbook)
1882 vom polnisch-amerikanischen Physiker A.A. Michelson entwickeltes, ursprünglich zum Nachweis der Erdbewegung relativ zu einem hypothetischen Äther entwickeltes Interferometer.
Im Aufbau des Michelson-Interferometers wird das einfallende Lichtbündel an einer halbdurchlässig verspiegelten Platte in zwei Teilstrahlen aufgespalten und an je einem Spiegel reflektiert. Die gespiegelten Strahlen überlagern sich nach Reflexion an der Platte wieder. Je nach der Orientierung des virtuellen Bildes des einen Spiegels zum anderen entstehen dabei Interferenzen (Überlagerung der Lichtwellen) gleicher Neigung oder gleicher Dicke, die z.B. mit einem Mikroskop oder durch einen Schirm beobachtet werden können. Zum Ausgleich von Gangunterschieden durch unterschiedliche Lichtwege wird eine Kompensationsplatte in den einen Strahlengang gebracht. Durch Verschieben eines Spiegels kann der Gangunterschied und damit das Interferenzbild gezielt veränder werden.
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Schema eines Michelson-Interferometers
Das einfallende Licht wird an der teildurchlässigen
Trennplatte in zwei kohärente Anteile gespalten, von denen einer
in Richtung des Spiegels 1 reflektiert wird, der andere durch die Trennplatte
in Richtung Spiegel 2 hindurchtritt. Quelle (verändert): http://www.physics.utoledo.edu/~ljc/michel04.jpg |
Bezeichnung für eine Niedrigpreis-Familie von europäischen SAR-Satelliten.
Franz. Akronym für Microsatellite à Traînée
Compensée pour l'Observation du Principe d'Equivalence;
für 2015 vorgesehene Mission zur Erforschung des Äquivalenzprinzips. Dazu trägt er zwei Körper aus unterschiedlichen Materialien, deren Falleigenschaften er im Schwerefeld der Erde beobachtet. Microscope ist der dritte aus der Mikrosatelliten-Serie 'Myriade' der CNES.
Microscope wiegt ca. 120 kg, liefert eine elektrische Leistung von 50 W und trägt eine Nutzlast von 40 kg. Die Stabilisation übernehmen elektrische Triebwerke. Seine sonnensynchrone Umlaufbahn wird in 710 km Höhe liegen. Der Satellit basiert auf dem MYRIADE-Satellitenbus (z.B. DEMETER).
Weitere Informationen:
Engl. Mie scattering; nach Gustav Mie (1868-1957) benannte Streuung
von elektromagnetischer
Strahlung an kugelförmigen Teilchen, deren Radius von gleicher Größenordnung
wie die Wellenlänge der auftreffenden
Strahlung ist. In der Atmosphäre
bedeutet dies in erster Linie die Streuung von Lichtstrahlen an den Aerosolpartikeln (Wasserdampf, Rauch, Staub usw.).
Die Streuung erfolgt mit zunehmender Teilchengröße immer mehr nur
nach vorne. Aufgrund der starken Vorwärtsstreuung erscheint der dunstige
Himmel in der Richtung der Sonne wesentlich heller als in der entgegengesetzten
Richtung.
Nach der Mie-Theorie ist der Streukoeffizient
umgekehrt proportional zu la, wobei der
Exponent a bei durchschnittlichen Verhältnissen in der Atmosphäre
den Wert 1,3 annimmt. Im Gegensatz zur Rayleigh-Streuung
ergibt sich bei der Mie-Streuung demnach nur eine schwache Wellenlängenabhängigkeit.
Als Folge davon verursacht die Mie-Streuung auch keine charakteristische Streufarbe
des Himmels, sondern führt zu einem weißlich aufgehellten Himmel. Sie tritt vornehmlich in den unteren Schichten der Atmosphäre auf.
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Mie-Streuung Mie-Streuung überwiegt an Tagen wenn viele große Partikel in der Luft sind – das können Wassertropfen in Wolken sein, Dunst oder Qualm. Diese Partikel sind größer als die Wellenlängen der Lichtstrahlen mit denen sie kollidieren. Wenn Strahlung auf große Partikel trifft, wird keine Wellenlänge bevorzugt gestreut. Alle Wellenlängen werden gleich stark gestreut und daher bleibt das Licht Weiß. Deswegen sind Wolken weiss – sie bestehen ja aus großen Wassertröpfchen. Die Lichtstrahlen werden nicht wie bei der Rayleigh-Streuung in alle Richtungen gleichmäßig gestreut: daher haben Wolken auch ihre relativ scharfe Abgrenzung. Quelle: Lyndon State College |
Engl. microwaves, franz. micro ondes; elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen zwischen ca. 1 mm und einem Meter, das entspricht Frequenzen zwischen 0,3 GHz und 300 GHz. Mikrowellen kommen in der Natur vor oder sie werden in der Radartechnik, im Mikrowellenherd sowie in vielen technischen Anwendungen wie Plasmaanlagen, drahtlosen Kommunikationssystemen (Mobilfunk, Bluetooth, Satelliten-Fernsehen, WLan) oder Sensorsystemen eingesetzt.
DIN 18716 bezeichnet Mikrowellen als "Strahlung, deren Wellenlänge größer als die der Infrarotstrahlung ist", und zwar in dem o.g. Wellenlängenbereich.
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Elektromagnetisches Spektrum When operational weather satellites were first launched, instruments relied mainly on visible and infrared sensing channels at relatively short wavelengths from about 0.4 to 15 micrometers (10-6 m). Microwave instruments sense much longer wavelengths, expressed in units of frequency called gigahertz (GHz). The frequencies for meteorological observations fall in the range from about 5 to 200 GHz or 6 to 0.15 cm. This frequency range allows us to observe clouds, precipitation, and water vapor, monitor land and sea surfaces, and perform atmospheric profiling of temperature and humidity. |
Strahlung dieser Art wird von den Materialien
an der Erdoberfläche aufgrund ihrer Temperatur abgegeben. Diese Signale, die
mit Mikrowellenradiometern empfangen
werden können, vermögen Informationen über Schneebedeckung, Bodenfeuchte, Ölverschmutzung
u.ä. zu vermitteln.
Mikrowellen unterscheiden sich in ihrem Verhalten grundlegend von der elektromagnetischen Strahlung im
optischen und thermalen Spektralbereich.
Sie werden von der Atmosphäre kaum
beeinflusst und vermögen auch Wolken, Dunst, Rauch, Schnee und leichten Regen
fast ungestört zu durchdringen. Deshalb ist ihre Anwendung in der Fernerkundung
praktisch unabhängig vom Wetter. Dennoch beeinflusst die Atmosphäre die Mikrowellenstrahlung in vielfacher Weise. Aus diesem Grund sind gemessene Strahlungstemperaturen eines Objekts in realer Umgebung zu korrigieren.
Da die Signale von geringer Intensität sind,
lassen sie sich nur in grober geometrischer Auflösung erfassen. Als Folge können
durch passive Mikrowellen-Fernerkundung keine
zur Interpretation geeigneten Bilder erzeugt
werden.
Hingegen lassen sich detaillierte Bildwiedergaben durch aktive
Systeme (Radar) gewinnen, welche Mikrowellen-Strahlung einer bestimmten Wellenlänge
selbst erzeugen, vom Systemträger aus schräg auf die Erdoberfläche abstrahlen
und die reflektierten Signale in Bilddaten umsetzen.
| P-Band | f ≈ |
0,3 Ghz |
l ≈ |
100 cm |
Frequenzbänder im Mikrowellenbereich Die Frequenzen der Mikrowellen wurden im historischen Kontext in Regionen (sog. Bänder) unterteilt, denen ein Buchstabencode zugeordnet ist. Dies geschah im 2. Weltkrieg zur militärischen Geheimhaltung. Obwohl diese Codierung nicht offiziell ist, wird sie allgemein benutzt. Die publizierten Zuordnungen variieren allerdings beträchtlich. Quelle: Albertz / Wiggenhagen 2009 |
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| L-Band | f ≈ |
1,1 - 1,4 Ghz |
l ≈ |
25 cm |
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| S-Band | f ≈ |
2,7 - 3,9 Ghz |
l ≈ |
10 cm |
|||
| C-Band | f ≈ |
5,3 - 5,5 Ghz |
l ≈ |
5 cm |
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| X-Band | f ≈ |
9,2 - 9,4 Ghz |
l ≈ |
25 mm |
|||
| Ku-Band | f ≈ |
16 Ghz |
l ≈ |
18 mm |
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| Ka-Band | f ≈ |
25 Ghz |
l ≈ |
10 mm |
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| V-Band | f ≈ |
50 - 75 Ghz |
l ≈ |
5 mm |
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| W-Band | f ≈ |
95 Ghz |
l ≈ |
3 mm |
Engl. microwave sensing; Fernerkundung mit Hilfe von Sensoren,
die im cm-Wellenbereich empfindlich für die von der Erde oder der Atmosphäre
reflektierte Strahlung sind. Es kommen passive
Systeme, wie auch aktive Systeme
zum Einsatz. Zu letzteren zählt die Radar-Fernerkundung,
die im Vergleich zum Monitoring im Bereich
des sichtbaren Lichtes und des Infrarots
andere Möglichkeiten erschließt. Dazu gehören die erhöhte Eindringtiefe der
Strahlung in die Erdoberfläche (X-Band,
3 cm-Wellen), die Unabhängigkeit von der Tageszeit sowie die Unabhängigkeit
von Witterungsbedingungen, da die Moleküle in der Atmosphäre
im Mikrowellenbereich nicht stören. Nachteilig ist der hohe instrumentelle Aufwand
und die zahlreichen Fremdeinflüsse auf die Messergebnisse.
Anwendungen der passiven Mikrowellen-Fernerkundung umfassen Meteorologie, Hydrologie und Ozeanographie. Die Beobachtung der Atmosphäre ermöglicht es, atmosphärische Profile zu messen, sowie je nach wellenlänge den Wasser- und Ozongehalt der Lufthülle zu bestimmen. In der Hydrologie kann die Bodenfeuchte ermittelt werden, da die Mikrowellenstrahlung von der Feuchtigkeit abhängt. Für die Ozeanographie ist die Beobachtung von Meereis, Strömungen und Winden, wie auch von Verschmutzungen, z.B. durch Öl von Bedeutung.
| Vergleich von aktiven und passiven Mikrowellen-Sensoren
Zu höherer Auflösung auf Abbildung klicken! Quelle: The COMET Program |
Übersicht über Mikrowellensensoren:
Weitere Informationen: Satellitenfernerkundung des Emissionsvermögens von Landoberflächen im Mikrowellenbereich (Diss. C. Wunram)
Engl. microwave radiometry; (passive) Radiometermessungen im Bereich der Mikrowellen (ca. 1 cm - 1 m Wellenlänge).
Die passive Mikrowellenradiometrie nutzt die Strahlung, die von jedem Objekt in diesem Teil des elektromagnetischen Spektrums abgegeben wird. Die natürlich ausgestrahlte Energie in diesem Bereich ist sehr gering verglichen mit dem optischen Bereich.
Bei passiver Mikrowellenradiometrie werden Daten mit einer Antenne innerhalb ihres Gesichtsfeldes aufgezeichnet. Dieses muss groß genug sein, um genügend Energie aufzunehmen. Daher haben die meisten passiven Mikrowellen-Sensoren eine geringe räumliche Auflösung. Die Aufnahme erfolgt in Profilen oder zeilenweise.
Die Radiometer-Messungen beziehen sich direkt auf die Temperatur der strahlenden Objektoberfläche, wobei die Zusammenhänge allerdings komplex sind. So ändert sich die von einem Körper beobachtete Strahlung mit Beobachtungswinkel, Polarisation, Wellenlänge und Oberflächenrauigkeit. Auch der physikalische Zustand des Objekts wie etwa Feuchtigkeit hat großen Einfluss.
Die Mikrowellenradiometrie gewinnt besonders beim Satelliteneinsatz für
die Meteorologie an Bedeutung, da die aktuellen Geräte eine gute räumliche
Auflösung besitzen (z.B. <50 km für den 22 GHz-Kanal). Vorrangiges
Ziel ist die Bestimmung der Parameter Luftfeuchte, Wolkenwassergehalt und Niederschlag.
Mikrowellenhygrometer messen neben der Strahlungstemperatur den Dampfdruck und
das gesamte flüssige Wasser in der Atmosphäre unter Nutzung des Frequenzbereiches
24 GHz - 31 GHz. Klimatologisch von Bedeutung ist die Bestimmung der Bodenfeuchte
der obersten Millimeter und der Schneegebiete.
Besonders wichtig ist die passive Mikrowellenerkundung für die Ozeane,
da Parameter wie Meereis, Wassertemperatur sowie Wasserinhaltsstoffe mit teilweise
ausreichender Genauigkeit gemessen werden können. Mit aktiven Methoden
kann die Meeresoberfläche abgetastet und aus der Art der Rückstreuung
der Mikrowellen auf Seegangseigenschaften und damit auf den Bodenwind geschlossen
werden.
| Bildhafte Darstellung von AMSR-E-Messdaten
der Meeresoberflächentemperatur und des Hurrikan Katrina Dieses Bild stellt die Meeresoberflächentemperaturen der Karibik und des Atlantik im 3-Tagesschnitt (25.-27.8.2005) dar. Es basiert auf den Messdaten des Radiometers AMSR-E (Advanced Microwave Scanning Radiometer ) an Bord des NASA-Satelliten Aqua. Zu höherer Auflösung auf Abbildung klicken! Quelle: NASA |
Sektorspezifische Fernerkundung bezüglich rein militärischer Informationen, aber auch bezüglich Geoinformationen zur Koordination von Streitkräften, zur Optimierung ihrer militärischen Mittel und zur Gewährleistung einer soliden Entscheidungsfindung. Somit ist Fernerkundung Teil der militärischen Aufklärung, bei der man unterscheidet strategische, operative und taktische Aufklärung unterscheidet. Dabei beschäftigt sich die strategische Aufklärung eher mit den Absichten und Möglichkeiten feindlicher Kräfte, operative Aufklärung mit den Absichten und taktische Aufklärung mehr mit dem, was feindliche Kräfte unternehmen.
Entsprechende technische Systeme sind
Praktisch seit Beginn der Raumfahrt vor ca. 50 Jahren haben die damaligen Großmächte (die USA und die UdSSR) Spionagesatelliten entwickelt und ins All geschickt.
Sie wurden entwickelt, um die Aktivitäten anderer Länder mithilfe von Instrumenten mit hoher Raum- und Spektralauflösung zu beobachten. Einige dieser Geräte wurden auch entwickelt, um eventuelle nukleare Explosionen festzustellen oder auch um frühzeitig den Start feindlicher ballistischer Raketen aufzudecken.
Die amerikanische Armee hat bereits 1959 erste experimentelle Erdbeobachtungsgeräte (Discoverer und Samos) in eine Umlaufbahn gebracht. Diese Pioniere haben ihren Platz inzwischen Dutzenden von Spionagesatelliten des Typs Key-Hole (KH) überlassen. Die Sowjetunion ist diesem Beispiel mit ihrem Prototypen Kosmos-4 (1962) und dessen zahlreichen Nachfolgern gefolgt.
Diese ersten militärischen Fernerkundungsgeräte unterschieden sich von anderen Beobachtungssatelliten durch die sehr niedrige Umlaufbahn, ihre kurze Lebensdauer im Weltraum (wenige Tage bis Wochen) und durch ihre Optik. Aus technischer Sicht waren sie lediglich mit sehr ausgeklügelten Fotoapparaten ausgestattet. Sobald sie sich auf einer zu dem zu untersuchenden Objekt passenden Umlaufbahn befanden, spulten sie ihren Film ab. Ihre Mission endete, sobald der Film vollständig belichtet war. Zurück auf der Erde wurde der Film entwickelt und die einzelnen Aufnahmen analysiert.
Durch die technischen Entwicklungen und Fortschritte der vergangenen 40 Jahre konnte das Militär immer raffiniertere Geräte einsetzen: mit rechnergestützter Bildverarbeitung, Infrarot- und Radargeräten und mit der Fähigkeit, die Daten aus dem Weltraum zur Erde zu senden. Es war also nicht mehr nötig zu warten, bis die Satelliten wieder auf die Erde zurückgekehrt waren, um die gesammelten Daten auszuwerten.
Die von Militärsatelliten verwendete Auflösung der Sensoren ist naturgemäß geheim. Aber angesichts der Fähigkeiten der leistungsfähigsten zivilen Satelliten kann man diese mehr oder weniger abschätzen (s. Wikipedia 'Spionagesatellit').
Militärische Satelliten weisen gegenüber zivilen Versionen verschiedene weitere Unterschiede auf. Dazu gehören die Abschirmung der Satelliten gegen Strahlung oder auch ihre Fähigkeit, je nach Krisensituation rasch die Umlaufbahn zu wechseln. Das setzt also voraus, dass die Militärsatelliten über mehr Treibstoff verfügen müssen, da sie einen höheren Verbrauch haben. Sie müssen aber auch die Fähigkeit besitzen, ein und denselben Punkt auf dem Globus mehrmals überqueren zu können, um die Entwicklung einer Situation zu verfolgen.
Angesichts der historischen amerikanisch-russischen Vorherrschaft im Bereich der Fernerkundung haben sich auch andere Nationen mit Erdbeobachtungsgeräten ausgestattet.
So hat Israel 1988 seinen ersten Satelliten Offeq ins All geschickt. Vor nicht allzu langer Zeit hat sich auch China mit Erdbeobachtungssatelliten ausgerüstet, mit rückführbaren FSW-Kapseln und einem System mit doppeltem – zivilem und militärischem – Zweck, dem Zi Yuan, mit dem auch Daten an die Erde gesendet können.
In Europa entwickelt Frankreich in Zusammenarbeit mit Italien und Spanien seit 1995 die optischen Satelliten der Reihe HELIOS I. Das französische Militärprogramm HELIOS II (ein Satellit, der von der zivilen Plattform SPOT abstammt), ebenfalls im optischen Bereich, befindet sich heute im Orbit. Der Satellit Hélios-2A wurde im Dezember 2004 gestartet. Seine Bilder werden von der französischen Armee genutzt, aber es bestehen auch Partnerschaften mit Spanien und Belgien. Der zweite Satellit dieser Baureihe, Hélios-2B, wurde 2009 gestartet werden, um die Beobachtung bis 2014 zu übernehmen.
Deutschland setzt seinerseits auf eine Konstellation mit militärischen Radarsatelliten: das Programm SAR-Lupe. Hierbei handelt es sich um eine Gruppe von fünf Geräten, von denen das erste bereits im Dezember 2006 gestartet wurde.
Frankreich entwickelt derzeit zwei Zwillingssatelliten für optische Beobachtungen: Die sogenannten Pléiades bestehen aus zwei kleinen Satelliten mit einer Raumauflösung von 0,7 m und einem Sichtfeld von 20 km. Die Satellitengruppe Pléiades wird stereoskopische Aufnahmefähigkeiten besitzen, um selbst Bedürfnisse für feine Kartierungen, besonders im städtischen Raum, abzudecken und zusätzlich zur Luftfotografie eingesetzt werden zu können. Deutschland, Belgien, Italien, Spanien, Schweden und Österreich haben sich diesem „dualen“ (zivilen und militärischen) Programm angeschlossen.
Italien entwickelt eine Gruppe von vier Radarsatelliten, ebenfalls zu militärisch-zivilen Zwecken. Sie tragen den Namen Cosmo SkyMed und sollen gemeinsam arbeiten. Diese Gruppe (Pléiades und Cosmo SkyMed) bildet das Kernstück des Kooperationsprojekts Musis (Multinational Space based Imaging System for surveillance, reconnaissance and observation), das 2005 von Frankreich initiiert wurde. Zu den Partnern gehören Deutschland, Belgien, Italien, Spanien und Griechenland. Dieses Projekt soll bereits den Weg für die Zeit nach Helios ebnen. Das künftige Erdbeobachtungssystem soll sowohl über optische als auch über Radarinstrumente verfügen. Seine operationelle Inbetriebnahme soll noch vor dem Ausscheiden des Satelliten Hélios-2B 2014 erfolgen.
Um die von den Erdbeobachtungssatelliten gesendeten Daten auch nutzen zu können, hat Europa sein eigenes Expertenzentrum geschaffen. In Torrejon de Ardoz, nicht weit von Madrid (ES) entfernt, wurde 2002 das Satellitenzentrum der Europäischen Union (EUSC) eröffnet. Es handelt sich um eine Organisation, die mit der Produktion und Auswertung von Informationen beauftragt ist, die aus der Analyse von Satellitenaufnahmen von der Erde gewonnen werden.
Das Zentrum unterstützt damit die Entscheidungsfindung der Europäischen Union im Bereich der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) und der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP). Seine Beiträge betreffen insbesondere Krisenmanagementeinsätze durch die Union, dazu gehören Informationen aus der Analyse von Satellitenbildern und kollateralen Daten, einschließlich Luftaufnahmen und damit verbundenen Dienstleistungen.
Das EUSC wird durch die Beitragszahlungen der Mitgliedstaaten und durch Einnahmen aus geleisteten Diensten finanziert. Die Dienste werden im Rahmen genau definierter Initiativen geleistet. Dazu gehören Rettungs- oder humanitäre Missionen, friedenserhaltende Operationen, die Überprüfung der Einhaltung internationaler Abkommen, Krisenmanagement, die Kontrolle der Nichtverbreitung strategischer Massenvernichtungswaffen oder auch gewisse gerichtliche Untersuchungen.
Weitere Informationen:
Syn. Methode der kürzesten Entfernung, Methode des minimalen Abstands, Minimalabstandsverfahren, überwachte Klassifikationstechnik, bei der zunächst die Mittelwerte aller durch Trainingsgebiete vertretenen Objektklassen bzw. Spektralbereiche im Merkmalsraum berechnet werden. Der euklidische Abstand der zu klassifizierenden Pixel zu diesen Klassenmittelwerten ist das wesentliche Entscheidungskriterium dieses Verfahrens. Die Zuweisung erfolgt zu jener Objektklasse, zu deren Mittelwert der geringste euklidische Abstand festzustellen ist:
|
Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass die Zuordnung meist eindeutig ist und grundsätzlich sämtliche Pixel auch klassifiziert werden (wenn nicht bewußt ein Maximalwert der Distanz festgelegt wird). Häufig stellt die Minimaldistanz-Klassifikation einen günstigen Kompromiß zwischen rechentechnischem Aufwand und Klassifikationsqualität dar.
Engl./dt. Akronym für Michelson Interferometer for Passive
Atmospheric Sounding/Michelson Interferometer für Passive Atmosphären-sondierung; Horizont-sondierendes (Limb Sounding)
IR-Interferometer auf ENVISAT. Es wurde
bereits auf Flugzeugen und Ballons eingesetzt.
MIPAS dient der globalen Beobachtung von Spurengasen und ihrer photochemischen
Wechselwirkungen in der mittleren Atmosphäre (zwischen 5 und 150 km Höhe).
Mit MIPAS lassen sich Konzentrationsprofile der verschiedenen Bestandteile der
Erdatmosphäre erstellen. Das Instrument erlaubt die gleichzeitige Messung
von mehr als zwanzig relevanten Spurengasen einschließlich der gesamten
Stickoxid-Familie und verschiedener FCKWs (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) sowie
die Temperatur in der Atmosphäre und die Verteilung von Aerosolteilchen.
Weitere Beobachtungsfelder sind: troposphärische Zirruswolken und polare
stratosphärische Eiswolken, die sich aus Wasserdampf, Salpetersäure
und Schwefelsäure zusammensetzen. Sie spielen eine wichtige Rolle beim
Ozonabbau. Da MIPAS im infraroten Wellenbereich arbeitet, kann es seine Messungen
global, zu jeder Jahreszeit und unabhängig vom Tageslicht durchführen.
Das erlaubt die Beobachtung der täglichen Änderungen in der Spurengaskonzentration.
Wissenschaftler wollen die Daten von MIPAS nutzen, um vermehrt Erkenntnisse
über die Austauschprozesse zwischen Stratosphäre und Troposphäre
sowie über die Chemie der Stratosphäre zu sammeln. Zudem werden sie
damit Studien der oberen Atmosphäre, Mesosphäre und unteren Thermosphäre
betreiben. Die Ergebnisse sollen die Vorhersage von Klimaänderungen verbessern.
Im Auftrag der ESA wurde MIPAS unter Führung
der Astrium GmbH unter Mitarbeit von über 20 weiteren Firmen und Institutionen
entwickelt und gebaut.
![]() |
MIPAS - Geometrie und allgemeine Prinzipien
Quelle: http://envisat.esa.int/instruments/mipas/descr/charact/geo-princip.html |
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Spectral Ranges of ATMOS Instruments Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken. Quelle: http://www.dfd.dlr.de/education/glossar/mipas.htm |
Weitere Informationen:
Kernstück der Station war ein zylinderförmiges Modul von 13,5 Metern
Länge mit einem Durchmesser von 4,2 Metern. An der Stirnseite dieses Moduls
befand sich ein Hauptankoppelungsstück mit fünf Anlegestutzen. Eine
sechste Ankoppelungsmöglichkeit bot sich am Heck des zentralen Moduls.
Damit war die Station durch Versorgungs- und Forschungsmodule erweiterbar.
Die Forschungsmodule dienen astrophysikalischen, biomedizinischen, geowissenschaftlichen
und materialwissenschaftlichen Untersuchungen sowie Aufgaben der Fernerkundung.
1995 gelang erstmals die Ankoppelung der Mir an ein amerikanisches Space
Shuttle, bis 1998 folgten sechs weitere amerikanische Raumfähren.
Die Besatzungen der Mir, jeweils zwei oder drei Kosmonauten, arbeiten meist
mehrere Monate auf der Station; einige blieben auch länger, 1987/88 verbrachte
eine Besatzung ein ganzes Jahr auf der Station. Die Mir war in den 15 Jahren
ihres Bestehens von 106 Kosmonauten besucht worden.
| Mir Die russische Raumstation Mir über den südamerikanischen
Anden und der Pazifikküste, als Details die trockenen Seeböden des Salar Uyuni und des Salar de Coipasa, Chile. |
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Microwave Imaging Radiometer with Aperture Synthesis; im L-Band arbeitendes, abbildendes Radiometer als Hauptnutzlast auf dem Satelliten SMOS der ESA. Ziel ist die Erkundung der Bodenfeuchte und des Ozeansalzgehaltes.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für MERIS Images Rapid Visualisation, dt. 'Schnellansicht der MERIS-Bilder'; Service der ESA zum Abruf von Satellitenbildern in Quasi-Echtzeit für die breite Öffentlichkeit. MIRAVI folgt der Bahn des Satelliten ENVISAT um die Erde, erzeugt aus den von ENVISATs optischem Instrument MERIS gesammelten Rohdaten Bilder und stellt diese innerhalb von zwei Stunden ins Internet. Die Nutzung von MIRAVI ist kostenlos und erfordert keine Registrierung. Envisat umkreist die Erde in 800 km Höhe in der polaren Umlaufbahn, wodurch MERIS im Dreitagesrhythmus die gesamte Erdoberfläche beobachten kann. MERIS misst die von der Erde reflektierte Sonnenstrahlung, was bedeutet, dass das Sonnenlicht für die Erstellung der Bilder notwendig ist.
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N-S-Bildstreifen von Schwäbischer Alb bis Lago Maggiore
12. September 2006
Für größere Darstellung auf Bild klicken! Quelle: ESA |
Obwohl diese Bilder faszinierend sind und dem Nutzer das Gefühl geben, die Erde von einem Satelliten aus zu betrachten, sind sie nicht für wissenschaftliche Zwecke einsetzbar. Die Wissenschaftler nutzen Daten, die mit Hilfe der 15 Spektralbänder von MERIS und komplizierten Algorithmen erzeugt werden. Die Bilder von MIRAVI werden nur über ein paar Spektralbänder erstellt und bieten eine Ansicht, die einer Wahrnehmung mit bloßem Auge entspricht.
Weitere Informationen: http://miravi.eo.esa.int/en/
Engl. mixed pixel (mixel), franz. pixel mixte; Pixel, deren spektraler Wert sich aus unterschiedlichen Reflexionswerten zusammensetzt und daher nur einen "Mittelwert" mit großer Streuung darstellt. Dieses Problem wird entweder durch eine entsprechende Klassendefinition angegangen oder im universalen Sinne mit Hilfe der Fuzzy Logic. Die Einordnung eines Pixels als Mischpixel hängt von der Bodenauflösung und der Größe des zu klassifizierenden Objekts ab.
| Mischpixel
Quellen: Eumetcal (Text) / http://rst.gsfc.nasa.gov/Sect13/Sect13_2.html (Grafik) |
Ein "Mischpixel" entsteht, wenn einzelne Flächen, die verschiedene Merkmale, Objekte oder Klassen enthalten, unter der Auflösung des Sensors liegen (kleiner sind als diese Auflösung). Die hypothetische Karte (links) einer ländlichen Siedlung möge als Beispiel dienen: Wenn die Aufnahme von einem Sensor stammt, dessen momentanes Blickfeld (instantaneous field of view, IFOV) (durch die Optik und die Geschwindigkeit der Aufnahmen gesteuert) zu einer Pixelgröße führt, die von den kleineren Rechtecken dargestellt wird, und dann ein einzelnes Pixel vollständig innerhalb der Grenzen einer gegebenen Klasse liegt - oder zufälligerweise mit ihr übereinstimmt - dann ergeben sich für dieses Pixel Werte, die von den multispektralen Eigenschaften der die betreffende Klasse ausmachenden dominanten Materialien bestimmt sind. Es ist jedoch wahrscheinlicher, dass das Pixel über mehrere Klassen- oder Merkmalsgrenzen hinausgeht. Der sich ergebende Spektralgehalt ist dann ein zusammengesetzter oder gewichteter Durchschnitt der spektralen Empfindlichkeiten aus jeder internen Klasse. Die Erkennung jedes Merkmals oder jeder Klasse wird schwierig, da es zwei Hauptunbekannte gibt - die Identität der Klasse und ihr relatives Auftreten im Gemisch. Es gibt mathematische Verfahren, um diese Unbekannten zu lösen, aber es bleibt immer ein Rest statistischer Ungewissheit. Eine Verbesserung besteht darin, die Pixelgrösse zu verringern (die Auflösung zu erhöhen), wie es hier im mittleren Rechteck getan wird, so dass mehr Pixel innerhalb des von einer einzigen Klasse oder Merkmal belegten Raumes fallen und weniger Pixel über Grenzen gehen. Die Grundregel bei der Optimierung der Klassifikation heißt, eine Auflösung zu finden, die den Größen der kleinsten spezifischen Klassen entspricht, die identifiziert werden sollen. |
Siehe auch Mischsignatur, Mixel
Bei Abtastbildern durch bestimmte geometrische Bedingungen entstandene, nicht objektspezifische, d.h. aus verschiedenen objektspezifischen Strahlungswerten zusammengesetzte, spektrale Signatur. Es entstehen Pixel mit gemischtem spektralem Signal, sogenannte Mixel. Unter der Voraussetzung linearer Funktionen der betreffenden Ortsfrequenzen untereinander wird für das Mischpixel zumeist das arithmetische Mittel der betroffenen Pixel berechnet. Bei thermalen Aufnahmen ist das in dieser vereinfachten Form nicht anwendbar.
Engl. Akronym für Multi-angle Imaging SpectroRadiometer, ein Sensor an Bord von Terra. Auf einer polaren Umlaufbahn in 705 km Höhe beobachtet MISR die sonnenbeschienene Erdoberfläche zwischen 82° N und 82° S kontinuierlich mit 9 Kameras (Bild links, gelbe Zylinder) in unterschiedlichen Winkeln (Bild rechts) und mit hoher räumlicher Auflösung. Die Breite der Bodenspur beträgt 360 km.
MISR (Schnittdarstellung)
Quelle: http://www-misr.jpl.nasa.gov |
MISR im Orbit auf Terra
Quelle: http://www-misr.jpl.nasa.gov |
MISR liefert Klimatologen eine neue Art von Informationen, wie über die Verteilung von Energie und Kohlenstoff in den Bereichen Landoberfläche und Atmosphäre, sowie über die regionalen und globalen Auswirkungen verschiedener Arten von Aerosolen und Wolken auf das Klima. Die durch die verschiedenen Beobachtungswinkel ermittelten unterschiedlichen Reflexionen von Aerosolen, Wolkentypen und Landbedeckungen ermöglicht deren differenzierte Erkennung. In Kombination mit stereoskopischen Verfahren können 3-D-Modelle erstellt werden und die Gesamtmenge des Sonnenlichts abgeschätzt werden, das von den unterschiedlichen Bereichen der Erde reflektiert wird.
Die tiefsten Canyons der Anden (Peru)
Quelle: http://photojournal.dlr.de/cgi-bin/PIAGenCatalogPage.pl?PIA03423Zu größerer Darstellung auf Grafiken klicken. |
Die spektakulären Cañons der zentralen Anden im peruanischen Bezirk Arequipa, bieten ein beeindruckendes Beispiel für die Kraft von Wassererosion. Das vorliegende Bildpaar wurde am 17. Juli 2000 mit dem MISR-Sensor an Bord des Terra-Satelliten aufgenommen. Das linke Bild ist eine Ansicht in natürlichen Farben, aufgenommen mit einer Kamera in Nadir-Richtung. Rechts ist ein Anaglyphenbild, das aus Daten von der Nadir-Kamera und einer Kamera erzeugt wurde, die in Bewegungsrichtung mit einer Abweichung von 26° von der Vertikalen blickt. Um das räumliche Sehen zu erleichtern wurden die Bilder so ausgerichtet, dass sich N auf der linken und W auf der unteren Seite befindet. Um beim Stereobild einen 3-D-Effekt zu erzielen, ist nach Angaben der NASA eine Rot-Blau-Brille vonnöten, wobei der rote Filter vor dem linken Auge sein muss. Allerdings stellt sich der Effekt auch mit einer Rot-Grün-Brille ein. Als Bezugsquelle für die Brillen wird folgende URL angegeben: http://photojournal.jpl.nasa.gov/HELP/VendorList.html In den Bildern sind zwei Haupterosionsformationen zu erkennen. Die eine, etwas oberhalb des Bildzentrums ist vom Rio Camana und die zweite darunter vom Rio Ocona verursacht. Beide Flüsse fliessen dem Pazifik zu, welcher sich auf der rechten Seite der Bilder befindet, aber durch Schichtwolken verdeckt ist. Zwischen den Cañonsystemen befindet sich im Bildmittelpunkt der schneebedeckte Gipfel des Nudo Coropuna, der mit 6.613 m höchste Gipfel in der Cordillera Occidental. Westlich davon befindet sich der kleinere Nevado Solimana (6117 m), von dem ein Teil durch einen Nebenfluss des Rio Ocona wegerodiert ist. Beides sind inaktive Stratovulkane. Der wichtigste Nebenfluss des Rio Ocona, der Rio Cotahuasi schuf einen Cañon von 3.354 Metern Tiefe, gemessen vom Rand der von ihm durchschnittenen Hochebene bis zu seinem Talboden. Damit ist er der tiefste kontinentale Cañon der Erde und gleichzeitig zweimal so tief wie der Grand Cañon in Arizona. |
Weitere Informationen:
Sonnensynchroner Satellit, der einen bestimmten Punkt auf der Erdoberfläche um die Mittagszeit überfliegt und danach wieder 12 Stunden später um Mitternacht. Ein solcher Orbit ist z.B. nützlich für das Monitoring von konvektiven Wolken über den Ozeanen.
Elektromagnetische Strahlung zwischen dem nahen Infrarot und dem thermischen Infrarot mit Wellenlängen von ca. 2-5 Mikrometern. Die Grenzangaben sind nicht einheitlich, die Bereiche z.T. stärker differenziert oder überlappend. Für diesen Spektralbereich findet sich auch die Bezeichnung short wavelength infrared radiation (SWIR).
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Spektralbereiche Quelle: Institut für Geoinformatik der Universität Münster |
Von engl. mixed pixel, Mischpixel; radiometrische Bildelemente mit spektraler Mischsignatur, bei denen die spektralen Eigenschaften benachbarter Oberflächentypen in die Bildwerte miteinbezogen werden. Mixel treten äußerst häufig an Rändern von homogenen Flächen auf. Sie dienen der Kantenfindung in Fernerkundungsbildern.
Photogrammetrisches Kamerasystem, eingesetzt bei Cosmos/Resource-F-Missionen in Russland.
Engl. Akronym für Microwave Limb Sounder; Instrument zur Erfassung von atmosphärischen Spurengasen durch horizontales "Hineinschauen".
Weitere Informationen:
Mobiles Laserscanning bezeichnet die 3D-Datenerfassung mittels einer oder mehrerer Laserscanner von bewegten Plattformen aus. Um effiziente und weitestgehend automatisierte Abläufe sicherstellen zu können, sind neben den Laserscannern auch noch GNSS und Inertialnavigationssysteme zur automatischen Georeferenzierung im Einsatz.
Engl. Akronym für Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer;
das Hauptinstrument an Bord der Satelliten
Terra und Aqua.
Auf beiden Satelliten bestreicht MODIS die komplette Erde alle 1 bis 2 Tage.
MODIS zeichnet in 21 nach Anwendungsbereichen ausgewählten Bändern
im Spektralbereich von 3,0 µm und in 15 ebenso ausgewählten Bändern im Spektralbereich
von 3,0 µm bis 14,5 µm Daten mit einer Bodenauflösung von 250 m, 500 m
oder 1 km in Nadirrichtung auf.
Diese Daten werden unser Verständnis der globalen Dynamik und Prozesse auf dem
Land, in den Ozeanen und in der unteren Atmosphäre
verbessern. Aufgrund seiner Kanalsetzung erlaubt MODIS die Ableitung des atmosphärischen
Wasserdampfgehaltes. MODIS liefert umfassende Messungen des ozeanischen Lebens
(Phytoplankton), von der Landvegetation, des Meereises, der Wolkenbedeckung
und von Bränden.
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MODIS: Island In dieser Aufnahme vom 9.9.2002 neigt sich der Sommer seinem Ende zu. Aber sogar Island zeigt noch sommerliches Grün, während gleichzeitig seine großen permanenten Eiskappen das Vulkangestein mit hellem Weiß überragen. Die mit 8.400 km2 größte Eiskappe liegt über drei aktiven Vulkanen. Die Hitze dieser Vulkane läßt die Unterseite der Eismassen schmelzen, das Wasser füllt dann langsam die Calderas. Von Zeit zu Zeit läuft das Wasser in gewaltigen Schmelzwasserfluten aus. Die vulkanische Aktivität rührt
von einer tektonischen Grenze her, die grob in NW-SO-Richtung durch
die Insel verläuft, wobei die zwei Platten sich auseinander bewegen
und so das Aufströmen von Magma aus dem Erd-inneren verursachen.
Bei den hellen Trübefahnen an der Südküste handelt es
sich um Gletschertrübe, die mit dem Schmelzwasser ins Meer gelangt. |
Weitere Informationen:
Engl. modulation transfer function, franz. fonction de transfert de modulation; nach DIN 18716 der "Absolutbetrag OTF [optische Transferfunktion] als Funktion der Raumfrequenz".
Syn. momentanes Sehfeld; engl. instantaneous field of view (IFOV), franz. champ d'observation instantané; die Fläche, die von einem einzelnen Detektor eines scannenden Systems zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst wird. Nach DIN 18716 der "Öffnungswinkel, unter dem ein Detektor Strahlung erfasst".
Das IFOV kann sowohl als kleiner Winkel wie auch als Fläche beschrieben werden.
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Momentanes Gesichtsfeld Die räumliche Auflösung von passiven Sensoren hängt vorrangig vom Momentanen Gesichtsfeld (IFOV) ab. Das IFOV ist der winkeldefinierte Sichtkegel des Sensors (A) und bestimmt das Gebiet auf der Erdoberfläche, das aus einer bestimmten Höhe zu einem bestimmten Zeitpunkt 'gesehen' wird. Die Größe der beobachteten Fläche wird dadurch bestimmt, dass man das IFOV mit der Höhe des Sensors über Grund multipliziert. http://www.ccrs.nrcan.gc.ca/resource/ tutor/fundam/chapter2/03_e.php?p=1 |
Engl. Akronym für Modular Optoelectronic Multispectral Stereo Scanner; modulares optoelektronisches multispektrales Abtastsystem aus Deutschland, das an Bord von Space Shuttle (MOMS-01 und -02) und MIR (MOMS Priroda) Daten der Erde erfasst hat.
MOMS-01 kam 1983 und 1984 zum Einsatz, wobei das Sensorkonzept verifiziert sowie geowissenschaftliche und anwendungsorientierte Experimente demonstriert wurden. MOMS-01 lieferte Bilder mit einer Bodenauflösung von 20 x 20m bei einer Flughöhe von 300 km. Er war der erste weltraumgestützte Scanner auf der Basis der CCD-Technologie, das erste im Weltraum getestete modulare System, das hochauflösendste im All fliegende System und das erste deutsche Fernerkundungssystem im Weltraum.
MOMS-02 war eine Weiterentwicklung von MOMS-01 und wurde im Rahmen der zweiten deutschen Spacelab Mission D2 eingesetzt. Der Aufbau von MOMS-02 vereinigt zwei wesentliche Gruppen, eine "Along-Track"-Stereo-Kamera und eine Vier-Kanal Multispektral-Kamera. Die wissenschaftlichen Ziele des Einsatzes lagen im Bereich der Photogrammetrie und der Geowissenschaften.
Zu größerer Darstellung auf Grafik klicken.Quelle: http://www.nz.dlr.de/moms2p/best_of97/begin.htm |
Ein Monitoring setzt den Vergleich von mindestens zwei Zeitschnitten voraus, zumeist werden jedoch Daten mehrerer Zeitschnitte (multitemporale Datensätze) ausgewertet. Ausgehend von einem Ist-Zustand werden sowohl retrospektive als auch perspektivische Entwicklungen untersucht. Fernerkundungsdaten stellen eine ausgezeichnete Datengrundlage für die unterschiedlichsten Monitoringaufgaben dar, da sie aktuell, flächendeckend, zeitsynchron und in regelmäßigen Abständen verfügbar sind und zu einem einheitlichen Zeitpunkt eine synoptische Übersicht über die interessierenden Regionen ermöglichen. In Abhängigkeit von der spezifischen Thematik finden Flugzeug- oder Satellitendaten Verwendung. Luftbilder sind in Deutschland regelmäßig seit den 1950er Jahren verfügbar, regional unterschiedlich unregelmäßig jedoch auch schon seit den 1920er Jahren. Dieser Zeitraum ist mit wesentlichen und zum Teil einschneidenden wirtschaftlichen und in Folge auch landschaftsökologischen Veränderungen verbunden. Mit dem Landsat MSS steht seit 1972 erstmals kommerziell ein regelmäßig operierender Fernerkundungssensor zur Verfügung. Damit existiert ein Sensor, dessen Daten geeignet sind, auch großräumig oder in wenig erforschten bzw. schwer zugänglichen Gebieten regelmäßig Daten zu erhalten.
Die Erfassung einer Vielzahl raum-zeitlicher Veränderungen ist häufig nur mit Fernerkundungsdaten möglich, da zumeist keine adäquaten thematischen Karten existieren. Voraussetzung für ein erfolgreiches Monitoring ist ein an die verfügbaren Daten angepasstes Auswertekonzept nach einheitlichen Parametern und einheitlichen Regeln der Bildverarbeitung. Zumeist erfolgt die Auswertung der Fernerkundungsdaten im Kontext mit anderen Sach- und Raumdaten, die wiederum häufig in einem Geographischen Informationssystem verwaltet werden. Die integrierte Raster- und Vektordatenverarbeitung trägt wesentlich zur Verbesserung der Ergebnisse des Monitorings bei und eignet sich besonders auch zur Entwicklung von Szenarien für mögliche künftige Entwicklungen. Die ständige Verbesserung der geometrischen und spektralen Auflösung von Fernerkundungsdaten erweitern die Anwendungsmöglichkeiten auch für kleinräumig strukturierte Gebiete, wie z.B. Stadtregionen oder naturschutzrelevante Prozesse.
Weitere Informationen:
Einfarbiges Bild, welches nur zu einer einzigen Spektrallinie (Wellenlänge) gehörende Strahlung aufzeichnet.
Engl. Akronym für Meteosat Operational Programme.
Engl. Akronym für Measurements Of Pollution In The Troposphere; Gaskorrelationsspektrometer an Bord von Terra zur Messung des Gehaltes an Kohlenmonoxid und Methan in der Troposphäre.
Der Sensor misst von der Erde emittierte
und reflektierte Strahlung in drei Spektralbändern
. Wenn dieses Licht in den Sensor eintritt, passiert es auf zwei verschiedenen
Wegen bordeigene Behältnisse mit Methan und Kohlenmonoxid. In den zwei
Passagen werden unterschiedliche Mengen Energie absorbiert, was zu kleinen Unterschieden
in den resultierenden Signalen führ. Die Signale sind mit dem Vorhandensein
dieser Gase in der Atmosphäre korreliert.
MOPITTs räumliche Auflösung beträgt 22 km in Nadirrichtung und
es 'sieht' die Erde in 640 km breiten Streifen. Die CO-Konzentrationen können
in einer 5 km mächtigen Säule gemessen werden, was es den Wissenschaftlern
erlaubt, das Gas bis zu seinen Quellen zurückzuverfolgen.
Kohlenstoffmonoxidkonzentration (ppm)
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Links: CO-Messungen mit MOPITT über Sumatra CO-Belastung für den Zeitraum 1.-10. Juni 2003 in 3 km über Grund (ca. 700 hPa),
die sich von den Zentren der Biomasseverbrennung in Sumatra nach N in
Richtung asiatisches Festland ausbreitet. Die Darstellung (Legende beachten) korreliert gut
mit dem Echtfarbenbild von MODIS (rechts). Die grauen
Flächen stehen für Datenlücken, die sich aufgrund von dichten
Wolken ergeben oder weil Lücken in den Beobachtungsstreifen bestanden.
Von zahlreichen, am 8.
Juni 2003 bestehenden Vegetationsbränden treibt Rauch über die
Straße von Malacca nach Norden und auch in Richtung Indischer Ozean.
Die Brandherde sind durch rote Punkte hervorgehoben. Quelle: http://earthobservatory.nasa.gov/NaturalHazards/ natural_hazards_v2.php3?img_id=10707 |
Weitere Informationen:
Ein sonnensynchroner Satellit, der einen bestimmten Punkt auf der Erdoberfläche gegen Sonnenaufgang überfliegt, und dann wieder 12 Stunden später bei Sonnenuntergang. Solche Orbits sind z.B. nützlich für die Beobachtung konvektiver Wolken über Land. Zu den Morgensatelliten gehören Terra, Landsat-7, SAC-C, EO-1 und bei den Wettersatelliten der europäische MetOp.
Im Gegensatz dazu stehen die Nachmittagssatelliten, die den Äquator am frühen Nachmittag überqueren, und dann wieder mitten in der Nacht (ca. 1h30).
Beispiele hierfür sind die Satelliten des A-Train und NOAA-Wettersatelliten (NOAA-19).
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MetOp-/NOAA-Orbits
The Initial Joint Polar-orbiting System comprises a Metop satellite from Europe and a NOAA satellite from USA. The satellites fly in complementary orbits designed to ensure global data coverage at intervals of no more than 6 hours.
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Akronym für Modularer Optischer Scanner;
vom DLR entwickeltes und in zwei Exemplaren
gebautes abbildendes Spektrometer.
Es vermag geometrisch identische Bilder in 18 schmalen Spektralkanälen
und mit einer räumlichen
Auflösung von 500 m zu erzeugen. Die zwei Sensoren
wurden 1996 mit dem internationalen FE-Modul PRIRODA
an die russische Raumstation MIR (zwischenzeitlich
gezielt verglüht) angedockt, bzw. an Bord des indischen FE-Satelliten IRS-P3
ins All gebracht. Zusammen mit einem indischen Instrument dient MOS der Beobachtung
des Zustandes der Umwelt, speziell der Ozeane, Küstengewässer und
Küstenzonen. Zusätzlich werden Atmosphärenmessungen vorgenommen.
MOS gilt als Experimentalmission sowohl hinsichtlich der Konzeption der Geräte,
als auch der Methoden und Algorithmen.
Diese Arbeiten kamen der Entwicklung von MERIS
auf ENVISAT zugute. Gleichfalls erfolgten
Vergleichsmessungen mit der NASA-Mission SeaWiFS.
Der Einsatz von MOS hatte eine 10-jährige Phase beendet, in der nach dem
Abschalten von CZCS keine Daten über die
Ozeanfarbe zur Verfügung standen.
Die deutsch-indische Mission ist seit April 2004 aufgrund der aufgebrauchten
Treibstoffvorräte des Satelliten zu
Ende. Mit den MOS-Daten war es über 8 Jahre hinweg möglich, Aussagen
über den Gehalt an Phytoplankton, anorganischen Schwebstoffen sowie organischen
Abbauprodukten abzuleiten. Diese Ergebnisse sind für die Zustandsbeurteilung
und das Management der Ökosysteme von wesentlicher Bedeutung. Erstmals
konnten mit der Mission eine Reihe spezieller Orbit-Manöver für Kalibrationsmessungen
zur Sonne und zum Mond mit einem Kleinsatelliten durchgeführt werden.
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Adria (letzte Aufnahme des MOS)
Das letzte Bild des DLR-Umwelt-Sensors MOS zeigt ein Echtfarben-Komposit des Überflugs über die Nordadria und Mittelitalien am 19. Mai 2004.
Zu höherer Auflösung auf Abbildung klicken! Quelle: http://www.dlr.de/dlr/News/pi_010604.html |
Weitere Informationen:
Engl. image mosaicking; das Zusammenstellen von mehreren einzelnen Luft- oder Satellitenbildern zu einem gemeinsamen Mosaik eines Erdoberflächenausschnitts. Mosaikbildung ist z.B. Bestandteil bei der Orthophotokartenerstellung für große Gebiete. Dies kann z.B. mittels digitaler Bildverarbeitung geschehen, mit deren Hilfe man Rasterbilder oder Ausschnitte davon blattschnittfrei zu einem größeren Bild (Thematik) zusammensetzt. Um ein homogenes Gesamtbild zu erhalten, ist es erforderlich, die einzelnen Ausschnitte (Mosaike) zu korrigieren. Dabei müssen z.B. Randprobleme eliminiert und unterschiedliche Farb- und Helligkeitsdarstellungen in den einzelnen Bildern in der Überlappungszone angepasst werden. Es sind zu unterscheiden:
Weitere Informationen:
Rechnergestützte
Bilddatenanalyse im Umweltmonitoring: Zum Einsatz wissensbasierter Klassifikationen
und Veränderungsanalysen mit handelsüblicher Fernerkundungssoftware;
Diss. an der Fakultät für Geowissenschaften der Ruhr-Universität (Chr. Lechtenbörger)
Engl. Akronym für Meteosat Second Generation;
Nachfolgemission des existierenden Systems von METEOSAT-Satelliten.
MSG wird aus einem Bodensegment und vier identischen Satelliten
bestehen, deren erster am 28. August 2002 von Kourou aus gestartet wurde (Meteosat-8). Das zweite Exemplar (MSG-2) wurde am 21. Dezember 2005 gestartet. Er ist als Meteosat-9 im operationellen Betrieb.
MSG-1 wurde von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA)
im Auftrag von EUMETSAT, der Europäischen
Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, entwickelt und
von der Firma Alcatel Space Industries unter Mitwirkung eines aus über
50 europäischen Unternehmen bestehenden Konsortiums gebaut. Mit der Aufnahme des operationellen Betriebes wurde er in Meteosat-8 umbenannt. Mittlerweile dient er als Ersatzsatellit für Meteosat-9 und ist auf 3,4° W über dem Äquator positioniert.
Zwei weitere Exemplare, die z.Z. eingelagert sind, sollen mit Starts in den Jahren 2011 und 2013 den Datenstrom bis 2018 gewährleisten.
Die MSG-Satelliten sind wie Meteosat 1 bis 7 zylindrische Satelliten, mit 3,22 m Durchmesser
und 3,74 m Höhe aber zweieinhalb Mal so groß. Ihre Masse beim Start
beträgt rund 2 t, wovon fast die Hälfte auf den für die Bahn- und Lageregelung
während des siebenjährigen Betriebs notwendigen Treibstoff entfällt.
MSG liefert Bilder in höherer Auflösung und in einem größeren
Spektralbereich als seine Vorgänger und dies mit größerer Geschwindigkeit.
Meteosat Second Generation
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Spur des Hurricanes Isabel
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Links: Künstlerische Darstellung des MSG im Orbit
Quellen:http://www.esrin.esa.it/msg/icons/Msg_m.JPG |
Die MSG-Satelliten bewegen sich auf einem geostationären Orbit
in 36.000 km Höhe. Sie bewegen sich mit einer solchen Geschwindigkeit,
die es erlaubt, immer den gleichen Bereich der Erdoberfläche zu "sehen".
Die Position der MSG-Satelliten befindet sich wie der seiner Meteosat-Vorgänger
über dem Schnittpunkt von Äquator und Nullmeridian. Dies gestattet
die dauerhafte Beobachtung von Europa, Afrika und des Atlantik, wobei lediglich
die nördlichsten und südlichsten Partien des Globus ausgeschlossen
sind.
Wie die früheren Meteosat-Generationen stabilisieren die MSG-Satelliten
ihre Position mit Hilfe ihrer eigenen Drehbewegung. Sie drehen sich 100mal pro
Minute entgegen dem Uhrzeigersinn um ihre Längsachse, die parallel zur
Erdachse ausgerichtet ist.
Die Nutzlast der MSG-Satelliten umfasst folgende Positionen:
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Links: Instrumente auf MSG Rechts: MSG-System Zu größerer Darstellung auf Grafiken klicken. Quellen: Eumetsat MSG Instrumente Eumetsat MSG System |
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Multi-Spectral Imager; abbildender Multispektral-Sensor für den europäisch-japanischen Satelliten EarthCARE.
Engl. Akronym für Multispectral Scanner.
Engl. Akronym für Multi-functional Transport Satellite, eine Serie japanischer Satellitenmissionen mit Aufgaben im Bereich der Meteorologie und des Transportwesens (Luftverkehrskontrolle, Navigation); im Februar 2005 startete MTSAT-1R, ergänzt 2006 durch MTSAT-2. MTSAT-1R befindet sich auf einer geostationären Umlaufbahn in 36.000 km Höhe auf einer Länge von 140° Ost, MTSAT-2 auf 145° Ost. Sie können Bilder in fünf Bandbereichen liefern, im sichtbaren und in vier infraroten, einschließlich des Wasserdampfkanals.
Weitere Informationen:
Monokonzepte bei Fernerkundungssystemen liefern häufig nicht genügend aussagekräftige Ergebnisse. Der Einsatz von Multikonzepten schafft Optimierung:
Beispielsweise können viele geophysikalische Größen nur dann aus Satellitendaten gewonnen werden, wenn mehrere Sensoren auf einem einzelnen Satelliten oder mehrere Sensoren von verschiedenen Satelliten kombiniert werden. So benötigt man zur Bestimmung der Verdunstung von der Meeresoberfläche die Parameter Windgeschwindigkeit, Meeresoberflächentemperatur und Luftfeuchte der untersten Troposphärenschicht. Dieser Input wird geleistet durch die Kombination des Special Sensor Microwave Imager (SSM/I) an Bord der Satellitenserie des Defense Meteorological Program (DMSP) und des Advanced Very High Resolution Radiometer (AVHRR) and Bord der NOAA-Satelliten.
Engl. multisensoral data acquisition, franz. acquisition des données par des capteurs multiples; nach DIN 18716 die "Aufnahme von Bildern desselben Gebietes durch verschiedene Sensoren gleichzeitig oder zu verschiedenen Zeiten".
Ein Multisensorsystem ist charakterisiert als kinematisches Messsystem, das eine vollständige Kartierungslösung durch die Integration verschiedenster Sensoren auf einer gemeinsamen zeitlich synchronisierten Plattform (Vermessungsfahrzeug) bietet. Im Prinzip wird keine weitere externe Information, also auch keine Passpunkte, benötigt. Derartige Informationen können aber in die Auswertung als redundante Informationen miteinbezogen werden. Eingesetzt werden z.B. als Sensoren zur Positionierung und Orientierung:
| Positionierung und Orientierung | Bildaufzeichnung |
|---|---|
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Software (Multispectral Image Data Analysis System) zur Bearbeitung, Darstellung und Interpretation von Landsat Thematic Mapper-Bildern. MultiSpec findet z.B. im Rahmen des GLOBE-Programms Verwendung. Das an der Purdue University (West Lafayette, Indiana) entwickelte MultiSpec ermöglicht auch die Erstellung von Landbedeckungskarten.
Weitere Informationen und freier Download (Latest Release: 12-15-2010):
Multispektraler abbildender Sensor auf den Landsat-Satelliten 1, 2, 4 und 5 mit vier spektralen Kanälen im sichtbaren Bereich und im nahen Infrarot und einer räumlichen Auflösung von 56 x 72 m. Er tastet die Erdoberfläche mit Hilfe eines hin- und herwippenden Spiegels in 185 breiten Zeilen quer zur Flugrichtung ab. Die Daten dieses optisch-mechanischen Scanners werden entweder direkt oder nach einer Zwischenspeicherung auf Magnetband zu weltweit verteilten Empfangsstationen übertragen.
Weitere informationen: MSS-Profil im CEOS EO Handbook (CEOS / ESA)
Attribut von Sensoren, die Bilder oder
Messdaten in mehreren Spektralbereichen
gleichzeitig aufnehmen. Hat ein Sensor drei spektrale Kanäle im Bereich von
rot, grün und blau, ergibt sich ein Bild mit natürlichem Farbeindruck. Überdecken
die spektralen Kanäle auch Bereiche ausserhalb der Empfindlichkeit des menschlichen
Auges (z.B. im Infrarot) ergeben sich sogenannte Falschfarbenbilder.
Beispiele für multispektrale Sensoren im optischen Spektralbereich sind TM
oder AVHRR.
Weitere Informationen: Imaging Multi-Spectral Radiometers (vis/IR) (The Earth Observation Handbook Rio+20)
Syn. multispektrale Aufnahme, engl. multispectral data acquisition, franz. acquisition des données multi spectrales; das Ergebnis der gleichzeitigen Aufnahme geometrisch quasi identischer Bilder
in mehreren Spektralbereichen.
Multispektralaufnahmen sind in der Satellitenfernerkundung schon seit Jahrzehnten Standard. Hintergrund ist die Tatsache, dass sich topographische Objekte in den entsprechenden Auflösungen eher spektral und weniger durch geometrische Größen beschreiben lassen.
Verfahren der Fernerkundung, bei dem Daten simultan in mehreren Bereichen des elektromagnetischen Spektrums aufgenommen werden.
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A Multi-spectral Look at El Reno, Oklahoma
On September 4, 2000, the Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer (ASTER) acquired these multi-spectral data over the U.S. Department of Agriculture's Grazing Lands Research Laboratory near El Reno, Oklahoma. This series of false-color composite images demonstrates some of the many remote-sensing measurements that scientists can make with ASTER's high-resolution (up to 15 square meters per pixel), multi-spectral data. In the top image, bright red colors indicate green vegetation, which at this time of year only includes irrigated lands and riparian zones. Gray-green colors represent harvested winter wheat fields. Dendritic drainage patterns are clearly depicted in the lower left and upper right portions of the scene. ASTER's three visible and near-infrared bands were used to make this image. The second two images show that there is a strong correlation between the abundance of green vegetation (referred to as Normalized Difference Vegetation Index, or NDVI) and land surface temperature. Vegetated areas have NDVI values of greater than 0.3 (blue and green pixels) and are relatively cool (315-320 Kelvin). Bare soil surfaces have NDVI values close to zero (orange and yellow) and are relatively hot (325-330 Kelvin). Water bodies have a very low NDVI of -0.2 (red) and cool temperatures of about 300-305 Kelvin (blue). The fourth and fifth images represent components of the surface energy balance over the region at 11:30 a.m. local time. Surface energy balance shows the relationship between incoming solar energy, energy absorbed by the surface, and energy reflected or emitted from the surface back up into the overlying atmosphere. These images provide insights into the complex processes of direct radiation, conduction, and convection that are important for scientists in studies of both weather patterns and the water cycle. The fourth image shows sensible heat and the fifth image shows latent heat, which represents energy flowing from the Earth's surface into the atmospheric boundary layer. Sensible heat is energy flow due to temperature gradients, while latent heat is energy flow due to evapotranspiration. The ASTER Team derives sensible and latent heat by combining measurements of surface temperature and vegetation abundance (NDVI) with surface meteorological measurements. Together, they show that heat flow from bare fields is dominated by sensible heat, while heat flow from vegetated areas and water bodies is dominated by latent heat. The latent heat flux measurements derived from ASTER data can be converted into rates of evaporation, shown in the sixth image, and is therefore a direct measure of water lost to the atmosphere. Before thermal infrared satelllite imagery became available, spatial changes in evaporation could not be measured. But until the recent launch of ASTER, the ability to accurately measure surface temperatures at high resolutions from space did not exist. Reliable surface temperatures are essential to monitoring evapotranspiration (the sum total of water evaporated and transpired by plants into the atmosphere). At 90-meter resolution, scientists can use ASTER's thermal infrared detectors to accurately measure surface temperatures over a wide range of land surfaces. This capability will greatly improve our knowledge of patterns of evapotranspiration and of vegetation health. Zu höherer Auflösung auf Abbildung klicken! Quelle: http://earthobservatory.nasa.gov/IOTD/view.php?id=1266 |
Reihenmesskammer zur Aufnahme von Bilddatensätze, die aus mehreren Spektralkanälen zusammengesetzt sind.
Die Farbphotographie mittels Reihenmesskammern stellt im Sinne der Fernerkundung ein dreikanaliges Aufnahmesystem dar, da für jede Geländefläche drei Messwerte in den einzelnen Schichten der Farbfilme registriert werden. Will man die Zahl der Kanäle vermehren, so muss man zu einer mehrlinsigen Kamera, einer sogenannten Multispektralkammer, greifen. Eine solche besteht aus vier oder mehr einzelnen Kammern, deren Auslösevorrichtungen genau miteinander gekoppelt sind. Die Verwendung von Multispektralkammern erlaubt das gleichzeitige Aufnehmen von deckungsgleichen Gebieten mit verschiedenen Filmen und Filtervorsätzen. Dabei kann bei entsprechender Filterwahl das sichtbare und z. T. auch das nicht sichtbare Spektrum unterteilt werden, um Bilder in verschiedenen Wellenlängenbereichen aufzunehmen. Anstatt eines einzigen Farb- oder Falschfarbenfilms erhält man auf diese Weise Schwarzweissfilme, die sich in Grauton und Dichte je nach der Intensität der Reflexion innerhalb der einzelnen Spektralbereiche unterscheiden. Soll ein Farbbild erstellt werden, kann dies
durch Überlagerung der einzelnen Aufnahmen in transparenter Filmpositivform und der Zuordnung von Farben erzielt werden. Da der Informationsgewinn der Multispektralphotographie gegenüber der Farbphotographie aber bescheiden ist, und sich mit Abtastsystemen Multispektraldaten gewinnen lassen, die in radiometrischer Hinsicht genauer sind und sich direkt
digital weiterverarbeiten lassen, hat die flugzeuggestützte Multispektralphotographie nur begrenzte Bedeutung erlangt.
Syn. Multispektralklassifizierung, engl. mulitspectral classification; franz. classification multi spectrale; Klassifikation digitaler Fernerkundungsdaten mit mehreren Spektralbändern, die hierdurch die Reflexionseigenschaften der verschiedenen Objektmaterialien differenziert. Der Vorgang kann als pixelweise Klassifizierung durchgeführt werden, wobei jedes Pixel einzeln behandelt wird, oder als objektweise Klassifizierung nach einem Segmentierungsprozess.
Engl. multispectral scanner, franz. scanneur multi spectral; opto-mechanischer Scanner, der Daten gleichzeitig in einzelnen Spektralkanälen aufnehmen kann. Die ankommende Strahlung wird mit technischen Mitteln (Prismen, Gitter, dichroitische Spiegel) getrennt und Detektoren zugeleitet. Auf diese Weise können Daten in den Bereichen nahes UV, sichtbares Licht, reflektiertes IR und thermales IR erfasst werden.
Bezeichnung für Daten, die dieselbe Region zu verschiedenen Zeitpunkten darstellen.
Bei der Methode der multitemporalen Auswertung von SAR-Daten
werden dabei drei Bilder unterschiedlicher Zeitpunkte zu einem Farbkomposit
kombiniert, indem den Grundfarben rot, grün und blau jeweils einer der Zeitpunkte
zugeordnet wird. Die entstehenden Farben stellen die zeitlichen
Veränderungen (wie z.B. Wachstum eines Weizenfeldes) dar; grau bedeutet dagegen,
dass sich zwischen den einzelnen Bildern nichts verändert hat. Multitemporale
Bilder erlauben damit eine Aussage über Veränderungen der beobachteten Objekte (change detection).
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Sylt - multitemporal Für die Erstellung dieser Aufnahme wurden drei Bilder von TerraSAR-X übereinander gelegt. Die einzelnen Datensätze wurden am 22., 24. und 27. Oktober 2007 aufgenommen. Alle Gebiete, in denen zwischen den Aufnahmezeitpunkten Veränderungen stattfanden erscheinen in Blau und Grün - insbesondere die durch die Gezeiten beeinflussten Gebiete des Wattenmeeres. Hier verändert sich durch den Wechsel zwischen Ebbe und Flut der Wasserstand von Aufnahme zu Aufnahme. Zu höherer Auflösung auf Grafik klicken. Quelle: DLR |
Engl. multitemporal data acquisition, franz. acquisition des données multi temporales; nach DIN 18716 die Aufnahme von Bildern desselben Gebietes durch einen Sensor zu verschiedenen Zeiten.
Verarbeitung von zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommenen Bildern, die auf diese temporalen Unterschiede der Daten abzielt. Dabei sollen Veränderungen der Objekte erkannt werden, eine Aufgabe, für die die Bezeichnung Change Detection üblich geworden ist.
Klassifizierung von Fernerkundungsdaten
mehrerer Aufnahmezeitpunkte. Vielfach sind mithilfe einer einzelnen Aufnahme
nicht sämtliche wünschenswerten Klassifizierungsergebnisse erreichbar. Dies
führt dazu, dass häufig Aufnahmen des gleichen Gebietes, aber von unterschiedlichen
Aufnahmezeitpunkten ausgewertet werden.
Gerade bei Klassifizierungen von Landnutzungs- oder Vegetationstypen sind die
Darstellungen der verschiedenen phänologischen Aspekte mit den daraus resultierenden
spektralen Reflexionsunterschieden hilfreich.
Engl. pattern, franz. dessin; nach DIN 18716 die
"strukturierte Verteilung von Merkmalen, Texturen, Objekten oder anderen Elementen in einem Bild".
Engl. pattern recognition, franz. réconnaissance du dessin; Verfahren zur Identifizierung von Objekten aufgrund ihrer Merkmale. In der statistischen Mustererkennung werden mehrdimensionale Merkmalsvektoren benutzt. In der syntaktischen Mustererkennung haben die Merkmale die Form von Sätzen einer Sprache in Phrasenstrukturgrammatik. Die strukturelle Mustererkennung beschreibt ein Objekt durch seine Teile und deren Beziehungen zueinander sowie ihre Eigenschaften.
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Mustererkennung am Beispiel von Ackerflächen aus verschiedenen Agrarräumen Around the world, agricultural practices have developed as a function of topography, soil type, crop type, annual rainfall, and tradition. In Minnesota (upper left) the very regular grid pattern reflects early 19th century surveying; the size of the fields is a function of mechanization and that dictates a certain efficiency. In Kansas (upper middle), center pivot irrigation is responsible for the field pattern. In northwest Germany (upper right), the small size and random pattern of fields is a leftover from the Middle Ages. Near Santa Cruz, Bolivia (lower left), the pie or radial patterned fields are part of a settlement scheme; at the center of each unit is a small community. Outside of Bangkok, Thailand (lower middle), rice paddies fed by an extensive network of canals that is hundreds of years old, appear as small skinny rectangular fields. And in the Cerrado in southern Brazil (lower right), cheap cost of land and its flatness have resulted in enormous farms and large field sizes. Each ASTER sub-image covers an area of 10.5 x 12 km. Quellen: NASA / NASA - RST |
Akronym für Microwave bzw. Mikrowelle, Bezeichnung für den Bereich des elektromagnetischen Spektrums von ~0,1 cm - ~100 cm.
Engl. Akronym für Medium Wave Infra-Red dt. mittelwelliges Infrarot, Bezeichnung für den Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums zwischen ~3,0 µm und ~6,0 µm; siehe Infrarotstrahlung (IR)
Engl. Akronym für Microwave Radiometer; passiver Mikrowellen-Sensor auf ENVISAT zur Messung des atmosphärischen Wasserdampfgehaltes und des Flüssigwassergehalts von Wolken in den Frequenzen 23.8 GHz und 36.5 GHz. Die Daten dienen der Korrektur des Radaraltimetersignals. Daneben dienen die MWR-Messungen der Bestimmung der Oberflächenabstrahlung und der Bestimmung der Bodenfeuchte, ferner für Untersuchungen des Energiehaushalts der Erdoberfläche und für die Charakterisierung von Eis.
Gemeinsam von CNES und Astrium entwickelte
Mikrosatellitenlinie. Die erste Mission ist Demeter (2004) gefolgt von Parasol (2004) und Microscope (2015).
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Myriade The platform is constituted of a set of functional items which can independently evolve. Such a platform was used for the first microsatellite of the series DEMETER, as well as for PARASOL. Quelle: CNES |
Weitere Informationen:
Myriade - Effective, low-cost access to space (CNES)
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