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Engl. Akronym für Infrared Atmospheric Sounding Interferometer; sondierendes Instrument auf der METOP-Serie; das sondierende Interferometer dient der Erstellung von Temperatur-, Wasserdampf- und anderer Spurengasprofilen der Atmosphäre.
Engl. Akronym für Ice, Cloud and Land Elevation Satellite; Erdbeobachtungsmission der NASA zur Ermitlung der Höhe von Eisschilden und deren Veränderungen, zur Erstellung von Höhenprofilen von Wolken und Aerosolen sowie zur Bestimmung der Landtopographie, Höhe der Vegetationsbedeckung und Meereismächtigkeit. Das Geoscience Laser Altimeter System (GLAS) ist das einzige Instrument an Bord des Satelliten. ICESat befindet sich seit Januar 2003 in 600 km Höhe auf seinem geneigten, nicht-sonnensynchronen Orbit (Inklination 94°). Seine Umlaufzeit beträgt 97 Minuten, sein Wiederholzyklus 183 Tage. Er wird 3 bis 5 Jahre in Betrieb sein.
Weitere Informationen:
Siehe (The) Integrated Global Atmospheric Chemistry Observations
Engl. Akronym für Integrated Global Observing Strategy; von Raumfahrtagenturen und Regierungen getragener organisatorischer Rahmen, der die wichtigsten Satellitensysteme und oberflächenbasierten Systeme zu globalen Umweltbeobachtungen von Atmosphäre, Meeren und Landoberflächen vereint.
Zu den Programmen gehören:
Weitere Informationen:
Syn. HSV-, HSB-, HIS-System; Bezeichnung für Farbsysteme, die eine Farbe durch ihre Helligkeit (intensity), Farbton (hue) und Farbsättigung (saturation) definieren. Diese Elemente werden in einem Zylinder beschrieben, in dem an der Grundfläche der Farbton abgetragen wird. Hierbei wird der Winkel (von 0° ausgehend) als Maß für die jeweilige Farbe genommen (siehe Farbkoordinaten-Kreis). Durch den Abstand von der Zylinderachse wird die Farbsättigung skizziert und die Intensität der Farbe wird an der Zylinderachse selbst aufgetragen, die auch gleichzeitig die Unbuntgerade ist (da kein Winkel von der 0°-Linie wegführt).
IHS-Zylinder im Querschnitt
Quelle: http://www.copyshop-tips.de/luf08.php
|
Das IHS-Modell ist der Form nach ein Zylinder. Die Lage einer Farbe in diesem Zylinder wird dabei durch die Koordinaten I, H und S angegeben. Unter "Farbton" versteht man dabei den Namen der Farbe oder genauer die jeweilige Lage im Spektrum. Jede Spektralabstufung ist dabei ein Farbton im IHS-Modell. Als Größe wird dabei die Winkelkoordinate angegeben; der Bereich geht logischerweise von 0 bis 360. Unter Sättigung versteht man die Intensität des jeweiligen Farbtones, also kräftig oder blass. Die kräftigen Töne liegen dabei am Rand des Zylinders, die blasseren innen. Der Bereich geht dabei von 0 bis 100. Die "Helligkeit" entspricht sozusagen der Höhe des Zylinders. Sie gibt an, ob in der Mitte des Zylinder-Durchmessers Weiß, Schwarz oder ein Grau liegt. Der Bereich geht dabei ebenfalls von 0 bis 100. Die Abbildung zeigt dabei einen Querschnitt des IHS-Zylinders. Der mit Quadrat markierte Farbort hat dabei die Koordinaten H = 0, S = 0 und I = 0. Im Kreis können dabei die Werte für H und S dargestellt werden; die Größe I wird auf dem Balken daneben dargestellt. |
Engl. Akronym für Imaging Infrared Radiometer, abbildendes Infrarotradiometer
Von griech. 'Bild'; weltweit erster kommerzieller Satellit mit einer räumlichen Auflösung von einem Meter im panchromatischen Bereich und von vier Metern im multispektralen Bereich (drei kanäle im sichtbaren Spektrum und einer im fast infraroten). Die Bildgröße beträgt 11 x 11km. IKONOS erreichte seine sonnensynchrone Umlaufbahn in 681 km Höhe im September 1999. Die erwartete Betriebsdauer beträgt 5-7 Jahre. Besitzer und Betreiber des Satelliten war zunächst die Fa. Space Imaging, mittlerweile übernommen von Orbimage und aufgegangen in der neuen Firma GeoEye.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Improved Limb Atmospheric Spectrometer-II; Instrument auf ADEOS-II zum Monitoring des stratosphärischen Ozongehaltes in hohen Breiten.
Weitere Informationen: ILAS-II - Startseite (NIES, Japan)
Engl. für "Bild"; in der Fernerkundung die Bezeichnung für jede Art bildhafter Darstellung eines Objektes mit Hilfe von elektromagnetischer Energie, unabhängig davon welche Wellenlängen oder welche Fernerkundungstechnologie für ihre Aufnahme und Speicherung eingesetzt wurde. Bekannte Beispiele beinhalten Fernerkundungsdaten wie Satellitendaten, Scannerdaten und Photographien. Ein Image wird als Rasterdatensatz binärer oder ganzer Werte gespeichert, die die Intensität des reflektierten Lichts, der ausgestrahlten Wärme oder anderen Werten des elektromagnetischen Spektrums repräsentieren.
Engl. für Bildverbesserung, s. dort
Ein Satelliteninstrument, das Daten von der
Erde und ihrer Atmosphäre aufzeichnet
und verortet. Die Daten von Imagern werden von Computern in Bilder
umgesetzt und werden daher auch als abbildende Sensoren bezeichnet.
Die meisten Imager sind passive Sensoren, da sie lediglich die reflektierte oder emittierte Strahlung von Objekten aufnimmt. Imager werden vor allem zur Gewinnung von Strukturinformation der Variablen
genutzt, die keine kontinuierlichen Verteilungen besitzen. Dies sind z.B. Wolken oder Bodencharakteristika. Die
räumliche Auflösung ist
generell besser als 10 km. Viele Imager besitzen mehrere Wellenlängenkanäle,
deren typische Bandbreite bei 10 Prozent
liegt. Ein klassisches Beispiel für einen Imager ist der ETM+
auf Landsat-7, dessen räumliche Auflösung
bis zu 15 m beträgt. Aus den Bildern im Sichtbaren
bei 0,5 Mikrometern und im nahen Infrarot lässt sich durch die räumliche Struktur der reflektierten Strahlung
zwischen Feldern, Ortschaften, Bergen und Flüssen unterscheiden. Oft werden
Informationen verschiedener Kanäle zu Farbdarstellungen zusammengeführt.
Imager, die Radarsysteme verwenden, werden aktive Sensoren genannt, da sie Mikrowellen aussenden und das vom 'beleuchteten' Objekt reflektierte Radarecho misst.
Fernerkundung unter Verwendung von Instrumenten, die oft Hunderte von Detektoren haben, die engbandig innerhalb des elektromagnetischen Spektrums aufzeichnen. Sie registrieren prinzipiell innerhalb des sichtbaren und nahen infraroten Abschnitts des Spektrums.
Indische Fernerkundungssatelliten (IRS-1C, IRS-1D) mit optoelektronischen Sensoren. Der 1996 gestartete IRS 1C zeichnet sich besonders durch die hohe Auflösung des PAN-Sensors aus, welche eine neue Ära der Satellitenbildfernerkundung einleitete. Vorrangiges Ziel sind Ressourcenkartierungen. Die Vermarktung außerhalb Indiens erfolgt durch die Fa. GeoEye.
Weitere Informationen: ISRO - Programmes (ISRO, Indien)
Engl. für inertiales Navigationssystem, häufig in Kombination mit GPS eingesetzt.
Unternehmenstochter von EADS Astrium mit Gesellschaften in Deutschland, Frankreich und im Vereinigten Königreich. Eine wesentliche Aufgabe von Infoterra ist die kommerzielle Nutzung der vom Radarsatelliten TerraSAR-X gewonnenen Daten.
Weitere Informationen:
Daten, die kombiniert und integriert sind, um etwas daraus zu erkennen, also "bedeutungsvolle" Daten. Daten alleine sind noch nicht notwendigerweise Informationen, sondern mehr eine Faktensammlung, aus der mit Wissen und Transformationsregeln Informationen gewonnen werden können. Dennoch werden beide Begriffe häufig synonym verwendet.
Wissenschaftliche Mission der ESA zur Infrarot-Astronomie.
Weitere Informationen: Infrared Space Observatory - Startseite (ESA)
Wiedergabe eines Objekts durch die bildhafte Darstellung der Infrarotstrahlung, die von dem Objekt ausgesandt oder reflektiert wird.
| Infrarot-Satellitenbild
|
NW-Küste Nordamerikas
Manche Temperaturbereiche sind koloriert. Dies erleichtert es den Meteorologen zu erkennen, wo Wolken sich abkühlen und damit hochreichend sind. Gleichzeitig sind dies Niederschlagsgebiete.
Quelle: NOAA - Western Region Headquarters |
Weitere Informationen:
Infrarot ist elektromagnetische Strahlung,
deren Wellenlänge von ca. 0,7 bis 1.000
Mikrometern (µm) reicht. Dies liegt über der sichtbaren und unter der Mikrowellen-Strahlung.
Der größte Teil der von der Erde und ihrer Atmosphäre
emittierten oder reflektierten Energie befindet sich im infraroten Bereich.
Infrarotstrahlung wird fast vollständig durch intramolekulare Prozesse
erzeugt. Aus drei Atomen bestehende Gase wie Wasserdampf, Kohlendioxid und Ozon
absorbieren Infrarotstrahlung und spielen eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung
von Infrarotstrahlung in der Atmosphäre.
Fernerkundungsinstrumente spüren diese Strahlung
auf. Gleiches gilt für Signale, die von einem Satelliten
ausgesandt und zu ihm reflektiert werden.
Im sichtbaren und infrarotnahen Spektralbereich
können die chemische Oberflächenbeschaffenheit und die Vegetationsbedeckung
gemessen werden. Im mittleren Infrarot
können geologische Formationen dank der von den Silikatstrukturen abhängigen
Absorptionseigenschaften aufgespürt werden. Im fernen
Infrarot bieten Emissionen von der
Atmosphäre und der Erdoberfläche Informationen über Luft- und Bodentemperaturen
sowie über Wasserdampf und andere Spurenbestandteile der Atmosphäre. Da Infrarotdaten
eher auf den Temperaturverhältnissen basieren als auf sichtbarer Strahlung,
können die Daten bei Tag und Nacht erhoben werden.
Die Infrarotstrahlung wird unterschieden in:
Die Bezeichnungen sind nicht immer so eindeutig definiert wie für den sichtbaren Bereich.
Bezeichnet bei Satellitenumlaufbahnen den Winkel, um den die Bahnebene des Satelliten zur Ebene des Äquators geneigt ist. GEOs verfügen über eine Inklination von 0°, polare Umlaufbahnen über eine Inklination von ca. 90°.
Die Inklination ist einer von den 6 Parametern, den sogenannten Kepler-Elementen, die zur Beschreibung einer Satellitenbahn notwendig sind.
| Inklination einer Satelliten-Umlaufbahn, hier von GPS-Satelliten
Quelle: http://www.kowoma.de/gps/inklination.gif
|
Port. Akronym für Instituto Nacional De Pesquisas Espaciais; brasilianische Raumfahrtagentur.
Weitere Informationen: INPE - Startseite
Engl. Akronym für Interferometric Synthetic
Aperture Radar, dt. Radarinterferometrie;
diese aktive Methodik nutzt Phasenunterschiede, die erfasst werden, wenn man
die vom Gelände zurückkommenden Signale mit zwei nebeneinander angeordneten
Antennen empfängt. Aus diesen Phasenunterschieden können durch komplexe
rechnerische Prozesse Objekthöhen und damit digitale
Geländemodelle abgeleitet werden. Bei Aufnahmen vom Flugzeug aus liegt
der Abstand zwischen den Antennen bei einigen Dezimetern. Die Anwendung dieser
Technik in Satellitenhöhe verlangt größere Abstände. Deshalb
wurde bei der Shuttle Radar Topography Mission
ein 60 m langer Ausleger benutzt, um interferometrische SAR-Daten eines großen
Teils der Erdoberfläche aus etwa 230 km Höhe zu gewinnen. Da das Gebiet
lediglich einmal überflogen werden muss, nennt man dieses Verfahren Single-Pass-Interferometrie.
Bei InSAR können auch die Phasenwerte von jeweils korrespondierenden Bildpunkten
zweier zu unterschiedlichen Zeiten aufgenommener SAR-Bilder verglichen werden,
um Entfernungsunterschiede vom Bruchteil einer Wellenlänge (cm) zu messen.
Hierbei sind die Flugbahnen leicht versetzt, nur jeweils eine Antenne vollzieht
die Aufzeichnung. Dieses Repeat-Pass-Verfahren besitzt den Nachteil, dass zwischenzeitliche
Veränderungen, die die Oberflächenrauhigkeit beeinträchtigen,
wie z.B. Windverhältnisse oder Regenfälle das Radarecho beinflussen
und die berechneten Geländehöhen verfälschen.
Anwendungsfelder der Radar-Interferometrie sind die Erfassung von Veränderungen
der Erdoberfläche im mm- und cm-Bereich (Gletscher, Vulkanismus, Hangrutsche,
Erdbeben, Senkungen usw.) sowie die Vermessung von Meereströmungen.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für Indian Geostationary multi-function Satellite; indisches Wettersatellitensystem, zusätzlich mit Kommunikations- und Search and Rescue-Aufgaben. 2005 arbeiten INSAT-2E und -3A operationell. Sie befinden sich in 36.000 km Höhe auf geostationärem Orbit.
Weitere Informationen:
Lat. für am richtigen Platz; der Begriff bezieht sich hier auf Messungen, die im Gegensatz zur Fernerkundung am tatsächlichen Ort des beobachteten Objektes oder Materials bzw. in engem Kontakt dazu vorgenommen werden. Typische in-situ-Messverfahren sind Gaschromatographie oder Massenspektroskopie.
Siehe Globalstrahlung
Engl. Akronym für International Gamma-Ray Astrophysics Laboratory; Gammastrahlen-Observatorium der ESA zum Aufspüren von gewaltigen Ereignissen im Universum. Es untersucht während der voraussichtlich 5 Jahre dauernden Mission Explosionen, Strahlung, die Bildung von Elementen, Schwarze Löcher und andere exotische Objekte. Integral ist das erste Weltraumobservatorium, das Objekte gleichzeitig im Bereich der Gammastrahlen, Röntgenstrahlen und des sichtbaren Lichts beobachten kann. Bevorzugte Beobachtungsziele sind heftige Explosionen, sog. Gammastrahlenausbrüche, mächtige Erscheinungen wie Supernovaexplosionen und Gebiete des Universums, in denen Schwarze Löcher vermutet werden.
Die Nutzlast auf Integral besteht aus vier Instrumenten. Ein bildgebender Sensor sorgt für die bislang schärfsten Gammastrahlenbilder. Ein Spektrometer ermittelt sehr genau die Energie der Gammastrahlen. Zwei weitere Instrumente helfen bei der Identifizierung der Gammastrahlenquellen, es sind ein Röntgenstrahlenmonitor und eine optische Kamera. Aus Gründen der Kostenreduktion wurde die Nutzlast auf ein Servicemodul aufgesetzt, das baugleich ist mit dem von XMM-Newton.
Integral wurde mit einer Proton-Rakete, Russlands größter Trägerrakete, am 17. Oktober 2002 vom Kosmodrom in Baikonur (Kasachstan) gestartet. Die starke Rakete war erforderlich, um das schwere Raumfahrzeug in seine elliptische und ungewöhnlich hohe Erdumlaufbahn zu befördern, die nötig ist für den wissenschaftlichen Erfolg der Mission.
Der erdnächste Punkt der Umlaufbahn liegt auf 9.000 km (nach 5 Jahren auf 13.000 km ansteigend), der entfernteste bei 153.000 km. Wie die Gestalt des Orbits, so ändert sich während der fünf Jahre auch die Bahnneigung stark. Der hohe und exzentrische Orbit mit einer Umlaufzeit von 72 h ermöglicht lange und ununterbrochene Beobachtungen mit nahezu konstantem Hintergrund außerhalb der irdischen Protonen- und Elektronengürtel, denn der Satellit verbringt die meiste Zeit auf seiner Bahn jenseits von 60.000 km.
Integral ist eine ausgesprochen internationale Mission, an der alle Mitgliedstaaten der ESA und zusätzlich die USA, Russland, Tschechien und Polen beteiligt sind.
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Testphase für den 5 m hohen und 4 t schweren Satelliten Integral in der Vakuumkammer des European Space Research and Technology Centre in Noordwijk, Niederlande, vor dem Start mit einer russischen Proton-Rakete. |
Integral auf seiner Mission zur Aufspürung von Gamma-strahlen
außerhalb der Erdatmosphäre. Gammastrahlen sind stärker
als die für medizinische Zwecke verwendeten Röntgenstrahlen.
Glücklicherweise wirkt die Erdatmosphäre als Schutzschild
gegenüber dieser gefährlichen kosmischen Strahlung. |
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Zu höherer Auflösung auf das jeweilige Bild klicken! Quelle: http://www.esa.int/science/integral |
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Weitere Informationen:
Internationales Programm zur langfristigen Beobachtung der chemischen Zusamensetzung der Atmosphäre mit Hilfe integrierter, boden- und weltraumbasierter Messungen. Die im Rahmen von IGOS erhobenen Daten sollen einem möglichst großen Nutzerkreis zugänglich gemacht werden.
Weitere Informationen: IGOS Atmospheric Chemistry
Physikalisches Phänomen, das auftritt, wenn sich zwei oder mehrere Wellen ausreichender Kohärenz am gleichen Raumpunkt überlappen oder schneiden. Die Amplitude bzw. die Intensität der bei der Interferenz resultierenden Welle hängt von den Frequenzen, den Amplituden und den relativen Phasen (den relativen Lagen der Wellenberge und -täler) der interferierenden Wellen ab.
Man spricht von konstruktiver Interferenz, wenn sich am betreffenden Punkt zwei Wellen treffen, die gleiche Frequenzen und gleiche Phasen haben. Das bedeutet, dass immer Wellenberge und -täler genau aufeinander fallen. In diesem Fall verstärken sich die beiden Wellen, und die Amplitude der resultierenden Welle ist gleich der Summe der beiden Amplituden der ursprünglichen Wellen. Bei der destruktiven Interferenz zweier Wellen gleicher Frequenz treffen Wellenberge auf Wellentäler, so dass die Amplitude der resultierenden Welle gleich der Differenz der beiden Amplituden der ursprünglichen Wellen ist. Daher löschen die beiden Wellen einander teilweise aus. Die vollständige Auslöschung tritt ein, wenn die Amplituden der beiden ankommenden Wellen gleich sind. Kompliziertere Interferenzerscheinungen beobachtet man, wenn die ankommenden Wellen verschiedene Frequenzen haben und/oder wenn sie nicht vollkommen in Phase sind d.h. wenn die Wellenberge bzw. -täler nicht genau aufeinandertreffen.
Am bedeutendsten ist die Interferenz von elektromagnetischen Wellen (z.B. sichtbares Licht), deren Beobachtung jedoch dadurch erschwert wird, daß übliche Lichtquellen keine kohärenten Wellen ausstrahlen. Kohärenz bedeutet hier die Interferenzfähigkeit von verschiedenen Wellen untereinander, d.h. die Entstehung definierter Beziehungen zwischen den Phasen sich überlagernder Wellenzüge. Lediglich die von Präzisionslasern emittierte Laserstrahlen mit sehr langen zusammenhängenden Wellenzügen bilden eine Ausnahme.
Eine Folge der Interferenz sind beispielsweise die Farben von Seifenblasen oder von dünnen Ölfilmen auf Wasser. Im weißen Licht liegen Wellen vieler unterschiedlicher Wellenlängen vor. Wenn Lichtwellen an der inneren Oberfläche einer Seifenblase reflektiert werden, dann interferieren sie mit Lichtwellen, die an der äußeren Oberfläche reflektiert werden. Je nach Wellenlänge interferieren einige der Wellen konstruktiv, andere dagegen destruktiv. Weil jede Wellenlänge einem bestimmten Farbton entspricht, werden infolge der Interferenz einige Farben verstärkt und andere ausgelöscht. Daher sieht man an der Seifenblase mehrere Farben, wobei das Phänomen auch von der Beobachtungsrichtung abhängt. Die Interferenz sichtbaren Lichtes nutzt man beispielsweise bei der Holographie und bei der Interferometrie. Interferenzbilder sind meist in der Form von regelmäßig angeordneten Figuren (Interferenzstreifen, -ringe) zu beobachten, die bei Verwendung von weißem Licht oft ausgeprägte Interferenzfarben (Newtonsche Ringe) aufweisen.
Interferenz gibt es nicht nur bei Lichtwellen, sondern bei allen Wellenarten, so auch bei Mikrowellen. Dies nutzt man in der Radar-Interferometrie, mit deren Hilfe man z.B. erdbebengeschädigte Gebiete rasch erkennen kann (Beispielanwendung Izmit/Türkei).
Weitere Informationen: The Izmit Earthquake: A Quick Post-Seismic Analysis with Satellite Observations
Photographische oder elektronische Aufzeichnung eines Interferenzmusters.
Gerät, mit dem die Interferenz
(Überlagerung) von Lichtwellen für Präzisionsmessungen genutzt
wird. Interferometer können z.B. eingesetzt werden zur Längenmessung,
zur Brechzahlmessung, zur Winkelmessung und zur Spektroskopie.
Es gibt zwar unterschiedliche Arten von Interferometern, die Funktionsweise
beruht jedoch immer auf dem gleichen Prinzip. Zwei oder mehrere Lichtstrahlen
werden durch getrennte optische Wege geführt. Dies gelingt mit Spiegeln
oder halbdurchlässigen Platten. Die Teilstrahlen werden am Wegende durch
weitere Spiegel reflektiert und wieder vereinigt. Dabei liefern die vereinigten
Lichtstrahlen ein Interferenzmuster (Interferenzstreifen oder -ringe). Das Muster
wird durch die Differenz der optischen Wege bestimmt, die die einzelnen Strahlen
bis zur Vereinigung zurückgelegt haben.
Das Verfahren wird z.B. bei abbildenden Radarsystemen eingesetzt. Je nach relativer Phasenlage führt die Überlagerung der Signale zu einer Verstärkung oder Abschwächung des Ausgangssignals. Versetzt man die Signalquellen in relative Bewegungen zum Interferometer oder das Interferometer relativ zu den Signalquellen, durchläuft das Ausgangssignal Maxima und Minima, so dass sich die Interferometerphase bestimmen lässt. In der Geodäsie werden Radio-Interferometer eingesetzt, um große Entfernungen und geophysikalische Vorgänge zu messen. SAR-Anwendungen werden u.a. auch zur Messung von Geländehöhen oder Meeresströmungen eingesetzt.
Sammelbezeichnung für Meßmethoden, die den Vergleich der relativen Phasenänderungen zwischen zwei oder mehr optischen Strahlen anhand des Interferenzmusters zur Messung kleiner Änderungen von Winkeln, Abständen und Brechungsindizes nutzen. Die entsprechenden Geräte sind Interferometer.
Durch die Kombination von zwei Radarmessungen des gleichen Punktes am Boden, die zur selben Zeit, aber mit leicht unterschiedlichen Blickwinkeln durchgeführt werden, können Stereobilder erzeugt werden. Die Messungen führen zu sehr genauen Höhenkarten, oder Karten zur Darstellung von Höhenänderungen. Letztere liefern Informationen über Erdbebenschäden, Vulkantätigkeit, Erdrutsche und Gletscherbewegungen.
Weitere Informationen: Physical and Space Geodesy (TU Delft)
Die bei der UNESCO angesiedelte zwischenstaatliche ozeanographische Kommission stellt den Mitgliedsstaaten der UN eine Plattform zum Austausch von wissenschaftlichen Erkenntnissen und technischem Knowhow, zur Koordinierung staatlicher Programme und zur globalen Kooperation bei der Ozeanforschung zur Verfügung.
Weitere Informationen: http://ioc.unesco.org/iocweb/index.php
Von WMO und UNEP eingerichtetes Gremium zur Bewertung wissenschaftlicher, technischer und sozio-ökonomischer Informationen, die für das Verständnis von Klimaveränderungen und deren Auswirkungen sowie für damit zusammenhängende Anpassungs- und Vorsorgemaßnahmen bedeutsam sind.
Weitere Informationen: IPCC - Startseite (WMO / UNEP)
Nichtregierungsorganisation, in der sowohl nationale wie auch internationale Wissenschaftsvereinigungen vertreten sind. Dieses Netzwerk bietet ein Diskussionsforum für Fragen, die für Wissenschaft und Politik bedeutsam sind.
Weitere Informationen: ICSU - Startseite
Internationales Programm zur Bereitstellung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, die es den menschlichen Gesellschaften erlauben sollen, in Harmonie mit der irdischen Umwelt zu leben. Wissenschaftliches Ziel von IGBP ist es, die interaktiven physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse, die das System Erde regulieren zu beschreiben und zu verstehen, und dies mit ihrem natürlichen wie auch anthropogenen Wandel.
Der internationale Wissenschaftsrat (ICSU) ist - wie bei drei weiteren Global Change-Programmen - der Geldgeber des IGBP.
Weitere Informationen: IGBP - Startseite
Programm zum Informationsaustausch und zur Kontaktpflege zwischen Nutzern, Entscheidungsträgern und Agenturen im Arbeitsbereich Ozeanfarbe. IOCCG arbeitet unter dem Dach des Scientific Committee on Oceanic Research (SCOR), und es ist assoziiertes Mitglied von CEOS.
Weitere Informationen: IOCCG - Startseite
UN-Behörde zur Förderung von Strukturen zur Katastrophenhilfe, -vorsorge und -vermeidung.
Weitere Informationen: ISDR - Startseite (UN)
Wissenschaftliche Mission (1978-1996) der ESA zur Ultraviolett-Astronomie.
Weitere Informationen: IUE - Startseite (ESA)
In Fernerkundung und Kartographie die Ableitung von Sekundärinformation aus Karten oder Fernerkundungsabbildungen durch logische Verknüpfungen, Gebiets- und Literaturkenntnisse sowie Interpretationserfahrungen. Die Interpretation einer Karte entspricht dem Kartenlesen. Die visuelle Interpretation von Fernerkundungsbildern entspricht dagegen einer Selektion von Information aus Mustern von Signalen. Die Interpretation erfolgt immer in zwei Schritten: der Entdeckung von Information und der Identifikation. Im ersten Schritt werden Bildinhalte mehr oder weniger objektiv und präzise erfasst, während sie im zweiten bestimmten Objekten und Objektqualitäten zugeordnet werden. Informationen hierfür liefern die Bilddatenkanäle, graphische Kanäle (Karten) und Sachinformationen aus der Literatur (Kollateralinformation). Sobald eine Rückkoppelung mit Geländebefunden erfolgt ist, wird aus der Interpretation topographische und/oder thematische Bildauswertung.
Ein Interpretationsschlüssel ist eine systematische Zusammenstellung charakteristischer Merkmale der in Bildern zu interpretierenden Objekte, in der Regel in Form von erläuterten Bildbeispielen. Es werden vor allem unterschieden:
Der Interpretationsschlüssel ist ein Hilfsmittel zur Interpretation von photographischen Bildern. Er wird vor der Interpretation festgelegt, z.B. bei der Biotoptypenkartierung aus CIR-Luftbildern.
Siehe Infrarotstrahlung
1. Engl. Akronym für Infrared Interferometer Spectrometer; Instrument an Bord des amerikanischen Wettersatelliten Nimbus 3 (1969-1972) zur Sammlung von Informationen über die vertikale Struktur der Atmosphäre und die Emissionseigenschaften der Erdoberfläche.
2. Zweiter Name der Tochter des Autors
Engl. Begriff für die gesamte Menge der eingehenden elektromagnetischen Energie, die auf eine Oberfläche trifft. Sie wird normalerweise gemessen in Watt pro Quadratmeter.
Siehe Oceansat-1
Engl. Akronym International Satellite Cloud Climatology Project; 1982 als Teil des World Climate Research Programme (WCRP) eingerichtetes Projekt zur Sammlung und Analyse von Daten über die globale Verteilung von Wolken, deren Eigenschaften und Veränderungen im täglichen, saisonalen und interannuellen Maßstab.
Weitere Informationen: The ISCCP Web Site
Akronym für Intelligentes Satellitendaten-Informationssystem des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). ISIS ist eine eigenständige Datenbank und zugleich internationaler Informationsknoten. ISIS wurde von der DLR in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie entwickelt, um Interessenten Informationen bereitzustellen und den Zugriff auf vorliegende Datenbestände zu erleichtern.
Die Datenbestände des ISIS:
Weitere Informationen: DLR EOWEB
Engl. Akronym für International Society for Photogrammetry and Remote Sensing, dt.: Internationale Gesellschaft für Photogrammetrie und Fernerkundung.
Engl. Akronym für Indian Space Research Organisation; die indische Raumfahrtagentur.
Engl. Akronym für International Space Station; Internationale Raumstation, ein Gemeinschaftsprojekt von 16 Staaten, das als wissenschaftliches Labor im All konzipiert ist. Die Raumstation umkreist die Erde in einer Höhe von ca. 400 km und besteht im Wesentlichen aus drei Grundmodulen, die zwischen 1998 und 2000 ins All gebracht und zusammengekoppelt wurden. Sie werden ergänzt durch Forschungsmodule. Der wesentliche Anteil Europas ist das Forschungslabor Columbus, dessen Andocken für Ende 2003 geplant ist. Transportaufgaben übernehmen russische Sojus- und Protonraketen sowie das amerikanische Space Shuttle.
| Spannweite: | 108,6 Meter |
|---|---|
| Lä: | 79,9 Meter |
| Tiefe: | 88 Meter |
| Rauminhalt: | 1140 Kubikmeter |
| Gewicht: | 450 Tonnen |
| Flughöhe: | 400 km über NN |
| Umlaufbahn: | 51,6 Grad Neigung/Äquator |
| Erdumlauf: | 90 Minuten |
| Relativgeschwindigkeit: | 29.000 km/h |
| Elektrische Leistung: | 110 Kilowatt |
| Solarzellenfläche: | 4.500 m² |
| Fertigbauteile: | 80 |
| Montageflüge: | 45 |
| Aufbauphase: | 1998-2004/5 |
| ständige Besatzung: | bis zu 7 Personen |
| erste Bemannung: | 1999 |
| Routinebetrieb: | 2004/5-2013 |
| Lebensdauer: | ca. 10 Jahre |
| Gesamtkosten 1985-2013: | ca. 100 Mrd $ |
Forschungsaufgaben betreffen Fragen der Schwerelosigkeit, Biotechnologie,
Materialforschung, Kommunikationstechnologie, der Entwicklung neuer Medikamente
sowie der Erdbeobachtung und Weltraumerkundung. Die NASA
sieht die ISS auch als Plattform für die wirtschaftliche Nutzung des Weltraums
und auch für die Besiedelung des Mars.
Tourismus ist trotz des Präzendenzfalles im Jahre 2001 (Dennis Tito) nicht
vorgesehen.
Ansicht der Raumstation ISS im Endausbau 2006
Quelle: ESA
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ISS - Skizze
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Weitere Informationen:
Engl. Akronym für International Telecommunication Union; eine Unterorganisation der UNO mit Sitz in Genf, die sich u.a. folgenden Aufgaben widmet:
Weitere Informationen:
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