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Engl. neighbourhood; Umgebung eines Pixels in der diskreten Ebene, normalerweise in einem Rechteckraster. 4er-Nachbarschaft: nur umliegende Pixel in den vier Himmelsrichtungen. 8er-Nachbarschaft: alle acht "berührenden" Pixel.
Syn. Fußpunkt ggf. Subsatellitenpunkt; ein Punkt auf
dem Boden vertikal unter dem Beobachter, den Linsen einer Kamera oder eines
Sensorsystems; das Gegenteil von Zenit. Entsprechend ist die Nadirrichtung die
Richtung zum Erdmittelpunkt.
Werden die benachbarten Nadirpunkte zusammengefügt ergibt sich die Nadirlinie.
Bei Radarmessungen entspricht die Nadirlinie dem Beginn der Querrichtung.
A - Nadirpunkt |
A - Nadirlinie |
| Quelle: http://www.ccrs.nrcan.gc.ca/ccrs/learn/terms/glossary/glossary_e.htm | |
Luft-/Satellitenbildaufnahme mit genau lotrechter Aufnahmerichtung; s. Messgeometrie, Nadir
Elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen von ca. 0,7 Mikrometern bis ca. 2 Mikrometern.
Engl. Akronym für National Aeronautics and Space Administration;
1958 gegründete zivile US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt mit Sitz in
Washington D.C. Ihr obliegen Planung, Leitung und Durchführung sämtlicher
amerikanischer Weltraumprojekte. Seit dem Beginn des Space
Shuttle-Programms arbeitet die NASA verstärkt im militärischen Bereich.
Die NASA besitzt verschiedene Startplätze für Raumfahrzeuge, so das John
F. Kennedy Space Flight Center (Cape Canaveral). Weitere
wichtige Forschungseinrichtungen sind das Goddard
Space Flight Center in Greenbelt, das die Satelliten
und die Nachrichtenübermittlung kontrolliert, das Jet
Propulsion Laboratory in Kalifornien, dem die Entwicklung von
Sonden obliegt, sowie das für das Astronautentraining und die Beobachtung bemannter
Raumflüge eingerichtete Lyndon
B. Johnson Space Center in Houston (Texas).
Die verschiedenen NASA-Webseiten gelten als mustergültig für Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation. Entsprechend sind sie auf jedem Anspruchsniveau eine Fundgrube für die FE-Gemeinde.
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Die Erdbeobachtungsmissionen der NASA (Stand 2005) Viele der Erdbeobachtungssatelliten der NASA werden vom Goddard Space Flight Center operationell begleitet. Dazu gehören auch die Hauptmissionen Terra, Aqua and Aura. Zu größerer Darstellung auf Abbildung klicken! Quelle: http://earthobservatory.nasa.gov/Newsroom/ NasaNews/ReleaseImages/20051007/02.jpg |
Weitere Informationen:
Seit 2006 bestehender Dienst der NASA, mit stark vereinfachtem Zugang zu georeferenzierten Fernerkundungsbilddaten. Vorgesehene Nutzergruppen sind Lehrer, Museumspersonal, Journalisten und Hobby-Wissenschaftler. Ziel ist die Bereitstellung von Datensätzen über die globalen und regionalen Umweltveränderungen unseres Planeten für die Öffentlichkeit. Die Daten sind auch in GoogleEarth exportierbar.
Im Februar 2007 umfasste das Angebot von NEO 22 verschiedene Datensätze aus den Bereichen Atmosphäre, Ozean und Land, z.B. Schneebedeckung, Meeresoberflächentemperatur, Chlorophyllkonzentration, Wolkenbedeckung u.w.. Die Daten sind als erdweite Darstellungen für tägliche, wöchentliche und monatliche Intervalle verfügbar, und die meisten sind in einer 10 km-Auflösung erhältlich.
Weitere Informationen: NASA Earth Observations
Engl. Akronym für National Space Development Agency of Japan, bis 2003 die japanische Raumfahrtagentur. Nachfolgeorganisation ist JAXA.
US-amerikanisches Zentrum zur Erforschung der Atmosphäre mit Sitz in Boulder, Colorado.
Neun, dem staatlichen Wetterdienst der USA zugeordnete meteorologische Zentren zur Wetterbeobachtung, -vorhersage, -forschung und Klimamodellierung.
US-amerikanische Behörde zur Bereitstellung von georäumlichen Aufklärungsinformationen zur Unterstützung von Zielen nationaler Sicherheit insbesondere durch die Auswertung von Bildmaterial. Die NGA unterstützt mit ihrer Arbeit zivile und militärische Führer und trägt zur Einsatzbereitschaft der amerikanischen Truppen bei. Sie unterstützt auch humanitäre Einsätze, z.B. bei Hochwasser- oder Brandereignissen sowie bei friedenstiftenden Maßnahmen.
Weitere Informationen: NGA - Startseite
1970 gegründete und dem Handelsministerium (Department
of Commerce) unterstellte US-amerikanische Bundesbehörde. Sie soll
die Sicherheit der Öffentlichkeit gegenüber atmosphärischen Erscheinungen gewährleisten
und in der Öffentlichkeit mit Informationen zum Verständnis von Umwelt und Ressourcen
beitragen.
Wie die Webseiten der NASA gelten Öffentlichkeitsarbeit
und Dokumentation der NOAA und ihrer Unterorganisationen als beispielhaft.
Zu den operativen Abteilungen der NOAA gehören
Weitere Informationen: National Oceanic and Atmospheric Administration’s Scientific Data Stewardship Program (Bates, J. et al., DWD Klimastatusbericht 2004)
1961 gegründete und dem amerikanischen Verteidigungsministerium unterstellte Behörde für Konzeption, Bau und Betrieb der Spionagesatellitenflotte der USA mit Hauptsitz in Chantilly, Virginia. Ihre Existenz wurde erst 1992 offiziell eingeräumt. Das Personal der NRO rekrutiert sich aus Mitgliedern der Air Force, der CIA, der National Securuty Agency und anderen Bundesbehörden.
Weitere Informationen: NRO - Startseite
US-amerikanisches Informationszentrum zur Unterstützung der Erforschung der Polargebiete und der Kryosphäre.
Weitere Informationen: NSIDC - Startseite
Engl. Akronym für Navigation Satellite Timing and Ranging-Global Positioning System; satellitengestütztes Navigationssystem zur weltweiten Positionsbestimmung, das vom militärischen United States Naval Observatory betrieben wird. Das NAVSTAR-GPS löste das ältere Satellitennavigationssystem Transit der United States Navy ab. NAVSTAR-GPS wurde am 17. Juli 1995 offiziell in Betrieb genommen.
Weitere Informationen: USNO NAVSTAR Global Positioning System
Engl. Akronym für Normalized Difference (auch: Density) Vegetation Index, dt. normalisierter differenzierter Vegetationsindex, auch normierter differentieller Vegetationsindex; aus Satellitendaten relativ leicht zu berechnende Messgrösse für die Biomasse. Satellitensensoren können quantifizierend angeben, welcher Teil der photosynthetisch relevanten Strahlung von der Vegetation absorbiert wird. In den späten siebziger Jahren des 20. Jh. wurde erkannt, dass die Netto-Photosynthese direkt abhängig ist von der Menge photosynthetisch aktiver Strahlung, die von Pflanzen absorbiert wird. Je mehr eine Pflanze während der Vegetationsperiode sichtbares Sonnenlicht absorbiert, umso intensiver ist die Photosynthese und umso produktiver ist sie. Wenn die Pflanze umgekehrt weniger Sonnenlicht absorbiert, ist die Photosyntheserate und damit das Wachstum geringer.
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Spektraler Reflexionsgrad eines grünen Laubbaumblattes, rot die Aufnahmebereiche der Kanäle 1 und 2 des AVHRR-Sensors
Die Abbildung verdeutlicht die grundlegenden Überlegungen zu Vegetationsindizes. Bei gesunder Vegetation fällt auf, dass die Kurve im ersten Kanal ein relatives Minimum (bei 0,65 µm) und im zweiten Kanal ein Maximum (bei 0,8 µm) hat. Einige Pigmente im Mesophyll der Blätter absorbieren die Sonnenstrahlung im Bereich des roten und blauen Lichts, wobei grünes Licht reflektiert wird. Dies verursacht das Minimum im Bereich des ersten Kanals. Der Großteil der Infrarotstrahlung wird mehrfach an Grenzflächen der Vegetation (z.B. an Zellwänden oder luftgefüllten Hohlräumen) gespiegelt und somit zu einem großen Teil reflektiert. Dies erklärt das Maximum des Reflexionsgrades grüner Vegetation in Kanal 2. Die Differenz zwischen den Kanälen kann als grundlegender Indikator für Vegetation dienen. Dieser Grundansatz findet sich bei allen Vegetationsindizes wieder. Quellen: Kraus, Karl (1990): Fernerkundung Bd.1 (verändert)http://www.lahn-dill.com/johanneum/Satellit/uwsOaseVeg.htm |
Durch die Bildung von Indizes aus zwei oder mehr Kanälen kann die Visualisierung des Biomassegehaltes und des Zustandes der Vegetation stark verbessert werden. Ein solcher Index ist der NDVI. Er wird im Wesentlichen aus der Differenz der Messergebnisse der Kanäle 1 und 2 des Sensors AVHRR ermittelt.
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Vegetation erscheint sehr unterschiedlich in den Wellenlängenbereichen des sichtbaren Lichts und des Nahen Infrarots. Im Bereich des sichtbaren Lichts sind vegetations-bedeckte Flächen sehr dunkel, fast schwarz, wohingegen Wüstenregionen (z.B. die Sahara) hell erscheinen. Im Nahen Infrarot ist die Vegetaion heller und Wüsten haben in etwa denselben Helligkeitgrad wie beim sichtbaren Licht. Durch den Vergleich von sichtbarem und infrarotem Licht messen Wissenschaftler die relative Vegetationsmasse. Quelle: http://earthobservatory.nasa.gov/Library/MeasuringVegetation/measuring_vegetation_2html |
Die spektrale Signatur (reflektierte Strahlung in eng begrenzten Spektralbereichen) gesunder Vegetation zeigt einen sprunghaften Anstieg des Reflexionsgrades bei 0,7 µm, während unbewachsener Boden je nach Art einen stetigen, geradlinigen Verlauf aufweist. Je aktiver das Chlorophyll der Pflanzen ist, desto größer ist der Anstieg des Reflexionsgrades im nahen Infrarot (0,78 - 1 µm). Neben der Unterscheidung der Vegetation von anderen Objekten läßt sich somit die Stärke (und Vitalität) der Vegetation folgern. Diesen Umstand nutzt man bei der Berechnung des NDVI.
Der NDVI ergibt sich allgemein aus:
NDVIallg = nahes IR - Rot / nahes IR + Rot
Im Bereich des Rot wird einfallende Sonnenstrahlung weitgehend durch die im Mesophyll der Blätter enthaltenen Pigmente, vor allem durch das Chlorophyll, absorbiert. Im nahen Infrarot dagegen wird der Großteil der auftreffenden Strahlung vom Blattgewebe reflektiert. Der NDVI bildet ein Maß für die photosynthetische Aktivität und ist stark mit Dichte und Vitalität der Vegetationsdecke korreliert. Satellitendaten können mit hoher Genauigkeit in Kilogramm Biomasse pro Hektar umgerechnet werden, indem man bestimmte Flächen zur Kontrolle nachmisst (Verifikation) und die Ergebnisse der Fernerkundung entsprechend anpasst.
Satellitenkarten der Vegetation zeigen die Dichte des Pflanzenwachstums über den gesamten Globus hinweg. Die gebräuchlichste Maßeinheit ist der NDVI. Sehr niedrige Werte des NDVI (0,1 und darunter) korrespondieren mit kahlen Gebieten mit Fels, Sand und Schnee. Mittlere Werte (0,2 bis 0,3) repräsentieren Busch- und Grünland, wohingegen hohe Werte (0,6 bis 0,8) gemäßigte und tropische Regenwälder darstellen. |
Längerfristige Durchschnittswerte von Vegetationsdaten tragen dazu bei, Fehler, die durch Bewölkung verursacht werden, zu beseitigen. Andererseits verdecken sie Details, insbesondere bei hoher Auflösung. Das oben stehende Bildpaar zeigt Borneo im September 1999. Das linke Bild vereint die Werte einer 10-Tagesperiode vom 21.-30.9. Starke Wolkenbedeckung lässt einige Gebiete vegetationsarm oder vegetationslos erscheinen. Der 30-Tage-Durchschnitt des ganzen Monates zeigt aber die dichte Waldbedeckung nahezu der gesamten Insel. |
| Quellen: http://earthobservatory.nasa.gov/Library/MeasuringVegetation/measuring_vegetation_1.html http://earthobservatory.nasa.gov/Library/MeasuringVegetation/measuring_vegetation_4.html |
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Großräumige NDVIAVHRR - Karten werden seit 1980 von der NOAA erstellt. Dazu werden die täglichen Vegetationsindizes zu 8-, 16- oder 30-Tage Kompositen zusammengefasst. Dieser notwendige Schritt ergibt sich aus der Tatsache, dass viele Pixel aus der Messung eines einzelnen Tages nicht entzifferbar sind. Eine so erstellte Karte wäre lückenhaft. Der Grund liegt in Wolken oder Aerosol, die den Blick des Sensors auf die gesamte Szene versperren, grelles Sonnenlicht kann einzelne Pixel saturieren, auch sind Fehlfunktionen des Sensors möglich.
Beispiele für NDVIAVHRR-Monatsmittel von Europa (1997):
Monatsmittel Februar 1997
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Monatsmittel März 1997
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Monatsmittel April 1997
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Monatsmittel Mai 1997
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Aus dem Vergleich der Bilder kann man den Einzug des
Frühlings in Europa ablesen: |
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| "Der Sommer kommt nach Europa"
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Die NASA hält einen korrigierten Satz
von globalen NDVI-Daten für die Jahre 1982-1998 vor, mit dem sich online
Animationen erstellen lassen. Dabei sind Störfaktoren wie Sensoralterung,
vulkanisches Aerosol, Bewölkung, Datenlücken u.w. reduziert.
Das DFD berechnet täglich eine NDVI-Europakarte sowie Wochen- und Monatsmittel im 1 km-Raster.
Lohnend ist ein Vergleich von NDVI-Darstellungen mit Klima- und Vegetationskarten
in Atlanten.
Weitere Informationen:
Abweichung des mit Hilfe von Satellitensensoren
(z.B. AVHRR) ermittelten NDVI-Wertes
für einen bestimmten Raum innerhalb einer bestimmten Zeit vom langjährigen
Mittel.
Heute liegen NDVI-Daten vom gesamten Globus für einen Zeitraum von 20 Jahren
vor. Der Vergleich der NDVI-Werte z.B. des aktuellen Monats mit dem 20-jährigen
Mittel zeigt, ob das Pflanzenwachstum in einer bestimmten Region dem Durchschnittswert
entspricht, oder ob es deutlich über- bzw. unterdurchschnittlich ausgefallen
ist. Mögliche Gründe für ein unterdurchschnittliches Pflanzenwachstum
sind geringere Niederschläge, niedrigere Temperaturen (was den Beginn der
Vegetationsperiode hinauszögert bzw. diese verkürzt) oder eine außergewöhnlich
lange Wolkenbedeckung.
Verkürzt formuliert kann die Absorption
und Reflexion von photosynthetisch aktiver
Strahlung über eine bestimmte Zeit
hinweg dazu benutzt werden, die Gesundheit der Vegetation in einem bestimmten
Raum zu beurteilen, und zwar im Verhältnis zur "Norm", dem langjährigen
Mittel.
| NDVI-Anomalien in Teilen N-Amerikas (August 1993) ![]() |
Die Differenz zwischen dem durchschnittlichen NDVI für
einen einzelnen Monat eines bestimmten Jahres und dem über die vergangenen
20 Jahre gemittelten NDVI für denselben Monat wird NDVI-Anomalie
genannt. measuring_vegetation_3.html |
Daten aus einer bestimmten Quelle, die innerhalb einer - im Vergleich zu den Zeitskalen des beobachteten Phänomens - kurzen Zeitspanne zur Nutzung verfügbar sind.
Syn. Nächste-Nachbarschaft-Verfahren; Resamplingverfahren, bei dem jeder neuen Pixelposition der Grauwert der nächstgelegenen alten Pixelposition zugeordnet wird. Es kann dabei vorkommen, daß einzelne Grauwerte mehrmals zugeordnet werden. Dies führt zu einer blockigen Struktur des korrigierten Bildes. Probleme können darüber hinaus vor allem dann auftreten, wenn multitemporal gearbeitet wird, denn Landschaftsgrenzen sind evtl. leicht gegeneinander verschoben. Die Vorteile des Nearest-Neighbour-Verfahrens liegen im geringen Rechenzeitaufwand und in der Tatsache, daß keine neuen Grauwerte berechnet werden. Die ursprüngliche spektrale Signatur der verschiedenen Objektklassen bleibt unverfälscht erhalten, was zur Durchführung einer multispektralen Klassifizierung von Vorteil ist.
siehe NASA Earth Observations
Inzwischen umbenannt in James Webb Space Telescope (JWST), siehe dort.
1. Bezeichnung für ein in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von der NASA initiiertes Programm zur Entwicklung eines satellitengestützten Beobachtungssystems für die Erfordernisse von Geowissenschaftlern. Das Programm sollte Sensoren für die Beobachtung von Atmosphäre und Ozean entwickeln sowie entsprechende Weltraumtechnologien und Bodentechnologien zur Verarbeitung von meteorologischen und wissenschaftlichen Daten. Gleichfalls war das Programm Teil von globalen Beobachtungsprogrammen wie dem World Weather Watch. Im Rahmen des Programms wurden 8 Satelliten gebaut, 7 wurden zwischen 1964 und 1978 in ihre polaren Umlaufbahnen gebracht, ein Satellit war ein Fehlschlag. Die Nimbus-Satelliten lieferten zweimal pro Tag weltweite Daten.
2. In den Versionen 2000 und 2001 Trägerstruktur für den niedrig fliegenden H.P.
Erster, von 1978 - 1994 arbeitender Satellit der NASA zur globalen Umweltüberwachung im polarnahen, sonnensynchronen Orbit; zu seiner Zielsetzung gehörten die physische Charakterisierung der Erdatmosphäre, der Ozeane, des Ozean-Atmosphäre-Austausches und der irdischen Wärmebilanz. Nutzlasten waren u.a.: CZCS, SMMR, ERBI.
Engl. Akronym für Near Infra-Red, dt. nahes Infrarot, Bezeichnung für den Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums zwischen ~0,75 µm und ~1,3 µm; siehe Infrarotstrahlung (IR)
Engl. Akronym für New Millenium Program Earth
Observing-1; 2000 gestartete Satellitenmission der NASA
zur Erdbeobachtung. Schwerpunkte
liegen bei folgenden Themen: lokale und regionale Landbedeckung, Veränderungen
der Landbedeckung, Atmosphärenbestandteile, landwirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit,
Küstenschutz, Kontrolle eingewanderter Organismen, Wasserwirtschaft, gesundheitsbezogene
Frühwarnsysteme, Flugsicherheit.
Der Satellit bewegt sich in 705 km Höhe
auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn
(Inklination 98,2°). Die Umlaufzeit
beträgt 99 min, der Wiederholzyklus
16 Tage.
Weitere Informationen:
Serie von sonnensynchron umlaufenden
Satelliten der NOAA
mit vorwiegend meteorologischen Aufgaben. Weitere Arbeitsbereiche sind in unterschiedlicher
Kombination Klimatologie, Land- und Forstwirtschaft, Umweltmonitoring, physische
Ozeanographie, Monitoring von vulkanischen Aktivitäten, Eis- und Schneebedeckung,
Ozonstudien, Weltraumumgebung, Search and Rescue, Analyse des solar flux (dt.
solarer Fluss, von der Sonne ausgesandte Strahlung im 10,7 cm-Bereich).
Der 2002 gestartete NOAA-17 befindet sich auf einem 833 km hohen Orbit
mit einer Inklination von 98,75°.
Die Umlaufzeit beträgt 101,4 min.
NOAA-N wurde im Mai 2005 auf seine Umlaufbahn gebracht und danach umbenannt
in NOAA-18.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für National Oceanic and Atmospheric
Administration Polar-orbiting Operational Environmental
Satellites; 2001 gestartete Mission
von NOAA und NASA
zur Ermittlung von Atmosphären- und Oberflächendaten für Wettervorhersage
und meteorologische Forschung. Der Satellit
trägt auch ein System zu Empfang und Weiterleitung von Notsignalen für
Luft- und Seeverkehr. Der Satellit befindet sich auf einer sonnensynchronen
Umlaufbahn in 833 km Höhe (Inklination 98,8°). Die Umlaufzeit beträgt
101 min.
Zu seinen Instrumenten gehören: AVHRR,
HIRS, AMSU-A,
MHS, SBUV,
SEM (Space Environment Monitor), DCS (Data Collection System), S and R (Search
and Rescue), AMSU-B.
Weitere Informationen: POES Project - Startseite (NASA, GSFC)
Engl. Akronym für National Polar-orbiting Operational Environmental Satellite System; 1994 gegründete Behörde mit dem Ziel, die polarumlaufenden Satelliten-Systeme von Luftwaffe und NOAA in einem einzigen nationalen Programm zusammenzufassen und so Synergieeffekte zu nutzen. Bei dieser Bündelung von Programmen zur Erlangung von Umwelt- insbesondere Wetterdaten wird Personal des Handelsministeriums, des Verteidigungsministeriums und der NASA eingesetzt. Gleichzeitig besteht eine Zusammenarbeit mit den europäischen und japanischen Agenturen EUMETSAT und NASDA.
Die Ausbaustadien des NPOESS-Systems
Quelle: http://www.ipo.noaa.gov/About/sat_evolu.html
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Die künftigen NPOESS-Satelliten werden die Satelliten zweier Programme ersetzen: POES der NOAA und DMSP des US-Verteidigungsministeriums. Mit der Erhebung dieser Daten erfüllen die USA vertragliche Verpflichtungen aus dem Protokoll von Montreal zur Überwachung des stratosphärischen Ozonrückgangs.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für National Polar-orbiting Operational Environmental
Satellite System Preparatory Project; gemeinsame Mission
von NASA und NOAA
zu grundlegenden Messungen hinsichtlich eines Langzeit-Monitoring
zu Klimatrends, zu globalem und regionalem Umweltmonitoring und zur globalen
biologischen Produktivität (Land und Ozean). NPP stellt dabei die Datenkontinuität
nach dem Ende der Missionen von Aqua und
Terra sicher. Gleichzeitig dient die Mission
der Erprobung von entscheidenden Sensoren, Algorithmen und Verarbeitungsvorgängen
für die NPOESS-Missionen.
NPP besitzt folgende Instrumente:
Weitere Informationen: NPOESS - Startseite (NOAA, NESDIS)
Engl. Akronym für National Reconnaissance Office, s. dort
Engl. Akronym für NASA
Scatterometer;
am 16. August 1996 an Bord des japanischen ADEOS
gestarteten Sensors. Die Mission endete bereits
am 30. Juni 1997 aufgrund von Energieverlusten auf dem Satelliten.
Dieser Mikrowellen-Radarscatterometer maß alle 2 Tage die Vektoren (Geschwindigkeit
und Richtung) der Winde über mindestens 90 % der Oberfläche der eisfreien
Weltmeere.
Winde sind ein entscheidender Faktor bei der Bestimmung regionaler Wettermuster
und des Weltklimas. Erst Missionen wie NSCAT ergänzen die gute Datenbasis
bzgl. der Windverhältnisse über den Kontinenten mit Informationen
über die Winde über den Ozeanen (2/3 der Erdoberfläche). Insofern
spielen die Daten von NSCAT eine Schlüsselrolle beim Verständnis und
der Vorhersage globaler Wettermuster und Klimasysteme.
NSCAT schickte über Antennen Mikrowellenpulse mit einer Frequenz
von 14 GHz auf weite Bereiche der Erdoberfläche. Die 6 Antennen von jeweils
3 m Länge scannten zwei 600 km breite Streifen über den Ozeanen ab,
jeweils ein Streifen zu beiden Seiten des Flugwegs
über Grund. Sie waren durch eine Lücke von ca. 330 km getrennt.
Durch Rückstreuung (backscatter)
der Mikrowellenpulse von der Ozeanoberfläche erhielt NSCAT 190.000 Windmessungen
pro Tag. Die Wiederholrate betrug 2 Tage, wobei die beobachteten 'Windvektorzellen'
eine Kantenlänge von 50 km hatten. Die Windvektoren wurden nicht direkt
erfasst, sondern indirekt durch die in Abhängigkeit vom Wind unterschiedliche
Rauhigkeit der Meeresoberfläche. Die Rauhigkeitsunterschiede modifizieren
Art und Stärke der rückgestreuten Energie. Mehrfachmessungen aus verschiedenen
Richtungen erlaubten dann Rückschlüsse auf die Windvektoren.
Computer in den Bodensegmenten verarbeiteten
die Windmessungen innerhalb von 2 Wochen nach dem Erhalt der Rohdaten.
NSCAT-Daten haben einen Beitrag zu verbesserter Wettervorhersage und Klimamodellierung
geleistet sowie zu einem besseren Verständnis von Umweltphänomenen
(z.B. ENSO)
geführt, die wesentlichen Einfluss auf Volkswirtschaften haben können.
| Die Taifune Tom und Violet aus NSCAT-Daten
Zur Animation hier klicken |
Diese Animation zeigt die Windgeschwindigkeiten und -richtungen direkt
über der pazifischen Meeresoberfläche bei Japan. Die Daten
entstammen Messungen des NSCAT-Scatterometers am 20. September 1996. |
Weitere Informationen: Winds - Startseite (NASA, JPL)
Ein oder mehrere Element(e), das/die von dem Raumfahrzeug zur Erfüllung eines bestimmten Zweckes transportiert wird/werden. Im Verhältnis zur Trägerrakete kann mit diesem Begriff auch der Satellit selbst bezeichnet werden oder aber die Instrumente, die sich an Bord des Satelliten befinden.
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