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Begriff für die Rückstreuung von elektromagnetischer Energie an kleinen Partikeln in Richtung der Quelle, hauptsächlich im Zusammenhang mit Radarsystemen verwendet.
Engl. orbit; die Menge aller Punkte im Raum, die ein Teilchen, bzw. der Schwerpunkt eines Körpers zeitlich sequentiell (der Reihe nach) durchläuft, bezeichnet man als seine Bahn. Ist kein (Wechselwirkungs)Potential vorhanden, wirkt also auf das Teilchen keine Kraft, so ist die Bahn geradlinig. Die Bahn ist umso stärker gekrümmt, je stärker die Krafteinwirkung (das Potential) ist. (s. Umlaufbahn)
Engl. orbital elements; mit der Angabe von sechs Bahnelementen kann man in einem gegebenen Gravitationspotential zu jeder Zeit den Ort eines Körpers berechnen. Die normalerweise verwendeten Bahnelemente sind:
Die Halbachse und die Exzentrität bestimmen die Grösse und Form
der Bahn, die drei Winkel (Inklination, Länge des aussteigenden Knotens,
Perihellänge) die Lage der Bahn im Raum und die Perihelzeit (bzw. die mittlere
Anomalie zu einer Zeit) den Ort des Objekts auf der Bahn.
Bei Drei- und Mehrkörperproblemen gibt es keine analytische Lösung
für die Bahn eines Teilchens und somit sind die Bahnelemente nur eine Näherung.
Die sogenannten mittleren Bahnelemente beschreiben die (hypothetische) ungestörte
Bahn des Körpers.
Geschwindigkeit, mit der sich ein Objekt (z.B. Satellit ) um ein anderes (Planet) bewegen muss, damit Fliehkraft und Gravitationskraft im Gleichgewicht bleiben und der Satellit weder auf den Planeten stürzt, noch dem Gravitationsfeld seines Planeten entkommt.
Bei künstlichen Erdsatelliten die Höhe eines Bahnpunktes kreisförmiger oder elliptischer Satellitenumlaufbahnen über der Erde ("Höhe über Grund"). Bei Satelliten auf Kreisbahnen, deren Mittelpunkt mit dem Erdmittelpunkt übereinstimmt, haben alle Bahnpunkte praktisch die gleiche Höhe über Grund. Dies trifft insbesondere auf Satelliten im geostationären Orbit zu, die sich auf einer äquatorialen Kreisbahn mit der Bahnhöhe 35.780 km bewegen. Da ihre Bewegung synchron zur Erddrehung (geosynchron) erfolgt (Bahnperiode: 24 h), führen sie keine Relativbewegung zur Erde aus. Für den Betrachter auf der Erdoberfläche stehen diese GEO-Satelliten immer an der gleichen Stelle in gleicher Höhe.
Diese Bedingungen gelten nicht für die auf mittelhohen und niedrigen Satellitenbahnen erdumlaufenden Satelliten. Ihre Bahnebenen sind meistens mehr oder weniger aus der Äquatorialebene gekippt ("inkliniert") und zeichnen sich durch einen exzentrischen Verlauf aus (elliptische Bahnen) aus. Damit variiert die Höhe der Satellitenumlaufbahnen über Grund teilweise ganz beträchtlich. Ihre erdfernsten und erdnächsten Punkte, die so genannten Apsiden, bezeichnet man mit Apogäum und Perigäum.
Syn. (Bahn)inklination; Winkel der von der Umlaufbahn von Satelliten beschriebenen Ebene mit der Äquatorebene. Eine Umlaufbahn mit einer Neigung von 0 Grad verliefe demnach direkt über dem Äquator, typisch für geosynchrone Umlaufbahnen. Zunehmend größere Neigungswinkel würden Satelliten über immer höhere Breiten führen. Eine Bahnneigung von 90° würde direkt über Nord- und Südpol führen. Die bevorzugte Bahnneigung für Space Shuttle-Flüge liegt bei 28,5° (geographische Breite von Cape Canaveral), kann aber auch 39° oder 57° betragen.
Bahnparameter
Die nicht maßstabsgetreue Darstellung zeigt drei Umlaufbahnparameter, die zur Bestimmung von Gestalt und Größe eines Orbits herangezogen werden können: Radius (R), Geschwindigkeit (V) und Bahnneigung (I). Quelle: http://liftoff.msfc.nasa.gov/academy/rocket_sci/orbmech/orbit/orbit.html |
Parameter, die den Verlauf der Bahn, in der sich ein Satellit bewegt, beschreiben.
Orthogonale Projektion der Satellitenbahn auf ein mittleres Erdellipsoid.
Weltraumbahnhof in Kasachstan nordöstlich des Aralsees in der Nähe von Leninsk am Syrdarja, der zu Sowjetzeiten vor allem für die bemannten Missionen errichtet wurde. Von 1994 an wurden die Einrichtungen für 20 Jahre von Russland angemietet.
Luftgetragene Plattform zur Sammlung von hauptsächlich meteorologischen Daten. Ballons können festverankert oder freifliegend sein.
Maß für den zusammenhängenden Frequenzbereich elektromagnetischer Schwingungen, der in einem Signal vorhanden ist oder für den Frequenzumfang eines (FE-)Systems bzw. eines Kanals. Bandbreite ist ein fundamentaler Parameter jeder bildhaften Darstellung.
Eine Bildverarbeitungstechnik, die verwendet wird, um den Kontrast zwischen Objekten in Bildern der Fernerkundung, die zwei oder mehr Frequenzbänder verwenden, zu erhöhen. Das Verhältnis ("ratio") wird erhalten, indem die digitalen Zahlen, die für das eine Band gespeichert sind, von denen des anderen Bandes getrennt werden, für genau dieselbe Zelle in den Bildern. Diese Technik ist besonders nützlich für das Eliminieren von Unterschieden in einer Szene, die alleine aus der Beleuchtungsverteilung entstehen.
Karte eines Gewässer-, insbes. Meeresbodens mit Tiefenzahlen, Tiefenlinien und evtl. farbigen Tiefenschichten. Sämtliche Tiefenangaben sind auf Seekartennull bezogen. Zur Datengewinnung werden heute auch flugzeug- oder satellitengestützte Fernerkundungsverfahren eingesetzt. Vermessungsschiffe bedienen sich des GPS.
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Crater Lake, Oregon Bathymetrische Karte mit Schattenrelief Die kolorierte Fläche ist der Seeboden, die graue Fläche repräsentiert das umgebende Bergland und die Wizard Island. Der Durchmesser des Sees beträgt ca. 9 km. Die roten und gelben Frabtöne stehen für die flacheren Bereiche, die grünen und blauen für die größeren Tiefen. Der Seeboden wurde mit einem hochauflösenden Echosounder vermessen und mit einem digitalen Höhenmodell der umgebenden Landschaft kombiniert. Eingebunden in ein GIS können die bathymetrischen Daten visualisiert und z.B. mit geologischen Informationen verschnitten werden. - Der Crater Lake befindet sich in der Caldera des Mount Mazama, einem Vulkan der Kaskadenkette, der einst 3.700 m hoch war. Er brach vor ca. 7.700 Jahren aus, brach danach in sich zusammen und bildete die aktuelle Caldera. Diesem Ereignis ging eine 400.000 Jahre lange vulkanische Aktivität voraus, während der ein Kegel aufgebaut wurde.Auch heute ist die Region noch potentiell aktiv. Zu einem Poster mit Photo und geologischer Darstellung des Crater Lake hier klicken (7 MB) Zu geologischen Hintergrundinformationen hier klicken Zu vergrößerter Version auf Abbildung klicken Quelle: http://walrus.wr.usgs.gov/pacmaps/cl-shd.html |
Weitere Informationen:
Experimenteller Wissenschaftssatellit zu Datenübertragung, Fernerkundung und Raumfahrzeug-Management. Der mit einem neuen Bus ausgestattete Satellit ist ein gemeinsames Projekt von NPO Mashinostroyeniya und der staatlichen Bauman Technischen Universität Moskau. Der Endkunde sollte die russische Raumfahrtagentur sein. Baumanets sollte ursprünglich ab Dezember 2005 auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn in 700 km Höhe und mit einer Neigung von 98° die Erde umkreisen. Der Start im Sommer 2006 schlug fehl.
In der Fernerkundung entspricht der Bedeckungsgrad meist dem Anteil der vertikalen Projektion aller grünen, photosynthetisch aktiven Pflanzenelemente bezogen auf die Bodenfläche. Er ist wie der Blattflächenindex eine dimensionslose Größe, die aus einem Flächenverhältnis berechnet wird. Dies geschieht über eine empirische oder semi-empirische Ableitung aus Vegetationsindizes oder aus dem Blattflächenindex.
Mit Befliegung bezeichnet man das regelmäßige und systematische Überfliegen von Gebieten zur lückenlosen Aufnahme von Luftbildern.
Syn. Einstrahlungskorrektur, Reliefkorrektur; Korrektur der Einstrahlungsverhältnisse vor allem bei der Auswertung von Fernerkundungsdaten von gebirgigen Regionen. Aufgrund unterschiedlicher Höhenlage, Exposition, Hangneigung und Horizonteinengung treten Einstrahlungsdifferenzen auf, die sich auch auf die detektierte Strahlung auswirken. Dies kann besonders bei der digitalen Klassifizierung, aber auch bei der visuellen Interpretation, störend wirken und letztlich zu fehlerhaften Zuweisungen führen. Um Fehlklassifizierungen zu vermeiden, sind die Korrekturen der Einstrahlungsverhältnisse erforderlich, sie greifen auf digitale Höhenmodelle zurück.
Weißrussischer Erdbeobachtungssatellit mit für Sommer 2006 geplantem Start. Die Sensoren sollen im sichtbaren Bereich und im nahen Infrarot Bilder der Landflächen mit hoher räumlicher Auflösung liefern. Der Satellit wird sich in 505 km Höhe auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn mit 97,4° Neigung befinden.
Winkel zwischen der Richtung des Lotes und der Richtung, unter der die Datenaufnahme für einen bestimmten Geländepunkt erfolgt.
Strahlungsfluss, der auf eine Oberfläche auftrifft.
Das Ergebnis der Aufnahme mit einer Kamera bzw. einem Sensor oder auch das Ergebnis von Verabeitungsprozessen. Es kann in analoger oder digitaler Form vorliegen.
Das Bild eines Geländeausschnitts wird oft als "Szene" bezeichnet. In Zusammensetzungen sollte das Wort "Bild" nur dann verwendet werden, wenn in der Darstellung das Bild als solches in Erscheinung tritt, wenn es sich also um eine bildliche (meist photographische) und nicht um eine graphische Darstellung handelt.
Quantitative und/oder qualitative Analyse von analogen, digitalisierten oder
originär digitalen Bildern, mit dem
Ziel einer phänomenologisch-beschreibenden, mathematisch-statistischen und/oder
planerisch-kartographischen Darstellung von Bildinhalten. Dabei werden bestimmte, in einem Bild auftretende Objekte erkannt und beschrieben. Die Methoden führen zur Mustererkennung.
Neben der visuellen
Bildinterpretation wird der Begriff hauptsächlich in der semiautomatischen und
automatischen computergestützten digitalen Rasterbildverarbeitung und Klassifizierung
gebraucht.
Vorgang, bei dem die von der Erdoberfläche ausgehende und am Sensor ankommende elektromagnetische Strahlung durch den Sensor erfasst und gespeichert wird.
Alle Verfahren, die dazu dienen, aus den vorliegenden Daten die für den jeweiligen Anwendungszweck gewünschten Informationen oder Produkte abzuleiten.
Syn. Pixel; die durch die Messgeschwindigkeit und Geometrie des Aufnahmesystems festgelegte kleinste Flächeneinheit eines digitalen Bildes. Sie ist gleichzeitig ein Maß für das räumliche Auflösungsvermögen. Der radiometrische Wert des Bildelements stellt die vom Aufnahmesystem gemessene, integrierte Gesamtheit der Strahlung dar, die von dieser Fläche reflektiert oder emittiert wird. In der Regel haben Bildelemente in der Fernerkundung eine quadratische Form. Der Begriff ist nicht zu verwechseln mit dem in der Drucktechnik bei Halbtonvorlagen verwendeten Begriff des durch reprotechnische Rasterung entstandenen Bildpunktes.
Das Auffinden, Erkennen und Deuten der Inhalte eines Bildes. Dies umfasst die Gesamtheit des visuellen Interpretationsvorganges von Fernerkundungsdaten, vor allem von Luftbildern (Luftbildinterpretation). Jedoch ist auch die digitale Bildverarbeitung häufig mit visueller Interpretation von Teil- oder Endergebnissen gekoppelt. Die Bildinterpretation setzt sich aus dem Erkennen und Identifizieren von Objekten anhand von Bildmerkmalen sowie dem Interpretieren zusammen. Die wesentlichen Merkmale des Bildes, die zur Objekterkennung und -beschreibung herangezogen werden, sind geometrisch und stofflich bestimmt. Zu nennen sind vor allem Größe, Form, Lage, Grauton, Muster und Textur sowie Schatten und die Stereoskopie. Zu berücksichtigen sind der konkrete Aufnahmezeitpunkt und die spezifischen Bildeigenschaften.
Das eigentliche Interpretieren geht inhaltlich weit über das Erkennen von Objekten hinaus. Einbezogen werden andere verfügbare Informationen (Referenzdaten: topographische und thematische Karten, Statistiken, Bohrprofile, Geländedaten) und vor allem das Fachwissen des Interpreten. In dieser Phase der Bildinterpretation werden zusätzliche und weiterführende, schließende, semantische Aussagen aus den Bildmerkmalen abgeleitet, die nicht direkt abgebildet sind. Der Gesamtprozeß der Luftbildinterpretation setzt sich also aus den Teilschritten Sehen, Wahrnehmen, Erkennen und Verifizieren zusammen. Die Interpretation ist ein iterativer Prozess mit einer zunehmenden Merkmals-/Objektklassenverdichtung. Anhand der Bildmerkmale wird für die zu interpretierenden Objekte ein Interpretationsschlüssel erstellt und eine erste Ausweisung der Objektklassen und ihrer Grenzen vorgenommen. Die Auswertung erfolgt häufig unter Verwendung von Interpretationsgeräten, wie z.B. dem Spiegelstereoskop, zur besseren Erkennung räumlicher Zusammenhänge. In der Regel schließt sich eine Feldkontrolle an, bei der sowohl die bisherigen Ergebnisse geprüft, Unsicherheiten berichtigt als auch der Interpretationschlüssel modifiziert wird. Die Ergebnisdarstellung erfolgt in der Regel in Form von thematischen Karten oder Kartenserien zur Darstellung von Veränderungen (Monitoring) oder mittels Flächenstatistiken oder anderen statistischen Auswertungen oder Profildarstellungen.
Rechnerische Beseitigung aller Unterschiede zwischen den gemessenen Bildkoordinaten und den auf den kalibrierten Hauptpunkt als Ursprung bezogenen und wegen Deformationen, Verzeichnung und Refraktion verbesserten Bildkoordinaten.
Ein geordnetes Feld von Bildelementen: Ein digitales Bild besteht aus einer Bildmatrix, die eine regelmäßige Anordnung von Pixeln darstellt. Sie gliedert sich in Bildzeilen (rows) und Bildspalten (columns). In der Fernerkundung ist in der Regel der Nullpunkt in der linken oberen Ecke.
Die Trennung zweier überlagerter Halbbilder eines Stereobildes durch Strahlenauslese. Sie ermöglicht die augenrichtige Zuordnung der Strahlen für die stereoskopische Betrachtung. Die Bildtrennung kann auf unterschiedlichste Weisen geschehen (analog z.B. durch Anaglyphenverfahren, digital durch Polarisation).
Grauwertbilder aus verschiedenen Spektralbereichen einer Satellitenbildszene können digital überlagert werden, wenn die Rasterdaten geometrisch konvergent sind. Bei Überlagerungen multitemporaler Satellitenbildszenen oder zur Mosaikbildung bedarf es der Rektifizierung der Daten, d.h. der rechnerischen Entzerrung über Passpunkte .
Engl. image processing; alle Verfahren, mit denen Bilder
bearbeitet und verändert werden, d.h. die Aufbereitung und Analyse von
Bild- bzw. Rasterdaten. Unabhängig vom Aufnahmeverfahren von Bildern ist
eine Verarbeitung nötig, um die Bilder sinnvoll verwenden zu können.
Elektronisch gewonnene Bilder können direkt weiterverarbeitet werden, analog
aufgenommene Bilder müssen zunächst digitalisiert werden. Ein Computer
zerlegt dann ein Bild in Millionen kleine Informationseinheiten (Pixel)
und benutzt mathematische Formeln um den Farbkontrast und die Intensität
der Pixel zu manipulieren. Jedes Bild kann auf verschiedene Weise neu zusammengesetzt
werden, um spezielle Charakteristika oder Objekte
hervorzuheben, die im ursprünglichen Bild verborgen waren. Die digitale
Bildverarbeitung ist Basis der Fernerkundungsmethoden. Viele ihrer Teilschritte
können automatisiert ablaufen. Die Grenzen der Automatisierung liegen dort,
wo 'lebensweltliches' Wissen für eine korrekte Interpretation der Daten
erforderlich ist. Dies kann bei der nachrichtendienstlichen Verwertung von Satellitenaufnahmen
der Fall sein oder im Bereich der Archäologie.
Bildverarbeitung erlaubt:
Im GIS-Umfeld zählen zur Aufbereitung im Wesentlichen Entzerrung und Filter, sowie die Bearbeitung durch Editieren (Raster-Editor) bzw. Kombination von Einzelbildern (Überlagerung, Mosaicking). Wichtige Analyseverfahren sind statistische Methoden (z.B. Histogramm-Berechnung), Klassifizierung und Mustererkennung.
Engl. image enhancement; Art der Bildverarbeitung, durch die anschließende Auswertungsvorgänge (z.B. visuelle Interpretation) einfacher oder zuverlässiger werden (z.B. Kontraständerung, Histogrammstreckung, Filterung). Sie können aber auch Vorverarbeitungsschritte für nachfolgende Bildsegmentierung und Bildinterpretation sein. Zu den Techniken der Bildverbesserung zählen einfache Kontrastverstärkungen (z. B. durch lineare Skalierung, Äquidensitenbildung, Histogrammebnung), aber auch komplexe Verfahren der digitalen Filterung und der Hauptachsentransformation.
Verfahren des Resampling, bei dem der Grauwert für die neue Pixelposition aus dem gewogenen Mittel der Grauwerte der vier nächstgelegenen alten Pixel berechnet wird. Hierzu wird zwischen den Grauwerten entsprechend den Abständen zur neuen Pixelposition in zwei Richtungen linear, d.h. bilinear, interpoliert. Die bilineare Interpolation führt zur Glättung von Grauwertübergängen. Dies hat den Vorteil, daß das Bild nicht blockig oder kantig wirkt, gleichzeitig aber den Nachteil, daß Grauwertgrenzen etwas abgeschwächt werden und Signaturdifferenzen zwischen Objektklassen eventuell etwas verwischt werden (Tiefpasseffekt). Der Rechenzeitaufwand erhöht sich um etwa den Faktor zehn gegenüber einer Grauwertzuweisung nach dem Nearest-Neighbour-Verfahren.
Engl. Akronym für Bispectral Infra-Red Detection;
2001 mit einer indischen Rakete und gemeinsam mit dem indischen Hauptsatelliten
TES sowie dem ESA-Satelliten
PROBA in einen 572 Kilometer hohen, sonnensynchronen Orbit
gebrachter Kleinsatellit des DLR. Die Inklination
beträgt 97,8°. Der mit zwei Solarsegeln ausgestattete, würfelförmige
Satellit soll auf seiner Mission belegen,
dass vom Weltraum aus Waldbrände, insbesondere ihre Ausdehnung und die
auftretenden Flammentemperaturen, frühzeitig bestimmt werden können.
Er wird noch nicht im operationellen Routine-Einsatz arbeiten, sondern neuartige
Satelliten- und Sensor-Technologien sowie wissenschaftliche Methoden erproben
helfen, um sie später auf anderen Plattformen einzusetzen.
Eine besondere Qualität der wissenschaftlichen Daten werden durch die Kombination
des zweikanaligen Infrarot-Sensorsystems mit einer Drei-Zeilen-Stereokamera
erwartet. Die beiden Kameras versprechen neue Anwendungspotentiale für
die Beobachtung von Vegetationsbränden, Vulkan-Aktivitäten sowie zur
Unterscheidung von Wasserdampfwolken und Rauchwolken und für Vegetationsanalysen.
BIRD im All
Quelle: http://spacesensors.dlr.de/SE/bird/ |
BIRD-Komponenten im Detail
Für höhere Auflösung hier klicken Quelle: Bird-Flyer des DLR |
Waldbrände in Portugal 2003
Für höhere Auflösung hier klicken Quelle: http://www.dlr.de/dlr/Presse/Presseinfo/ BIRD_Portugal-030804.jpg |
Weitere Informationen:
Engl. leaf area index (LAI); Messzahl für die Belaubungsdichte der Pflanzendecke. Der BFI gibt an, wie groß die einseitig (von oben) gemessene Oberfläche sämtlicher grünen Blätter bzw. Nadeln der Pflanzen über einer bestimmten Bodenfläche ist:
BFI/LAI= Gesamtsumme der Blattflächen : Bodenoberfläche
Der BFI wird aus den spektralen Reflexionswerten der einzelnen Kanäle eines Sensors bestimmt und steht im Zusammenhang mit der Biomasse, der photosynthetischen Aktivität und Produktivität. Existieren keine Blätter oder Nadeln beträgt der LAI = 0 (z.B. auch Straßen und Seen), entspricht die Blattfläche der horizontalen Bodenfläche ist er = 1, ist die Blattfläche doppelt so groß wie die Bodenfläche ist er = 2 usw. Bei Laub- und Nadelbäumen ist normalerweise die gegen den Himmel zu sehende Fläche (Projektionsfläche) der Blätter bzw. Nadeln gemeint. Interessiert die gesamte Oberfläche der Blätter bzw. Nadeln, spricht man vom zweiseitigen LAI, der doppelt so groß ist wie der einseitige.
Bei vitaler Vegetation erreicht der LAI Werte zwischen 0,45 (bei nivalen Polsterplanzen) und 14 bei Hochstaudenfluren, in den immergrünen Wäldern der Westküste der USA beträgt der LAI 16, und in Ausnahmefällen wird der Wert 20 bei seitlicher Strahlung erreicht.
Zu vergrößerter Version auf Abbildung klicken Vertiefende Informationen:
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Blattflächenindex - Südamerika
Der Regenwald von Amazonien ist ein Gewirr von mehreren Vegetationsschichten, die sich vom Boden bis in die oberen Bereiche des Blätterdaches erstrecken. Schicht für Schicht fangen die Blätter Sonnenlicht ein, inhalieren Kohlendioxid und atmen Sauerstoff und Wasserdampf aus. Die nebenstehende Karte beruht auf dem mehrjährigen Durchschnitt des Blattflächenindex auf der Grundlage von MODIS-Daten. Verständlicherweise ist der Blattflächenindex im gesamten Amazonasgebiet (dunkelgrün) hoch und nimmt gegen die südlich anschließenden Graslandschaften mit ihrer spärlicheren Vergetation (hellgrün) hin ab. Die Anden im Westen und die peruanisch-chilenischen Küsten sind vegetationsarm (beige). Überraschender noch als die saisonalen Änderungen der Blattflächen selbst, sind die Abschnitte des Jahres, in denen sie auftreten. Große Teile der Amazonasregion erfahren eine ausgeprägte Trockenzeit, manche Gebiete im S und E bekommen sogar über ein halbes Jahr oder länger nur wenig oder gar keinen Regen. Aber Regen scheint in weiten Teilen des Amazonasgebietes nicht der wichtigste Begrenzungsfaktor für Pflanzenwachstum zu sein, zumindest nicht in normalen Jahren. Offensichtlich führt nämlich das Ende der Regenzeit zu neuem Wachstum. MODIS hat beobachtet, dass die Blattfläche während der amazonischen Trockenzeit höher ist als in der Regenzeit.Quelle: http://walrus.wr.usgs.gov/pacmaps/cl-shd.html |
Der LAI ist ein wichtiger Parameter, der bei der Fernerkundung verwendet wird, um viele biologische und physikalische Prozesse, wie z.B. Primärproduktion, Pflanzenatmung, Transpiration, Photosynthese und Nährstoffkreisläufe zu quantifizieren. Messungen, die an einzelnen Blättern vorgenommen wurden, können damit für ganze Bestände hochgerechnet oder modelliert werden. Voraussetzung ist, daß die durchschnittliche Anzahl der Blätter an einer Pflanze und die Zahl der Pflanzen je Hektar bekannt oder verläßlich geschätzt worden ist.
Der LAI kann auch zur Erkennung von Landschaftsmerkmalen eingesetzt werden, wie z.B. Waldbrandschäden, Entwaldung oder Erosionsprozesse auf landwirtschaftlichen Flächen.
Abgesehen davon, daß es verschiedene Methoden der terrestrischen LAI-Bestimmung
gibt, werden je nach Zielsetzung der Untersuchungen auch verschiedene modifizierte
Indizes gemessen. Wesentlich ist auch, ob die Bruttoproduktionen, d.h. die gesamten
Assimilationsleistungen einschließlich des Eigenverbrauchs oder nur die
Nettoproduktion bestimmt werden.
Die Fernerkundung bietet vor allem
für die großflächige Bestimmung des Blattflächenindexes
eine ideale Technologie.
Bis auf 300 m genaue Erfassung von atmosphärischen Blitzen z.B. mit Hilfe von Kurzwellenempfängern, die das elektromagnetische Signal eines Blitzes einfangen. Gewöhnlich sind Blitzortungs-Stationen in ein Netz eingebunden und an einen Zentralrechner gekoppelt, der die "Fingerabdrucke" des Blitzes ermittelt, das sind seine Polarität und Stromstärke, sowie die genaue Uhrzeit, der Ort des Einschlags und zusätzlich die Zahl der nachfolgenden Blitze. Zur Ortsbestimmung können Peilverfahren oder Laufzeitmessungen und auch die GPS-Technologie eingesetzt werden. Die Daten sind i.d.R. im Internet abrufbar, bzw. im Vorwarnverfahren auch kleinräumig abonnierbar.
Weitere Blitzortungsmethoden nutzen akustische und optische Verfahren. Weltraumbasierte Blitzbeobachtungen werden vom Lightning Imaging Sensor (LIS) im TRMM-Satelliten geliefert, in der Vergangenheit auch vom Optical Transient Detector (OTD, 1995-2000).
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für British National Space Centre; eine auf freiwilliger Basis gebildete Partnerschaft von 11 Ministerien und Forschungsbeiräten zur Koordinierung der Aktivitäten Großbritanniens in Bereich der zivilen Raumfahrt. Zusammen wenden diese Organisationen im Jahr 2005/06 rund 207 Millionen Pfund Sterling für diese Aufgabe auf. 65 % davon verkörpern den britischen Beitrag zu ESA-Projekten wie Cassini-Huygens, ENVISAT und Galileo.
Das BNSC ist der Auffassung, dass der Weltraum zum allgemeinen Wohl der gesamten Bevölkerung genutzt werden sollte, und ist bestrebt, den größtmöglichen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Gewinn aus den Raumfahrtaktivitäten des Centres zu ziehen. Aus diesem Grunde konzentriert sich die zivile Raumfahrtpolitik Großbritanniens stark auf die Kosteneffektivität von Raumprogrammen, sodass Investitionen größtenteils in den Bereichen mit dem größten kommerziellen Potenzial erfolgen, also etwa Erdbeobachtung, Satellitenkommunikation und Satellitennavigation.
Als im Zentrum der britischen zivilen Raumfahrtpolitik stehende Einrichtung fördert das BNSC die Zusammenarbeit auf nationaler und internationaler Ebene. Die Organisation vertritt sowohl Hochschul- als auch Industrieinteressen und verleiht damit den an der britischen Raumfahrt beteiligten Kreisen erhebliches Gewicht bei internationalen Verhandlungen.
Kaum ein anderes Land der Welt setzt Raumdaten und -technologie in einem so weitem Umfang ein wie Großbritannien. Die britische zivile Raumfahrtindustrie mit ihren ca. 6 000 Beschäftigten erzielt einen Umsatz, der rund dreimal so hoch liegt wie die staatlichen Aufwendungen in diesem Bereich, und weist damit etwa im Vergleich zu den USA eine durchaus positive Bilanz auf.
Alle an der zivilen Raumfahrt beteiligten Ministerien und Forschungsbeiräte haben sich auf eine neue „UK Draft Space Strategy 2003-2006 and beyond“ verständigt. In Kürze wird die Endfassung dieser britischen Weltraumstrategie veröffentlicht, in der die Zielvorstellung Großbritanniens formuliert ist: „Großbritannien wird in Europa der am weitesten entwickelte Anwender weltraumgestützter Systeme in der Wissenschaft, in der Wirtschaft und im Umweltbereich sein. Britische Bürger werden die modernen weltraumgestützten Systeme und Dienste anbieten und nutzen, die Innovation in der wissensorientierten Gesellschaft anregen.“ Die drei langfristigen Hauptaufgaben lauten:
Rund 60 Prozent der britischen zivilen Raumfahrtausgaben fließen durch die Europäische Weltraumorganisation ESA. Großbritannien gehört zu den Gründungsmitgliedern der ESA, in der europäische Staaten auf dem Gebiet der Weltraumwissenschaft, -technologie und -anwendung zusammenarbeiten. Im November 2000 wurde eine gemeinsame Europäische Weltraumstrategie verabschiedet, in der sich die Stärke der EU in der politischen Planung sowie der technologische Sachverstand der ESA zusammenfügen und einen Rahmen schaffen für die europaweite Nutzung der Satellitentechnologie in so unterschiedlichen Sparten wie Kommunikation, Navigation und Erdbeobachtung. Die Beteiligten haben mittlerweile eine Rahmenvereinbarung geschlossen. Im Anschluss an die Veröffentlichung des gemeinsam mit der ESA erstellten Grünbuchs der Europäischen Kommission zur europäischen Raumfahrtpolitik werden in einem Weißbuch Vorschläge für die Zukunft vorgestellt.
Weitere Informationen unter: BNSC - Startseite
Engl. ground segment, Sammelbegriff für die gesamte Infrastruktur auf der Erde zur Kontrolle und Steuerung der Satelliten (Missionskontrollzentrum, MCC) sowie zum Empfang und zur Verarbeitung von Satellitendaten (Bodenstationen, Archive, Nutzerschnittstellen). Ein sogenanntes "end-to-end" Satellitensystem besteht aus einem Raum- und einem Bodensegment.
Die vertikale Projektion des Flugweges eines Luft- oder Raumfahrzeugs auf die Erdoberfläche oder einen anderen Körper. Anschaulich gesprochen kennzeichnet die Bodenspur jene Punktreihe auf der Erdoberfläche, an der z.B. ein Satellit im Zenit erscheint.
Eine auf der Erdoberfläche befindliche Station zur Beobachtung, Überwachung oder Telemetrie von Flugkörpern inner- oder außerhalb der Erdatmosphäre bezeichnet. Solche Flugkörper sind vor allem Raketen, künstliche Satelliten und Raumsonden sowie Flugzeuge, Ballons und Radiosonden.
Zu den Zielen der Beobachtung gehören die Bestimmung der Flug- oder Satellitenbahn, der Empfang bzw. die Übermittlung von Funksignalen oder Messdaten, die Funkverbindung für Rundfunk oder Telefon
und die militärische und zivile Luftraumüberwachung.
Zu den verschiedenen Arten von Bodenstationen zählen u.a. Erdfunkstellen, Relaisstationen, Radioteleskope, Satellitenstationen, Radarstationen, Funkleitsysteme.
Syn. Quadermethode, engl. box classifier, parallelepiped classification; Verfahren zur überwachten Klassifizierung, bei dem auf der Grundlage von Trainingsgebieten zunächst für jede Objektklasse und jedes Spektralband statistische Parameter (Mittelwert, Standardabweichung usw.) berechnet werden. Um die Mittelwerte der Klassen werden dann im zweidimensionalen Merkmalsraum Rechtecke bzw. im drei- oder mehrdimensionalen Raum Quader und Hyperboxes gelegt, deren Seitenlänge ein mehrfaches der Standardabweichung beträgt. Die Zuweisung der Bildelemente erfolgt zu der Klasse, innerhalb deren Rechteck, Quader oder Hyperboxes liegt. Problematisch sind hierbei besonders die Bildelemente in Überlappungsbereichen mehrerer dieser Räume, für die keine eindeutige Zuordnung möglich ist. In diesen Fällen werden oft andere Klassifikatoren (z.B. Maximum-Likelihood-Klassifizierung, Minimum-Distance-Klassifikation) eingesetzt.
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