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Engl. Akronym für Upper Atmosphere Research Satellite;
gemeinsame, 1991 gestartete amerikanisch-kanadisch-britische Mission zur Erforschung
der Chemie von Stratosphäre, Meso- und Thermosphäre sowie zur Erforschung
der Atmosphärendynamik und der atmosphärischen Wasser- und Energiezyklen.
Der Satellit bewegt sich auf einer nicht-sonnensynchronen
Umlaufbahn in einer Höhe von 585
km bei einer Inklination von 57°
und einer Umlaufzeit von 95,9 min.
UARS wurde offiziell am 14. Dezember 2005 außer Betrieb genommen. Die meisten von UARS durchgeführten Messungen zur Zusammensetzung der Atmosphäre werden mit EOS Aura fortgesetzt und die zur Sonneneinstrahlung vom Satelliten SORCE.
UARS trat am 24. September 2011 zwischen 5:23 und 7:09 CEST in die Erdatmosphäre ein. Daten weisen daraufhin, dass der 5,6 Tonnen schwere Satellit wahrscheinlich auseinanderbrach und in den Pazifik stürzte. Personen- oder Sachschäden wurden bisher nicht gemeldet. Als UARS entwickelt, gebaut und gestartet wurde, gab es bei der NASA noch keine Kriterien zur Einschätzung des Risikos von Personenschäden beim Wiedereintritt. Heute sind ESA und viele andere Mitglieder des Inter-Agency Debris Coordination Committee (IADC) bemüht, das Risiko eines Personenschadens beim Wiedereintritt auf unter 1:10.000 zu begrenzen.
Weitere Informationen: UARS - Startseite (NASA, GSFC)
Engl. supervised classification, franz. classification supervisée; in der Fernerkundung
und der digitalen Bildverarbeitung
die Bildung von Objektklassen mit ihren spektralen Merkmalen nach vorgegebenen
Entscheidungsregeln. Die Identifikation der Bildelemente
und ihre Zuordnung zu Objektklassen erfolgt nach der Ähnlichkeit zu Trainingsgebieten
(die gebräuchlichsten Kriterien sind maximum
likelihood und minimum
distance). Anhand von ‘ground truth’ Information und / oder
aufgrund von Geländekenntnis werden diese Trainingsgebiete als homogene
Vorkommen von Landnutzungs- oder Vegetationseinheiten bestimmt. Aus der statistischen
Analyse dieser ‘Proben’ werden spektrale Signaturen abgeleitet und
der Rest eines Bildes auf ‘Ähnlichkeiten’ gegenüber diesen
Signaturen hin untersucht und klassifiziert. Dabei wird den Pixelvektoren mittels spezieller Algorithmen zur Mustererkennung eine thematische Bedeutung zugewiesen.
Ungeachtet der eingesetzten Methode zur Mustererkennung (Klassifikationsalgorithmus) sind dabei die folgenden Arbeitsschritte zu beachten:
Überwachte Klassifizierungsverfahren gehören zu den am häufigsten eingesetzen Methoden zur thematischen Interpretation von Fernerkundungsdaten.
Kontinuierliche oder regelmäßige standardisierte Messung oder Beobachtung von Kenngrößen in der Umwelt, die der Warnung oder Kontrolle dienen. Wesentliches Ziel ist es, Schäden auf die Gesundheit des Menschen und Schädigungen der Tier- und Pflanzenwelt frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.
Engl. Akronym für UK Disaster Monitoring Constellation; Mission des BNSC mit einem bildgebenden Sensor mittlerer Auflösung zur Unterstützung von Katastrophenmanagement. Der Satellit fliegt in einer Höhe von 785 km bei einer Inklination von 98,2°. Die Mission dauerte von 2003 bis 2011. Die Nachfolgemission UK-DMC2 ist von 2009 bis 2014 operationell.
Weitere Informationen: UK-DMC2 Profil (CEOS EO Handbook)
Engl. Akronym für UK Space Agency; die seit 2010 als Ablösung des BNSC bestehende staatliche britische Raumfahrtagentur. Sie übernahm dessen Verantwortung für die Strategie im Weltraum und vertritt das Vereinigte Königreich in allen Bereichen für Weltraumfragen. Ebenfalls soll sie alle britischen, zivilen Weltraumaktivitäten unter der Aufsicht einer einzigen Behörde stellen.
Vor der Gründung der UK Space Agency besaß die Satelliten- und Weltraumindustrie einen Wert von 6 Milliarden Pfund und hatte 68.000 Arbeitsplätze. Das Ziel der Behörde ist es, dass diese Industrie im Jahr 2030 einen Wert von 40 Milliarden Pfund besitzt, 100.000 Arbeitsplätze liefert und mindestens 10 % der Weltraumprodukte auf der Erde produziert (aktuell 6 %). Diese Pläne stammen von der "Space Innovation and Growth Strategy" (Space-IGS).
Ein Teil der UK Space Agency wird das 40 Millionen Pfund teure "International Space Innovation Centre" (ISIC), welches in Harwell, Oxford, in der Nähe eines Forschungsinstitut der European Space Agency gebaut werden soll. Einige der Aufgaben ist es, den Klimawandel zu beobachten und die Sicherheit von Weltraumsystemen zu überprüfen. 24 Millionen der Baukosten übernimmt die Regierung, und den Rest übernimmt die Weltraumindustrie (16 Million Pfund). Es wird über 5 Jahre 700 Personen beschäftigen.
Die UK Space Agency übernimmt folgende Aufgaben anderer Behörden:
Weitere Informationen:
Passive optische Fernerkundung entweder mit Hilfe von photographischen Aufnahmesystemen oder optischen Scannern mit Filtern im ultravioletten Bereich der Strahlung. Sie dient u.a. zur Aufdeckung von Ölverschmutzungen im Wasser oder bestimmten Aufgaben bei der Erkundung der Atmosphäre.
Engl. ultraviolet radiation; franz. rayonnement ultraviolet; der Energiebereich direkt jenseits des violetten Endes des sichtbares Lichtes, Wellenbereich von ~0,01 µm - ~0,40 µm.
DIN 18716 definiert: "optische Strahlung, deren Wellenlänge kleiner als die der sichtbaren Strahlung ist".
Gemeinsame Mission von ESA und NASA
zur Erforschung des Weltraums im Bereich unter und über den Polen der Sonne.
Die Sonde wurde von Dornier/Astrium
gebaut, die NASA brachte ihn 1990 ins All ( Space
Shuttle Discovery und Bahnfindungsmodul für die Nutzlast)
und lieferte auch das Modul für die Energieversorgung, die Leitung der
Mission obliegt der ESA in Kooperation mit dem JPL.
Ulysses fliegt nicht in der Ebene der Planeten, sondern in einer stark geneigten
Bahn über den Südpol der Sonne. Dies wurde dadurch erreicht, dass
die Sonde bei einem Jupitervorbeiflug geplant aus der Ekliptik geschleudert
wurde. Im Jahr 2004 befand sich Ulysses auf ihrem dritten Sonnenumlauf. Die Mission endete am 30. Juni 2009 und hält damit den Rekord für die längste operative Weltraummission der ESA mit einer Dauer von 18 Jahren und 246 Tagen.
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Ulysses nach dem Verlassen des Space Shuttle Im Bild erkennbar ist in der linken Hälfte des Flugkörpers die eigentliche Nutzlast, rechts davon das Antriebsmodul. Im rechten unteren Bildeck schwebt das Space Shuttle Discovery mit geöffneter Ladeluke. Ulysses (engl.) wurde nach dem Helden Odysseus aus der griechischen Mythologie benannt. Im 26. Gesang des Inferno, beschreibt Dante die letzte Reise von Odysseus. Auf dieser gefahrvollen Fahrt macht er seinen wankelmütigen getreuen Mut, indem er ihnen von einer Reise in die unbewohnte Welt hinter der Sonne erzählt, genau das Ziel der namensgleichen ESA-Mission. Quelle: http://www.esa.int/esaSC/120395_index_1_m.html#subhead3 |
Die Instrumente auf Ulysses vermögen Ionen und Elektronen in Sonnenwinden aufzuspüren und zu messen, ebenso Magnetfelder, Energieteilchen, natürliche Radio- und Plasmawellen, kosmischer Staub, interstellares Gas, solare Röntgenstrahlen und kosmische Gammastrahlenausbrüche. Diese Instrumentenkombination hilft Wissenschaftlern die Sonne und die Heliosphäre zu verstehen und vielleicht auch den Einfluss der Sonne auf die Erde und auf unser Klima. Die elektrische Energie für die Experimente stammt aus einem thermoelektrischen Generator, der aus einer radioaktiven Quelle gespeist wird.
Weitere Informationen:
Engl. lay over, franz. repliement; nach DIN 18716 die "Erscheinung, dass Geländeflächen im Bild zur [Radar-]Antenne hin umgeklappt wiedergegeben werden, wenn sie stärker geneigt sind als die Radarwellenfront".
Syn. Orbit, engl. orbit, franz. orbite; Bahn, auf der sich ein Körper im freien Raum unter
dem Einfluss der Anziehungskraft eines anderen Objektes bewegt. Die niedrigste praktikable Umlaufbahn für einen künstlichen Erdsatelliten liegt auf einer Höhe von ca. 160 km. Zum Vergleich: der natürliche Satellit der Erde, der Mond, umläuft die Erde mit einer mittleren Entfernung von 384.400 km.
Ein Raumfahrzeug, das auf eine äquatorparallele Erdumlaufbahn gebracht werden soll, nimmt nach dem Start eine östlich Richtung ein. Damit profitiert es von der Geschwindigkeit, die ihm von der ostwärtigen Erddrehung zusätzlich mitgegeben wird. Diese Rotationsgeschwindigkeit ist mit 1.670 km/h am Äquator am größten und beträgt auf der Breite von Cape Canaveral, Fla. (28° N) 1.470 km (410 m/s). Auf der noch höheren Breite von Russland's Weltraumbahnhof in Kasachstan (46° N) beträgt die Umdrehungsgeschwindigkeit an der Erdoberfläche 1.170 km/h (328 m/s). Der europäische Weltraumbahnhof Guiana Space Centre (GSC) in Kourou liegt nur 500 km nördlich des Äquators (5,2 °N) und verleiht einer ostwärts startenden Rakete eine Geschwindigkeit von 463 m/s.
Es ist auch möglich, ein Raumfahrzeug auf einen westwärts gerichteten Orbit zu schicken, aber dazu sind eine höhere Geschwindigkkeit und damit zusätzliche Treibstoffausgaben nötig, die dann eine gleiche Orbithöhe zu erreichen.
Wenn das Raumfahrzeug auf eine polare Umlaufbahn gebracht werden soll, wird es in eine nördliche oder südliche Richtung gestartet. Obwohl der Nutzeffekt eines ostwärts gerichteten Starts entfällt, bieten sich dabei andere Vorteile. Während sich die Erde um ihre Achse dreht, überfliegt das Raumfahrzeug, gewöhnlich ein Satellit, alle paar Umdrehungen die gesamte Erdoberfläche. Polare Umlaufbahnen werden z.B. von manchen Wettersatelliten, Satelliten zur Beobachtung der Umwelt und speziellen militärischen Aufklärungssatelliten benutzt.
Ein Satellit kann lange auf der gleichen
Umlaufbahn bleiben, da die Anziehungskraft der Erde ("Schwerkraft")
die Zentrifugalkraft ("Fliehkraft") ausgleicht. Da in der Umlaufbahn
der Satelliten außerhalb der Erdatmosphäre kein bremsender Luftwiderstand
vorhanden ist, bleiben die Geschwindigkeit des Satelliten in einer stabilen
Erdumlaufbahn viele Jahre lang konstant.
Der Einfluss der Schwerkraft verringert sich, je weiter man sich von der Erde entfernt, während die Zentrifugalkraft mit der Geschwindigkeit des Satelliten in der Umlaufbahn steigt. Daher wirkt auf einen Satelliten in erdnaher Umlaufbahn (LEO) eine äußerst hohe Anziehungskraft, die durch schnelle Bewegung entlang der Umlaufbahn zur Erzeugung der benötigten Zentrifugalkraft ausgeglichen werden muss. Es besteht also eine direkte Beziehung zwischen dem Abstand zur Erde und der Umlaufgeschwindigkeit eines Satelliten.
Mathematisch lässt sich der Zusammenhang zwischen der Kreisbahngeschwindigkeit und der Bahnhöhe wie folgt ausdrücken:
v |
die Geschwindigkeit auf der Kreisbahn |
|
R |
der Erdradius = 6 370 km |
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g0 |
die Fallbeschleunigung auf der Erdoberfläche = 9,81 m/s2 |
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r |
der Radius der Satellitenbahn |
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r – R = h |
die Höhe der Satellitenbahn über der Erdoberfläche sind |
Eine Umlaufbahn hat die Form eines Kegelschnittes, also einer Kurve, die beim Schnitt durch einen Kegel entsteht. Folglich kann die Bahn kreisförmig, elliptisch, parabolisch oder auch hyperbolisch um den Zentralkörper verlaufen. Dieser befindet sich dabei stets in einem der Brennpunkte der Kurve. Wenn sich ein Satellit um die Erde bewegt, so nennt man den erdfernsten Punkt der Bahn Apogäum und den erdnächsten Punkt Perigäum, wobei die Endung '-gäum' für "Erde" (griechisch gäa) steht.
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Bahnelemente eines Satelliten Quelle: http://www.telecom.fh-htwchur.ch/satelitenbuch/2Physik.PDF |
Die meisten Erdsatelliten bewegen sich auf Kreisbahnen. Bei Raumsonden in Umlaufbahnen um andere Planeten sind eher elliptische Bahnen üblich, da so Beobachtungen aus unterschiedlichen Höhen möglich sind.
Je nach Anwendung werden für Beobachtungssatelliten passende Bahnen gewählt. Von der Bahn hängt es ab,
Eine besonders für die Raumfahrt und Satellitentechnik wichtige Bahn ist die
so genannte "stationäre Umlaufbahn". Dabei bedeutet "stationär", dass
die Geschwindigkeit des umlaufenden Objektes der Umdrehungsgeschwindigkeit des
Zentralkörpers angeglichen wird. Als Folge scheint das Objekt immer über der
gleichen Stelle über der Oberfläche des Zentralkörpers zu stehen. Ein mittlerweile
alltägliches Beispiel sind die "geostationären Bahnen", wie sie Kommunikationssatelliten, Fernsehsatelliten oder auch bestimmte Wettersatelliten (z.B. Meteosat) um die Erde beschreiben.
Satellitenbahnen mit Inklinationen nahe
0 werden als äquatoriale Umlaufbahnen bezeichnet, da die Satelliten etwa über
dem Äquator bleiben. Orbits mit Inklinationen von etwa 90 Grad werden als polare Umlaufbahnen bezeichnet, da die Satelliten die Polargebiete überqueren. Satelliten
mit diesem Orbit sind beispielsweise die amerikanischen NOAA/Tiros
und die LANDSAT-Satelliten oder die europäischen
ERS-1/2, ENVISAT
und SPOT.
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Arten von Umlaufbahnen
|
Satellitenumlaufbahnen interaktiv und weitere Informationen:
Die Zeit, die ein Satellit benötigt, um wieder am gleichen Punkt in seiner Bahn anzukommen.
Eine spezifische Teilaufgabe des Monitoring, die der kontinuierlichen und meist automatisierten Überwachung, Kontrolle und Beobachtung der qualitativen und quantitativen Veränderungen der verschiedenen Umweltkompartimente durch natürliche und anthropogene Einflüsse in lokalem, regionalem und globalem Maßstab dient. Aufgrund der Synopsis und der regelmäßigen Verfügbarkeit eignen sich Verfahren der Fernerkundung dazu hervorragend. Dies ist besonders wichtig in sensiblen oder schwer zugänglichen Räumen (Naturschutzgebiete, tropischer Regenwald).
Umweltmonitoring erfährt im internationalen, wie auch im nationalen Maßstab eine zunehmende Bedeutung, nicht zuletzt aufgrund des Globalen Wandels. Öffentliche Aufgaben und Verpflichtungen bzgl. des Umweltmonitorings, insbesondere durch neue Entwicklungen im Umweltrecht wie zum Beispiel dem Kyoto-Protokoll, der Wasserrahmenrichtlinie und der Flora-Fauna-Habitat(FFH)-Richtlinie der EU sowie im Erdbeobachtungsprogramm (GEOSS) beträchtlich an Aktualität gewonnen.
Als Ergänzung konventioneller Beobachtungsmethoden werden bodengestützte, wie auch flugzeug- und satellitenbasierte Fernerkundungsverfahren verstärkt eingesetzt. Gerade satellitengestützte Fernerkundungsdaten (SFE-Daten) bieten in den Bereichen Umweltbeobachtung sowie Umweltanalyse wertvolle Informationen, sie stehen zeitnah zur Verfügung und decken auch solche Gebiete ab, die mit herkömmlichen Methoden bisher nur unvollständig erfasst werden konnten. Sie können sowohl zur Risikovorsorge als auch zum Katastrophenmanagement genutzt werden. Aus langfristigen Beobachtungsreihen lassen sich Veränderungen ablesen und Prognosen erstellen.
SFE-Daten können zur Unterstützung zahlreicher Politikfelder eingesetzt werden. Im Bereich Klimaschutz und Schutz der Erdatmosphäre, beim Meeresschutz ebenso wie bei der Hochwasserprognose, bei der Analyse von Veränderungen der Landbedeckung und Landnutzung lassen sich aus SFE-Daten wesentliche Erkenntnisse ableiten. Auch das Monitoring internationaler Konventionen wie zum Beispiel CO2-Senken im Rahmen des Kyotoprotokolls kann durch SFE-Daten effizient unterstützt werden.
Weitere Informationen:
Bezeichnung für Satelliten, die
vorrangig zur Beobachtung und Überprüfung des Zustandes der Erde
eingesetzt werden. Insbesondere dienen sie zur Erforschung der Erdatmosphäre
(Zusammensetzung, Spurengaskonzentrationen, Isotopenhäufigkeiten, Temperaturbe-stimmung,
Druckmessung etc.), der Landflächen (Vegetation, Bodenbeschaffenheit,
Katastrophenmonitoring etc.), der Meeresoberfläche (Meeresoberflächentemperatur,
Salinität, Algenwachstum, Verschmutzung etc.) und der Polkappen (Veränderungen
der Eisbedeckung etc.).
Für Umweltsatelliten werden häufig polare
Umlaufbahnen in ca. 400 bis 800 km Höhe gewählt.
Ziel der Beobachtungen ist es, ein genaues Bild der Umweltveränderungen
zu erhalten, um mit diesen Daten Vorhersagen für die zukünftige
Entwicklung der Erde zu machen. Diese Beobachtungen erfolgen sowohl mittels
Sensoren, die im sichtbaren und infraroten Bereich arbeiten, wie auch mit
solchen die für Radarwellen und Magnetfelder empfindlich sind. Umweltsatelliten
tragen häufig eine Vielzahl von Messinstrumenten. Der europäische
Umweltsatellit ENVISAT trägt zum
Beispiel zehn Fernerkundungsinstrumente zur Umweltbeobachtung. Weitere Umweltsatelliten-Missionen
sind unter anderem Aura und ERS-1/-2.
Auch die modernen Versionen der von der amerikanischen NOAA
betriebenen Wettersatelliten werden
wegen ihrer vielfältigen Funktionen als 'environmental satellites' bezeichnet.
Weitere Informationen:
Engl. Akronym für United Nations Office for Outer Space Affairs, dt. Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen mit Sitz in Wien; das Büro ist für die Förderung internationaler Zusammenarbeit in der friedlichen Nutzung des Weltraums verantwortlich. Diese Zusammenarbeit soll genutzt werden, um wirtschaftliche und soziale Entwicklung voranzutreiben, besonders zugunsten von Entwicklungsländern. Das Büro ist zuständig für die Umsetzung des Programms der Vereinten Nationen für angewandte Weltraumtechnik. Dieses Programm soll den Mitgliedstaaten, vor allem aber Entwicklungsländern, Zugang zu Weltraumtechnologie und wissenschaftlichen Erkentnissen sowie deren Anwendungen ermöglichen. Mit Hilfe dieser Erkentnisse soll die soziale und wirtschaftliche Entwicklung in diesen Ländern beschleunigt werden. Im Rahmen dieses Programmes organisiert das Büro für Weltraumfragen Lehrgänge, Tagungen, Seminare und andere Veranstaltungen. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, in Entwicklungsländern ein Bewusstsein für die Möglichkeiten der Anwendungen von Weltraumwissenschaft und -technik zu schaffen und die Kapazitäten in diesen Ländern in Bereichen wie Fernerkundung, Satellitenkommunikation, Satellitenmeteorologie, Grundlagen der Weltraumwissenschaften, Satellitennavigation, sowie Weltraumrecht zu stärken.
Das Büro setzt die Entscheidungen der Generalversammlung um, als auch die Entscheidungen des Ausschusses für die friedliche Nutzung des Weltraums, und dessen zwei Unterausschüsse Recht, und Wissenschaft und Technik.
Weitere Informationen:
Engl. für "Unbemanntes Luftfahrzeug", s. Drohne
Engl. Akronym für UNITAR’S Operational Satellite Applications Programme; Satellitenbeobachtungsprogramm des Ausbildungs- und Forschungsinstitut der Vereinten Nationen (UNITAR, United Nations Institute for Training and Research) in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNOPS) und der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN) in Genf. Es dient zur Versorgung der internationalen Gemeinschaft und insbesondere von Entwicklungsländern mit freien Satellitenbildern und GIS-Diensten. Diese Angebote betreffen vor allem humanitäre Hilfsaktionen, Katastrophenvorsorge und Wiederaufbauphasen nach Katastrophenereignissen. Der Auftrag basiert auf einem Mandat der UN-Vollversammlung von 1963. Das Motto der UN-Institution lautet: "UNOSAT solutions for all".
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UNO-Flüchtlingslager im Norden von Jordanien
Die Karte entstand auf der Grundlage von Satellitenaufnahmen von Pleiades (15.4.2013) und World View-1 (31.3.2013) unter Verwendung von ArcGIS 10.1 Zu größerer Darstellung auf Grafik klickenQuelle: UNITAR /UNISAT |
Weitere Informationen:
Syn. automatische Klassifizierung, ISODATA-Klusterung, engl.
unsupervised classification, franz. classification non supervisée; statistisches Verfahren, das bei digitaler
Bildbearbeitung Klassenbildungen ohne Referenzdaten, d.h. ohne Vorgaben
aus Trainingsgebieten ermöglicht.
Ziel dieser Verfahren ist, Bildelemente,
die im Merkmalsraum durch Merkmalsvektoren
dargestellt werden, so in Cluster zusammenzufassen, dass jede dieser Ballungen
einer homogenen Bildregion entspricht. Sämtliche Bildelemente werden also lediglich
aufgrund statistischer Parameter verschiedenen Klassen zugeordnet. Der Bearbeiter hat die Aufgabe, die aufgefundenen Klassen a posteriori thematisch zu definieren, wobei üblicherweise verschiedene Referenzinformationen (Geländeerhebungen, Spektralmessungen, Karten usw.) genutzt werden. Die Verfahren
unterscheiden sich u.a. in den Eingangsparametern, teilweise werden Angaben
wie z.B. Klassenanzahl oder Festlegung der Keimpunkte, d.h. jener Punkte, die
als Ursprung einer Klasse dienen, benötigt.
Im Gegensatz zur überwachten
Klassifizierung liegen Informationen zu thematischen Inhalten bzw. Zugehörigkeiten
zu tatsächlichen Objektklassen zunächst nicht vor. Sie werden in der Nachbearbeitung
zugewiesen, sofern dies überhaupt möglich ist.
Unüberwachte Klassifizierung![]() Zu größerer Darstellung auf Grafik klickenQuelle: GDF Hannover |
Die unüberwachte Klassifizierung ist die Zuordnung der Rasterpixel zu verschiedenen Spektralklassen auf automatisiertem Wege. Dabei wird dem Rechner unter Vorgabe bestimmter Parameter überlassen, diese Zuordnung durchzuführen. Im ersten Schritt wird mit einer Clusterbildung (Wertegruppierung basierend auf ähnlichen statistischen Eigenschaften) in einer Satellitenbildszene untersucht, wieviele ähnliche Rasterzellenwerte (sie entsprechen den Farben im Bild) vorliegen und zu einem Wert zusammengefasst werden können. Vergleichbar ist das mit der Erstellung einer Legende bei einer Karte, bei der zunächst untersucht wird, wie viele Kartensignaturen es überhaupt gibt. Die Zuordnung zu den räumlichen Einheiten erfolgt später im zweiten Schritt. Der iterative Clusteralgorithmus berechnet zunächst also Clustermittelwerte und Kovarianzmatrizen. Dafür wird eine Auswertung der Häufigkeitsverteilung der einzelnen Rasterwerte in den einzelnen Kanälen (zwei- bis mehrdimensional) durchgeführt. Als Ergebnis bilden sich abgegrenzte "`Punktwolken"', also die Abgrenzung von Häufigkeitskonzentrationen (vgl. Abb.). Jede "`Wolke"' charakterisiert eine bestimmte Objektreflexion und wird als eine Klasse (cluster) zusammengefasst. Sie steht in direktem Zusammenhang mit den kanal- und pixelweise ermittelten Objektreflexionen. Aus diesem Grunde werden auch mindestens zwei Bilddatensätze benötigt, um eine Clusterung durchzuführen. Mit diesen gewonnenen statistischen Werten erfolgt dann die räumliche Zuordnung der einzelnen Pixel nach der größten Wahrscheinlichkeit ihrer Klassenzugehörigkeit (Maximum Likelihood Diskriminant-Analyse). |
Engl. Akronym für United States Geological Survey; dem US-amerikanischen Innenministerium unterstehende Behörde zur Ermittlung und Verbreitung von erdbezogenen Informationen für Entscheidungsträger und für die Öffentlichkeit auf wissenschaftlicher Grundlage. Für seine Arbeit stehen dem USGS ca. 1 Mrd. $/a zur Verfügung.
| Bereich | Aktivitäten |
|---|---|
| Naturrisiken | Forschung, Information und Warnung bzgl. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Bergrutsche, geomagnetische Stürme, Hochwasser, Dürren, Sturmfluten, Waldbrände, Fisch- und Wildkrankheiten, Ausbreitung fremder Organismen |
| Ressourcen | Forschung, Dokumentation bzgl. Wasservorräte, mineralische und energetische Rohstoffe, Fischwelt, Wasservögel u.a. biologische Ressourcen |
| Umwelt | Verständnis für die physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse in der Natur und deren Interaktion mit dem menschlichen Handeln; Verständnis für Prozesse der Umweltbelastung; Kohlenstoffkreislauf; wissenschaftlich fundiertes Verständnis für gefährdete Ökosysteme wie die Everglades, Chesapeake Bay, San Francisco Bay; Biodiversität |
| Information und Datenmanagement | Information als Schlüssel zum Verständnis der Erde; umfassendes Angebot für alle Adressatengruppen; Portal zu reichhaltigen Datenbanken, manipulierbaren Karten, Satellitenbildern, Echtzeit-Informationen; verfügbar auch über Internet und CD-ROM |
Das USGS stützt sich bei seiner Arbeit sehr stark auf Methoden der Fernerkundung.
Weitere Informationen:
Akronym für ultraviolett, Bezeichnung für den Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums von ~0,01 µm - ~0,40 µm.
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