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Engl. surface roughness; in der Radar-Fernerkundung ein wichtiger Parameter für das Ausmaß der Rückstreuung des Radarsignals. Horizontale glatte Flächen reflektieren fast die ganze einfallende Strahlung weg vom Sensor. Im Sinne des Radars gilt eine Fläche als glatt, wenn die vertikalen Variationen weniger als ein Zehntel der Wellenlänge ausmachen. Daher erscheinen Flächen wie ruhendes Wasser oder Straßenbeläge in Radarbildern dunkel. Wenn eine Fläche leicht rau ist (z.B. Ackerboden) wird einfallende Strahlung in viele Richtungen gestreut, nur ein kleiner Anteil geht als diffuse Reflexion zurück zum Sensor. Grobes Material, z.B. Gesteinsbrocken in der Größe der Wellenlänge, können in Radarbildern sehr hell erscheinen.
Engl. object, feature; ein raumbezogenes Element, auch Geo-Element genannt, dem eine Geometrie und
Thematik (geometrische und inhaltliche Attribute) zugeordnet werden kann.
Mögliche Objekte terrestrischer Fernerkundung sind alle Erscheinungen auf der Erdoberfläche, einschließlich der Ozeane, sowie Phänomene in der Atmosphäre. Jedes Objekt gehört zu einer Objektklasse,
deren Eigenschaften das Objekt kennzeichnen. Das Objekt ist Träger von
Attributinformationen. Die Informationen beinhalten zum einen die Materialbestimmung, d.h. die Zusammensetzung von Erdoberfläche und Atmosphäre und zum anderen die Zustandsbestimmung, z.B. Temperatur, Druck, Wasserdampfgehalt und andere klimatische Größen.
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Objektdefinition Quelle: Geoinformatik-Service, Universität Rostock |
Engl. object-based classification; Klassifizierungsverfahren, das versucht, benachbarte Pixel zu signifikant erscheinenden Objekten zusammenzufassen. Dazu werden die Daten eines Bildes nach geeigneten Kriterien in homogene Segmente aufgeteilt, die sich nicht überlappen. Die durch die Segmentierung entstandenen Regionen werden anschließend als Einheit einer bestimmten Objektklasse zugeordnet.
Von der Datenaufnahme unabhängige Information über Art oder Zustand der Erdoberfläche, der Meeresoberfläche oder der Atmosphäre, unabhängig davon, wann und wie sie gewonnen wird.
Gruppe von Objekten mit gleichen Merkmalen.
Sie ist vom Interpreten eines Bildes im Hinblick auf die Zielsetzung der Analyse
definiert (z.B. Nadelwald, Laubwald, Ackerfläche, Bebauung, Gesteinstyp,
Bodenart, etc.).
Im Idealfall ist jede Objektklasse durch eine ihr typische multispektrale
Signatur im digitalen Bild gekennzeichnet.
Diese Multispektralsignatur wird durch die statistische Grauwert-Verteilung
der Pixel einer jeden Klasse hervorgerufen,
so dass man versuchen kann, mit Hilfe mathematischer Algorithmen die Pixel eines
multispektralen Bildes im Hinblick auf ihre Homogenität sowie räumliche
Verteilung (und damit die Verteilung von Objektklassen) zu untersuchen.
Engl. object space; bei einem optischen System (z. B. einem Objektiv) man die Menge aller Objektpunkte, die das System abbilden kann, und unter dem Bildraum die Menge der Punkte, auf die es einen Objektpunkt abbilden kann.
Der Bezeichnung Objektraum sagt aus, dass man die darin enthaltenen Punkte als Objektpunkte betrachtet. Ein Objektpunkt ist der Schnittpunkt von Lichtstrahlen, die sich vor dem optischen System befinden (Objektraumstrahlen) und von vorn auf dessen erste Fläche (Linsenoberfläche oder Spiegelfläche) auftreffen.
Indischer, auch unter der Bezeichnung IRS-P4 (Indian Remote Sensing Satellite) geführter Satellit mit den Sensoren OCM (Ocean Colour Monitor) und MSMR (Multifrequency Scanning Microwave Radiometer). Beide sind zur Beobachtung biologischer und physikalischer Parameter der Ozeane (u.a. Chlorophyllkonzentration, Phytoplanktonblüte, Trübstoffe) und der Atmosphäre (u.a. Aerosole) ausgelegt. Die Erfassung systematischer Daten unterstützt insbesondere Küstenforschungsprogramme.
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Chlorophyll vor der Küste Louisianas Zu größerer Auflösung auf Grafik klicken.
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Oceansat-1 hat eine polnahe, sonnensynchrone Bahn (Inklination 98,28°) in 716 km Höhe, eine Umlaufzeit von 99,31 Minuten und er kann die Erde in zwei Tagen komplett abdecken. Die Mission wurde am 8. August 2010 nach 11 Jahren und 2 Monaten beendet.
Weitere Informationen: Indian Space Research Organisation - Startseite
Engl. Akronym für Orbiting Carbon Observatory;
die Satellitenmission im Rahmen von ESSP sollte
Daten über das atmosphärische CO2, dem beutendsten anthropogenen
Antriebsfaktor für den Klimawandel liefern. Im Zusammenwirken mit Bodenmessungen
erwartete man mit Hilfe von 3 Spektrometern Aufschlüsse über natürliche und anthropogene CO2-Quellen
und -Senken. Hoch aufgelöste globale Karten sollten die Kohlendioxid-Konzentrationen
darstellen.
Nach dem Start am 24.2.2009 von einem kalifornischen Luftwaffenstützpunkt trennte sich OCO nicht wie vorgesehen von der Trägerrakete vom Typ "Taurus XL". Es erreichte seine vorgesehene Umlaufbahn nicht.
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Links: OCO-2 The design and architecture of the OCO-2 spacecraft bus will be based on the successful Solar Radiation and Climate Experiment (SORCE) and Galaxy Explorer (GALEX) missions. The spacecraft structure will be made of honeycomb panels that form a hexagonal shape. This structure will house the instrument and the spacecraft bus components. The total weight of the Observatory will be about 530kg (1170 lb). Rechts: Treibhausgas-Zyklus CO2 is a critical component of the Earth's atmosphere. Since the beginning of the industrial age, the concentration of CO2 has increased by about 38%, from about 280 ppm to over 380 ppm. Scientific studies indicate that CO2 is one of several gases that trap heat near the surface of the Earth. |
Die Nachfolge- bzw. Ersatzmission OCO-2 wird im Februar 2013 an Bord einer Taurus XL 3110 Rakete von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien starten. OCO-2 wird in Formation mit mehreren anderen Raumfahrzeugen fliegen und ist so Teil des A-Train.
OCO-2 wird die erste NASA-Mission sein, die der Erforschung des atmosphärischen Kohlendioxids gewidmet ist. Sie soll das erste komplette Bild der anthropogenen und natürlichen CO2-Quellen sowie -Senken liefern.
Weitere Informationen: OCO - Startseite (NASA - JPL)
2001 gestartete und 2011 noch immer aktive schwedische Satellitenmission zur Atmosphärenforschung (Aeronomie) mit Schwerpunkt auf Ozonchemie und zur Astrophysik. Der Satellit befindet sich auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn in 590 km Höhe (Inklination 97,8°). Die Umlaufzeit beträgt 97,6 min. Der Antennendurchmesser beträgt 1,1 m. Beobachtungen sind in einem Frequenzband 486,1-503,9 GHz, drei überlappenden Bändern von 541,0-580,4 GHz sowie einem Band von 118,25-119,25 GHz möglich. Damit sind besonders Untersuchungen von Wasser und Sauerstoff im interstellaren Medium möglich.
Weitere Informationen: Swedish Space Corporation - Startseite
Ölteppiche (engl.: oil spills) sind auf Wasseroberflächen treibende Ölverschmutzungen durch Rohöl oder Schweröl, insbesondere auf Meeren. Sie beeinträchtigen sensible Ökosysteme. Der Grund für das Aufschwimmen des Öls liegt in seinem im Vergleich zum Wasser geringeren spezifischen Gewicht. Ursachen für Ölteppiche sind Havarien von Öltankern, illegale Tankreinigungen auf hoher See, Pipeline-Leckagen und natürliche Austritte von Öl aus der Erdkruste.
Nach einem Tankerunfall ist das größte Problem, einen Überblick über den Teppich hinsichtlich Größe und Driftrichtung zu erhalten. Bezüglich natürlicher sowie bewusst und fahrlässig herbeigeführter Ölteppiche bedarf es kontinuierlich arbeitender Monitoringprogramme. Entsprechende Luftüberwachung großer Gebiete, z.B. des Mittelmeers sind abhängig von Tageslicht und guten Witterungsbedingungen. Zusätzlich können Sonnenlichtreflexe tagsüber die Detektion behindern.
Einen Ausweg aus diesem Dilemma bietet seit einigen Jahren der Einsatz satellitengetragener Radarinstrumente. Solche Synthetic Aperture Radar-Instrumente befinden sich z.Z. unter anderem auf Radarsat, ERS-1/2 und ENVISAT. Mit ihren aktiven Mikrowellensensoren beleuchten die Satelliten die beobachtete Szene und registrieren das zurückgestreute Radarecho. Sie sind in der Lage, auch kleinere Ölteppiche aus der Erdumlaufbahn zu erkennen. Möglich wird dies aufgrund der "glättenden“ Wirkung, die Öl auf die Wogen der Meere ausübt. Deshalb zeichnen sich Ölfilme auf den Radarbildern als dunkle Zonen in einer ansonsten heller erscheinenden Umgebung ab. Allerdings werden Wellen auch durch andere Einflüsse gedämpft, wie zum Beispiel dünne Algenfilme, die ein ähnliches Radarbild entstehen lassen
Jedoch können Radarinstrumente einen Ölteppich nicht in jedem Fall klar erkennen: So erscheint auch eine normale Wasseroberfläche dunkel, so lange die Windgeschwindigkeit unterhalb drei m/s – das entspricht etwa Windstärke 2 – nicht übersteigt; in diesem Fall ist die durch die nur leichte Brise verursachte Aufrauhung der Wasseroberfläche zu gering, um die Rückstreuung des Radarstrahls erkennbar zu beeinflussen. Umgekehrt reicht die glättende Wirkung zumindest dünner Ölschichten bei Windgeschwindigkeiten jenseits von zehn m/s, entsprechend Windstärke 6, nicht mehr aus, um noch einen erkennbaren Unterschied in der Oberflächenrauhigkeit und damit dem Rückstreuvermögen der Meeresoberfläche zu bewirken.
Weitere Informationen:
Bezeichnung (Ofek = Horizont) für eine Serie von israelischen Test- und Aufklärungssatelliten (ab Ofek 3).
Ofeq 7 wurde am 10. Juni 2007 mit einer Shavit-2-Rakete von der Luftwaffenbasis Palmachim südlich von Tel Aviv aus gestartet. Er ist 2,30 Meter groß, wiegt 300 kg und soll aus 600 km Höhe von einer elliptischen Umlaufbahn hochauflösende Bilder (0,7 m) der Erde machen. Dabei überfliegt er etwa alle 90 Minuten die Länder Iran, Irak und Syrien.
Ofek 9 (Ofek 8 wurde übersprungen) gelangte am 22. Juni 2010 ins All. Der Spionagesatellit besitzt gegenüber Ofek 7 eine verbesserte Kamera (Auflösung unter 50 cm).
Die OHB AG mit Hauptsitz in Bremen ist der erste börsennotierte Raumfahrt- und Technologiekonzern Deutschlands.
Im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2010 betrug die Gesamtleistung der OHB AG rund 425 Mio. Euro. Der Konzern beschäftigt derzeit über 2.200 Mitarbeiter in folgenden Bereichen:
Tochtergesellschaften der OHB AG sind z.B. die OHB-System AG (auf Raumfahrtsysteme und Sicherheit spezialisiert), die MT Aerospace AG (auf Raumtransport und Aerospace Strukturen spezialisiert), die Kayser-Threde GmbH (auf Nutzlasten und Wissenschaft spezialisiert), die CGS S.P.A. (auf Micro- und Minisatellitensysteme spezialisiert), die LUXSPACE Sárl (auf Microsatelliten spezialisiert), und die Antwerp Space N.V. (auf Technologien für Bodensegmente spezialisiert).
Die OHB AG zählt als eine der bedeutendsten unabhängigen Kräfte in der europäischen Luft- und Raumfahrtbranche.
Weitere Informationen: OHB AG -Startseite
Die zeitweilige Bedeckung eines Gestirns durch ein anderes, z.B. ist eine Sonnenfinsternis
eine Okkultation.
s. Messgeometrie.
Engl. Akronym für outgoing longwave radiation,
dt. ausgehende langwellige Strahlung, auch langwellige Ausstrahlung;
in der Meteorologie/Klimatologie die aufwärtige Komponente der Infrarotstrahlung (Wärmestrahlung), die von der Erdoberfläche bzw. der Atmosphäre an den
Weltraum abgegeben wird. Ein Teil der von der Erdoberfläche an die Atmosphäre
abgegebene Strahlung wird vom dort befindlichen Wasserdampf absorbiert und gelangt so
als "Gegenstrahlung" wieder an die Erdoberfläche zurück. Im Durchschnitt
verliert die Erde durch die (langwellige) Ausstrahlung genau soviel Wärme, wie
sie durch die (kurzwellige) Einstrahlung von der Sonne her gewinnt (Energieerhaltungssatz). Bei klarer trockener
Luft ist die Ausstrahlung am grössten (möglicher Nachtfrost), bei dichter
Bewölkung am geringsten. Damit ist die OLR ein Indikator sowohl für die
Temperatur der Erdoberfläche, als auch für die Klarheit der Atmosphäre
darüber.
OLR-Daten weisen eine gute Korrelation zum Niederschlag auf. Wasserdampf ist
das wichtigste Treibhausgas der Atmosphäre und beeinflusst namhaft die
OLR. So sind niedrige OLR-Werte typisch bei Bewölkung.
Im Oktober 1996 startete der japanische Satellit ADEOS und zeichnete neun
Monate lang die von der Erde ausgehende langwellige Strahlung auf. 27 Jahre
zuvor, vom April 1969 bis Januar 1972, umkreiste der amerikanische Satellit
Nimbus 3 mit seinen Instrumenten IRIS, SIRS und weiteren die Erde mit dem gleichen Auftrag. Die Wissenschaftler konnten mit diesen
Satellitendaten die Wärmeabstrahlung - sowohl global als auch regional
über dem Pazifik - aus den Jahren 1970 und 1997 miteinander vergleichen.
Dabei rechneten sie den Einfluss von unterschiedlicher Bewölkung heraus
und berücksichtigten, um jahreszeitliche Störungen zu vermeiden, nur
die Monate April bis Juni.
Die OLR wurde auch innerhalb des Earth Radiation Budget Experiment (ERBE) bestimmt.
Aktuelle Beobachtungen der OLR erfolgen über das Clouds and the Earth's Radiant Energy System (CERES) mit seinen auf mehreren NASA-Satelliten (Terra, Aqua) installierten Instrumenten und mit diversen NOAA-Satelliten. Generell werden die OLR-Daten mit polarumlaufenden Satelliten ermittelt.
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Outgoing Longwave Radiation
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Weitere Informationen: Direkter Nachweis des Treibhauseffekts (Andreas Jahn, spektrumdirekt)
Engl. Akronym für Ozone Monitoring Instrument; hyperspektrales abbildendes Instrument zur Messung des Gesamtozons und anderer atmosphärischer Parameter mit Ozon- und Klimabezug als Beitrag der niederländischen Raumfahrtagentur (NIVR) und des finnischen meteorologischen Instituts (FMI) für AURA. OMI setzt die Messungen von TOMS fort.
Weitere Informationen: AURA: Instrument OMI (NASA, GSFC)
Engl. Akronym für Ozone Mapping and Profiler Suite; Kombination aus Spektrometern in Nadir- und in Limb-Richtung für die projektierte NPOESS-Mission zur Ermittlung der höhenabhängigen Ozonkonzentration in der Erdatmosphäre. Von den Ergebnissen erhofft man sich Aufschluss über den Einfluss von synthetischen Chemikalien auf das irdische Klima. OMPS ist einer von ca. einem Dutzend Sensoren an Bord von NPOESS.
Weitere Informationen: NPOESS: Instrument OMPS (NOAA, NESDIS)
Engl. Akronym für Ocean Observations Panel for Climate (OOPC); internationale Arbeitsgruppe, die sich mit der Weiterentwicklung des Ozeanbeobachtungssystems (GOOS) und der Verfügbarmachung vorhandener Datenbestände befasst. Es wird gemeinsam getragen von World Climate Research Programme (WCRP), Global Ocean Observing System (GOOS) und Global Climate Observing System (GCOS).
Weitere Informationen: OOPC - Startseite (UNESCO)
Engl. opacity; Durchlassgrad eines Stoffes für Licht- oder elektromagnetische Wellen. Der mathematische Kehrwert der Opazität wird als Transluzenz bezeichnet. Hohe Transluzenz bedeutet wenig Absorption (Opazität), d.h. viel Durchlässigkeit.
Maß für die Abschwächung der elektromagnetischen Strahlung beim Passieren von Gasschichten bzw. der Atmosphäre. Sie ist das Produkt aus dem spektralen Extinktionskoeffizienten und der Weglänge der durchstrahlten Gasschichten. Im Falle der Atmosphäre ist dieser Koeffizient verschiedener Schichten jedoch nicht konstant, so daß die spektrale optische Dicke der Atmosphäre das Wegintegral des spektralen Extinktionskoeffizienten ist. Die optische Dicke der Atmosphäre ist besonders bei der Atmosphärenkorrektur der Fernerkundungsdaten zu berücksichtigen.
Die (terrestrische) optische Fernerkundung
erfasst die von der Erdoberfläche reflektierte Sonnenstrahlung und die
emittierte Thermalstrahlung in
den sichtbaren und infraroten
Wellenlängenbereichen.
Da die Strahlung in der optischen Fernerkundung von natürlichen Energiequellen
ausgeht, bezeichnet man die eingesetzten Sensoren
als passive Sensoren. Optische Sensoren können nach folgenden Kriterien unterschieden werden:
Passiver Sensor zur Aufzeichnung elektromagnetischer Strahlung im sichtbaren und im infraroten Bereich des Spektrums.
Bereich des elektromagnetischen Spektrums, der vom nahen Ultraviolett über den sichtbaren Bereich ins Infrarot (bis ca. 2.000 nm) reicht.
Engl. optoelectronic scanner, syn. Zeilen-Scanner, Pushbroom-Scanner; digitale Zeilenkamera, bei der man die Bildaufnahme mit
Hilfe zeilenweise angeordneter Halbleiter-Bildsensoren erzielt. Die Kamera besitzt eine oder mehrere Sensorzeilen, die aus zahlreichen Einzeldetektoren bestehen und gleichzeitig einen Geländestreifen quer zur Flugrichtung abtasten. Diese sind in der Brennebene der Empfangsoptik quer zur Flugrichtung angeordnet. Die Sensoren sind hochintegrierte
Schaltungen auf Siliziumchips. Sie enthalten für jeden Bildpunkt einen Photosensor
sowie das zum Auslesen der Messwerte erforderliche Leitungsnetzwerk. Am wichtigsten
sind die Charge Coupled Devices (CCD), die aus Ketten
von Kondensatoren bestehen, in welchen durch Belichtung Ladungen erzeugt werden.
Diese Ladungen werden zum Ausgang des Chips verschoben und ergeben dadurch eine
Bildzeile in Form eines Videosignals. Die elektrischen Signale aller Detektoren werden in kurzen Zeitabständen ausgelesen und nachrichtentechnisch übermittelt oder gespeichert. Moderne CCD-Kameras verfügen darüber hinaus über eine flächenhafte CCD-Anordnung.
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Optoelektronische Scanner
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Zur Bildaufnahme von Flugzeugen und Satelliten aus werden
Zeilen von CCD-Sensoren in der Bildebene eines Objektives angeordnet. Damit
ist es möglich, alle Pixel einer quer zur Flugrichtung orientierten Bildzeile
gleichzeitig zu erfassen. Durch die Eigenbewegung des Sensorträgers (Plattform) wird bei
entsprechender Aufnahmefrequenz ein Geländestreifen zeilenweise abgebildet, so dass allmählich ein komplettes digitales Bild entsteht.
Ein besonderer Vorteil dieser Technik ist es, dass der Aufnahmevorgang keine
mechanischen Bewegungen erfordert. Außerdem führt die Tatsache, dass eine ganze
Zeile simultan aufgenommen wird, zu - im Vergleich mit optisch-mechanischen
Scannern - günstigeren geometrischen Eigenschaften der Bilddaten. Zudem erlaubt
die Anordnung mehrerer CCD-Zeilen in der Bildebene eines Objektives sowohl die
Gewinnung von Stereobilddaten, wie auch von multispektralen Daten.
Die Technologie wird z.B. von SPOT (HRV) oder IRS
verwendet.
Vorteile gegenüber der mechanischen Aufnahmevariante sind vor allem Unabhängigkeit
von mechanischen Bewegungen, bessere geometrische Eigenschaften der Bilddaten
zufolge direkter Zentralprojektion, variierbare geometrische Auflösung durch
entsprechende Objektive und ein günstiges Signal-Rausch-Verhältnis bei der Signalaufzeichnung
durch die Detektorzeilen.
Die spektrale Empfindlichkeit der zur Zeit verfügbaren CCD-Sensoren liegt jedoch nur im Bereich zwischen 0,4 und 1,0 µm. Einer Aufzeichnung der Thermalstrahlung mit einer Wellenlänge von ca. 10 µm verhindert zudem das nötige Objektiv der Kamera. Die digitale Zeilenkamera kann also gegenwärtig nur für die Strahlungsmessung im sichtbaren und im nahen infraroten Bereich eingesetzt werden.
Engl. opto-mechanical scanner; syn. optisch-mechanischer S., Rotationsscanner; Scanner,
der mittels eines rotierenden oder oszillierenden Spiegels oder Prismas das
Gelände in Abhängigkeit von Rotations- oder Oszillationsfrequenz, von Geschwindigkeit
der Plattform und von der Flughöhe streifenweise
abtastet. Die Abtastzeilen (Scan-Zeilen) liegen mit einer gewissen Zeilenschiefe
genähert senkrecht zur Flugrichtung ( Across-Track
Scanning).
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Optomechanische Scanner
Rotationsabtaster tasten die Erdoberfläche während des Fluges zeilenweise quer zur Flugrichtung mit Hilfe eines rotierenden Prismas, dessen spiegelnde Ebene mit der Flugrichtung einen Winkel von 45° einschließt, ab.
Zu größerer Auflösung auf Grafik klicken. |
Kontinuierlich wird die Strahlung aus einem kleinen Raumwinkel, dem Momentanen Gesichtsfeld (IFOV), aufgezeichnet. Die durch das optische System erfasste Strahlung
wird durch dichroitische Strahlenteilung in den optisches Glas durchdringenden
Spektralanteil des sichtbaren Lichts sowie des nahen
und mittleren Infrarots und den
an optischem Glas gespiegelten thermalen
Infrarots gespalten. Mittels Dispersionsprisma oder Interferenzgitter werden
die sichtbaren und nah- bis mittelinfraroten Strahlungsanteile in verschiedene
Wellenlängenbereiche zerlegt, entsprechenden Detektoren zugeführt,
dort in elektrische Signale und über einen Verstärker abschließend
durch Analog/Digitalwandlung in ein digitales Signal transformiert. Speicherung
erfolgt auf Magnetbändern hoher Schreibdichte, die dann in computerkompatible
Magnetbänder umgewandelt werden (CCT – Computer Compatible Tapes)
oder direkt auf CCT. Nachteile der Datenaufzeichnung mit optomechanischen Scannern
sind Abnutzung der mechanischen Bauteile, gestörte Zeilengeometrie zufolge
Panoramaverzerrung und Zeilenschiefe sowie schlechtes Signal-Rausch-Verhältnis und damit schlechtes radiometrisches
Auflösungsvermögen.
Für die Aufzeichnung sehr vieler Spektralbänder liefern Whiskbroom-Scanner die besten Ergebnisse. Bei der geometrischen Genauigkeit liegen die Pushbroom-Scanner vorne.
s. Umlaufbahn
Eine imaginäre, riesige Fläche, die von der Umlaufbahn eines Erdsatelliten beschrieben wird. Sie reicht durch den Erdmittelpunkt.
Ursprünglich Serie von Erdbeobachtungssatelliten der US-amerikanischen Firmen Orbital Image Corporation und der Orbital Sciences Corporation, heute betrieben von GeoEye.
OrbView-1
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OrbView-2
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OrbView-3
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| Quelle: http://www.orbimage.com | ||
Weitere Informationen: GeoEye - Produkte
Engl. Akronym für Optical and Radar Federation for Earth Observation; Bezeichnung für ein Satellitenprogramm, das Italien und Frankreich gemeinsam seit 2006 durchführen. Italien steuert vier Satelliten aus dem Programm COSMO-Skymed bei, die mit dem bildgebenden Radar COSMO-SAR ausgestattet sind. Die Starts erfolgten von Juni 2007 bis November 2010.
Der Beitrag Frankreichs besteht aus zwei kleinen Satelliten des Typs Pléiades. Sie tragen Kameras, die eine Bodenauflösung von weniger als 0,7 m erreichen. Der Start des ersten Satelliten erfolgte am 17. Dezember 2011 mit einer Sojus-Rakete vom europäischen Weltraumzentrum in Französisch-Guayana. Der Start des zweiten Pleiades-Satelliten wird nicht vor März 2013 erfolgen, um genügend Zeit zur Überprüfung des ersten Satelliten zu geben. Die Pléiades-Satelliten werden von Astrium (Satellitenbus) und Thales Alenia Space (Nutzlast) in Frankreich gebaut. Sie wiegen 1750 kg und werden die Erde auf einer sonnensynchronen Bahn in 619 km Höhe umlaufen. Sie sind für eine Lebensdauer von fünf Jahren konzipiert.
Ein durch die absolute Entzerrung (Geocodierung) verändertes Fernerkundungsbild; allgemeiner Begriff für geocodierte Bildprodukte beliebiger Sensoren (im Unterschied zum Orthophoto, welches nur aus Photographien hergestellt wird). Orthobilder werden heutzutage üblicherweise digital hergestellt und dienen als Ausgangsmaterial zur Herstellung von Bildplänen und Bildkarten oder als Datenquelle zur Herstellung oder Aktualisierung von Strichkarten. Typische Eigenschaft eines Orthobildes ist der einheitliche Maßstab im gesamten Bild. Es treten somit keine Verzerrungen mehr auf und die Entnahme von Flächen, Strecken und Winkeln sowie eine Identifizierung von Objekten ist möglich.
In der Photogrammetrie ein durch Differentialentzerrung bzw. digitale Entzerrung gewonnenes analoges, photographisches bzw. digitales entzerrtes und maßstabsgetreues Luftbild, das in guter Näherung einer Orthogonalprojektion (senkrechte Parallelprojektion) des abgebildeten Teils der Erdoberfläche entspricht. Das Luftbild wird dabei auf ein orthogonales Koordinatensystem projiziert. Ein Orthophoto-Luftbild ist flächentreu und winkeltreu wie Karten im Plan-Maßstab, eignet sich als Planungsgrundlage und ist die Grundlage für die Fortschreibung von Karten durch Luftbilder (z.B. im Maßstab 1:5.000 oder 1:10.000). Überlagerungen von Karte und Bild sind ebenfalls einfach möglich. Heute werden Orthophotos fast nur noch digital erzeugt..
Engl. ocean colour; die "Farbe" des Ozeans wird bestimmt
durch das Zusammenwirken des einfallenden Lichtes mit im Wasser vorhandenen
Substanzen oder Teilchen. Die wichtigsten Bestandteile sind frei treibende,
photosynthetische Organismen (Phytoplankton) und anorganische Schwebstoffe.
Bei der Fernerkundung von Wasserinhaltsstoffen wird deren Eigenschaft genutzt,
daß sie die aus dem Wasser rückgestreute Sonnenstrahlung im sichtbaren
und nahen infraroten Spektralbereich verändern. Phytoplankton enthält Chlorophyll,
welches Licht im blauen und roten Spektralbereich
absorbiert und im grünen Bereich emittiert. Schwebstoffe können Licht reflektieren
und absorbieren, was die Klarheit (Lichtdurchlässigkeit) des Wassers reduziert.
Gelöste Stoffe können ebenfalls die Wasserfarbe beeinflussen.
Instrumente, welche die Strahlungsintensität bestimmter Wellenbereiche messen
(Radiometer) beobachten an Bord von Satelliten
die Meeresoberfläche. Die gemessene Strahlung
kann dann quantitativ in Bezug gesetzt werden zu verschiedenen Bestandteilen
der Wassersäule, die mit dem sichtbaren Licht interagieren, wie eben Chlorophyll.
Die Chlorophyllkonzentration kann ihrerseits herangezogen werden, um die Menge
Kohlenstoff zu bestimmen, die über die Photosynthese in Pflanzen gebunden wird
(Primärproduktion). Der Aufnahmepunkt und die, verglichen mit dem menschlichen
Auge, empfindlicheren Sensoren führen zu den phantastischen Farbdarstellungen
der Ozeanfarben.
Gegenüber punktuellen Wasserproben erlauben Fernerkundungsdaten die Erfassung
räumlicher Zusammenhänge und die Darstellung der hohen räumlichen
Variabilität von Wasserinhaltsstoffen. Allerdings können die ermittelten Daten über die Chlorophyll-Konzentration keine Aussage machen über die Verteilung der verschiedenen Arten des Phytoplankton.
Zu den Sensoren, die satellitengestützt die Ozeanfarbe messen, gehören
MERIS, MODIS,
MOS, SeaWiFS.
Informationen zu den Sensoren und Bildbeispiele bietet die International
Ocean Colour Coordinating Group.
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Probably the most dominant oceanographic feature of the western North Atlantic Ocean is the Gulf Stream. The northern edge of that current is clearly visible in the chlorophyll field measured by SeaWiFS on 3 April 2003. As the Gulf Stream flows eastward it forms meanders that occasionally pinch off to form clockwise-rotating warm-core rings to the north and counterclockwise- rotating cold-core rings to the south. Cold-core rings generally have higher chlorophyll concentrations (and lower surface temperatures) than the surrounding water, and a few of them can be described in this image. Cold core rings tend to form in the east and then gradually migrate towards the southwest. Some have been reported to remain recognizable for up to two years. |
On May 11, 2002 clear skies revealed the highly productive waters off the eastern United States and Canada to the SeaWiFS radiometer. The two images provided here are derived from the same raw data, but are processed in different ways. The first image is a quasi-true-color view formed by using the red, green, and blue spectral bands from the sensor as the red, green, and blue components of the image. The second image is a pseudo-color representation of sea surface chlorophyll concentrations overlaid on the quasi-true-color image. You will note that the chlorophyll image brings out much more of the complexity in this part of the Atlantic Ocean. In this view the waters over Georges Bank and in the Gulf of Maine exhibit the high chlorophyll concentrations that mark thriving phytoplankton populations which are the base of the food web for most of the rest of those ecosystems. To the south, chlorophyll concentrations decrease rapidly as one crosses the northern boundary of the meandering Gulf Stream. To the east of Georges Bank one of the meanders has pinched off into a large warm core ring. |
Ozeanfarbe im Bereich des Golfstroms Zu höherer Auflösung auf Grafiken klicken.
Quelle: NASA
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Gründe für die Messung der Ozeanfarbe:
Weitere Informationen:
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