Lexikon der Fernerkundung

Global Climate Observing System (GCOS)

1992 eingerichtetes System zur besseren Verfügbarmachung von Klimadaten für alle potentiellen Nutzer. Das System betreibt kein eigenes Beobachtungsnetz, sondern besitzt eher Impuls gebenden und koordinierenden Charakter. Es wird getragen von WMO, UNESCO, UNEP und ICSU und ist eines von insgesamt drei miteinander verbundenen Programmen von UN-Organisationen zur Umweltbeobachtung. Die beiden weiteren sind das Global Ocean Observing System (GOOS) und das Global Terrestrial Observing System (GTOS).

Im GCOS ist eine Liste von wesentlichen Klimavariablen (Essential Climate Variables, ECVs) definiert, mit denen man weltweit operationell arbeiten kann, und die gleichzeitig den Anforderungen von UNFCCC und IPCC entsprechen. Es gibt weitere Klimavariablen, die für das umfassende Verständnis des Klimasystems nötig sind, und die auch Gegenstand aktueller Forschung sind, die aber noch nicht auf systematischer Basis in die weltweite Datenerhebung eingebunden werden können.

Zusätzlich zur Wetterbeobachtung durch Satelliten bedarf das GCOS der Beobachtung von boden- und luftgestützten Plattformen aus, die sowohl in situ beobachten, wie auch mit Fernerkundungsmethoden arbeiten. Da keine einzelne Technologie alle nötigen Daten liefern kann, gibt es Instrumente auf Stationen an Land, wie auch auf Schiffen, fest verankerten Bojen, Treibbojen, Ozeanprofilern, Ballonen, Probensammlern, Flugzeugen und Satelliten. Diese Informationen führen dann durch Analyse und zeitliche wie auch räumliche Integration zu meteorologisch-klimatologischen Produkten.

Innerhalb des GCOS befasst sich die Global Atmosphere Watch (GAW) speziell mit Fragen der Atmosphärenchemie.

Die wesentlichen Klimavariablen

Measurements of variables in bold type are largely dependent on satellite observations.

Quelle: CEOS / ESA

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