Lexikon der Fernerkundung

Tandem-L

Vorschlag für eine innovative Satellitenmission zur globalen Beobachtung von dynamischen Prozessen auf der Erdoberfläche in einer bisher nicht erreichten Qualität und Auflösung. Aufgrund seiner neuartigen Abbildungstechniken und seiner großen Aufnahmekapazität wird Tandem-L dringend benötigte Informationen zur Lösung hochaktueller wissenschaftlicher Fragestellungen aus den Bereichen der Bio-, Geo-, Kryo- und Hydrosphäre liefern. Tandem-L trägt damit entscheidend zu einem besseren Verständnis des Systems Erde und seiner Dynamik bei. Dazu soll die Landmasse der Erde im Wochenrhythmus interferometrisch abgebildet werden.

Wichtige Missionsziele:

In Zeiten intensiver wissenschaftlicher und öffentlicher Diskussionen über Ausmaß und Auswirkungen von Klimaänderungen liefert Tandem-L somit wichtige und bis heute fehlende Informationen für verbesserte wissenschaftliche Prognosen und darauf aufbauend gesellschaftspolitische Handlungsempfehlungen.

Das Tandem-L-Missionskonzept nutzt zwei Radarsatelliten im L-Band (23,6 cm Wellenlänge), die in einem helixförmigen Formationsflug die Erde umkreisen und die Oberfläche Streifen für Streifen mit Radar abtasten. Der Einsatz der speziellen Technik des Radars mit synthetischer Apertur (SAR) ermöglicht die hochauflösende Abbildung der Erdoberfläche unabhängig von Wetter und Tageslicht und bietet damit die optimale Voraussetzung für eine kontinuierliche Beobachtung dynamischer Prozesse auf der Erdoberfläche. Ferner erfüllt die im Vergleich zum X-Band (3,1 cm) von TanDEM-X große Wellenlänge die Voraussetzungen für die tomographische Erfassung der dreidimensionalen Struktur von Vegetations- und Eisgebieten sowie die großflächige Vermessung von Deformationen mit Millimetergenauigkeit.

Die X-Band-Wellen sind kurz und werden z. B. bereits an der Oberfläche von Baumkronen zurückgeworfen. Die längeren L-Band-Wellen von TanDEM-X können deutlich tiefer in Vegetation, Eis oder Boden eindringen. So ist es möglich, die gesamte Biomasse, von den Baumkronen bis zum Waldboden, zu vermessen. Dabei kommen zwei unterschiedliche Betriebsarten zum Einsatz. Erstens die 3D-Messung, die auf polarimetrischer SAR-Interferometrie (Pol-InSAR) basiert. Mit ihr lassen sich durch die Kombination von der Überlagerung der Wellen (Interferometrie) und der vertikalen und horizontalen Ausrichtung ihrer Schwingung (Polarisation) anhand des Wellenechos eindeutige Aussagen über die Vegetation sowie deren Dichte und Struktur machen. Zweitens steht mit dem Deformationsmodus die Möglichkeit offen, die topographischen Veränderungen – tektonische Verschiebungen, vulkanische Aktivitäten oder Hangrutschungen – zu messen. Die zwei Modi können, je nach Bedarf, abwechselnd betrieben werden. Für den Betrieb des Satelliten wird es einen Beobachtungsplan geben, der sich an der Nachfrage der beteiligten Wissenschaftspartner der Helmholtz-Allianz orientieren soll. Der mit Tandem-L aufgenommene Datensatz eröffnet damit über die primären Missionsziele hinaus ein immenses Potenzial für die Entwicklung neuester wissenschaftlicher und kommerzieller Anwendungen.

Ein besonderes Novum an der Bauart der Satelliten sind die kreisrunden entfaltbaren Reflektorantennen mit 15 m Durchmesser. Dank der großen Reflektorfläche können bis zu 350 km breite Streifen abgebildet werden. Um trotz der großen Streifenbreite eine hohe Auflösung zu erzielen, wendet Tandem-L das im DLR entwickelte Konzept des Digital Beamforming an. Diese Technologie macht sich zunutze, dass die von der Erdoberfläche reflektierten Signale zeitlich nacheinander am Satelliten empfangen werden. Im sogenannten digitalen Feedarray werden einzelne Antennenelemente so kombiniert, dass ein stark gebündeltes Antennendiagramm genau diesen zeitlich versetzten Signalen folgt. Trotz seiner 350 km breiten Abdeckung kann Tandem-L dadurch eine Auflösung von bis zu fünf m gewährleisten. Während TanDEM-X für eine globale Erfassung der Erdoberfläche circa ein Jahr braucht, wird Tandem-L dies bis zu zweimal pro Woche schaffen. Veränderungen auf der Erde, die sich innerhalb kürzester Zeit abspielen, können so erfasst werden.

Eindringtiefen-X-C-L

Vergleich der Eindringtiefe von X-, C- und L-Band
mit 3 cm, 5 cm und 24 cm Wellenlänge bei Vegetation

Während Radarwellen im X-Band nur von der oberen Baumkrone reflektiert werden, dringt das L-Band bis zum Boden. Nur L-Band-Radarsysteme können Signale aus allen Bereichen der Vegetation empfangen und damit deren vertikale Struktur vermessen.

Quelle: DLR

Neben seiner wissenschaftlichen Komponente zeichnet sich Tandem-L durch seinen hohen Innovationsgrad hinsichtlich Methodik und Technologie aus. Beispiele sind die polarimetrische SAR-Interferometrie zur Messung von Waldhöhen, die Mehrpass-Kohärenz-Tomographie zur Bestimmung der vertikalen Struktur von Vegetation und Eis, die Nutzung neuester Digital-Beamforming-Techniken zur Erhöhung von Streifenbreite und Auflösung sowie der enge Formationsflug von zwei kooperierenden Radarsatelliten mit variabel einstellbaren Abständen.

Ein weiterer essentieller Vorteil der Verwendung von langwelligen Radarsignalen ist die stark verbesserte zeitliche Kohärenz für die Messung von Erd-Deformationen und Gletscherbewegungen. Damit erlaubt Tandem-L globale Bewegungsmessungen der Erdoberfläche in cm- bis mm-Genauigkeit über sehr lange Zeiträume hinweg.

Tandem-L hat einen anderen Fokus als vorhergehende Missionen. TanDEM-X zielt auf den kommerziellen und sicherheitstechnischen Bereich, während Tandem-L vor allem eine hochkarätige Wissenschaftsmission ist. Allerdings sind die Daten auch für Unternehmen von Belang.

Weitere Informationen:

TanDEM-X

Engl. Akronym für TerraSAR-X add-on for Digital Elevation Measurement; deutscher Radarsatellit, der gemeinsam mit dem Satelliten TerraSAR-X mittels SAR die Erdoberfläche stereographisch vermisst. Sein Start erfolgte am 21.6.2010 mit der russisch-ukrainischen Trägerrakete Dnjepr vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan. Die Kosten der Mission liegen bei ca. € 85 Mio.

Zusammen mit dem nahezu baugleichen Satelliten TerraSAR-X umkreist TanDEM-X im engen Formationsflug die Erde in 514 km Höhe. Der Abstand beträgt dabei einige hundert bis minimal 200 m. Durch diese Konstellation ist es möglich, die komplette Landoberfläche der Erde (150 Millionen Quadratkilometer) innerhalb von nur drei Jahren vollständig zu vermessen. Ziel ist die Erstellung eines globalen digitalen Geländemodells (WorldDEMTM) mit einer noch nicht erreichten Genauigkeit. Für weite Teile der Erde existieren derzeit nur grobe, uneinheitliche oder lückenhafte Höhenmodelle aus unterschiedlichen Datenquellen und Erhebungsmethoden. TanDEM-X schließt diese Lücken und liefert ein homogenes Höhenmodell als unentbehrliche Grundlage für viele kommerzielle Anwendungen und wissenschaftliche Fragestellungen. Hierzu umkreisen die zwei Satelliten in rund 500 Kilometern Höhe die Erde und tasten die Oberfläche mit Radargeräten ab. Der erste der beiden Satelliten, TerraSAR-X, arbeitet bereits seit 2007 erfolgreich im All.

Für ein so genanntes Zwölf-Meter-Raster, das etwa der Breite einer Straße entspricht, liefert das System Höheninformationen, die bis auf zwei Meter genau sind. Für die Lageregelung musste für beide Satelliten ein neues Verfahren entwickelt werden. Dies geschieht über Magnet-Torquer, d.h. unter Nutzung eines künstlichen Magnetfelds und des Magnetfelds der Erde. Ähnlich wie TerraSAR verfügt TanDEM-X über ein abgestuftes Auflösungsvermögen von 1 m, 3 m und 16 m, bei einer Abtastbreite von 10, 30 und 100 km.

800 Millionen Kilometer hat TanDEM-X mittlerweile zurückgelegt und dabei mit TerraSAR-X mehr als zweimal die gesamte Landmasse der Erde abgetastet. Dabei fliegen die Satelliten in einer Helix umeinander und blicken zum Teil aus einem Abstand von nur 120 Metern zueinander auf die Erde. Schon alleine mit diesem ersten Formationsflug zweier Satelliten im Weltall hat die Mission erfolgreich Neuland betreten. Um die Höhen und Tiefen der 150 Millionen Quadratkilometer Erdoberfläche exakt berechnen zu können, müssen die Wissenschaftler den Abstand der beiden Satelliten bis auf einige Millimeter genau bestimmen. Und auch die Uhren an Bord der Satelliten, die genau messen, wie lange die Radarstrahlen für ihren Weg zur Erde und zurück benötigen, sind bis auf eine Billionstel Sekunde synchronisiert.

Die ersten berechneten Höhenmodelle von TanDEM-X decken die sogenannten einfacheren Gebiete ab - Landschaften, für die Daten von nur zwei Überflügen ausreichen, um finale Höhenmodelle berechnen zu können. Dazu gehören große Flächen in Australien, Nord- und Südamerika, Russland und Afrika. Dann gibt es die schwierigen, anspruchsvollen Gebiete mit steilen Bergen wie den Alpen oder dem Himalaya zum Beispiel oder halt die Kamtschatka-Halbinsel mit ihrer zerklüfteten Vulkanlandschaft. Für diese Aufnahmen veränderten die DLR-Experten des Projekt-Teams im Sommer 2013 die Flugbahnen der beiden Satelliten und ließen sie von da an im Uhrzeigersinn umeinander kreisen. Damit änderte sich auch die Blickrichtung der Satelliten auf die Erde. Mit dritten und vierten Überflügen werden nun die letzten notwendigen Daten für das neue globale Höhenmodell gesammelt. 

Noch während die Satelliten mit ihren Radarstrahlen die Erde kontinuierlich abtasten, entstanden in einem weitgehend automatisierten Prozess die ersten kleinen digitalen Höhenmodelle (DEM;  Digital Elevation Model) von 30 mal 50 Kilometer großen Gebieten. Schon diese vorläufigen mehr als 350 000 DEM-Datensätze stellen die Erde mit bis zu zwei Metern Genauigkeit dar. Seit Ende 2013 werden diese Modelle in einem finalen Verarbeitungsschritt zu größeren Mosaiken zusammengefügt. Mittlerweile sind nicht nur 2500 Terabyte Daten zusammengekommen, sondern auch schon mehr als ein Fünftel der globalen Landfläche zu finalen Modellen verarbeitet. So entsteht nach und nach die neue Topographie der Erde. Die eingesetzte Radartechnologie bietet dabei einen ganz entscheidenden Vorteil: Die Satelliten können die Erde mit ihren Sendepulsen weitgehend unabhängig von Wetterverhältnissen und rund um die Uhr bei jeder Tages- bzw. Nachtzeit abtasten.

Die finalen Höhenmodelle werden als sogenannte Kacheln mit einer Ausdehnung von etwa 100 mal 100 Kilometern bzw. ein Grad in geographischer Länge und Breite erzeugt und ausgeliefert. Als erste Beispiele stehen zwei solcher Kacheln - die Flinders Ranges in Australien und der Badlands National Park in den USA - auf dem TanDEM-X-Science-Server zur Verfügung.

Die entstandenen Satellitenaufnahmen lassen sich vielfältig nutzen: Mit den Aufnahmen können beispielsweise hydrologische Abflussmodelle simuliert und Karten von potenziellen Überschwemmungsgebieten erstellt werden, Veränderungen nach Vulkanausbrüchen und Erdbeben bilden sich ebenso ab wie das Abschmelzen von Gletschern und Polkappen. Auch bei Katastrophenfällen sind die Radaraufnahmen für die Helfer vor Ort wichtig, um beispielsweise überflutete Gebiete oder zerstörte Verkehrswege und Gebäude aus Satellitenbildern analysieren und berücksichtigen zu können. Sind die Aufnahmen für das globale Höhenmodell abgeschlossen, soll TanDEM-X  dafür genutzt werden, neue Techniken wie die Erfassung von Meeresströmungen oder Vegetationsstrukturen zu demonstrieren.

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Zur Animation auf Abbildung klicken (DVD-Version)

TanDEM-X Animation

TanDEM-X vermisst die komplette Landoberfläche der Erde, das sind 150 Millionen Quadratkilometer, innerhalb von drei Jahren mehrfach vollständig. Neben der hohen Messpunktdichte und der hohen vertikalen Genauigkeit hat das mit TanDEM-X und TerraSAR-X erstellte Höhenmodell noch einen anderen überragenden Vorteil: Es ist durchgehend homogen und damit die Basis für ein weltweit einheitliches Kartenmaterial. Bisherige Karten besitzen häufig Brüche, zum Beispiel an Ländergrenzen, oder sie sind schwer vergleichbar, weil sie mit unterschiedlichen Messverfahren und zeitlich gestaffelten Messkampagnen entstanden sind.

TanDEM-X und TerraSAR-X bilden das erste konfigurierbare SAR-Interferometer (SAR = Synthetic Aperture Radar) im Weltall. Über die Erstellung des globalen Höhenmodells hinaus werden damit neue Techniken der so genannten SAR-Interferometrie getestet sowie weitere Anwendungsmöglichkeiten erschlossen.

Quelle: DLR

TanDEM-X wird im Auftrag des DLR mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie als Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft (Public Private Partnership, PPP) mit der Astrium GmbH unter dem Kennzeichen 50 EP 0603 durchgeführt. Das DLR ist verantwortlich für die wissenschaftliche Nutzung der TanDEM-X-Daten, die Planung und Durchführung der Mission, die Steuerung der beiden Satelliten und die Erzeugung des digitalen Höhenmodells. Dazu entwickelt es auch die notwendigen Anlagen am Boden, das so genannte Bodensegment. Die wissenschaftliche Leitung obliegt dem DLR-Institut für Hochfrequenztechnik und Radarsysteme in Oberpfaffenhofen. Die Astrium GmbH hat den Satelliten gebaut und ist an den Kosten für Entwicklung und Nutzung beteiligt. Wie bei TerraSAR-X ist die Firma GEO-Information Services (ehem. Infoterra GmbH), ein Programmbereich der Airbus Defence and Space, verantwortlich für die kommerzielle Vermarktung der TanDEM-X-Daten.

tandem_x_groenland Ostküste Grönlands mit TanDEM-X-Daten

Die drei mit TanDEM-X-Daten erstellten Darstellungen zeigen einen Teil der Ostküste Grönlands am 11. Januar 2011. Die vielen sich wiederholenden Farbverläufe im Interferogramm (Abb. oben) rühren von den großen Höhenvariationen von ca. 1.700 m her. Die Daten aus dem Interferogramm werden in Höhenwerte umgerechnet, kartographisch ausgerichtet und können anschließend in einer künstlichen 3-D-Ansicht betrachtet werden (Abb. Mitte). Gut zu erkennen sind helle Ausflüsse, die sich von den Hängen in das flache, zugefrorene Wasser ergießen. In der Abbildung unten wurden die Höheninformationen noch zusätzlich farbcodiert, sodass der Eindruck einer Höhenschichtenkarte entsteht.

Quelle: DLR

Weitere Informationen:

Tanegashima Space Center

Das Tanegashima Space Center (jap. 種子島宇宙センター, Tanegashima Uchū Sentā, oft als TNSC abgekürzt) ist ein japanischer Weltraumbahnhof (ca. 30° N / 130° O) in Minamitane auf der 115 km südlich von Kyushu gelegenen Insel Tanegashima. Mit einer Fläche von 9,7 km² ist das TNSC der größte Weltraumbahnhof Japans und gilt als schönster Startplatz der Welt.Hier werden vor allem Wetter-, Kommunikations-, Erdbeobachtungs- und Rundfunksatelliten gestartet.

Der Raketenstartplatz wurde 1969 bei der Gründung der National Space Development Agency of Japan (NASDA) errichtet. Seit der Zusammenführung der NASDA mit dem Institute of Space and Astronautical Science (ISAS) und dem National Aerospace Laboratory of Japan (NAL) zu der neuen japanischen Raumfahrtagentur Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) befindet sich das TNSC im Besitz der JAXA. Seit 1975 werden von dem TNSC auch orbitale Missionen gestartet.

Die Einrichtungen auf dem Gelände umfassen:

Die Hauptaufgabe des TNSC ist das Satellitenmanagement in jeder Phase der Flüge, inklusive Countdown, Start und Bahnverfolgung.

Weitere Informationen:

TanSat

Die TanSat (auch CarbonSat, Tan bedeutet auf Chinesisch "Kohlenstoff") Mission ist der erste Minisatellit Chinas, der sich der Erkennung und Überwachung von Kohlendioxid (CO2) widmet. Er wurde am 21. Dezember 2016 mit einer Langer-Marsch-2D-Trägerrakete vom Raketenstartplatz Kosmodrom Jiuquan in eine sonnensynchrone Umlaufbahn gebracht.

TanSat wird in der Lage sein, den Stoffmengengehalt an Kohlendioxid in trockener Luft in globalem Maßstab mit einer Genauigkeit von etwa einem Prozent festzustellen. Wissenschaftliches Ziel des Projektes ist es, das Verständnis der globalen Kohlendioxid Verteilung und seine Auswirkung auf die Änderung des Klimas zu verstehen und die jahreszeitlichen Schwankungen in den Kohlendioxid-Konzentrationen zu messen. Die beiden Hauptinstrumente an Bord des Satelliten sind CarbonSpec (CDS – "Carbon Dioxide Spectrometer") und CAPI ("Cloud and Aerosol Polarimetry Imager").

Siehe auch CarbonSat, GOSAT, MicroCarb, OCO-2

Weitere Informationen:

TARANIS

Engl. Akronym für Tool for the Analysis of RAdiation from lightNIng and Sprites, gleichzeitig auch Bezeichnung für den gallischen Gott des Blitzes und des Donners; wissenschaftliche Satellitenmission des CNES zur Untersuchung der impulsartigen Energieübertragung zwischen der Atmosphäre und dem erdnahen Weltraum, die über Stürmen zu beobachten ist. Dieser Transfer geht mit sehr starken, sog. transienten Leuchtereignissen (blue jets, red sprites, halos, elves etc.) sowie intensiver Gamma- und Röntgenstrahlung einher.

Zu diesem Zweck soll ein 185 kg schwerer Mikrosatellit des Typs Myriade verwendet werden, der in 700 km Höhe auf einer fast sonnensynchronen Umlaufbahn 7 verschiedene Messinstrumente mitführen wird, die auf die Erde ausgerichtet werden. Mit Hilfe der Instrumente können Bilder dieser Phänomene gemacht, elektrische und magnetische Feldstärken und Elektronenströme gemessen und die Gamma- und Röntgenstrahlung erfasst werden. An der Entwicklung dieser Instrumente sind zahlreiche französische Forschungsinstitute beteiligt sowie Forscherteams aus Japan, den USA, Polen und der Tschechischen Republik.

 

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Quelle: Wunderground

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Quelle: CNES

Links: Dieses Diagramm veranschaulicht die Morphologie der verschiedenen transienten Leuchtereignisse (TLEs), die in der Atmosphäre auftreten, darunter rote Sprites, blaue Jets und Elfen. Es wird auch eine zusätzliche Art von Entladung von Cumulonimbus-Oberseiten angezeigt, die ein echter "Wolke-zur-Stratosphäre"-Blitz oder einfach eine weitere Manifestation des Blaustrahl-Phänomens sein kann.

Rechts: Abbildung des Satelliten Taranis.
TARANIS (Tool for the Analysis of RAdiations from light NIngs and Sprites) ist ein Mikrosatellitenprojekt des Myriade-Programms des CNES, das sich der Untersuchung spontaner Energietransfers zwischen der Atmosphäre und der Weltraumumgebung der Erde widmet, die über Gewitterregionen beobachtet werden.

Zusammen mit anderen Satelliten soll TARANIS 2020 mit einer Sojus- oder einer Vega-Startrakete von Kourou aus ins All gebracht werden und eine Einsatzdauer von zwei bis drei Jahren haben.

Weitere Informationen:

tatsächliche Temperatur

Mit Hilfe des Emissionsfaktors aus der Strahlung eines Graukörpers abgeleitete Temperatur des Schwarzkörpers.

TechSAR

Israelischer Aufklärungssatellit, der 2008 mit einer indischen PSLV-Trägerrakete gestartet wurde. Er wiegt 260 kg und trägt als Nutzlast ein SAR. Zuverlässigkeitsüberlegungen und die Anforderung, den Satelliten auf eine Bahn hoher Inklination zu bringen, sprachen gegen den Einsatz einer israelischen Trägerrakete und gegen einen Start aus Israel direkt.

Telekommunikation

Engl. telecommunication; Oberbegriff für den Austausch und die Verteilung von Informationen und Nachrichten zwischen Menschen, Maschinen und Prozessen mit nachrichtentechnischen Verfahren und Mitteln.

Telemetrie

Fernmessung; Einsatz elektrischer und elektronischer Mittel zur Aufnahme, Sammlung und Verarbeitung physikalischer Daten beliebiger Art sowie anschließende Übertragung dieser Daten an eine Empfangsstation, in der jene Daten aufgezeichnet oder ausgewertet werden können. Ein augenscheinliches Einsatzgebiet ist beispielsweise das Messen, Übertragen und Speichern physikalischer Bedingungen, wie sie ein Hochgeschwindigkeitsflugzeug, Raketen oder ein Raumfahrzeug erfahren oder verursachen. Daten dieser Art könnten etwa Lufttemperaturen, Windgeschwindigkeiten oder Strahlungsintensitäten in entlegenen Gebieten des Raumes umfassen.

In der Meteorologie werden Fernmessgeräte eingesetzt, um Informationen aus der oberen Atmosphäre für Wettervorhersagen zu gewinnen. Im Umweltschutz bzw. in der Verhaltensforschung werden z.B. im Rahmen eines länderübergreifenden Schutzprogrammes des WWF die Wanderrouten der Lederschildkröten im Atlantik mittels Satelliten-Telemetrie erfasst. Ziel ist es, sie auf ihren Wanderungen besser vor der Gefahr, als Beifang der Hochseefischerei zu verenden, schützen zu können.

Ein weiteres Beispiel aus dieser Disziplin ist die Verfolgung von Zugvögeln, wobei Telemetriedaten mit hochauflösenden Aufnahmen der Erdoberfläche kombiniert werden. Mit Hilfe von Google Earth und Google Maps können Teile hiervon in beeindruckender Qualität von jedermann abgerufen werden. Daneben ist eine Kombination der Telemetriedaten mit dem über Satellitenfernerkundung gewonnenen NDVI möglich. Ein hoher NDVI bedeutet oft auch eine erhöhte Insektendichte und damit ein größeres Nahrungsangebot für die Zugvögel.

Hierzu werden die Schildkröten mit Sendern markiert, die kurze Radiosignale senden. Diese werden von Satelliten aufgefangen und zurück zu einer Empfangsstation auf der Erde geschickt. So lassen sich die Wanderrouten der Lederschildkröten, die im Meer beträchtliche Strecken zurücklegen, und damit auch ihr Verbreitungsgebiet weiter erforschen. Ziel ist es, die Gefährdungen besser zu erkennen, um effektive Schutzmaßnahmen ergreifen zu können.

Ein Fernmesssystem muss eine physikalische Größe messen, die Messgröße in ein geeignetes Signal umwandeln und verschlüsseln und das verschlüsselte Signal über einen Übertragungskanal abschicken. Der Empfänger muss dann das Signal wieder entschlüsseln, um es verständlich darstellen oder gegebenenfalls abspeichern zu können. Sollen mehrere Daten übertragen werden, kann man entweder auf verschiedenen Frequenzen gleichzeitig senden oder einzelne Messwerte werden zyklisch nacheinander auf einem Kanal übertragen. Heutzutage werden beinahe alle Daten digital verschlüsselt. Die Übertragung der Daten erfolgt nach unterschiedlichen Kabel- oder Funkverfahren wie z. B. die Kompensationsmethode, Impulsfrequenzverfahren oder die so genannte Pulscodemodulation.

Weitere Informationen:

Temperaturauflösung

Bei passiven Sensoren, die im Bereich des thermalen Infrarot oder der Mikrowellen arbeiten, spricht man statt von radiometrischer auch von Temperaturauflösung, die im umgekehrten Verhältnis zueinander stehen.

temporale Auflösung

Zeitlicher Abstand, der zwischen zwei Aufnahmen desselben Gebietes mit einem Sensor liegt; bei Satellitensystemen ist die temporale Auflösung durch die Umlaufbahn-Parameter vorgegeben.

Siehe auch Auflösung

Terra

Gemeinsames amerikanisch-japanisch-kanadisches Satellitenprojekt zur Ermittlung weltweiter Daten zum Zustand von Atmosphäre, Landoberfläche und Ozeanen, wie auch über die Interaktionen dieser Sphären untereinander und mit der Sonnenstrahlung.
Die Daten geben Entscheidungshilfen zu Fragen des regionalen und globalen Wandels der Landbedeckung, der Atmosphärenbestandteile, der landwirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit, der Luftqualität, des Küstenschutzes, der Steuerung der Zuwanderung fremder Arten, der Wasserwirtschaft und der öffentlichen Gesundheit.

Die USA steuerten das Trägerfahrzeug und drei Instrumente bei (CERES, MISR, MODIS), Japan das Radiometer ASTER, Kanada das Instrument MOPITT.

Terra umrundet seit 1999 die Erde in 705 km Höhe auf einer polnahen, sonnensynchronen Umlaufbahn (Inklination 98,2°). Die Umlaufzeit beträgt 99 min, der Wiederholzyklus 16 Tage. Terra überquert den Äquator um 10:30 Ortszeit, wenn die Wolkendecke noch gering ist und einen möglichst ungehinderten Blick auf die Erdoberfläche ermöglicht. Durch die in etwa senkrecht zur Erddrehung verlaufende Umlaufbahn erlaubt die Aneinanderreihung der Beobachtungsstreifen die Erstellung von Gesamtansichten der Erde. Terra trägt folgende passiven Sensoren an Bord: CERES (Clouds and the Earth's Radiant Energy System), MISR (Multi-angle Imaging Spectro Radiometer), MODIS (Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer), MOPITT (Measurements of Pollution in the Troposphere), ASTER (Advanced Spaceborne Thermal Emission and Reflection Radiometer).

Der Satellit ist eingebunden in das Earth Observing System der NASA.

Terra-Satellit

Terra-Satellit

Künstlerische Darstellung der Funktionsweise des Instruments MOPITT auf Terra.

  • Start: 18. Dezember 1999
  • Größe: Der Satellitenbus ist 6,8 m lang und 3,5 m breit
  • Startgewicht: 5.190 kg
  • Bahnhöhe: 705 km über der Erdoberfläche
  • Bahnneigung: 98,5 Grad, Umlaufzeit: 99 Minuten (16 Umläufe pro Tag)
  • Äquatorüberquerung: 10:30 a.m., absteigender Knoten
Quelle: NASA
MISR-Szene Bodensee MISR-Szene Bodensee

Abbildung einer 355 x 287 km großen Fläche
in der Region Alpenvorland - Bodensee - Alpen,
aufgenommen in Nadir-Richtung mit dem
abbildenden Radiometer MISR auf Terra.
Aufnahmedatum: 14. August 2000

Quelle: NASA JPL

Weitere Informationen:

Terra Bella

Bis März 2016 unter dem alten Namen Skybox Imaging geführtes Unternehmen mit Sitz in Mountain View, Kalifornien, das für Google hochauflösende Satellitenaufnahmen und kartographische Auswertungen anfertigt.

Google verkaufte Terra Bella im April 2017 an Planet, wobei Google gleichzeitig Anteilseigner an Planet wurde, wie auch Kunde über einen längerfristigen Liefervertrag von Bildmaterial. Planet Labs verspricht sich vom Erwerb eine sinnvolle Ergänzung zu seiner eigenen Flotte an Kleinsatelliten. Alleine seit 2013 hat Planet nahezu 300 Satelliten gestartet, von denen allerdings einige ihre Mission bereits wieder beendet haben.

Der erste Satellit SkySat-1 der ursprünglichen Firma wurde am 21. November 2013 vom Kosmodrom Jasny in Russland aus mittels der Trägerrakete Dnepr ins All befördert. Ein weiterer Satellit, SkySat-2, wurde als Sekundärnutzlast auf einer Sojus-2-1b-Rakete mit Fregat-Oberstufe am 8. Juli 2014 gestartet.

Terra Bella wollte durch Standardelektronik und Standardteile aus der Automobil- oder Smartphone-Industrie Satelliten mit Herstellungskosten von unter 50 Mio. USD bereitstellen. Die Satelliten von Terra Bella basieren dabei auf dem CubeSat-Konzept (<100 kg: 60cm x 60cm x 80cm). Diese Satelliten sollen dabei im Vergleich zu anderen Satelliten eine hohe räumliche Auflösung von ca. 1 Meter oder besser erreichen (der NASA Satellit Landsat 8 besitzt eine räumliche Auflösung zwischen 15 und 100 m), wobei Daten im sichtbaren sowie im Nah-Infrarot Bereich aufgenommen werden sollen.

Artist’s concept of Terra Bella’s SkySat satellites

Terra Bella hat die am Donnerstag ausgesetzten Satelliten informell nach Star Wars-Charakteren benannt: R2D2, Luke, C3PO und Leia.

Die Terra Bella-Satelliten sollten den umfangreichen Bilderkatalog von Google ergänzen, der dazu beiträgt, populäre Anwendungen wie Google Maps zu verbessern.

Terra Bella, früher Skybox Imaging genannt, hat seine Wurzeln in einer Idee, die 2009 von vier Absolventen der Stanford University vorgeschlagen wurde.

Quelle: Terra Bella

Die ersten Bilder aufgenommen durch den Satelliten SkySat-1 wurden am 11. Dezember 2013 durch Skybox Imaging veröffentlicht, wobei diese die Küste von Somalia und Abu Dhabi zeigten. Ende Dezember 2013 wurden durch Skybox Imaging die ersten hochauflösenden Videos der Erde aus dem Weltraum veröffentlicht. Am 16.9.2016 wurden mit dem europäischen Kleinlastträger Vega von Französisch-Guyana aus vier weitere Kleinsatelliten (SkySat-4 bis -7) gemeinsam mit dem Erdbeobachtungssatelliten PerúSAT-1 gestartet. Die Skysats wurden im Auftrag von Terra Bella von Space Systems/Loral gebaut. Die Satelliten wurden in unterschiedlichen sonnensynchronen Orbits in 500 Kilometer bis 700 Kilometer Höhe abgesetzt. Das besondere an sonnensynchronen Orbits ist, dass sich die Satelliten jeden Tag zur selben Tageszeit über demselben Punkt auf der Erde befinden. Somit lassen sich Veränderungen auf der Erde sehr gut dokumentieren. Das Aussetzen der Satelliten in den verschiedenen Orbits ist Dank der wiederzündbaren AVUM-Oberstufe möglich.

Weitere Informationen:

TerraSAR-X

Deutscher Satellit mit X-Band SAR für Aufgaben in den Bereichen Kartographie, digitale Geländemodelle, Erfassung der Oberflächenbedeckung und deren Klassifikation, Raumplanung, Umweltmonitoring. Die Radarfrequenz beträgt 9,65 Gigahertz. Der Satellit bewegt sich auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn (Inklination 97,4°) in 514 km Höhe. Die Umlaufzeit beträgt 94,85 min, der Wiederholzyklus 11 Tage. Der Start des 130 Mio Euro teuren Satelliten erfolgte am 15. Juni 2007 mit einer Dnepr 1 (ehemals SS-18) von Baikonur aus. TerraSAR-X hat am 7. Januar 2008 den operationellen Betrieb aufgenommen.

Die Auflösungen der Bilder von TerraSAR-X betragen 1 m, 3 m, 16 m in Abhängigkeit von der Bildgröße. Als Radar-Satellit arbeitet TerraSAR-X unabhängig von Wetterbedingungen, Wolkenbedeckung und Tageslicht. Bisher hat der Satellit ca. 120.000 Aufnahmen geliefert (Stand Sommer 2013)

TerraSAR-X ist der erste deutsche Satellit, der im Rahmen einer so genannten Public-Private-Partnership zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), dem DLR und EADS Astrium (heute Airbus D&S) realisiert wurde. Die Nutzung von TerraSAR-X-Daten für wissenschaftliche Zwecke liegt in der Zuständigkeit des DLR, während die Programmlinie "Geo-Intelligence" von Airbus D&S, mit den gewonnenen Daten Geoinformationsprodukte herstellen und Dienste anbieten wird, die auf den kommerziellen und institutionellen Markt abzielen. Die Kosten für ein Radarbild, das eine Fläche von 10 x 10 km mit einer Auflösung von 1 m abdeckt, betragen 7.000 Euro.

Der Satellit trägt übrigens das erste deutsche Kunstobjekt im All an Bord, ein dreidimensionaler, 15 cm hoher 'Space-Visitor' von Ragnhild Becker und Gunar Seitz aus Kluftern/Baden.

terrasar_lres TerraSAR-X

TerraSAR-X ist ein deutscher Erdbeobachtungssatellit. Als Nutzlast trägt er einen Radarsensor, der in verschiedenen Modi betrieben wird, um Aufnahmen mit unterschiedlichen Streifenbreiten, Auflösungen und Polarisationen zu ermöglichen. TerraSAR-X bietet dadurch Beobachtungsmöglichkeiten, die bisher aus dem All nicht verfügbar waren. Die Ziele der Mission sind die Bereitstellung von hochwertigen SAR-(Synthetic-Aperture-Radar-)Daten im X-Band für Forschung und Entwicklung sowie für wissenschaftliche und kommerzielle Anwendungen.

Der gesamte Satellit ist sehr kompakt gebaut. Der fünf Meter lange Körper besitzt einen sechseckigen Querschnitt, seine primäre Nutzlast ist ein aktives Radar. Es ermöglicht, den Strahl senkrecht zur Flugrichtung in einem Schwenkbereich zwischen 20 und 60 Grad elektrisch zu verstellen, ohne den Satelliten selbst bewegen zu müssen.

Quelle: DLR

Offiziell könnte TerraSAR-X schon außer Dienst sein - seine vorgesehene 5-jährige Lebensdauer ist abgelaufen. Doch die Ingenieure des DLR haben dem Satelliten sogar noch einen neuen Modus beigebracht: Nun kann TerraSAR-X Bildstreifen mit einer Breite von über 200 Kilometern aufnehmen, bisher waren nur 100 km möglich. Dazu tastet der Satellit dieses große Gebiet durch vielfaches, enorm schnelles Schwenken des Radarstrahls quer zur Flugrichtung in mehreren Schritten ab. Der neue "Weitwinkel"-Modus ist vor allem für Meeresforscher spannend, die damit Tidenhub, Veränderungen im Wattenmeer, Schiffsbewegungen, Wellenmuster, Eisbewegungen oder auch Windaufkommen untersuchen können.

2017 war erst rund die Hälfte des Treibstoffvorrats verbraucht, und der Leistungsstand der Batterien lag bei etwa 72 Prozent,

Weitere Informationen:

terrestrische Strahlung

In diesem Kontext die gesamte Infrarot-Strahlung, die von der Erde und ihrer Atmosphäre im Temperaturbereich von ca. 200-300 K ausgesandt wird. Der grösste Teil der von der Erde abgestrahlten Wärme wird in der Atmosphäre absorbiert, nur ein geringer Teil gelangt ins All. Die Atmosphäre strahlt wiederum einen beträchtlichen Teil der absorbierten Strahlung wieder in Richtung Erde (atmosphärische Gegenstrahlung) und auch ins All.

terrestrisches Bild

Engl. terrestrial image, franz. image terrestre; nach DIN 18716 " von erdfesten Standorten aufgenommene Bilddaten".

Terrestrisches Laserscanning

Ein stationäres, aktives, bildgebendes 3D-Verfahren, das laserbasierte Streckenmessungen in einer automatisierten Abfolge von quasi gleichabständigen Abtastschritten in vertikaler und horizontaler Richtung erfasst (Punktwolkenerfassung) und daraus geometrische Informationen über das Objekt gewinnt. Aus der zeitlichen Differenz zwischen Aussenden und Empfangen der Strahlen errechnet der Scanner ein 3D-Bild der Umgebung. Durch seine hohe Messgenauigkeit von bis zu 5 mm ist es ihm möglich, je nach Bauart, Objekte in bis zu einem Kilometer Entfernung zu scannen. Das Scannen erfolgt meistens von verschiedenen, bereits vermarkten Punkten aus

Die Funktionsweise eines Laserscanners unterscheidet sich von anderen Messverfahren insofern, als dass mit dem Laserscanner über ein regelmäßiges Raster eine flächenhafte Objekterfassung erfolgt, und nicht wie sonst üblich eine Objektdiskretisierung durch repräsentative Punkte.

TES

1. Engl. Akronym für Technology Experimental Satellite; ein Demonstrationssatellit der ISRO zum Testen von Satellitentechnologie für die künftige CARTOSAT-Reihe.

2. Engl. Akronym für Tropospheric Emission Spectrometer; Instrument an Bord des Satelliten Aura zur Messung des Zustands der irdischen Troposphäre. Das im Infrarot arbeitende Spektrometer sammelt Daten über das troposphärische Ozon und andere Gasmolküle, die zur Ozonbildung führen. Die Daten werden zur Entwicklung eines dreidimensionalen Modells der Troposphärenchemie verwendet, in dem auch die Troposphäre-Biosphäre-Interaktionen und die Austauschvorgänge zwischen Troposphäre und Stratosphäre erkennbar sind.
TES wurde Anfang 2018 wegen eines mechanischen Defekts außer Betrieb genommen.

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TESS

Engl. Akronym für Transiting Exoplanet Survey Satellite; geplantes Weltraumteleskop der NASA zur Suche nach Exoplaneten. Der Start des Satelliten erfolgte mit einer Falcon-9-Trägerrakete des privaten Unternehmens SpaceX vom Raumfahrtbahnhof Cape Canaveral in Florida am 18. April 2018. Der waschmaschinengroße Transiting Exoplanet Survey Satellite (Tess) soll in den kommenden zwei Jahren mehr als 200.000 der hellsten Sterne nach Anzeichen für kreuzende Planeten absuchen. Eine vorübergehende Helligkeitsabnahme gilt als ein solcher Hinweis auf einen Planeten. TESS ist mit vier elektronischen Weitwinkelkameras ausgestattet, die für jeweils 27 Tage insgesamt 26 separate Regionen des Himmels abscannen.

Wie schon beim Weltraumteleskop Kepler verwendet auch TESS die Transitmethode, um Exoplaneten zu entdecken. Jedoch liegt der Fokus auf Sternen, welche der Erde am nächsten sind. Und TESS soll Signale aus dem gesamten Himmel erfassen, während Kepler beobachtet lediglich einen kleinen Ausschnitt des Sternenhimmels beobachtet. Ferner sollen mit TESS auch deutlich hellere Sterne beobachtet werden als mit Kepler, mit welchem überwiegend Rote Zwerge beobachtet wurden. Es wird mit bis zu 1.500 Planetenkandidaten gerechnet, wovon 500 in der Größenordnung der Erde sein sollen.

Nahe und helle Sterne, wie TESS sie finden soll, eignen sich auch, um deren Atmosphären mit neuen großen Teleskopen genauer zu untersuchen. Beispielsweise mit dem James Webb Space Telescope, das mit seinem 6,5 Meter großen Spiegel im Mai 2020 starten soll. Oder mit dem Extremely Large Telescope dessen Spiegel einen Durchmesser von 39 Metern hat – die Europäische Südsternwarte baut es gerade in Chile. Mit den empfindlichen Instrumenten dieser Giganten können die Himmelsforscherinnen und -forscher feststellen, ob die Atmosphären von Planeten Wasser, Methan, Kohlendioxid und Sauerstoff enthalten.

Die Transitmethode zum Nachweis von Exoplaneten sucht nach vorübergehenden Intensitätsrückgängen im sichtbaren Licht der Sterne und erfordert, dass die Planeten vor den Sternen entlang unserer Sichtlinie zu ihnen kreuzen. Wiederholte, periodische Einbrüche können einen oder mehrere Planeten aufdecken, die einen Stern umkreisen. Die Transitphotometrie, bei der untersucht wird, wie viel Licht ein Objekt zu einem bestimmten Zeitpunkt aussendet, kann den Forschern viel über einen Planeten sagen. Auf der Grundlage der reduzierten Lichtintensität, die ein Planet bei seinem Stern verursacht, können wir die Größe des Planeten bestimmen. Wenn man sich ansieht, wie lange ein Planet braucht, um seinen Stern zu umkreisen, können die Wissenschaftler die Form der Planetenbahn und die Zeit, die der Planet braucht, um seine Sonne zu umkreisen, bestimmen.

Transit Method

Die Transit-Methode

Die Transitmethode zum Nachweis von Exoplaneten sucht nach vorübergehenden Intensitätsrückgängen im sichtbaren Licht der Sterne und erfordert, dass die Planeten vor den Sternen entlang unserer Sichtlinie zu ihnen kreuzen.

Die Animation zeigt, wie ein Rückgang der beobachteten Helligkeit eines Sterns auf das Vorhandensein eines vor ihm vorbeiziehenden Planeten hinweisen kann.

Quelle: NASA

Tess ist 337 Dollar (273 Millionen Euro) teuer und als Nachfolger des Weltraumteleskops Kepler konzipiert. Kepler wurde 2009 ins All befördert und wies bereits rund 2300 Exoplaneten nach. Seine Mission wurde am 30. Oktober 2018 wegen Treibstoffmangels beendet.

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TET-1

Der Kleinsatellit TET-1 ist der erste deutsche Technologie-Erprobungs-Träger und ‎zugleich das Kernelement des On-Orbit-Verifikations-Programms OOV des DLR. ‎TET-1 wurde am 22. Juli 2012 erfolgreich von Baikonur mit einer Sojus-Fregat-‎Rakete in den Zielorbit von etwa 510 km Höhe geschossen. Seither wird TET-1 erfolgreich im Orbit betrieben. Nach erfolgreichem Abschluss der ‎OOV-Mission (On-Orbit-Verification) im Oktober 2013 wurde der Satellit an die FireBird-Mission des DLR ‎übergeben. Seitdem wird TET-1 hauptsächlich zur Erkennung und Beobachtung ‎von Waldbränden eingesetzt.

Aufgabe der Technologieerprobungsträger (TET) ist es, neue Raumfahrt-Technologien im Weltraum zu testen. Bisher wurden Neuentwicklungen wie Batterien, Solarzellen und Antriebe zwar in Labors auf der Erde erprobt, aber erst bei ihrem Einsatz im All stellte sich heraus, ob sie unter den dortigen Bedingungen zuverlässig arbeiten. TETs eröffnen den Herstellern nun die Möglichkeit einer Vorabprüfung und damit ein neues Maß an Sicherheit.

Extreme Hitze und Kälte, elektromagnetische Strahlung und Schwerelosigkeit wirken im Weltraum auf die einzelnen Komponenten ein - eine Belastung, der nicht alle Bauteile standhalten.

Der TET-Satellit ist eine typische Piggyback-Nutzlast, mit einem Volumen von 670 x 580 x 880 mm³ und hat ein Gesamtgewicht von 120 kg. Dabei entfallen ein Volumen von 460 x 460 x 428 mm³ sowie ein Gewicht von 50 kg auf die Nutzlast. Der TET-Satellitenbus ist als Multimissionsbus ausgelegt. Das heißt, er ist in der Lage entsprechend der integrierten Nutzlast eine Vielzahl von unterschiedlichen Missionen im LEO (Low Earth Orbit) zu erfüllen, z.B. auch hochgenaue Erdbeobachtung oder wissenschaftliche Missionen. Diese Multimissionsfähigkeit wird durch die Unterteilung in den eigentlichen Satellitenbus und ein adaptives Nutzlastversorgungssystem (NVS) ermöglicht. Dabei wird lediglich das Nutzlastversorgungssystem an die jeweilige Nutzlast mit den geforderten Schnittstellen angepasst.

Die TETs basieren auf dem Konzept des Erdbeobachtungssatelliten BIRD (Bi-Spectral Infra-Red Detection), der von 2001 bis 2006 in Dienst war. Da Aufbau und Komponenten zu einem Großteil übernommen werden, lassen sich die Kosten für TET minimieren. Außerdem bleibt die hohe Zuverlässigkeit der Satellitenplattform - der zentralen Versorgungseinheit - gewahrt. Einige Komponenten wurden im Vergleich zu BIRD modernisiert und erweitert. Dies betrifft vor allem das Nutzlastsegment, das vergrößert wurde, und das Nutzlastversorgungssystem.

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Textur

Engl. texture, franz. texture; im Fernerkundungskontext: kleinräumige, regelmäßige Variation der Grauwerte einer Fläche. Dabei wird die Textur als typisches Muster einer Objektklasse definiert und über Parameter wie Lebhaftigkeit, Stärke, Ausrichtung, Intensität u.ä. beschrieben. Das menschliche Auge ist sehr sensibel für Texturen und nutzt sie als wichtigen Schlüssel zur Bildinterpretation. Allgemein hängt das Aussehen von Texturen stark vom Bildmaßstab ab.

Die Grauwertvariationen, die eine Textur aufbauen, sind im Bild nicht mehr wahrnehmbar, bewirken jedoch die charakteristischen Grautonvariationen. Das menschliche visuelle System ist in der Lage, solche Texturen sehr schnell zu erfassen und für die Bildinterpretation in Wert zu setzen. Texturen spielen eine große Rolle, um z.B. Gebiete gleicher Grautöne voneinander abzugrenzen. Sie lassen qualitative Rückschlüsse auf die Oberflächenbeschaffenheit zu und tragen damit zu einer fundierten Interpretation bei. Texturen beeinflussen zusammen mit den übergeordneten Mustern wesentlich die Bildinterpretation. Weitgehend unbekannt ist, wie das menschliche Gehirn Texturen erfaßt. Dem Interpreten fällt es im allgemeinen recht schwer, eine genaue Begründung zu geben, warum er eine Grenze gerade an einer bestimmten Stelle gezogen hat. Texturen lassen sich zudem nur qualitativ mit Begriffen wie fleckig, tupfig, streifig, wolkig, körnig, usw. beschreiben, die stark subjektiv geprägt sind und bei verschiedenen Personen unterschiedliche Assoziationen erwecken. Daraus wird deutlich, wie schwierig es ist, Texturen rechentechnisch zu erfassen. Für eine automatische Analyse müssen objektive Kriterien definiert werden, die sich programmtechnisch in angemessener Zeit in logischen Schritten abprüfen lassen.

Modellierung, Synthese, Beschreibung und Segmentierung von Textur sind wichtige Arbeitsfelder des computergestützten, maschinellen Sehens und der Bildverarbeitung im allgemeinen. Um Texturinformationen zu nutzen, z.B. zur Segmentierung oder Klassifizierung, werden Parameter abgeleitet, die Textur-Charakteristika beschreiben. Gewöhnlich werden statistische oder spektrale Parameter angewandt.

Einfache statistische Methoden erster Ordnung, die Mittelwert oder Varianz nutzen, haben den Nachteil, daß sie die räumliche Verteilung der Pixel im Bild nicht berücksichtigen. Daher wird empfohlen, Verfahren zweiter Ordnung zu nutzen, die sog. Grauwert-Abhängigkeits-Matrizen (Co-occurence-Matrizen) verwenden, die sowohl die spektrale als auch die räumliche Verteilung der Grauwerte im Bild berücksichtigen.

Beispielhaft stellt die Texturanalyse eines panchromatischen Bildes einen vielversprechenden Auswertungsansatz in sehr heterogenen, bebauten Siedlungsgebieten dar, da dieser Parameter sich hier besonders signifikant von anderen Landbedeckungsarten unterscheidet.

Thales Alenia Space (TAS)

TAS baut Satelliten und entwickelt Komponenten für die zivile und militärische Raumfahrttechnik. Das Unternehmen gehört zu 33 Prozent der italienischen Leonardo S.p.A. (bis 2016 Finmeccanica) und zu 67 Prozent zur Thales Group. Die französische Beteiligung von 67 Prozent hat Thales im Jahr 2006 vom Unternehmen Alcatel bzw. Alcatel-Lucent übernommen. Der Unternehmenssitz befindet sich in Cannes mit weiteren zehn Standorten in Frankreich, Italien, Spanien, Belgien und seit 2011 auch in Deutschland. Zusammen mit Telespazio bildet es die neue Space Alliance von Thales und Leonardo.

Die Thales Alenia Space ging am 5. April 2006 aus dem Unternehmen Alcatel Alenia Space (AAS) hervor. Grund dafür war, dass Thales die 67 % von Alcatel bzw. Alcatel-Lucent übernahm. AAS entstand am 1. Juni 2005 durch den Zusammenschluss der Unternehmen Alenia Spazio (Italien) und Alcatel Space (Frankreich).

Im Jahr 2016 arbeiten bei Thales Alenia Space 7.500 Mitarbeiter an 15 Standorten in acht Ländern (Belgien, Frankreich, Italien, Spanien, Deutschland, Schweiz, UK).

Thales Alenia Space beteiligt sich an einer Vielzahl von Satellitenmissionen, z.B. Galileo, MSG, Sentinel-3, SMOS, Pleïades. Als Basis für Satelliten dienen Satellitenbus-Systeme, die bei TAS z.B. die Namen Spacebus 3000 bzw. Spacebus 4000 tragen und je nach Anforderungen in verschiedenen Varianten zum Einsatz kommen (z.B. Spacebus 4000 C3).

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The Earth Observer

The Earth Observer ist ein frei abonnierbarer Newsletter, der einen Überblick über Neuigkeiten der NASA-Aktivitäten im Bereich der Erdwissenschaften informiert. Der Newsletter wird vom Earth Observing System Project Science Office im NASA Goddard Space Flight Center, Greenbelt, Maryland herausgegeben. Zum Abonnement der zweimonatlich erscheinenden Publikation hier klicken.

Thematic Mapper (TM)

Multispektraler abbildender Sensor mit 7 spektralen Kanälen im Bereich des sichtbares Lichtes und der Infrarotstrahlung auf Landsat-4 und Landsat-5. Besonderer Wert wurde auf landwirtschaftliche Anwendungsmöglichkeiten und Landnutzungserkennung gelegt. Der Scanner tastet kontinuierlich die Erdoberfläche ab und erhält gleichzeitig Daten in sieben Kanälen. Wenn man zwei oder mehr Bänder übereinander legt erhält man ein Falschfarbenbild. Die Auflösung der sechs sichtbaren und Kurzwellen-Bänder beträgt 30 m Pixelgröße, die Auflösung des thermischen Infrarots (Kanal 6) 120 Meter. Der TM stellt eine deutliche Weiterentwicklung des MSS dar.

Das folgende, mit dem TM auf Landsat-5 aufgenommene Bild zeigt den 6.194 m hohen Mt. McKinley, ein gewaltiger Doppelgipfel in der Mitte der Alaska Range. Seinen Namen erhielt er zu Ehren des US-Senators und Präsidenten William McKinley. Die Gegend um den Berg wurde 1917 als McKinley Wilderness Area ausgewiesen.
In der lokalen Athabaska-Sprache ist der Gipfel allerdings als Denali („der hohe“) bekannt. Als das Schutzgebiet 1980 erweitert und zum Nationalpark wurde, erhielt es den neuen Namen Denali National Park.

In der Satellitenbildszene kann man mehrere Gletscher erkennen. Wo sie mit frischem Schnee bedeckt sind erscheinen sie in dieser Falschfarbenaufnahme in hellem Blau, aber wo der frische Schnee geschmolzen ist oder wo er durch die Gletscherbewegung umgelagert wurde, erhalten die Eisströme verstärkt dunklere Partien, eine Mischung aus älterem schmutzigen Schnee, Eis und Gesteinsschutt wird erkennbar.

Denali mit Landsat TM Denali, Alaska (June 15, 1986)

Der 6.194 m hohe Mt. McKinley ist ein gewaltiger Doppelgipfel in der Mitte der Alaska Range. Seinen Namen erhielt er zu Ehren des US-Senators und Präsidenten William McKinley. Die Gegend um den Berg wurde 1917 als McKinley Wilderness Area ausgewiesen.
Das Bild wurde vom Thematic Mapper auf dem Landsat-5 aufgenommen. Es ist ein Falschfarbenbild, das Wellenlängen in den Bereichen Infrarot, nahes Infrarot und Grün einsetzt (TM Bänder 5, 4 und 2). In diesem Schema wird vegetationsloses Ödland pink wiedergegeben, grüne Flächen repräsentieren gesunde Vegetation, Wolken sind weiß, Schnee und Eis erhalten hellblaue Töne, wohingegen Wasser dunkelblau erscheint.

Quelle: NASA Earth Observatory

Eine verbesserte Version des TM wird als ETM+ auf Landsat-7 eingesetzt.

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Thermalbild

Engl. thermal image, franz. image thermique; mithilfe von Wärmedetektoren im mittleren Infrarot in optomechanischen Scannern von Flugzeug- oder Satellitenplattformen, aber auch von terrestrischen Standpunkten aus aufgezeichnete und als binäre Codes gespeicherte Bilddaten, die bildelementweise unterschiedliche Temperaturwerte als Grauwerte auflösen, z.B. im 8-Bit-Modus 256 Werte. Gebräuchlich ist eine Farbkodierung der Grauwerte mit einem Farbübergang von blauen (kalt) nach roten (warm) Farben für ansteigende Grauwerte, wodurch bessere Interpretierbarkeit des originären Grauwertbildes erreicht wird.
DIN 18716 definiert den Begriff als "ein- oder mehrkanalige Bilddaten, die im thermalen Infrarot aufgenommen wurden".

zuckerrueben_bereg_unberegnet_tc Quelle: DMG Mitteilungen 1/2004

 

zuckerrueben_bereg_unberegnet_thermo

zuckerrueben_bereg_unberegnet_profil

Thermobildeinsatz in der Agrarmeteorologie

Links: Bild mit beregneten und unberegneten Zuckerrüben.

Rechts: Thermalbild, darunter ein Temperaturprofil des Rübenfeldes.

Legende: zuckerrueben_bereg_unberegnet_thermo_leg

Thermalbilder entsprechen einer flächenhaften und flächendeckenden Temperaturaufnahme von Teilen der Erdoberfläche. Thermalbilder werden insbesondere für das Monitoring von Gewässern, von urbanen Räumen, von Vegetation, aber auch von Brandkatastrophen eingesetzt. Themenspezifische Schwerpunkte sind u.a. die Gewässerökologie, die Stadtklimaforschung, Geländeklimatologie (Bildung von Kaltluftseen, Verlauf und Intensität von Wärmeströmen), die Analyse von Vegetationsschäden und die Erfassung von Waldbrandflächen.

Die Anwendung von Flugzeug-Thermalbildern reicht von der Analyse des thermischen Verhaltens einzelner Gebäude und Siedlungstypen über die Untersuchung städtischer Wärmeinseln und die Wirkung von Flurbereinigungsmaßnahmen bis zum Studium regionaler Klimafaktoren. Durch solche Untersuchungen kann das komplexe Zusammenwirken einzelner Komponenten besser verständlich werden. Beispielsweise gilt dies für das Temperaturverhalten von Baukörpern in Abhängigkeit von Größe, Anordnung, Material usw., sowie für das Strömungsverhalten von Luftmassen, das durch Hochbauten, Dämme, Lärmschutzwände u.ä. beeinflusst wird.

Für hinreichend genaue Messungen sind die Kenntnis der Emissionswerte der Unterlage für langwellige Strahlung sowie eine Korrektur der verbleibenden atmosphärischen Einflüsse erforderlich.

Thermaldetektor

Engl. thermal detector; Sensor (z.B. Bolometer), der im Spektralbereich des thermischen Infrarots emittierte Strahlung misst. Thermaldetektoren reagieren auf Temperaturänderungen, meist ist der elektrische Widerstand eine Funktion ihrer Temperatur.

Thermalfernerkundung

Engl. thermal remote sensing; passive Form der Fernerkundung, bei der die Strahlung beobachtet wird, die von Materialien im thermalen Bereich des elektromagnetischen Spektrums ausgesendet werden. Meist erfolgt die Beobachtung fester und flüssiger Stoffe in zwei atmosphärischen Fenstern, in denen die Absorption gering ist. Diese Fenster liegen in den Wellenlängenbereichen bei 3-5 µm und 8-14 µm.

Das Fenster zwischen 8 und 14 µm enthält das Strahlungsmaximum für die meisten Erscheinungen auf der Erde, da deren Temperatur bei etwa 300 K liegt. Ozon in der oberen Atmosphäre verursacht ein enges Absorptionband zwischen 9 und 10 µm. Um diesen Bereich zu umgehen, arbeiten Satellitensensoren meist im Bereich 10,5-12,5 µm. Systeme in Flugeugen sind wegen deren Flughöhe deutlich unterhalb der Ozonschicht nicht betroffen und können den ganzen Bereich 8-14 µm nutzen.

Die Signale im Bereich 3-5 µm sind tagsüber in gewissem Umfang durch Sonnenreflexion beeinflusst. Daher ist es für viele Anwendungen zweckmäßig, Daten nur nachts aufzunehmen, wenn keine Störung durch Sonneneinstrahlung auftritt.

Thermal-Infrarot-Erkundung

Passive Form der Fernerkundung, die die im Infrarot von der Erde emittierte Wärmestrahlung benutzt. Diese entsteht durch die Sonne, Eigenwärme und künstliche Wärmequellen. Sie ist u.a. von der Jahres- und Tageszeit und von den Witterungsverhältnissen abhängig.

Thermalkamera

Bildformender Sensor der Thermal-Infrarot-Erkundung, der keine Bewegung des Sensorträgers zur Bilderzeugung benötigt.

Thermalscanner

Engl. infrared scanner, franz: scanneur infra rouge; nach DIN 18716 ein "für die Aufnahme von Thermal-Infrarotstrahlung geeignetes Instrument".

Thermalsensor

Engl. thermal sensor; Sensor zur Messung von Temperatureffekten. Thermalsensoren können bildgebend (abbildend), wie auch nicht-bildgebend (nicht-abbildend) sein. Nicht-bildgebende Sensoren sind Radiometer und Spektrometer. Spektrometer ermöglichen Auswahl und Abtrennung eines bestimmten infraroten Wellenlängenbereichs. Bildgebende Infrarot-Sensoren erzeugen Bilddaten meist durch optisch-mechanische Flugzeugscanner. Die Daten werden meist als SW-Bilder dargestellt. Zur Erleichterung der Interpretation werden die Grauwerte oft in Farben codiert, so dass jede Farbe einer Temperaturstufe entspricht.
Zur Aufnahme von Thermaldaten von Satelliten aus, werden verschiedene Arten von scannenden Radiometern eingesetzt.

Thermalstrahlung

Von (Gelände-)Objekten aufgrund ihrer Oberflächentemperatur abgegebene Wärmestrahlung. Sie wird in der Fernerkundung vorwiegend im atmosphärischen Fenster zwischen 8 und 14 μm Wellenlänge genutzt. In diesem Bereich liegt für die an der Geländeoberfläche vorkommenden Temperaturen auch das Maximum der Strahlung und die Datenaufnahme ist von reflektiertem Sonnenlicht praktisch unbeeinflusst.
Auch für Wasseroberflächen ist der Emissionsgrad zwischen 8 und 14 μm veränderlich. Er hat bei 11 μm ein Maximum und nimmt mit größer werdender Wellenlänge stark ab. Deshalb eignet sich zur Messung der Temperatur von Wasseroberflächen am besten ein Bereich zwischen 9,5 und 11 μm Wellenlänge.
Thermalstrahlung wird von Objekten aktiv emittiert (Wärmestrahlung) und ist somit ein Maß der Oberflächentemperatur. Man spricht analog zum Reflexionsgrad von einem Emissionsgrad. Dieser ist materialspezifisch (z.B. Wärmekapazität) und kann ggf. auch zur Differenzierung von Objekten genutzt werden

thermisches/thermales Infrarot (THIR/TIR)

Engl. thermal infrared; Elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen zwischen ca. 3/6 und 15/25 Mikrometern (Angaben uneinheitlich). Der Bereich von 10-12 Mikrometern wird für die Messung der Oberflächentemperaturen von Landflächen, Wasser und Wolken verwendet.

Thermogramm

Engl. thermogram; Bild, das die mittels Thermographie festgestellten Wärmestrahlungen aufzeigt.

Thermographie

Engl. thermography; Verfahren z.B. in der Bautechnik zur Abbildung von Objekten/Gebäuden durch Wärmestrahlen zur Ortung und Feststellung unzureichender Wärmedämmung und mangelnder oder fehlender Luftdichtheitsschichten. Auch für Fragen des Mikroklimas genutzt.

Tiefpassfilter

Engl. low-pass filter, franz. filtre passe-bas; Instrumente der digitalen Filterung, die im Rahmen der Bildverbesserung die hochfrequenten Anteile (große lokale Grauwertunterschiede) abschwächen oder Ausreißer unterdrücken und die tiefen Ortsfrequenzen betonen, also die langperiodischen Grauwertunterschiede. Eine Glättung kann z.B. erforderlich sein, wenn Störeinflüsse des Sensors oder Datenübertragungsfehler zu lokalen Fehlern in den Bilddaten geführt haben oder wenn das Ergebnis einer Multispektralklassifikation generalisiert werden muss (Vermindern des sog. "Salz- und Pfeffer-Effektes"). Dies ergibt eine glättende Wirkung, durch die Rauscheffekte unterdrückt werden, aber auch feine Bilddetails verloren gehen. Tiefpassfilter betonen Trends in einem Bild.

Ein einfacher Filteroperator dieser Art führt zu einer gleitenden Mittelbildung über die Bildmatrix. Um trotz der glättenden Wirkung von Tiefpassfiltern wichtige Bildstrukturen zu bewahren, sind 'kantenerhaltende' Filter entwickelt worden. Besondere Bedeutung kommt solchen Vorgehensweisen bei der Verarbeitung von Radarbilddaten zu, um den Speckleeffekt zu verringern, aber objektspezifische Informationen zu erhalten.

Beispiele dieses Filtertyps sind Mittelwertfilter, Medianfilter und Modalwertfilter. Beim Mittelwertfilter wird der Wert des zentralen Pixels durch den (einfachen arithmetischen) Mittelwert der umgebenden Pixelwerte ersetzt. Durch den Glättungseffekt wird ein "weicheres" und "unschärferes" Ergebnisbild erzielt. Die hohen Werte, d.h. hohe Einstrahlungswerte am Aufnahmesystem, werden (durch umgebende niedrige Werte) gedrückt. Beim Medianfilter wird anstelle des arithmetischen Mittelwerts der Median der Pixelwerte genommen. Beim Modalfilter wird der Wert des zentralen Pixels durch den häufigsten Wert der umgebenden Pixelwerte ersetzt. Dieser Filter wird z.B. eingesetzt, um fehlende Pixelwerte "aufzufüllen".

TIMED

Engl. Akronym für Thermosphere Ionosphere Mesosphere Energetics and Dynamics Mission; Mission der NASA zur Untersuchung der Einflüsse von Sonne und Mensch auf die am wenigsten erforschte und verstandene Region der irdischen Atmosphäre - die Mesophäre und die untere Thermosphäre/Ionosphäre. Der Satellit bewegt sich auf einer nicht-sonnensynchronen Umlaufbahn in 625 km Höhe (Inklination 74,1°).

timed_sm TIMED

Das primäre wissenschaftliche Ziel der Mission TIMED ist es, den Energie-transfer zur und aus der Mesosphäre und der Unteren Thermosphäre/Ionosphäre (MLTI) zu verstehen, wie auch die grundlegende Struktur (z.B. Druck, Temperatur, Winde), die aus diesem Energietransfer resultiert.

Mit ihrer Lage zwischen ca. 60-180 km über der Erdoberfläche ist die MLTI-Region empfindlich für externe Einflüsse von der Sonne, wie auch von den Atmosphärenschichten darunter. Ihr chemisches und thermales Gleichgewicht kann sich rasch ändern dank natürlich vorkommender oder/und menschen-gemachten Veränderungen der Energie, die in dieser Region vorhanden ist.

Quelle: John Hopkins University APL

Weitere Informationen:

time delay(ed) integration (TDI)

Engl. time delayed integration, franz: balayage à integration temporelle; nach DIN 18716 eine "Detektoranordnung zur Verbesserung des Signal-Rausch-Verhältnisses", verbunden mit der Anmerkung: "Ein TDI Detektorarray besteht aus einer Bildmatrix mit mehreren parallel zueinander angeordneten lichtempfindlichen Detektorzeilen. Durch die Kamerabewegung werden die Ladungen in den Detektorzeilen synchron mit der Eigenbewegung des Sensors so verschoben, dass eine längere Belichtungszeit und ein besseres Signal-Rausch-Verhältnis erzielt wird."

TIR

Akronym für thermisches Infrarot, Bezeichnung für den Wellenlängenbereich des elektromagnetischen Spektrums von ~6,0 µm - ~15,0 µm.

TIROS

Engl. Akronym für Television Infra-Red Observing Satellite; Serie von Satelliten der NOAA als Teil des globalen meteorologischen Satellitensystems, die die Erde auf einer polaren Umlaufbahn in einer Höhe von 870,44 km umkreisen. Die 1960 mit TIROS-1 als weltweit erstem rein meteorologischen Satelliten begonnene Serie wurde stets weiter verbessert und trägt nunmehr die Bezeichnung POES.

TIROS-1 Instrumente Instrumente von TIROS-1

Die wichtigsten Sensoren, die die Wolkenbilder lieferten, waren Fernsehkameras. Die TIROS-Kameras waren Zeitlupengeräte, die Schnappschüsse von der darunter liegenden Szene machten; alle zehn Sekunden wurde ein "Schnappschuss" gemacht. Es handelte sich um robuste, leichte Geräte, die nur etwa 2 kg wogen, einschließlich des Kameraobjektivs. TIROS I war mit zwei Kameras ausgestattet. Die eine hatte ein Weitwinkelobjektiv, das eine Sicht von etwa 1207 km auf eine Seite ermöglichte (wobei der Satellit gerade nach unten blickte), und eine Kamera mit einem engen Winkel, die eine Sicht von etwa 129 km auf eine Seite ermöglichte.
Wenn sich der Satellit in Reichweite einer Bodenstation befand, konnte den Kameras befohlen werden, alle 10 oder alle 30 Sekunden ein Bild aufzunehmen. Aber jede Kamera war auch an ein taktgesteuertes Tonbandgerät angeschlossen, um Bilder aufzunehmen, wenn sich der Satellit außerhalb der Reichweite einer Bodenstation befand. Jedes Aufnahmegerät enthielt 122 m Band und konnte bis zu 32 Bilder aufzeichnen, die bei der nächsten Ankunft des Satelliten wiedergegeben werden konnten.

Quelle: NOAA

Zu der meteorologischen Kernnutzlast der heutigen als TIROS-N oder allgemein polarumlaufende bezeichneten Satelliten gehören:

Weitere Informationen:

TIROS-N/NOAA Satelliten

NOAA-Satelliten, die die Erde auf einer polaren Umlaufbahn in einer Höhe von 870,44 km umkreisen. Sie liefern Abbildungen im sichtbaren und infraroten Bereich sowie Daten zum Zustand der Atmosphäre.

TIRS

Engl. Akronym für Thermal Infrared Sensor; ein bildgebendes multispektrales Radiometer als eines von zwei Instrumenten an Bord des neuen Landsat 8. TIRS wird Landoberflächentemperaturen in zwei Thermalbändern messen mit einer Auflösung von ca. 100 m. Das Instrument wurde der Mission angefügt, nachdem deutlich wurde, dass die staatliche Wasserwirtschaft der USA sich bei ihrer Arbeit (Land- und Wassernutzung) sehr auf die bislang schon hochgenauen Messungen der Landoberflächentemperatur stützt, die von den Landsat-5 und Landsat-7 geliefert wurden. Berücksichtigt man, dass man im westlichen Teil der USA 80 % des Süßwassers für Bewässerung in der Landwirtschaft einsetzt, wird deutlich, dass TIRS ein unschätzbares Werkzeug bei der Steuerung des Wasserverbrauchs sein wird.

ldcm_spektralbaender_lres Definitionen und Aufgabenbereiche der Spektralbänder
von
OLI und TIRS Quelle: USGS

TIRS-2

Der Thermische Infrarotsensor 2 (TIRS-2) von Landsat 9 wird die Landoberflächentemperatur in zwei thermischen Infrarotbändern messen, wobei die gleiche Technologie verwendet wird, die auch für den TIRS auf Landsat 8 verwendet wurde, welcher Prinzipien der Quantenphysik zur Messung der Emission von Infrarot-Energie verwendet. Zusätzlich besitzt TIRS-2 eine interne Schwarzkörperkalibrierquelle.

TIRS-2 ist eine verbesserte Version des TIRS von Landsat 8, sowohl in Bezug auf die Instrumentenklasse, als auch auf die Streulichtreduktion. Sowohl das Design als auch die Spezifikationen für TIRS-2 werden jedoch eng mit denen von TIRS verbunden bleiben. Daher liefert TIRS-2 Bilder, die mit den thermischen spektralen, räumlichen, radiometrischen und geometrischen Eigenschaften von Landsat 8 übereinstimmen, um eine konsistente Erfassung der Oberflächentemperatur zu ermöglichen. Die zwei Spektralbänder haben eine maximale Bodenabtaststrecke von 100 m für beide Bänder.

Weitere Informationen:

TOA

Engl. Akronym für Top of the Atmosphere, Obergrenze der Atmosphäre; für Zwecke der Fernerkundung definiert als bestimmtes Höhenniveau innerhalb der unteren bis mittleren Stratosphäre oder auch einfach die Tropopause, in Abhängikeit vom Sensor.

TOMS

Siehe Total Ozone Mapping Spectrometer

Tone

Siehe Grauwertschattierung

TOPEX/Poseidon

Engl. für Ocean Topography Experiment; ein 1992 mit einer Ariane 42P von Kourou gestartetes Satelliten-Projekt der USA (NASA) und Frankreichs (CNES). Aufgrund einer Manövrierunfähigkeit des Satelliten wurde diese überaus erfolgreiche Mission Anfang 2006 beendet.

Der Satellit trägt einen Radarsensor, ein Altimeter um mit hoher Präzision die Ozeanoberfläche zu vermessen. TOPEX/POSEIDON war ein Kernstück des World Ocean Circulation Experiment (WOCE) und des Programms Tropical Ocean Global Atmosphere (TOGA) mit seinen ozeangestützten Messeinrichtungen. Auch diente er nach dem Start des Nachfolgesatelliten Jason-1 zu dessen Kalibrierung. Nach dieser Phase traten beide Satelliten in eine Tandemmission ein, bei der sie nebeneinander flogen, eine breitere Fläche abdeckten und genauere Informationen über die Meereshöhen lieferten.
Topex/Poseidon befand sich auf einer nicht-sonnensynchronen Umlaufbahn in einer Höhe von ca. 1.336 km bei einer Inklination von 66°. Die Umlaufzeit betrug 112,4 min, der Wiederholzyklus 10 Tage.

Ursprünglich war die Mission auf 3 Jahre ausgelegt mit der Option auf eine Verlängerung von 5 Jahren. Daraus wurden gut 13 Jahre mit folgenden Aktivitäten und Ergebnissen:

Die Aufgaben von TOPEX/Poseidon werden aktuell und künftig von den Satelliten der Jason-Serie übernommen.

Topex/Poseidon Topex/Poseidon - Ziele der Mission
  • Erforschung der Ozeanzirkulation und seiner Interaktion mit der Atmosphäre zum besseren Verständnis des Klimageschehens
  • Verbesserung des Verständnisses vom Wärmetransport im Ozean
  • Modellierung der Gezeiten
  • Erforschung des marinen Schwerefeldes
  • Berechnungen von Meeresspiegelschwankungen im lokalen wie auch weltweiten Maßstab
Quelle: NASA JPL

Weitere Informationen:

Topographie

Engl. topography; aus den griechischen Worten topos (Ort) und graphein (Beschreibung) abgeleiteter und unterschiedlich definierter Begriff folgender Inhalte:

Als Teilgebiet des Vermessungswesens erfordert die Topographie genaue Kenntnisse über das Relief, seinen Formenschatz und die darauf befindlichen natürlichen und anthropogenen Geo-Objekte (topographische Objekte). Diese Kenntnisse sind Voraussetzung für das begriffliche Erfassen des Georaums. Für die messtechnische Erfassung werden Messmethoden der Geodäsie, Photogrammetrie, Fernerkundung und Hydrographie eingesetzt. Ergebnis sind digitale Geodaten, die die Landschaft und ihre Objekte in diskretisierter Form beschreiben. Sie werden zu einem umfassenden digitalen Datenmodell aufbereitet, das den Kern eines topographisch-kartographisch ausgerichteten Geoinformationssystems bildet. Es ist digitale Basis für die automatisierte Herstellung topographischer Karten und/oder die Integration weiterer fachspezifischer und anwendungsbezogener Daten, auch aus anderen Disziplinen.

Topologie

Die Topologie kennzeichnet die räumlichen Beziehungen von Geoobjekten zueinander. Bei der Betrachtung der Topologie von Geoobjekten wird die Geometrie abstrahiert. Die topologische Sichtweise kann am Beispiel eines Luftballons verdeutlicht werden, auf dem z.B. Grundrisslinien eines Straßenplans aufgezeichnet sind. Wird Luft abgelassen oder hineingepumpt, so ändert sich stets die Geometrie. Die Topologie, die relative Lage der einzelnen Grundrisslinien zueinander, ändert sich aber nicht! Diese Transformationen wie auch z.B. Drehungen, Streckungen oder Stauchungen sind topologisch invariant.

Total and Spectral Solar Irradiance Sensor (TSIS-1)

NASA-Mission zur Messung der auf die Erde treffenden Gesamtstrahlung der Sonne. Sie setzt eine seit 1978 bestehende lückenlose Reihe von verschiedenen Satellitenmessungen fort. Dazu wurden am 15. Dezember 2017 die Instrumente der Mission mit einer Dragon-Raumkapsel zur ISS gebracht und später an deren Außenseite montiert. Die Messung der Gesamtstrahlung der Sonne ist wichtig für die Quantifizierung des Strahlungshaushalts der Erde. Wissenschaftler können mit den gewonnenen Daten u.a. den natürlichen Einfluss der Sonne auf die irdische Ozonschicht, die Zirkulation der Atmosphäre, die Wolken und auf Ökosysteme untersuchen.

Weitere Informationen:

Total Ozone Mapping Spectrometer (TOMS)

Sondierendes Instrument z.B. im Nimbus-7-Satellit der NASA (ab 1978) und in weiteren Missionen mit dem vorrangigen Ziel, das Gesamtozon in einer hohen Auflösung täglich und global darzustellen. TOMS misst das Gesamtozon durch die Beobachtung sowohl der einfallenden Solarenergie, als auch der rückgestreuten UV-Strahlung in 6 Wellenlängen. TOMS führt alle 8 Sekunden 35 Messungen durch, wobei es eine Streifenbreite von 50 bis 200 km am Boden senkrecht unter dem Satelliten abdeckt. TOMS-Daten können seit 2006 nicht mehr übertragen werden. Seither ersetzen Daten des Instruments Ozone Monitoring Instrument (OMI) auf dem Satelliten Aura die TOMS-Daten.

Weitere Informationen:

total solar irradiance (TSI)

Dt. Leistungsdichte der Sonneneinstrahlung; der Begriff bezeichnet die gesamte Menge an Sonneneinstrahlung in Watt pro Quadratmeter, die außerhalb der Erdatmosphäre in mittlerer Entfernung der Erde zur Sonne auf eine zur einfallenden Strahlung senkrecht stehenden Fläche auftrifft.
Verlässliche Messungen der Sonneneinstrahlung können nur aus dem Weltraum erfolgen, und präzise Aufzeichnungen reichen lediglich bis 1978 zurück. Der allgemein angenommene Wert ist 1368 W/m² mit einer Genauigkeit von ungefähr 0,2 %. Er wurde kürzlich auf 1360,8 ± 0,5 W/m² für das solare Minimum von 2008 geschätzt. Abweichungen von wenigen Zehnteln eines Prozents sind üblich, normalerweise verbunden mit dem Durchzug von Sonnenflecken über die Sonnenscheibe. Die Schwankung der TSI über den Sonnenfleckenzyklus liegt in der Größenordnung von 0,1 %. Veränderungen des ultravioletten Anteils des Spektrums während eines Sonnenfleckenzyklus sind vergleichsweise größer (Prozent) als diejenigen der TSI.

Weitere Informationen:

TOVS

Engl. Akronym für TIROS Operational Vertical Sounding Instrument; Messsystem an Bord der NOAA-TIROS-Satelliten zur Sondierung atmosphärischer vertikaler Temperatur- und Feuchteprofile. Das TOVS-Paket besteht aus den drei sich gegenseitig ergänzenden Sensoren SSU (Stratospheric Sounding Unit), MSU (Microwave Sounding Unit) und HIRS/2I (High Resolution Infrared Radiation Sounder). SSU bestimmt ein Temperaturprofil der oberen Atmosphäre durch Beobachtung der spektralen Eigenschaften von CO2-Absorptionslinien im Infraroten. Dabei wird ein spezielles IR-Radiometer verwendet, das eine Zelle mit einem CO2-Referenzgas enthält. MSU ist ein passives Vier-Kanal-Mikrowellenradiometer, das durch Beobachtung der thermischen Mikrowellen-Emission aus der Atmosphäre Temperaturprofile bestimmt. Durch die Wahl der Mikrowellenbereiche werden MSU-Messungen durch Wolken nicht gestört. HIRS/2I ist ein Infrarot-Radiometer mit 20 spektralen Kanälen zur Messung von atmosphärischem Wasserdampf, Temperatur, Bewölkung und in gewissen Grenzen auch Gesamtozon.

Wegen eines Instrumentenfehlers gibt es seit Mai 2005 keine TOVS Total Ozone-Produkte mehr.

Von TOVS ermittelte Ozonwerte (Dobson Units) Von TOVS ermittelte Ozonwerte
(Dobson Units)

für den 1.9.2002
Quelle: NOAA

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track

Engl. für Satellitenspur, Satellitenflugbahn

Trägerrakete

Engl. launcher, launch vehicle; in der Raumfahrt eine Rakete, die dem Transport von Menschen oder Nutzlasten in den Weltraum und speziell in Umlaufbahnen dient. Als Abgrenzung der Erdatmosphäre gegenüber dem Weltraum ist im Kontext der Luft- und Raumfahrt die Definition der Fédération Aéronautique Internationale international am gebräuchlichsten, nach der der Weltraum in einer Höhe von 100 Kilometern beginnt (Kármán-Linie).

Ein Trägerraketensystem (launch system) umfasst die Trägerrakete selbst, die Startrampe und weitere Infrastrukturelemente. Die Starteinrichtungen können sich auf Land in Weltraumbahnhöfen befinden, auf dem Meer auf festen oder mobilen Plattformen und in der Luft auf Flugzeugen oder Ballonen.

pegasus-lres Startbereite Pegasus-Rakete unter dem Rumpf des Stargazer L-1011

Am 5. April 1990 läutete die Fa. Orbital ein neues Zeitalter in der kommerziellen Raumfahrt ein, als deren ca. 17 m lange Pegasus-Rakete zum ersten Mal von der Unterseite eines B-52 Trägerflugzeuges der NASA gestartet wurde. In den Jahren danach wurde Pegasus zum Standard für erschwingliche und verlässliche kleine Startflugkörper. Sie hat 42 Missionen -davon 37 erfolgreich - absolviert und über 80 Satelliten ins All gebracht.
Die dreistufige Pegasus wird von Firmen, Regierung und internationalen Kunden genutzt um kleine Satelliten mit einem Gewicht bis zu 443 kg in eine niedrige Erdumlaufbahn zu bringen. Pegasus wird zunächst mit einer 'Stargazer L-1011' (modifizierte Lockheed L-1011 TriStar) in eine Höhe von 12.000 m über dem offenen Ozean gebracht, wo sie vom Flugzeug gelöst wird, dann für 5 Sekunden frei fällt bis sie eine horzontale Lage einnimmt und dann den Raktenmotor ihrer ersten Stufe zündet. Pegasus bringt dann ihre Nutzlast in wenig mehr als 10 Minuten auf ihren Orbit.

Quelle: Orbital

Um die Erdumlaufbahn zu erreichen muss die Trägerrakete ihre Nutzlast auf eine Mindestgeschwindigkeit von 28.000 km/h beschleunigen, was etwa der 25-fachen Schallgeschwindigkeit eintspricht. Um die Erdanziehungskraft für eine Reise zum Mond oder zum Mars zu überwinden, muss die Geschwindigkeit ungefähr 40.000 km/h betragen.

Die Nutzlast ist in der Regel ein künstlicher Satellit, der in eine Erdumlaufbahn gebracht wird oder es handelt sich um Bauteile für eine Raumstation. Aber einige Raumflüge sind suborbital, d.h. sie gelangen nicht in eine Umlaufbahn, bei anderen sind die Raumfahrzeuge in der Lage, die Erdumlaufbahn ganz zu verlassen. Gewöhnlich handelt es sich dabei um wissenschaftliche Raumsonden zur Erkundung des Weltalls. Trägerraketen, die mit ihrer Nutzlast eine suborbitale Bahn beschreiben, sind Höhenforschungsraketen, meist für meteorologische oder aerologische Messungen.
Die Nutzlast befindet sich fast immer unter einer Nutzlastverkleidung, die diese vor und während des Starts vor äußeren Einflüssen schützt. Mittels Trägerraketen wie der amerikanischen Atlas, Titan, Saturn, sowie der sowjetischen Wostok, Woschod, Sojus und der chinesischen Langer Marsch 2E wurden und werden auch Menschen in den Weltraum befördert. Auch der ausschließlich bemannt startende amerikanische Space Shuttle galt als eine Trägerrakete, da er ebenfalls dem Transport von Menschen und Lasten in den Weltraum diente.

Die bekannteste europäische Trägerrakete ist die Ariane, deren aktuelle Ausbaustufe die Ariane 5 ist. Die Arianeraketen gehören zu den wenigen Raketentypen die eine Doppelstartvorrichtung besitzen und für den Start von zwei großen Nutzlasten an Bord einer Rakete ausgelegt sind.

Viele Jahre lang war die Ariane die einzige europäische Trägerrakete und diente dazu, den europäischen Regierungen den Zugang zum Weltraum zu garantieren. Dieser Markt allein konnte die Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit des Dienstes nicht aufrechterhalten, so dass sich die Ariane weiterentwickelt hat, um den Bedarf des weltweiten kommerziellen Marktes zu decken.

Europe's Launchers

Im europäischen Weltraumhafen in Französisch-Guayana wurde ein neuer Startplatz für Sojus gebaut, um das Leistungsangebot der Ariane zu ergänzen. Parallel dazu wurde die Vega entwickelt, um ein breites Spektrum an Missionen und kleineren Nutzlasten zu bewältigen, sie wird hauptsächlich von institutionellen Nutzern in Anspruch genommen.

Europa profitiert von dieser Trägerraketen-Familie durch ihre Fähigkeit und Flexibilität, alle Bedürfnisse der europäischen Regierung und der meisten kommerziellen Märkte abzudecken, wodurch die sozioökonomischen Vorteile des Zugangs zum Weltraum in Europa erhöht werden.

Die Ariane 6 wird die Nachfolge der Ariane 5 antreten und Europa in die Lage versetzen, seine Führungsrolle auf dem sich schnell verändernden Markt für kommerzielle Startdienste zu behaupten und gleichzeitig den Bedürfnissen der europäischen institutionellen Missionen gerecht zu werden. Ihr Debüt ist für 2020 geplant. Parallel dazu wird eine leistungsstärkere Version der Vega-Trägerrakete entwickelt, die Vega C.

Um die Gemeinsamkeiten der Technologien zu maximieren, wird ein von der Vega abgeleiteter Feststoffraketenmotor P120C entwickelt, der sowohl bei der Ariane 6 als auch bei der Vega C eingesetzt werden soll.

Quelle: ESA (Grafik) / ESA (Text)

Zu den stärksten je gebauten Trägerraketen gehören die US-amerikanische Saturn V sowie die sowjetischen N1 und Energija. Keine von diesen Raketen wird derzeit hergestellt. Die stärkste derzeit im Einsatz stehende Trägerrakete ist die von Boeing entwickelte und gebaute Delta IV Heavy, die am 21. Dezember 2004 von Kennedy Space Center aus ihren Jungfernflug absolvierte. Die stärkste im Einsatz stehende russische Trägerrakete ist die Proton-M. Die stärkste im Einsatz befindliche europäische Trägerrakete ist die Ariane 5 ECA.

Europas Antwort auf den wachsenden Wettbewerb im Trägerraketenmarkt

Der globale Markt für Trägerraketen ist seit einigen Jahren einem heftigen Wandel unterworfen. Private Raumfahrtunternehmen – allen voran SpaceX – bieten Raketenstarts zu sehr günstigen, stetig sinkenden Preisen an und wetteifern so mit den institutionellen Trägern um Kunden. Zusätzlich drängen neue private Startdienstleister in den Markt, die Kleinträger für Cube- und Nanosatelliten anbieten. Mit diesen Trends ist auch die europäische Weltraumorganisation ESA konfrontiert. Die zukünftigen Träger Ariane 6 und Vega-C müssen in der Entwicklung und Produktion günstiger werden, um in diesem Wettbewerb mitzuhalten. Dafür hat die ESA bei Space19+ in Sevilla die Weichen gestellt. In speziellen Programmen werden innovative Entwicklungen wie 3D-gedruckte Triebwerke sowie Technologien für bessere Strukturen und Oberstufen angeschoben, die die Produktionskosten senken sollen. Die deutsche Industrie ist bestens aufgestellt, um ihren Beitrag zu einer wettbewerbsfähigen Ariane 6 zu leisten. Auch bei den Kleinträgern bringt die Bundesrepublik Europa auf Kurs. Dank einer Initiative der deutschen Delegation können nun Microlauncher-Unternehmen ESA-Mittel aus einem neuen Programm erhalten. So sollen sie in einen vielversprechenden Markt kommen, der momentan noch von den USA und China dominiert wird. Insgesamt hat Deutschland auf der Ministerratskonferenz in Sevilla rund 584 Millionen Euro in die Trägerprogramme investiert und damit auch die Startanlagen am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou (Französisch-Guayana) gesichert. So sorgt die Bundesrepublik dafür, dass Europas Tor zum Weltraum weiterhin offenbleibt.


Weichen in Richtung Zukunft gestellt

Kleinträger – die sogenannten Microlauncher – gewinnen in der kommerziellen Raumfahrt immer stärker an Bedeutung. Weltweit werden über 100 kommerzielle Projekte gezählt. Einige wenige dieser Systeme – vor allem amerikanische und chinesische – sind dabei bereits im Einsatz oder stehen kurz vor ihrem Jungfernflug. In Europa hinken die Firmen diesem Trend ein wenig hinterher. Erstflüge sind frühestens ab 2020 oder 2021 geplant. Mit dem neuen CSTS-Programm (Commercial Space Transportation Services and Support to Member States) der ESA soll sich das ändern. Hier werden – zurückgehend auf eine Initiative der deutschen Delegation – zukünftig kommerzielle Raumtransportdienste im Bereich der Kleinträger unterstützt. Die Bundesrepublik hat mit einer Beteiligung von 27,5 Millionen Euro die Führung vor dem Vereinigten Königreich in diesem Programm übernommen und damit den Grundstein gelegt, dass die Microlauncher-Aktivitäten gerade in Deutschland ausgebaut werden. Bislang drängen hier drei Unternehmen in diesen neuen Markt: die Isar Aerospace Technologies GmbH, die HyImpulse Technologies GmbH und die zur OHB-Gruppe gehörende Rocket Factory Augsburg GmbH. Alle haben jeweils privates Kapital bis in den zweistelligen Millionenbereich akquiriert. Zudem hat die britisch-dänische Orbex mit der Orbital Express Launch UG ebenfalls eine Niederlassung in München.

Quelle: DLR / ESA (2020)

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Training

Überwachung des Klassifikationsprozesses durch Trainingsgebiete oder Trainingsdaten, an denen der Klassifikationsalgorithmus lernen kann.

Trainingsdaten

Daten, die verwendet werden, um eine Datenklassifikationsprozedur zu kalibrieren. Meist sind es ground truth-Daten.

Trainingsgebiet

Syn. Referenzgebiet, engl. training area, franz. champ d'entrainement; Teil der Erdoberfläche, dessen Eigenschaften aus Geländebeobachtungen oder anderen Quellen (z.B. GIS-Datenbanken) soweit bekannt sind, dass sie als Klassenrepräsentation bei der überwachten Klassifizierung dienen können, z.B. ein Ausschnitt eines Rasterbildes, der einen bekannten thematischen Sachverhalt repräsentiert (Stichprobenfläche). Der Anwender trainiert das System z.B. durch Zuordnung von Grauwerten zu den Objekten, die klassifiziert werden sollen. Beispielsweise wird mit Hilfe einer bekannten Waldfläche das System in die Lage versetzt, alle Waldflächen eines Bildes ermitteln zu können.

DIN 18716 definiert den Begriff als "in Bilddaten identifizierbarer Teil der Erdoberfläche, dessen Eigenschaften aus Geländebeobachtungen (z. B. Interpretationsschlüssel) oder anderen Quellen soweit bekannt sind, dass sie als Klassenrepräsentation bei der überwachten Klassifizierung dienen können".

Trainingsgebiete haben einen großen Einfluss auf die Qualität der Ergebnisse der Klassifizierungen, so dass bei ihrer Auswahl und Abgrenzung auf verschiedene Eigenschaften zu achten ist:

  1. Repräsentativität, d.h. sie sollen für die zugehörige Objektklasse typisch sein,
  2. Homogenität, d.h. innerhalb eines Trainingsgebiets sollen keine klassenfremden Bildelemente vorhanden sein.

Transferorbit

Transferorbits sind eine besondere Art von Umlaufbahnen, die benutzt werden, um von einer Umlaufbahn in eine andere zu gelangen. Wenn Satelliten von der Erde gestartet und mit Trägerraketen wie der Ariane 5 in den Weltraum gebracht werden, werden die Satelliten nicht immer direkt auf ihre endgültige Umlaufbahn gebracht. Häufig werden die Satelliten stattdessen auf eine Transfer-Umlaufbahn gebracht: eine Umlaufbahn, auf der sich der Satellit oder das Raumfahrzeug mit relativ geringem Energieaufwand durch eingebaute Motoren von einer Umlaufbahn in eine andere bewegen kann.

Transferorbits sind meist eine elliptische Umlaufbahnen mit sehr erdnahem Perigäum in nur 200-300 km Höhe und einem Apogäum in ca. 36 000 km Höhe, die Bestandteil von Flugmissionen geostationärer Satelliten ist.

Auf diese Weise kann ein Satellit eine hochgelegene Umlaufbahn wie GEO erreichen, ohne dass die Trägerrakete den ganzen Weg bis zu dieser Höhe zurücklegen muss, was mehr Aufwand erfordern würde - dies ist wie eine Abkürzung. Das Erreichen von GEO auf diese Weise ist ein Beispiel für eine der gängigsten Transferumlaufbahnen, die als Geostationäre Transferbahn (GTO) bezeichnet wird.

Geostationärer Transferorbit Geostationärer Transferorbit

Nach dem Abheben bewegt sich eine Trägerrakete auf einem Weg, der durch die gelbe Linie in der Abbildung dargestellt ist, in den Weltraum. Am Zielort setzt die Rakete die Nutzlast frei, die sie auf eine elliptische Umlaufbahn bringt, wobei sie der blauen Linie folgt, die die Nutzlast weiter von der Erde wegführt. Der am weitesten von der Erde entfernte Punkt auf der blauen elliptischen Umlaufbahn wird als Apogäum und der nächstgelegene Punkt als Perigäum bezeichnet.

Wenn die Nutzlast das Apogäum in der GEO-Höhe von 35 786 km erreicht, zündet sie ihre eigenen Triebwerke so, dass sie in die kreisförmige GEO-Umlaufbahn eintritt und dort bleibt, was durch die rote Linie im Diagramm dargestellt wird. Der GTO ist also konkret der blaue Weg von der gelben Umlaufbahn zur roten Umlaufbahn.

Quelle: ESA

Transfersegment

Systemsegment einer Raumfahrtmission, das den Träger beinhaltet, der ein Raumfahrzeug in den Weltraum transportiert.

Transmission

Engl. transmission, franz. transmission; der Durchgang von Strahlung durch ein Medium ohne Änderung der Frequenz innerhalb der monochromatischen Strahlungsanteile. Nach DIN 18716 die "Durchlässigkeit eines Mediums für elektromagnetische Strahlung".
In der Fernerkundung bezieht sich der Ausdruck auf das Passieren elektromagnetischer Energie durch atmosphärisches Material oder Material der Erdoberfläche. In der Atmosphäre vollzieht sich ein komplizierter Ein- und Ausstrahlungsprozess mit Streuung durch Aerosole der Luft, Absorption durch Wolken, Streuung und Absorption an der Erdoberfläche sowie Ausstrahlung überwiegend langwelliger Strahlung.

Die elektromagnetische Strahlung, die auf einen Körper trifft, wird zu einem Teil an seiner Oberfläche reflektiert, ein weiterer Teil wird von ihm absorbiert, und der Rest durchdringt den Körper. Die einzelnen Anteile bei diesen Vorgängen variieren sehr stark und hängen außer von der Beschaffenheit des Körpers von der Wellenlänge der betreffenden Strahlung ab. Zu einer quantitativen Beschreibung benutzt man dreidimensionale Verhältniszahlen, die Reflexionsgrad, Absorptionsgrad und Transmissionsgrad genannt werden.

Transmissionsgrad

Engl. transmittance, auch transmissivity factor; franz. degré de transmission; Maß, welches aussagt, zu welchem Anteil elektromagnetische Energie, die Atmosphäre (oder eine andere Substanz) ohne Änderung der Frequenz passieren kann. Somit bezeichnet Transmissionsgrad (τ) das Verhältnis der (des) von der Atmosphäre durchgelassenen Strahlungsleistung (Lichtstroms) zur (zum) einfallenden Strahlungsleistung (Lichtstrom).
Nach DIN 18716 definiert Transmissionsgrad als "Verhältnis der durchgelassenen Strahlungsleistung zur einfallenden Strahlungsleistung".

Eine bestimmte Strahlungsart kann nur dann für Fernerkundungszwecke eingesetzt werden, wenn die Atmosphäre für diese Strahlung weitgehend durchlässig ist. Je größer τ, desto durchlässiger ist die Atmosphäre für die Strahlung. Der Teil der Strahlung, der die Atmosphäre nicht durchdringen kann, wird von dieser absorbiert. Je kleiner der Transmissionsgrad, desto größer ist der Absorptionsgrad.
Für die Fernerkundung sind verschiedene Bereiche des Spektrums nutzbar. Gamma-, Röntgen- sowie Ultraviolett-Strahlung scheiden aufgrund des hohen Absorptionsgrades der Atmosphäre größtenteils aus. Sehr gut nutzbar ist dagegen der Bereich des sichtbaren Lichts (VIS, 380 bis 720 nm), in welchem die Strahlung ungehindert bis zur Erde gelangen kann. Weitere nutzbare Spektralbereiche sind der sich anschließende Infrarotbereich (IR, 720 nm bis 1mm) sowie der Bereich der Mikrowellen (1mm bis 1m). Der infrarote Bereich wird in das nahe Infrarot (auch reflektiertes oder solares IR, 720 nm bis etwa 1.3 mm), das mittlere Infrarot (1.3 mm bis 3.0 mm) sowie in das ferne Infrarot (auch thermisches IR, 7 mm bis 1 mm) unterteilt. Diese Bereiche sind jedoch nicht vollkommen homogen nutzbar. Es existieren abwechselnd aufeinander verschieden kurze Intervalle der Transparenz und der Undurchlässigkeit der Atmosphäre (atmosphärische Fenster). In den Bereichen von 2.5 mm bis 3.5 mm und von 5.0 mm bis 7.5 mm werden die Infrarotstrahlen von der Atmosphäre absorbiert, d.h. in diesen Bereichen ist keine Fernerkundung möglich. In den Bereichen von 0.7 mm bis 2.5 mm, von 3.5 mm bis 4.0 mm sowie von 8.0 mm bis 12.0 mm ist dagegen ein sehr hoher Transmissionsgrad der Atmosphäre vorhanden.

Spektraler Transmissionsgrad der Atmosphäre

Spektraler Transmissionsgrad der Atmosphäre

Der spektrale Transmissionsgrad bezeichnet die Abhängigkeit des Transmissionsgrades von der Wellenlänge der elektromagnetischen Strahlung. Dies ist die Folge der Absorptionseigenschaften der in der Atmosphäre vorkommenden Gase, insbesondere Wasserdampf, Kohlendioxid und Ozon. Außerdem absorbieren Stickstoff und Sauerstoff, die den größten Anteil in der Zusammensetzung der Atmosphäre ausmachen, die ultraviolette Strahlung unter 0,3 μm Wellenlänge fast völlig. Die übrigen, weitgehend durchlässigen und deshalb für die Fernerkundung nutzbaren Wellenlängenbereiche werden als atmosphärische Fenster bezeichnet.
CO2, H2O und O3 kennzeichnen die wichtigsten Absorptionsbereiche.

Quelle: Albertz 2001

TREES

Engl. Akronym für Tropical Ecosystem Environment Observation by Satellites; Anfang der neunziger Jahre mit niedrig auflösenden Sensoren (z.B. AVHRR) durchgeführtes europäisches Demonstrationsprojekt zur Machbarkeit von satellitengestütztem Monitoring der tropischen Regenwälder.

TRIANA

Frühere Bezeichnung für eine Satellitenmission der NASA, die die Bedeutung der Sonnenstrahlung für das irdische Klima untersuchen soll. Zum ersten Mal wird dabei die Erde von einem Punkt beobachtet, der ca. 1 Mio Meilen entfernt liegt und damit Ansichten von der gesamten Erdscheibe ermöglicht. Der Satellit sollte mit einem Space Shuttle ins All gebracht und dann mit einem Raketentriebwerk zum vorgesehenen Standort weitertransportiert werden.

TRIANA ist nach Rodrigo de Triana benannt, dem Besatzungsmitglied auf dem Schiff von Kolumbus, der Amerika zuerst erblickte. Nach Finanzierungsschwierigkeiten benannte die NASA den Satelliten um in Deep Space Climate Observatory (DSCOVR), ein Versuch, Unterstützung für das Projekt zu erhalten. TRIANA erfuhr einerseits politischen Widerstand, andererseits wissenschaftliche Unterstützung. Als DSCOVR wurde der Satellit schließlich am 12. Februar 2015 von Cape Canaveral mit einer Falcon 9-Trägerrakete der Firma SpaceX gestartet.

Trimble

Weltweit führendes Unternehmen bei der Entwicklung von modernen, GPS-basierten Positionierungstechnologien und -systemen. Trimble wurde 1978 mit Hauptsitz in Sunnyvale, Kalifornien, gegründet. Heute beschäftigt Trimble Arbeitnehmer in mehr als 18 Ländern weltweit. Es werden jedoch nicht nur GPS-Komponenten produziert, sondern auch GPS-Systeme mit anderen Positionierungstechnologien, Mobilfunkkommunikation und Software entwickelt und kombiniert. Zu den Kunden zählen Industrie- und Agrarunternehmen, Regierungsbehörden, Ingenieurbüros, und Beratungsfirmen.

In den letzten Jahren rundete Trimble sein Angebotsspektrum u.a. durch die Übernahme von RolleiMetric, TopoSys und Definiens Earth Sciences ab. RolleiMetric ist ein führender Anbieter von Kameras und Software für die Photogrammetrie und wurde im Oktober 2008 als Teil der Trimble GeoSpatial Division in das Trimble Portfolio integriert.
TopoSys ist ein führender Hersteller von Remote Sensing Systemen, bei denen mit Hilfe von luftfahrtgestützten LIDAR-Systemen und Zeilenkameras die Topographie vermessen und Orthobilder erstellt werden. Die Remote Sensing Systeme von TopoSys werden von Serviceunternehmen eingesetzt, die Geodaten mittels LIDAR und Photogrammetrie erfassen, genauso wie von staatlichen Behörden und Stadtverwaltungen, die Geodaten zur Verfügung stellen. Typische Anwendungen sind Kartierungen für den Küstenschutz, Hochwasserschutz, Stadtmodelle, Tagebau sowie Leitungs- und Trassenkartierung.

Die Übernahme von Definiens Earth Sciences beinhaltet die hochentwickelte Bildanalysesoftware eCognition®, eine Anwendung für die professionelle Auswertung von Geodaten. eCognition® wird von führenden Datenanbietern, Experten und Wissenschaftlern aus den Gebieten Stadtplanung, Land- und Forstwirtschaft, Energie, Versicherungen und Sicherheit genutzt. Die eCognition Software kann alle gängigen Datentypen, wie mittel- und hochauflösende Satellitenbilder, Luftbilder, Fotografie, Laser Scans, Radar- und Hyperspektraldaten analysieren.

Weitere Informationen:

TRMM Microwave Imager (TMI)

Passiver, mehrkanaliger Mikrowellen-Radiometer der Tropical Rainfall Measuring Mission, der so ausgelegt ist, dass er in einem breiten Streifen unterhalb des Satelliten quantitative Informationen über den Niederschlag und die beim Niederschlag freigesetzte Wärme in den Tropen und den Subtropen liefert.

Weitere Informationen:

TROCCINOX

Engl. Akronym für Tropical Convection, Cirrus, and Nitrogen Oxides Experiment; von der EU gefördertes und 14 teilnehmende europäische Institutionen umfassendes Forschungsprojekt zum besseren Verständnis der chemischen und physikalischen Prozesse im Bereich der tropischen Tropopause, welches für Vorhersagen zukünftiger Ozon- und Klimaänderungen unabdingbar ist.

Die wichtigsten wissenschaftlichen Ziele sind

Diese wissenschaftlichen Ziele werden im Rahmen einer Feldkampagne in den Tropen verfolgt, während der Messungen auf verschiedenen räumlichen Skalen durchgeführt werden. Zwei mit Messgeräten ausgerüstete Flugzeuge, das russische Höhenflugzeug M-55 Geophysica und eine Falcon werden während Transferflügen nach Südamerika die grossskalige Struktur der oberen Troposphäre und unteren Stratosphäre vermessen. Während der intensiven Messkampagne von Französisch Guayana aus werden die Flugzeugoperationen mit detaillierten boden- und weltraumgestützten Messystemen koordiniert. Numerische Simulationen werden durchgeführt, um das Verständnis und die Quantifizierung der beobachteten Prozesse und deren globalen Auswirkungen zu verbessern.

Weitere Informationen:

Tropical Ocean-Global Atmosphere (TOGA)

Ein von folgenden Organisationen gemeinsam getragenes Forschungsprogramm: the United Nations World Meteorological Organization (WMO), the International Council of Scientific Unions (ICSU), the United Nations Educational, Scientific, and Cultural Organization (UNESCO), the  Intergovernmental Oceanographic Commission (IOC), and the ICSU Scientific Committee on Oceanic Research (SCOR). TOGA hat vier Hauptziele:

Die Feldexperimentphase des Programms fand von November 1992 bis Februar 1993 statt, wobei ozeanographische Spezialschiffe und Bojen, schiff-, flugzeug- und landgestützte Dopplerradargeräte sowie verschiedenste weitere Sensoren für in situ-Messungen zum Einsatz kamen.

Tropical Rainfall Measuring Mission (TRMM)

Ein im November 1997 gestartetes und 2015 beendetes gemeinsames Satellitenprogramm von NASA und NASDA (später der Nachfolgeorganisation JAXA). Das Ziel von TRMM war es, klimatologisch signifikante Daten zum tropischen und subtropischen Niederschlag über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren hinweg zu erhalten. Da Niederschlag ein äußerst variables Phänomen ist, stellt sich eine adäquate Messung als sehr schwierig dar. TRMM entsprach den gewünschten Anforderungen, indem es den Niederschlag in einem 5x5-Grad-Gitternetz über 30 Tage hinweg mittelte. Die TRMM-Messungen liefern zusammen mit Wolkenmodellen auch genaue Schätzungen von der vertikalen Verteilung latenter Wärme in der Atmosphäre.

TRMM trug das erste im All eingesetzte Niederschlagsradar, das Daten für die Erzeugung von dreidimensionalen Bildern lieferte. Dies ermöglichte es Wissenschaftlern zum ersten Mal, die internen Strukturen von Stürmen zu sehen.

Abtastmuster von CERES u.a. Sensoren auf TRMM Abtastmuster von CERES u.a. Sensoren
auf TRMM

Im Verlaufe des Orbits bestreichen die Sensoren die Bodenspur von einer Seite zur anderen und messen dabei Energieparameter der Atmosphäre.

Quelle: NASA

Die noch bestehende Unsicherheit über die Menge und die Verteilung von Niederschlag, besonders in den Tropen, verhindert die Ermittlung des Massen- und Energieaustausches zwischen dem tropischen Ozean und der Atmosphäre. Da beide eng gekoppelt sind, haben Wolkenabstrahlung und Regen wahrscheinlich wesentliche Auswirkungen auf die Meereszirkulation und die marine Biomasse.

NASA und JAXA beendeten am 8. April 2015 die wissenschaftlichen Aufgaben und die Datenerhebungen von TRMM, nachdem die Treibstoffvorräte des Satelliten zu Ende gingen. Das Raumfahrzeug trat am 16. Juni 2015 über dem südlichen Indischen Ozean unkontrolliert in die Atmosphäre ein, wobei man davon ausgeht, dass der größte Teil (96 %) dabei verbrannte (Rainfall Spacecraft Re-enters Over Tropics).

Saisonale Schwingungen des tropischen Niederschlags

Saisonale Schwingungen des tropischen Niederschlags

(über mehrere Jahre gemittelt)


Zu höher aufgelösten Teilbildern
unten auf den gewünschten Monat klicken:
Januar / Juli

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Zu Textinformationen (englisch) hier klicken

Quelle: NASA

Zu den Sensoren der TRMM gehörten:

Weitere Informationen:

TROPOMI

Engl. Akronym für TROPOspheric Monitoring Instrument dt. Instrument zur Troposphärenüberwachung; an Bord des ESA-Satelliten Sentinel-5P befindliches Spektrometer im Bereich des ultravioletten, des sichtbaren und des infraroten Lichts.

Ziele der Mission sind die Messung der Troposphäre bis herunter zur Erdoberfläche, für die wissenschaftliche Forschung und um Dienstleistungen für die Gesellschaft zu unterstützen, mit einer hinreichenden räumlich-zeitlichen Auflösung um anthropogene und natürliche Emissionen und atmosphärische Lebenszyklen der wesentlichen troposphärischen Schadstoffe (Ozon, Stickstoffdioxid, Kohlenmonoxid, Formaldehyd und Schwefeldioxid) sowie zwei bedeutender Treibhausgase (troposphärisches Ozon und Methan) zu quantifizieren. Zusätzlich sollen Aerosol-Partikel beobachtet werden, die Luftqualität und Strahlungsantrieb (engl. climate forcing) regional und global beeinflussen.

TROPOMI misst einmal pro Sekunde die Daten einer Fläche von 2600 km × 7 km bei einer Auflösung von 7 km × 7 km. Es wird eine vollständige Abdeckung im Bereich von 7° nördlicher bis 7° südlicher Breite sowie mehr als 95 % Abdeckung der übrigen Erdoberfläche erreicht. Das Licht wird nach dem Gitterspektrometer-Prinzip in die Spektralbänder ultraviolett (UV), sichtbares Licht, nahes Infrarot (NIR) und kurzwelliges Infrarot (SWIR, engl. short-wave infrared) zerlegt und dann von vier getrennten Detektoren gemessen. Die Messbereiche liegen bei 270–320 nm für UV, 310–500 nm für sichtbares Licht, 675–775 nm für NIR und 2305-2385 nm für SWIR.

Tropomi - spectral range

TROPOMI

Tropomi - das bisher fortschrittlichste multispektrale bildgebende Spektrometer - wurde gemeinsam von der ESA und dem niederländischen Raumfahrtbüro entwickelt. Es beobachtet Sonnenlicht, das von der Erdoberfläche und der Atmosphäre in den Weltraum zurückgestreut wird, und erkennt die einzigartigen Fingerabdrücke von Gasen in verschiedenen Teilen des Spektrums.

Das Besondere an Tropomi ist, dass es im ultravioletten und sichtbaren (270-500 nm) Spektralbereich, im nahen Infrarot (675-775 nm) und im kurzwelligen Infrarot (2305-2385 nm) misst. Dadurch kann ein breites Spektrum von Schadstoffen wie Stickstoffdioxid, Ozon, Formaldehyd, Schwefeldioxid, Methan und Kohlenmonoxid genauer als je zuvor abgebildet werden.

Quelle: ESA

Das Instrument besteht aus vier Hauptmodulen: Eines enthält Teleskop, UV/sichtbar/NIR-Spektrometer und Kalibriereinheit, ein weiteres das SWIR-Spektrometer mit entsprechender Optik; zudem gibt es eine Steuereinheit und einem Kühlmodul. Die Gesamtmasse von TROPOMI beträgt 220 kg und die Leistungsaufnahme ca. 170 Watt. Seine Lebenszeit ist auf 7 Jahre ausgelegt.

Die Auswertung der Messdaten liefert Informationen über die atmosphärische Konzentration und Verteilung der in den Missionszielen definierten Stoffe sowie von Brommonoxid (z.B. aus Vulkanen), Glyoxal, Wasser und Wolken.

Tropomi wurde von einem Joint Venture des Netherlands Space Office, des Königlich Niederländischen Meteorologischen Instituts, des Niederländischen Instituts für Weltraumforschung, der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung und Dutch Space gebaut.

Weitere Informationen:

TUBITAK

Türk. Akronym für rkiye Bilimsel ve Teknolojik Arastirma Kurumu (Scientific and Technological Research Council of Turkey); Wissenschafts- und Technologieforschungsrat der Türkei.

Weitere Informationen: