Quantentopf-Infrarot-Photodetektoren (engl. quantum well infrared photodetector, QWIP) sind Sensoren, die Infrarotstrahlung mithilfe von Quantentöpfen in Halbleiter-Heterostrukturen detektieren. Sie absorbieren Infrarotphotonen, die Elektronen in einem zweidimensionalen Elektronengas von einem quantisierten Energieniveau in ein höheres heben. Dies führt zu einer messbaren Änderung der elektrischen Eigenschaften und ermöglicht die Erzeugung von Infrarotbildern, beispielsweise in der Atmosphären- und Weltraumforschung, der Thermographie in Wissenschaft und Technik sowie beim Militär.
Engl. side overlap, franz. recouvrement transversal; nach DIN 18716 die "relative Überdeckung gleicher Bildinhalte von benachbarten Bildstreifen quer zur Flugrichtung", verbunden mit der Anmerkung: "Angegeben in (%)".
Der Vorgängersatellit QuickBird-1 wurde am 20. November 2000 gestartet, erreichte aber seinen Orbit nicht. Dessen Vorgänger EarlyBird erreichte zwar seinen Orbit (1997), wurde aber wegen Problemen mit der Energieversorgung aufgegeben.
QuickBird-2 befand sich auf einer sonnensynchronen Umlaufbahn und überflog den Äquator in Nord-Süd-Richtung jeweils um 10.00 h Ortszeit. Im April 2011 wurde die Umlaufbahn angehoben, um die Lebensdauer bis wenigstens Anfang 2014 zu verlängern. Dadurch änderten sich einige Aufnahmeparameter wie Auflösung und auch die Schwadbreite, die danach am Nadir 18,0 km betrug. Bilder konnten in zwei Betriebsarten aufgenommen werden: panchromatisch und multispektral. Panchromatische Bilder konnten mit einer Auflösung von 61 cm am Nadir aufgenommen werden. Bei multispektralen Bilder betrug die Auflösung 250 cm, die Daten lagen dann in den vier Spektralbereichen Blau (450–520 nm), Grün (520–600 nm), Rot (630–690 nm) und nahes Infrarot (760–900 nm) vor. Der Satellit konnte bis zu 128 GB Daten an Bord speichern, bevor sie mit 320 Mbit/s im X-Band zu den Bodenstationen übertragen wurden. Seine globale Sammlung panchromatischer und multispektraler Bilder wurde zur Unterstützung von Anwendungen entwickelt, die von der Veröffentlichung von Karten über die Land- und Objektverwaltung bis hin zur Bewertung von Versicherungsrisiken reichen.
Das letzte Bild wurde am 17. Dezember 2014 aufgenommen. Am 27. Januar 2015 trat QuickBird in die Erdatmosphäre ein und verglühte.
Syn. Browse-Image,Quick View, engl. quick look image, franz. épreuve minute; Wiedergabe eines rohen (mehr oder weniger unverarbeiteten) Satellitenbildes, mit dessen Hilfe die Eignung des eigentlichen Datensatzes für eine bestimmte Aufgabe beurteilt werden kann.
Nach DIN 18716 die "Wiedergabe von in der Datenmenge stark reduzierten Bilddaten, die im Allgemeinen für Übersichts- und Kontrollzwecke erstellt werden".
Durch die mehr oder minder stark verringerte räumliche Auflösung des Satellitenbildes (sog. sub-sampling), eine möglicherweise verringerte Farbtiefe und/oder eine zusätzliche verlustbehaftete Kompression (z.B. JPEG) sind Quicklooks meist kleiner als 50 kByte; sie können auch über relativ langsame Netzwerke oder Telefon-Modems schnell zum Nutzer übertragen werden.
Engl. Akronym aus QuickScatterometer; ein 1999 ins All gebrachter Satellit der NASA, der Klimatologen, Meteorologen, Ozeanographen und Schiffahrtsbehörden täglich Daten über die Windverhältnisse (Geschwindigkeit und Richtung) über den eisfreien Weltmeeren lieferte. Die QuikScat-Daten waren auch für die marine Sicherheit, die kommerzielle Fischerei und die Eisberg-Verfolgung von Bedeutung. Er wurde als NASAs El Niño-Beobachter bezeichnet. Insbesondere sind die Winddaten zusammen mit Altimeter-Daten wichtig für klimatologische Vorhersagemodelle.
Obwohl nur für eine zweijährige Lebensdauer ausgelegt, funktionierte QuikSCAT über zehn Jahre lang, bis am 23. November 2009 der Mechanismus zur Rotation der Scatterometer-Antenne ausfiel und damit die Lieferung wissenschaftlich relevanter Daten endete.
Nachweis einer doppelten Konvergenzzone
QuikSCAT hat eine 30 Jahre alte, bislang weitgehend unbewiesene Theorie bestätigt, nämlich die Existenz von einer doppelten Innertropischen Konvergenzzone. Diese besteht nach bisherigen QuikSCAT-Windmessungen ganzjährig über dem Ostpazifik und über dem Atlantik.