Lexikon der Fernerkundung

multisensorale Bildverarbeitung

Die Kombination von Daten verschiedener Sensoren. Bei einem solchen Verschneiden von Daten wird versucht, die unterschiedlichen Informationsinhalte vorliegender Bilddaten zu einem verbesserten Bildprodukt zu vereinigen. Als typische Aufgabe für eine multisensorale Bildverarbeitung gilt die Kombination von geometrisch hochauflösenden panchromatischen Daten mit Farbinformationen niedrigerer Auflösung. Dieses, im Englischen pansharpening genannte Verfahren hat erstmals ab 1986 für die Vereinigung panchromatischer SPOT-Daten mit multispektralen TM-Daten große praktische Bedeutung erlangt. Auch heute sind viele Sensorsysteme aus technischen und aus ökonomischen Gründen auf hohe Auflösung in panchromatischen Bilddaten und geringen Auflösung in Multispektraldaten ausgelegt. Dasselbe gilt für die neuen digitalen Luftbildkameras in Zeilen- und Matrixbauweise. In allen Fällen ist natürlich Bedingung, dass die zu kombinierenden Daten dieselbe Bildgeometrie haben.


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