Lexikon der Fernerkundung

QuikSCAT

Engl. Akronym aus Quick Scatterometer; ein 1999 ins All gebrachter Satellit der NASA, der Klimatologen, Meteorologen, Ozeanographen und Schiffahrtsbehörden täglich Daten über die Windverhältnisse (Geschwindigkeit und Richtung) über den eisfreien Weltmeeren lieferte. Die QuikScat-Daten waren auch für die marine Sicherheit, die kommerzielle Fischerei und die Eisberg-Verfolgung von Bedeutung. Er wurde als NASAs El Niño-Beobachter bezeichnet. Insbesondere sind die Winddaten zusammen mit Altimeter-Daten wichtig für klimatologische Vorhersagemodelle.

QuikSCAT umrundete mit seinem Radarinstrument SeaWinds die Erde alle 101 Minuten in einer Höhe von 803 km. Seine sonnensynchrone Umlaufbahn besaß eine Inklination von 98,6°, die Umlaufzeit betrug 101 min.

Obwohl nur für eine zweijährige Lebensdauer ausgelegt, funktionierte QuikSCAT über zehn Jahre lang, bis am 23. November 2009 der Mechanismus zur Rotation der Scatterometer-Antenne ausfiel und damit die Lieferung wissenschaftlich relevanter Daten endete.

Nachweis einer doppelten Konvergenzzone

QuikSCAT hat eine 30 Jahre alte, bislang weitgehend unbewiesene Theorie bestätigt, nämlich die Existenz von einer doppelten Innertropischen Konvergenzzone. Diese besteht nach bisherigen QuikSCAT-Windmessungen ganzjährig über dem Ostpazifik und über dem Atlantik.

 

QuikSCAT

Doppelte Konvergenzzone (März 2001)

Doppelte Konvergenzzone (März 2001)Doppelte Konvergenzzone (März 2001) Quelle: NASA Earth Observatory

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