GHOSt
Global Hyperspectral Observation Satellite (GHOSt) ist eine Konstellation von sechs technisch identischen Hyperspektral-Mikrosatelliten der Orbital Sidekick Inc. (OSK) in den USA, die in erster Linie für die Atmosphärenchemie eingesetzt werden. Die Satelliten befinden sich in sonnensynchronen Umlaufbahnen. GHOSt soll auf seinem Vorgänger Aurora aufbauen und verbesserte kommerzielle Datensätze für Industrie, Regierung, Landwirtschaft, Umwelt und Verteidigung bereitstellen.
Jeder GHOSt-Satellit verfügt über einen speziell von OSK entwickelten Hyperspektral-Imager. Der Sensor wurde entwickelt, um 512 Spektralbänder im Bereich des sichtbaren Lichts (VIS) bis zum kurzwelligen Infrarot (SWIR) zu erfassen. Dank der verbesserten Überwachungsmöglichkeiten dieser Imager kann GHOSt die bisher hochauflösendsten kommerziellen Hyperspektralbilder liefern.
Mit einer Wiederholungsrate von bis zu einmal täglich für bestimmte Standorte bieten die Hyperspektralsensoren an Bord der Konstellation eine räumliche Auflösung von 8,3 m für multispektrale Bänder und 3 m für panchromatische Bänder.
Die GHOSt-Satelliten sollen in einer durchschnittlichen Höhe von 525 km in einer kreisförmigen sonnensynchronen Umlaufbahn mit einer Neigung von 97,5° betrieben werden.
Die von Astro Digital entwickelten GHOSt-Satelliten haben jeweils eine Masse von 91,4 kg und eine geplante Gesamtlebensdauer im Orbit von etwas mehr als 5 Jahren. Die Raumfahrzeuge basieren auf der flugerprobten Kleinsatellitenplattform Corvus-XL und nutzen den bewährten Flugcomputer, das Lagebestimmungs- und Steuerungssubsystem (AOCS) sowie die Energie- und Kommunikationssubsysteme von Astro Digital.
Die Übertragung der Nutzlastdaten erfolgt über Ka-Band, zusätzlich zu S-Band für Hochgeschwindigkeitsdatenübertragungen (HSD).
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