Lexikon der Fernerkundung

Boden(pixel)auflösung

Engl. ground sample distance (GSD), franz. résolution au sol; nach DIN 18716 der "Abstand der Mittelpunkte der von einem Sensorelement erfassten Oberflächenelemente bezogen auf eine mittlere Geländehöhe und eine mittlere Flughöhe". Folgende zwei Anmerkungen sind beigefügt:

  1. "Bei der Angabe der GSD von Fernerkundungssystemen wird im Allgemeinen von einer lotrechten Aufnahmerichtung ausgegangen."
  2. "Die Bodenauflösung hat in der Praxis die Angabe des mittleren Bildmaßstabes abgelöst. Je nach Reliefenergie und Aufnahmewinkel kann die lokale Bodenauflösung von einer vorgegebenen Bodenauflösung um ± 30 % abweichen, ohne dass z. B. dadurch die praktische erfahrbare Qualität von Orthobildern berührt wird."

Bodenauflösung vs. räumliche Auflösung
Die Bodenauflösung und die räumliche Auflösung beeinflussen die Klarheit von Luftbildern, dienen jedoch unterschiedlichen Zwecken bei der Vermessung und Analyse. Das Verständnis ihrer Unterschiede hilft bei der Auswahl der richtigen Einstellungen für eine genaue Datenerfassung.

Bodenauflösung
Die Bodenauflösung gibt den physischen Bereich an, den ein einzelnes Pixel in einem Bild abdeckt. Eine kleinere Bodenauflösung führt zu Bildern mit höherer Auflösung, wodurch mehr Details sichtbar werden. Der GSD-Wert wird von vielen Faktoren beeinflusst, darunter die Brennweite der Kamera, die Sensorgröße und die Flughöhe der Drohne.

Räumliche Auflösung
Die räumliche Auflösung definiert die erkennbaren Details in einem Bild. Sie bestimmt das kleinste Merkmal, das der Sensor genau erfassen kann, und beeinflusst die Klarheit und Präzision der Daten. Eine höhere räumliche Auflösung erleichtert die Unterscheidung zwischen Objekten und die Erkennung feiner Details.

Siehe auch räumliche Auflösung, Auflösung


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